100 mal Jhonnamit - aktuelle Faves und ewige Lieblinge

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Re: 100 mal Jhonnamit - aktuelle Faves und ewige Lieblinge

Beitragvon Jhonny » Freitag 15. Oktober 2010, 18:29

# 6
Savatage - Hall Of The Mountain King (1987)
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Das vielleicht beste und überragendste Power Metal Album aller Zeiten war eine der ersten CDs, die ich mir nur aufgrund eines Reviews auf dieser Seite und des mystisch-tollen Covers gekauft habe.
Das war so im Frühsommer / Sommer 2004 - ich war 16 und hatte unter Power Metal davor eher Hammerfall eingeordnet. Bis mich diese Scheibe wegblies. Was Oliva hier an Gesangslinien, an Screams herausbringt ist einfach unbeschreiblich - er steht damit in einer Riege mit Eric Adams, Ripper Owens, Bruce Dickinson oder Ronnie James Dio.
Kaum eine Scheibe hat einen so grandiosen, episch-geheimnisvollen und doch auch so harten Gesang vorzuweisen wie diesen.
Nicht erwähnen muss ich wahrscheinlich, dass Criss Oliva einer der besten Metal-Gitarristen überhaupt war? Seine Soli auf dieser Scheibe sind so songdienlich und trotzdem auch so gefühlvoll, dass sie mir immer wieder eine Gänsehaut runterjagen.
JEDER Fan von traditionellem Metal MUSS diese Scheibe nicht nur haben, sondern auch lieben. Ja. MUSS.

http://www.youtube.com/watch?v=5eNDjlPIWQw Der Bergkönig mit dem Grieg-Vorspiel - der beste Power Metal Song
http://www.youtube.com/watch?v=M4g_nosgrTI&feature=related Legions erinnert noch sehr an die geilen Frühwerke
http://www.youtube.com/watch?v=m2TVLq8U4XE&feature=related Beyond The Doors Of The Dark ist eher schon bösartiger Black Metal in Mercyful Fate Tradition. Böser als viele Pandas.
http://www.youtube.com/watch?v=SKY1axoPdSc&feature=related Devastation ist halt eine Ansage, wie Metal klingen sollte - schön groovig :grins:
http://www.youtube.com/watch?v=AxzBfVDa2ps&feature=related White Witch liegt irgendwo zwischen Saxon, Accept und einem verrückten Sänger - cool!
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Re: 100 mal Jhonnamit - aktuelle Faves und ewige Lieblinge

Beitragvon firestarter » Freitag 15. Oktober 2010, 20:06

Klasse Album!
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Re: 100 mal Jhonnamit - aktuelle Faves und ewige Lieblinge

Beitragvon Eike » Freitag 15. Oktober 2010, 21:28

Jhonny, Deine Kurzbeschreibungen lesen sich so begeistert und begeisternd, dass ich mir vorgenommen habe, da beizeiten in alle Anspieltipps reinzulauschen, obwohl ich ja nun nicht so der Powermetalfan bin. Es kann sich nur um Monate handeln, bis es soweit ist, weil die Liste wächst und wächst. Es sind eben ALLE hier so euphorisch am Schreiben...
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Re: 100 mal Jhonnamit - aktuelle Faves und ewige Lieblinge

Beitragvon Jhonny » Freitag 15. Oktober 2010, 22:47

Eike hat geschrieben:Jhonny, Deine Kurzbeschreibungen lesen sich so begeistert und begeisternd, dass ich mir vorgenommen habe, da beizeiten in alle Anspieltipps reinzulauschen, obwohl ich ja nun nicht so der Powermetalfan bin.

Würde mich sehr freuen!

Eike hat geschrieben: Es kann sich nur um Monate handeln, bis es soweit ist, weil die Liste wächst und wächst. Es sind eben ALLE hier so euphorisch am Schreiben...

Das ist ja auch gerade das tolle an dem ganzen Listen schreiben - die viele Begeisterung, mit der die Leute am Werk sind. Zu vielen Scheiben kann ich auch gar nix schreiben, weil ich auch nicht zum Reinhören komme, bei anderen gehts gut weil ich die Scheiben selber hab :grins:


Nur so viel zur Savatage - gerade diese Scheibe könnte auch gut Nicht-Power-Metal-Fans taugen, obwohl sie (für mich) die perfekte Power Metal Scheibe ist.
Das ist nämlich kein Power Metal nach Rezept, sondern irgendwo eine wahnwiztige Achterbahnfahrt durch die Stimmirrungen eines Jon Oliva, gepaart mit einer eigenen Produktion und einer tollen Atmosphäre, erzeugt durch grandioses Gitarrenspiel und gutes Songwriting.
Das ganze hat eine böse, leicht mystische Atmosphäre, die mir auf allen anderen Scheiben der Band auch ein wenig abgeht.
Also: Wenn du nix mit Power Metal anfangen kannst - diese Scheibe hat trotzdem eine Chance verdient!
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Re: 100 mal Jhonnamit - aktuelle Faves und ewige Lieblinge

Beitragvon Eike » Samstag 16. Oktober 2010, 00:22

"Stimmirrungen" und "böse, leicht mystische Atmosphäre" liest sich vielversprechend.
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Re: 100 mal Jhonnamit - aktuelle Faves und ewige Lieblinge

Beitragvon Jhonny » Samstag 16. Oktober 2010, 09:23

Eike hat geschrieben:"Stimmirrungen" und "böse, leicht mystische Atmosphäre" liest sich vielversprechend.


Wie gesagt - einfach mal reinhören.
Lass dich nicht davon verunsichern, wenn dir viele der anderen Power Metal Sachen bei mir nicht taugen.
Selbst die anderen Savatage-Scheiben kannst du nicht als Maßstab nehmen - die sind zwar auch toll, haben aber nur selten diesen mystischen Touch.
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Re: 100 mal Jhonnamit - aktuelle Faves und ewige Lieblinge

Beitragvon Jhonny » Samstag 16. Oktober 2010, 09:44

# 5
Manowar - Into Glory Ride (1983)
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Wir biegen auf die Zielgerade ein... mit einem besonderen Album.
Kennt ihr diese Situation? Jeder lobt ne bestimmte Band hoch, ihr kauft recht willkürlich ein erstes Album dieser Band, findet es total geil und das ist dann eure Lieblingsscheibe?
Bei Manowar ist bei mir das exakte Gegenteil eingetroffen - ich hatte bereits 9 Studioalben, als ich mir 2007 Into Glory Ride zulegte. Die kannte ich nur von einigen Kritiken, dem bescheuerten Cover und Gloves Of Metal her. Aber da wir ja im Sommer aufs Magic Circle Festival wollten (übrigens: Das erste Magic Circle Festival war der Hammer!) musste Manowar noch vervollständigt werden.
Und so kaufte ich mir Into Glory Ride - und kam zuerst kaum zurecht mit der Scheibe. Der Sound war doch deutlich dünner als auf dem von mir so geliebten Nachfolger, die Songs brauchten lange, um in die Gehörgänge zu rutschen. Doch als das passiert war, war es um mich geschehen.
Das vielleicht beste Epic Metal Album aller Zeiten, dass heute viele Epigonen wie Atlantean Kodex, Doomsword oder Battleroar motiviert, hätte damals wie eine Bombe in der Szene einschlagen sollen.
Aber: Trotz des großen Bandnamens habe ich immer noch das Gefühl, diese Scheibe ist eher ein Underground-Tip.
Nun denn: Eric Adams natürlich genauso in Topform wie immer - aber auf den ersten 3 Scheiben finde ich ihn irgendwie noch überragender (nehmt das mit Blick auf die Stimmlage mal wörtlich) als später. Die Songs brauchen lange, um ihre mystische Wirkung zu entfalten, sind dann aber mit Sicherheit die geheimnisvollsten und gefährlichsten Manowar-Songs aller Zeiten. Ähnlich wie bei Hall Of The Mountain King würde ich so weit gehen und diese Scheibe als einen bösartigen Vorläufer des Black Metal bezeichnen. Auch wenn das den Pandas in Norwegen vielleicht nicht so schmeckt - atmosphärisch ist das hier sicher ein Meilenstein.

Ach ja, falls meine europhisierte Schreibweise als Kaufempfehlung nicht reicht, noch ein paar Hörbeispiele:
(nebenbei: rein vom Kaufdatum war das meine letzte so neue Scheibe...)
http://www.youtube.com/watch?v=-4qTi7cDtI4 Gloves Of Metal mit Kult-Video
http://www.youtube.com/watch?v=E-5rCnEN0AA Gates Of Valhalla ist so ein mystischer, fast böser Song. Mit anderem Gesang ist das gar nicht so weit weg von Bathory.
http://www.youtube.com/watch?v=y1O_wQIqrng&feature=related Revelation, der apokalyptische Song geht mehr Richtung epischer Power Metal und hat deutlich mehr Tempo als Valhalla
http://www.youtube.com/watch?v=avi4ekuLdjc&feature=related Secret Of Steel ist eine Art Offenbarung des Epic Metal. Besser jeht es nüsch.
http://www.youtube.com/watch?v=U7lHbWjvHtA&feature=related March For Revenge ist nicht so düster, fast schon positiv. Aber trotzdem instrumental sehr toll gemacht, und es passt gut in die Gesamtscheibe.


Noch ein dicker Bonus auf der Scheibe: Es wurde auf jede Form von Basssolo, Hörspiel oder Instrumental-(Keyboard-)Orchester verzichtet :grins:
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Re: 100 mal Jhonnamit - aktuelle Faves und ewige Lieblinge

Beitragvon Holger Andrae » Samstag 16. Oktober 2010, 13:40

Savatage covern Hawkwind auf dem Mountain Grill ... nette Scheiblette. Wäre ich jetzt in bösartiger Nörgellaune könnte man vom Beginn der Talfahrt reden oder vom ersten Album, bei dem man über eine Namensänderung hätte nachdenken sollen, aber ich bin bester Laune und schreibe. Ein tolles Album, mit viel Gefühl und mitreißenden Songs.

Mäh!NoWar! Ja, das fanden wir damals (wie häufig ich in letzter Zeit dieses Wort verwende) alle ganz toll. Nicht allein, weil die Band ihren Deal mit Music For Nations angeblich mit Blut unterschrieben hatte. Vielleicht war es ja auch zu viel Blut ...

Nee, Fäustlinge Of Metal oder wie das hieß war schon toll. Sekrete aus Stahl auch. Könnte ich mal wieder hören ... oder? ... äh? ... ich bin verwirrt.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: 100 mal Jhonnamit - aktuelle Faves und ewige Lieblinge

Beitragvon firestarter » Samstag 16. Oktober 2010, 13:52

Holger Andrae hat geschrieben:Savatage covern Hawkwind auf dem Mountain Grill ... nette Scheiblette. Wäre ich jetzt in bösartiger Nörgellaune könnte man vom Beginn der Talfahrt reden oder vom ersten Album, bei dem man über eine Namensänderung hätte nachdenken sollen


Obwohl ich die bergkönigliche Halle klasse finde (wenn auch längst nicht so gut wie alles was davor kam), hatte ich auch genau diesen Gedanken. Ab da gings abwärts...

zu MANOWAR: das Debut und die "Hail to England" finde ich ja super. "Into glory ride" kann ich auch noch etwas abgewinnen, was mit allen Sachen ab "Sign of the hammer" allerdings nicht funktioniert.
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Re: 100 mal Jhonnamit - aktuelle Faves und ewige Lieblinge

Beitragvon Jhonny » Samstag 16. Oktober 2010, 16:25

Ich denke auch, dass Sign Of The Hammer der stilistische Wendepunkt bei Manowar war - da gabs zwar auch noch recht viel episches, aber auch schon manches an Bierzelt-Metal. In dem Fall aber noch sehr guter Bierzeltmetal.

Bei Savatage empfinde ich eher die Gutter Ballet als das Stilwechselnde Scheibchen. Hall Of The Mountain King hat nur ganz sporadische episch-bombastische Zutaten, ist im großen und ganzen aber purer Power Metal.
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