My Dying Bride

Re: My Dying Bride

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 19. Oktober 2012, 13:14

Drumtier hat geschrieben:
Dekalog der Elemente hat geschrieben:Fahrstuhlmusik verbinde ich mit nervigem, lahmarschigen und unspannenden Gedudel. Etwas das für mich in keinster Weise auf die letzten Anathema oder Katatonia Alben zutrifft.

Danke! Ich denke das ist auch die allgemeine Assoziation mit dem Ausdruck und demenstsprechend klar negativ.

Ich habe die selbe Definition von Fahrstuhlmusik und finde, dass die ganz vorzüglich zu aktuellen Anathema und Katatonia passt. Das ist dann auch überhaupt nicht positiv gemeint...
:P
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Re: My Dying Bride

Beitragvon Siebi » Freitag 19. Oktober 2012, 14:41

Jesus hat geschrieben:
Jhonny hat geschrieben:Zur "Fahrtstuhlmusik"... Faszinierend ist ja, dass My Dying Bride da nie mitgemacht haben.


Dann hast Du wohl noch nicht "Like Gods of the Sun" und "34% Complete" gehört.

Die zwei Scheiben, wo ich ausgesetzt habe, sagen mir beide absolut nicht zu. Dann gleich lieber Dan Swänos Nightingale. "Songs Of Darkness, Words Of Light" ist die letzte CD, die ich mir gekauft habe. Bewusst gehört aber nicht, da nach ein paar Songs eher Langeweile aufkam. Seitdem war die Band bei aktuellen Scheiben nicht mehr auf dem Schirm.
"The Dreadful Hours" und "The Light At The End Of The World" sind meine Lieblinge, von den frühen Werken fehlt mir noch die Schwanenscheibe, dann bin ich bei der Band gut sortiert.
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Re: My Dying Bride

Beitragvon Havoc » Freitag 19. Oktober 2012, 22:45

Katatonia = Fahrstuhlmusik? Wohl eher Turboliftmusik! :)

Die neue MDB werde ich wohl nicht kaufen. Mich beschleicht das Gefühl, dass mir die vier fünf Scheiben die ich von der Band habe wohl reichen.
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Re: My Dying Bride

Beitragvon Drumtier » Freitag 26. Juni 2015, 21:07

Ist das der aktuellste Beitrag zur Band oder habe ich einen anderen Thread übersehen? Hab heute jedenfalls erfahren, dass meine Berufsschmuser ein neues Album veröffentlichen, was mich sehr freut.
http://powermetal.de/news/news-MY_DYING ... 37144.html
"A Map Of All My Failures" hat mich zwar nie so ganz überzeugt, aber ich freu mich trotzdem und bin guter Dinge. Noch dazu, da die meisten Songtitel äußerst vielversprechend klingen und auf einen schönen Mix aus langsamem, schwerem Doom und kitschigen Liebesliedern hoffen lassen. Ja, hoffen, ich bin halt so ;-)
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Re: My Dying Bride

Beitragvon Havoc » Freitag 26. Juni 2015, 23:39

Die Band finde ich immer noch super...allerdings dürstet es mich nicht so wirklich nach weiterer Musik der Band. Ein paar CDs voll Trauer reichen da wohl.
Das Cover der neuen Scheibe finde ich aber mal ziemlich mies. :-/
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Re: My Dying Bride

Beitragvon Drumtier » Dienstag 16. Juli 2019, 20:05

MY DYING BRIDE sollen ja auch noch dieses Jahr mit einem neuen Album um die Ecke kommen, freut mich natürlich, auch wenn meine ganz heiße Fan-Phase scheinbar auch schon ein wenig abgekühlt ist. Der Grund, für die doch längere Pause zum letzten Album dürfte hauptsächlich eine Krebs-Erkrankung der fünfjährigen Tochter des Sängers gewesen sein. So weit ich mich an die letzte Aussendung erinnere, dürfte da aber alles wieder halbwegs passen.

Wenn das Album dann wirklich erscheint, hätte ich geplant, alle meine bisherigen Alben wieder einmal durchzuhören, um festzustellen, wo ich selbst denn eigentlich grad stehe. Denn obwohl ich immer wieder Musik von ihnen im Ohr habe und durchwegs positive Gefühle damit verbinde, hatten die letzten beiden Alben für mich keinen großen Wiederaufleg-Faktor. Also habe ich das Hörprojekt vorgezogen und einen kleinen Gefühls-Check gemacht. Nun, ich kann mich selbst beruhigen, ich mag sie immer noch.

Bei "A Map of all our Failures" und "Feel the Misery" gibt es zwar für mich weiterhin nur einige Momente, in denen ich so richtig drin bin, aber diese wirken trotzdem immer noch. Auch die "For Lies I Sire" mich ich lange verhältnismäßig gern, aber auch da kann ich einige der Kritikpunkte nachvollziehen und sehe ich nicht mehr ganz so rosarot wie noch vor einigen Jahren. Also alles gute Alben, aber es sind dann doch keine solchen Freudenfeste der Trauer, wie das die früheren sind. "Songs of Darkness, Words of Light" ist für mich emotional zugänglicher als die aktuelleren und verbindet alle bekannten Trademarks der Band. "The Dreadful Hours" war glaube ich mein zweites Album von ihnen und hat einen dementsprechenden Stellenwert, da könnt ich glatt heulen, so gut und traurigschön ist das.

Meine erste war auch ihre erste, "As the Flower Withers", mit dem ganz eigenen Charme, mal eben ein neues Subgenre zu begründen. Aber nicht nur Charme, auch musikalisch und emotional ist das ausgezeichnet und gefällt mir immer noch wahnsinnig gut. "Like Gods of the Sun" habe ich, wie alles andere, ebenfalls schon ewig nicht mehr gehört und die besitzt ja üblicherweise keinen so guten Ruf. Bei den ersten paar Songs konnte ich das noch nachvollziehen, aber im Laufe der CD gefiel sie mir wieder immer besser und vor allem die Geige stellt sie über ein vergleichbares Album der Zeit als sie ohne Geige unterwegs waren. Ich steh auf Geige übrigens.

Geige gibts auch beim zweiten (ungereiht) meiner Top 3, "The Angel and the Dark River". Growls gibts keine und so haben sie innerhalb ihrer ersten drei Alben den Weg von nur Growls zu abwechselnd zu nur Klargesang erledigt und es passt so gut. Traumhaft schöne Songs, die Stimme, die Geige, die Melodien, super. Ebenfalls zu meinen Top 3 gehört natürlich das oft als Meisterstück angesehene "Turn Loose The Swans". Ich war oft enttäuscht, weil ich das Meisterstück manchmal selbst hörte, manchmal aber auch nicht. Diesmal habe ich es wieder gehört. Ein Album, das alles gut gelungene des restlichen Outputs vorwegnimmt und vereint. Die Growls gelingen ihm hier auch noch besser als das teilweise bei den neueren der Fall ist, der Klargesang sowieso, die Melodien, die Geige und das Songwriting, bei dem auch die langen Songs wie im Flug vergehen.

Fazit: Ja, ich mag sie noch. Ich erwarte keine Revolution, erhoffe auch keine, hoffe einfach auf ein solides Album mit genug Herzschmerz, dann können die Burschen eigentlich gar kein schlechtes Album machen.
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Re: My Dying Bride

Beitragvon Peter Kubaschk » Mittwoch 17. Juli 2019, 07:40

Ich bin jetzt nicht so der riesige Fan und habe nur zwei oder drei Alben, die ich nie höre, aber der Text ist super.
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Re: My Dying Bride

Beitragvon Eike » Freitag 20. März 2020, 20:08

"The Dreadful Hours" finde ich großartig.
Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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Re: My Dying Bride

Beitragvon Havoc » Freitag 20. März 2020, 22:24

Eike hat geschrieben:"The Dreadful Hours" finde ich großartig.


Ja. Ich weiß noch, dass ich die zu Beginn auch mega fand. Mein Lieblingstrack war glaube ich immer die Nr. 3.
Das Ding hat eine wahnsinnige Atmosphäre. Müsste ich auch noch mal auflegen. ;-)
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Re: My Dying Bride

Beitragvon Drumtier » Dienstag 7. April 2020, 11:33

Hat sonst noch jemand die neue gehört? Egal, ob freiwillig oder in Review/SC-Pflicht? Ich habe sie jetzt nämlich zweimal durch und war ja doch einigermaßen gespannt. Die Krebserkrankung der Tochter sollte ja, so zynisch das klingt, ausreichend Material für Musik ihrer Art gegeben haben. Leider ist das alles nicht der Fall und wir haben es mit dem ersten Totalausfall zu tun.

Anscheinend war ja der ganze Songwriting-Prozess schwierig, eben weil Sänger nicht verfügbar, ein Gründungsmitglied ausgestiegen, Bassistin auf Mutterschutz, also hat der einzige Gitarrist das Album mehr oder weniger alleine geschrieben. Das hört man, die Songs klingen unfertig, die Filler sind tatsächlich solche, weil sie klingen, als ob die Ideen dahinter keine Zeit für Vollendung mehr gehabt hätten und stattdessen mit Gitarre und Gastsängerin abgehandelt wurden. Der schlimmste Punkt aber leider der Gesang. Ich darf aus dem hiesigen Review zitieren: "Stainthorpes Gesangsleistung ist beachtlich. Der Anteil an Growls wurde reduziert, dafür sind die klaren Vocals mit sehr viel Liebe zum Detail ausgearbeitet." - präsentiert von Nuclear Blast. Zumindest könnte so auch deren Werbetext geklungen haben. Mit der Realität hat das meiner Meinung nach nur wenig zu tun. Stainthorpe hat selbst über den Aufnahmeprozess geklagt und, dass er teilweise an sich selbst gezweifelt hat, weil er es nicht hingebracht haben. Jetzt kann aber ein großes Label nicht einfach warten, bis die Band als Ganzes wieder funktioniert und muss auf die Schnelle unfertige Musik mit unbrauchbaren Vocals veröffentlichen. Lösung? Einfach eine Shitload an Gesangsspuren übereinander legen, das klingt sicher voll mystisch und schön. Ja. Eh. Die zitierten Details sind nicht hörbar und das ist wahrscheinlich sogar gut so. Alles verschwimmt in einem grauenhaften Gemisch aus menschlicher Stimme. Ausgearbeitet wurde da nichts. Überarbeitet alles.

Ich hab sie wie gesagt erst zweimal gehört und werde noch weiter beobachten. Bis jetzt sind sie auf einem guten Weg in meine Jahresliste. Richtig. Als Enttäuschung des Jahres.
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