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von Jhonny » Donnerstag 18. Juni 2020, 09:36
Meine Liste sah ja so aus - da gehe ich auch kurz auf die Alben ein:
1. The Number Of The Beast Für mich mit Abstand das beste Metal-Album aller Zeiten. Hier passt quasi alles. Auch, dass 'Gangland' den Vorzug vor 'Total Eclipse' erhalten hat finde ich gut. Mit 'Invaders' ist der coolste MAIDEN-Opener am Start, und dann halt Highlights wie '22 Accacia Avenue', 'The Prisoner' und natürlich 'Hallowed Be Thy Name', der beste Metalsong.
2. Piece Of Mind Auch hier gibts kaum etwas zu mäkeln. Mit 'Die With Your Boots On' ist auch einer meiner absoluten MAIDEN-Favoriten am Start. Ich liebe das Drumming auf dieser Scheibe, und Dickinson dürfte seine besten Gesangsleistungen abrufen ('Quest For Fire' z.B.).
3. Somewhere In Time Die am besten klingende MAIDEN-Platte für mich, dazu ein phänomenales Artwork und wunderbare Songs wie 'The Loneliness Of The Long Distance Runner'. Mit dem Sound hätten sie ruhig länger weitermachen können als nur für den Nachfolger.
4. Seventh Son Of A Seventh Son Den wir hier haben. Ja, der mystische Sound ist bombastisch, auch hier gibt es bei den Songs keinen Ausfall. Neben dem Titelsong höre ich am liebsten den ersten und den letzten Titel.
5. Brave New World Klar, ohne "Brave New World" wäre mein Musikgeschmack vielleicht ein völlig anderer. Ich finde aber auch, dass nicht nur das Eröffnungstripple großartig ist. Auch 'Dream Of Mirrors' oder 'Out Of The Silent Planet' stehen den Achtziger-Jungfrauen in nichts nach.
6. Iron Maiden Die unbändige Energie dieser Scheibe sorgt dafür, dass sie mit den Dickinson-Großtaten durchaus mithalten kann. Zudem sind den Jungs hier schon einige kompositorische Schmankerl gelungen.
7. Powerslave Die vielleicht am wenigsten ansprechende "klassische" Dickinson-Scheibe für mich - weil es zwischen den beiden Hits am Anfang und dem Abschlussgedicht auch etwas Leerlauf gibt. Dickinson hebt die Scheibe knapp über die "Killers".
8. Killers Klar, auch hier gibt es Perlen zu entdecken, aber aus der 70er-Phase ist das Album für mich, nicht nur aufgrund des Gesangs, der Schwachpunkt.
9. Fear Of The Dark Die erste Scheibe, bei der sich eine ordentliche Menge an schwächeren Titeln findet, aber dafür entschädigt zum Beispiel das wunderbare 'Childhood Ends' und das beste MAIDEN-Artwork nach 1988.
10. The Book Of Souls Mag sein, dass es als einfache CD noch überragender gewesen wäre. Ich hatte aber nicht mehr mit so einem Brecher gerechnet, und mit 'The Red And The Black' gibt es den besten MAIDEN-Song seit 1988.
11. Dance Of Death Natürlich sehr prägend, da ich in dieser Zeit die Jungfrauen kennen gelernt habe - obwohl ich den Vorgänger sofort lieber mochte. Das schlechteste MAIDEN-Artwork hilft nicht. Aber Songs wie der Titeltrack, 'Paschendale' oder 'Montsegur' sind genial. Insgesamt gilt wie fast immer für MAIDEN nach 1986: Die Longtracks sind die Highlights.
12. A Matter Of Life And Death Longtracks gibt es hier zu Hauf, aber die Hitdichte hat etwas nachgelassen. Ein aufwendiges Album, das nie auf "Nostradamus"-Niveau abstürzt, aber halt auch leicht überambitioniert wirkt.
13. The X-Factor Besser als sein Ruf, in meiner Sicht schon eine kleine Perle - und ja, auch Blaze sorgt dafür, dass zum Beispiel 'Sign Of The Cross' ein echter Gänsehauttrack ist.
14. The Final Frontier Bei Veröffentlichung fand ich die Scheibe schon arg stark, und am Gesang störe ich mich auch heute nicht. Aber das Album ist etwa 15 Minuten zu lang, etwas knapper wäre es hier auch etwas höher platziert. Die ersten beiden Songs gehören zu den Lowlights der MAIDEN-Diskographie.
15. Virtual XI Nur 'The Clansman' rettet dieses Album vor dem letzten Platz - das ganze restliche Album ist so uninspiriert wie die ersten beiden "The Final Frontier"-Nummern, aber mit schwächerem Sänger.
16. No Prayer For The Dying Das ganze Album hat keinen Clan-Mann und auch sonst nichts, was es davor rettet, ein biederes Metalalbum zu sein.
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von Eike » Donnerstag 18. Juni 2020, 18:32
Es hat 'Tailgunner'. Der Song fällt mit der Tür ins Haus, ruft "Hi, wir sind Iron Maiden, und wir sind granatenstark" und fliegt dann einen tollen Looping! Problem des Albums ist, dass es danach ins Trudeln kommt.
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von lenbert » Donnerstag 18. Juni 2020, 19:23
'Holy Smoke' ist auch noch super. Ansonsten wird die 'No Prayer' aber für mich auch nur von der 'Virtual XI' unterboten.
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von Havoc » Donnerstag 18. Juni 2020, 21:01
Rüdiger Stehle hat geschrieben:6. Somewhere In Time Ja, ist nicht viel zu sagen... ziemlich perfektes Ding. Mein Geheimfavorit ist "Déjà vu"
Exakt! "Deja vu" ist wirklich cool. Jhonny hat geschrieben:12. A Matter Of Life And Death Ein aufwendiges Album, das nie auf "Nostradamus"-Niveau abstürzt, aber halt auch leicht überambitioniert wirkt..
Von Maiden zu Priest gibt es auch einen Weg nach unten? 
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 18. Juni 2020, 21:09
Havoc hat geschrieben:Jhonny hat geschrieben:12. A Matter Of Life And Death Ein aufwendiges Album, das nie auf "Nostradamus"-Niveau abstürzt, aber halt auch leicht überambitioniert wirkt..
Von Maiden zu Priest gibt es auch einen Weg nach unten? 
Jegliche Polemik und meine generelle Präferenz für Judas Priest mal ganz bewusst beiseite geschoben, sehe ich die beiden Scheiben auf ähnlichem Niveau. Beide ambitioniert, beide, wenn sie denn mal laufen, mit etlichen schönen Momenten, beide viel zu lang, und von beiden bleibt bei mir exakt keine einzige Hookline länger hängen als der Song läuft.
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 18. Juni 2020, 21:11
Jhonny hat geschrieben:16. No Prayer For The Dying Das ganze Album hat keinen Clan-Mann und auch sonst nichts, was es davor rettet, ein biederes Metalalbum zu sein.
Bei aller Liebe zum "Clansman", auf NPFTD wäre er unter den beiden schwächsten Stücken, und wenn NPFTD bieder ist, dann verbietet mir meine gute Kinderstube das Wort, welches ich auf dieser Skala für alle Alben nach "Fear Of The Dark" benutzen müsste. 
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von Pillamyd » Donnerstag 18. Juni 2020, 21:22
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Havoc hat geschrieben:Jhonny hat geschrieben:12. A Matter Of Life And Death Ein aufwendiges Album, das nie auf "Nostradamus"-Niveau abstürzt, aber halt auch leicht überambitioniert wirkt..
Von Maiden zu Priest gibt es auch einen Weg nach unten? 
Jegliche Polemik und meine generelle Präferenz für Judas Priest mal ganz bewusst beiseite geschoben, sehe ich die beiden Scheiben auf ähnlichem Niveau. Beide ambitioniert, beide, wenn sie denn mal laufen, mit etlichen schönen Momenten, beide viel zu lang, und von beiden bleibt bei mir exakt keine einzige Hookline länger hängen als der Song läuft.
Da fällt mir ein, dass ich "Nostradamus" noch nie gehört habe. Ich hab von vorneherein nie die Muse gehabt mich damit zu beschäftigen. Klang für mich eher nach Arbeit, als nach Hörgenuss, wenn man die Kritiken vorab kannte. Die ja zum Großteil nicht positiv waren. Habe mich dahingehend wohl stark beeinflussen lassen.
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von Pillamyd » Donnerstag 18. Juni 2020, 21:27
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Jhonny hat geschrieben:16. No Prayer For The Dying Das ganze Album hat keinen Clan-Mann und auch sonst nichts, was es davor rettet, ein biederes Metalalbum zu sein.
Bei aller Liebe zum "Clansman", auf NPFTD wäre er unter den beiden schwächsten Stücken, und wenn NPFTD bieder ist, dann verbietet mir meine gute Kinderstube das Wort, welches ich auf dieser Skala für alle Alben nach "Fear Of The Dark" benutzen müsste. 
Bieder finde ich schon hart. Ich sehe das eher als Rückbesinnung. Ob das jetzt gut oder schlecht ist...Geschmacksache. Maiden haben das meiner Meinung nach 2 Mal gemacht. Einmal gescheitert. Einmal ja, ohne recht überzeugen zu können.
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von Havoc » Donnerstag 18. Juni 2020, 21:39
Pillamyd hat geschrieben:A Matter Of Life And Death: Ich glaube am meisten stört mich hier tatsächlich die Stimme von Bruce. Der geht immer auf Vollgas und manchmal hat man das Gefühl, dass er dann doch Höhen erreicht, die zur Folge haben, dass sich einiges sehr quietischig anhört. Mir manchmal zu anstrengend und tatsächlich nur auf diesem Album so.
Aha. Sein Gesang nervt mich hier auch weitaus mehr als auf z.B. "Fear Of The Dark" oder "Somewhere In Time". Aber ich sollte das Album noch mal auflegen. Ich kehre echt immer mal wieder zurück zu Maiden...nur um mich mal wieder zu bestätigen, dass wir einfach keine besten Freunde mehr werden. Und dennoch. Ich hätte echt Bock hier mal richtig mitreden zu können was die Alben betrifft. Vielleicht sacke ich die irgendwann tatsächlich mal ein, wenn noch mal eine Preisaktion kommt. Oder zumindest mal ein zwei drei Alben oder so. Aber irgendwie gibt es halt immer noch Wichtigeres. Naja... 
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 18. Juni 2020, 21:45
Bei der Einordnung von NPFTD unter den letzten drei Scheiben in der Diskographie bin ich einfach komplett und rundum bar jeglichen Verständnisses. Kann ich nicht begreifen, und ich kann in Geschmacksdingen wirklich verdammt viel begreifen. Ich finde sogar "Public Enema Nr. 1" besser als alles, was nach der "Dance of Death" erschienen ist. Das Ding hat wenigstens Hooks, die man nicht vergisst. Und zwar jeder Song. Die Gitarrenmelodien des Titelsongs scheuchen alles aus dem Wasser, was die Band auf den letzten drei Platten verdudelt hat. Die NPFTD kommt immer auf den Punkt, hat in jedem Song eingängige Parts, sie hat gefühlvolle Gitarren, einen variablen und feixenden Gesang, an dem Ding passt für mich an sich alles.
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