Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Jhonny » Mittwoch 27. Oktober 2010, 21:30

Jhonny hat geschrieben:Die Virgin Steele brauch ich, das weiß ich auch ohne Reinhören - werde das aber trotzdem nachher nachholen :grins:


der Eindruck hat sich nach dem Reinhören nur bestätigt...
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 28. Oktober 2010, 00:13

Gell, die ist toll... :-)

56.
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DISSECTION "Storm Of The Light's Bane"
(c)1995 - Nuclear Blast
Schweden

Die kontroverse Persönlichkeit des Bandleaders hin oder her, es gibt wenige Bands im Black/Death-Bereich, die für ihre Musik so viel Anerkennung und Zuspruch bekommen haben und noch bekommen, wie die Schweden von DISSECTION für ihre ersten beiden Studioalben. Bei mir ist die zweite der beiden in der Liste gelandet, weil ich sie noch schlüssiger und stimmiger finde, als das ebenfalls grandiose Debüt "The Somberlain". Bei "Storm..." passt vom tollen Necrolord-Artwork über die Produktion und die tollen Gitarrenharmonien und Leads bis hin zum unglaublich eingängigen und doch nicht flachen Songwriting einfach alles. Auch Nödtveidts Gesang ist genial. Ja, das ist eine ganz große Scheibe des Extremmetalls.

Leider nur Liveclips, aber in vernünftiger bis sehr guter Qualität:

Das Titelstück:
http://www.youtube.com/watch?v=f1tTzZhXQP4

Night's Blood:
http://www.youtube.com/watch?v=J-13-LEOn30

Where Dead Angels Lie:
http://www.youtube.com/watch?v=Vj8jLyb8x0w
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Regina Löwenstein » Donnerstag 28. Oktober 2010, 07:09

Eine andere Dissection hab ich auch in der Liste. Großartiger Black Metal, der episch ist, ohne seine Wildheit oder Glaubwürdigkeit zu verlieren. Ich schätze es sehr, wenn Bands in diesem Genre eine vernünftige Dynamik und eine gewisse melodische Struktur aufzubauen vermögen, anstatt in Blastbeats zu ertrinken. Und das schaffen Dissection, wobei sie trotzdem herrlich brutal und finster klingen.
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Loenz » Donnerstag 28. Oktober 2010, 12:01

Joa, doch das kann man sich ganz ordentlich anhören.
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon NorthernGuy » Donnerstag 28. Oktober 2010, 12:51

Ich habe mir die Songs mal angehört, aber der Gesang geht für mich halt gar nicht. Dieses Gekreische, Geknurre oder wie man das nennen will, geht mir einfach nicht in die Gehörgänge. Schade, die Musik ist so schlecht nicht.
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 28. Oktober 2010, 16:44

Regina Löwenstein hat geschrieben:Eine andere Dissection hab ich auch in der Liste.


Die tolle Debüt oder doch eher die Reinkaos? Bin gespannt...


Also, ich finde The Somberlain und eben diese hiesige Sturm-Scheibe grandios. Das ist wunderbarer, atmosphärischer Black Metal. Ich behaupte, die wichtigste schwedische Black Metal Scheibe abgesehen von den Bathory-Frühwerken - Dark Funeral, Marduk oder Naglfar können da trotz einiger Klassiker nicht mithalten.

Mit der Philosophie des Fronters hätte ich mich aber wohl nie identifizieren können... viel weiter weg von meinem Menschen- und Weltbild gehts glaub ich nur schwer.
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 28. Oktober 2010, 16:54

Das finde ich so faszinierend an Musik. Sie kann Brücken zwischen Leuten schlagen und ihnen zumindest eine kleine gemeinsame Basis verschaffen, obwohl sie völlig gegensätzliche Einstellungen haben. Mir geht es ja auch so. Nödtveidts anti-kosmischer Sethianismus ist mir ähnlich fremd wie dir, und doch sind wir uns völlig einig, dass Nödtveidts musikalisches Schaffen grandios ist. Das ist auch der Grund, warum ich es nie verstanden habe, wenn man als Musikhörer nur Bands hören möchte, die auch ideologisch auf der eigenen Wellenlinie sind. Ich finde es gerade faszinierend, zu ergründen, wie sich Menschen musikalisch und künstlerisch artikulieren, die völlig anders ticken als ich.
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon firestarter » Donnerstag 28. Oktober 2010, 18:24

Haut mich jetzt nicht gerade um, kann ich aber gut hören.
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 29. Oktober 2010, 00:56

So, dann an dieser Stelle mal wieder ein "jetzt schon"-Album, und zwar ...

55.
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BLACK SABBATH "Heaven & Hell"
(c)1980 - Vertigo
England

Mein Lieblingsalbum der britischen Metallegende, und somit auch das letzte Sab-Album in meiner Liste. Zu guter Letzt auch die Entscheidung pro-Dio (aber nicht anti-Ozzy). Viele Worte über das Album zu verlieren, ist wohl unnötig. Ich habe es nicht als einziger in der Liste, und ich stelle es nicht als Erster vor. Vermutlich auch nicht als Letzter. Das Titelstück und "Children Of The Sea" haben es mit ihrem epischen Doom besonders angetan, aber auch die flotteren Sachen wie "Neon Knights" und "Die Young" sind völlig überirdisch. Dio war halt doch der Größte. Das Album ist nur deshalb nicht höher, weil es mich erst nach meiner prägendsten Phase erwischt hat. Aber ich kann es wohl nicht oft genug betonen: Inzwischen sind wir in einem Bereich, wo so gut wie jedes Album ein "bestes Album aller Zeiten" ist. Das sind nur noch emotionale Befindlichkeiten, die hier den Ausschlag geben. Wobei die Top-10 ziemlich stark in Stein gemeiselt sind.

'Heaven And Hell' - http://www.youtube.com/watch?v=4EL67mjv1nM
'Children Of The Sea' - http://www.youtube.com/watch?v=DJQQWbr4cXM
'Neon Knights' - http://www.youtube.com/watch?v=zTgj0KUpGhU
'Die Young' - http://www.youtube.com/watch?v=PMSI9kal5jg :(
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 29. Oktober 2010, 01:06

Und weil die eh jeder schon kennt kommt jetzt noch eine. Allerdings auch schon da gewesen:

54.
Bild
SAVATAGE "Gutter Ballet"
(c)1989 - Atlantic
USA

Das Album, mit welchem SAVATAGE spätestens anfingen, sich in Richtung Bombast zu bewegen, und mit dem Paul O'Neills Einfluss begann, stärker zu werden. Trotzdem, oder gerade deswegen als Grenzgänger-Album ein ganz besonderes Kunstwerk, auf dem sich einige der tiefstgründigsten und emotionalsten Momente von Jon Oliva als Sänger und als Songwriter finden. Da erzählt der Mann sein Leben und lebt seine Songs. Dazu zwei wunderschöne Videoclips... und zwei weitere Überflieger. Da mich nicht alle Songs so kicken, wie die hier verlinkten, ist die Scheibe nicht weiter oben, aber das was jetzt folgt, gehört für mich zum Besten, was je aufgenommen wurde.

'Gutter Ballet' - http://www.youtube.com/watch?v=bPa5i-xzz2E (CLIP!)
'When The Crows Are Gone' - http://www.youtube.com/watch?v=KoLbjaYpsNk (CLIP!)
'Hounds' - http://www.youtube.com/watch?v=jx3RfvY5hFM
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