So, mit etwas Verspätung kommen nun die Plätze 13 und 12. Präsentiert von selbstgemachten Ragout fin, Radeberger Pilsener und Joints aus dem Gewächshaus von Mamas kleiner Schwester. Ich liebe Dich, Tantchen. Falls also etwas keinen Sinn ergeben sollte, sind der Alkohol und die Drogen daran schuld.
TOM WAITS - Bone Machine
Veröffentlichungjahr: 1992
Land:

Genre: Kaputtnik-Blues/ Knochen-Rock/ Fuckin' Voodoo Magic/ The Great American Storyteller
Die letzten 12 Stunden und 55 Minuten leitet der Teufel höchstpersönlich ein. Ein weiser alter Mann, der über allem thront und den unbedarften Hörer durch Amerika führt. Kläng, boom, bäng,
'Such a Scream' tönt nach kapitalistischen Industriehochburgen, geschäftig und gefüllt mit unterbezahlten Arbeitern, die einmal pro Woche in Jazzclubs tanzen.
'Black Wings' führt in den sagenhaften Mythos des Wilden Westens, wie es ein Gothic Western von Sergio Corbucci nicht besser hätte machen können. Zu
'Goin' Out West' möchte man in den verrauchten Kellerkneipen einer versumpften Großstadt einfach mal Brad Pitt verkloppen, während man zu den Klängen von
'Earth Died Screaming' über die Highways rast. Mit Madeleine Stowe im Arm. Und auf dem Weg verkloppt man wieder Brad Pitt. Es geht quasi nur um Brad Pitt in diesem Album. Irgendwo kommt man auch mal in den Sümpfen Louisianas an, nachdem man mit Hobos zusammen in Zügen reiste und dabei irren Wanderpredigern lauschte, aber Klangbeispiele sind im Netz eher rar gesät. Jedenfalls trieft das Album vor unendlicher Coolness. Wesentlich mehr als Brad Pitt.
LUNAR AURORA - Andacht
Veröffentlichungsjahr: 2007
Land:

Genre: Teutonic Black Metal
Ihr habt sicher alle schon die Schnauze voll von meiner Affinität für deutsches Schwarzwurzelgebräu, aber mit etwas
'Glück' ist das hier das letzte Album seiner Art. Tiefdunkelschwarze Klänge mit atmosphärischen Momenten gibt's bei
'Geisterschiff' und ungewöhnlich viel Groove, ohne in irgendwelche pervers modernen Wigger-Gefilde abzudriften, knallt dem Hörer entgegen bei
'Dunkler Mann'. Genau das richtige Maß aus Riffs, Trueness, guter Produktion, Grimmigkeit, abwechslungsreichen Songs, Eingängigkeit, ohne dabei poppig zu sein und allem, was ich mir von Black Metal erhoffe. Wird hier wieder kaum einer nachvollziehen können, aber was interessieren mich die schwarzmetallisch unbeleckten Ignoranten

Teichfrosch hat geschrieben:Das beste: nichts MANOWAR'iges! Dafür mal ich dir bei Gelegenheit ein lachendes Gesicht ins Hausaufgabenheft.
Peinlich stapfender homoerotischer Musikantenstadl für hüftsteife Geronten hat in so einer Liste auch nichts zu suchen. Und sonst noch danke für die Blümchen.