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von Loenz » Mittwoch 10. November 2010, 12:42
Slowdive hab ich 2 Scheiben von und die finde ich gut, wird bei dieser da vertrau ich Jesus mal auch so sein.
Current 93 klingt mal sehr cool, der Sänger tritt ja fast wie ein Hohepriester auf, der einen mit seiner Stimme in die Predigt nimmt. Dazu die Stimmung. Finde ich sehr sehr stimmig das ganze. Der typische Cave Stoff. Mag ich gerne.
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von Vaillant » Mittwoch 10. November 2010, 13:45
Alles sehr interessante Alben. CURRENT 93 nehm ich mir gerade vor. SLOWDIVE klingen danach, dass da noch was nachzuholen ist meinerseits. CAVE ist klasse. Das Album ist ein Klassiker.
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von Drumtier » Mittwoch 10. November 2010, 21:31
LED ZEPPELIN: Ich bin ja nicht so, auch wenn jeden dritten Tag hier wer dieses Album erwähnt und wie wichtig und wie toll und wie was-weiß-ich Led Zeppelin nicht waren, ich hör wieder geduldig rein und versuch rauszufinden was es denn ist, dass die Leute so fesselt. Nun, ich will euch ja keine Verschwörung unterstellen, irgendwas wird schon da sein. Ich hörs nicht MY BLOODY VALENTINE: Auch hier leider nicht meins. Vielleicht nochmal was in der Zielgerade, sonst wars auf jeden Fall schonmal eine großartige musikalische Erfahrung. Danke Für die Top 3 hab ich aber heute leider keine Zeit mehr, wenn man sich die Liste von Anfang bis Ende aber durchschaut kommt so ein Ergebnis gar nicht so überraschend. Dass (zumindest auf den ersten Blick) keine davon in meine Richtung gehen dürfte, is ein wenig schade, hätt mich schon noch auf eine fieses Black oder Doom Kleinod gefreut, aber mein Konto wird auch so schon genug von der Liste hier belastet 
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von frankjaeger » Mittwoch 10. November 2010, 21:51
Drumtier hat geschrieben:LED ZEPPELIN: Ich bin ja nicht so, auch wenn jeden dritten Tag hier wer dieses Album erwähnt und wie wichtig und wie toll und wie was-weiß-ich Led Zeppelin nicht waren, ich hör wieder geduldig rein und versuch rauszufinden was es denn ist, dass die Leute so fesselt. Nun, ich will euch ja keine Verschwörung unterstellen, irgendwas wird schon da sein. Ich hörs nicht 
Mach dir nichts draus. Ich habe eine umfangreiche Sammlung, und darin eine Alibi-LED ZEPPELIN-CD. Die sind musikhistorisch einfach unglaublich wichtig gewesen, aber ich werde auch nur bedingt mit ihnen warm. Wie auch mit den Doors. Und den Eagles. Den Rolling Stones und Blue Cheer. Muss man ja auch nicht unbedingt dauernd hören, aber kennen sollte mal es grundsätzlich. Dass dann natürlich immer ein paar wirklich brilliante Stücke zu finden sind, ist die positive Seite der Medaille. Aber ich verstehe dich, bin auch kein Led Zep Fan. Ich glaube, man darf es als Musikhistorie abhaken, ohne in Euphorie verfallen zu müssen. Wer es dennoch kann, umso besser. Wir beiden bleiben lieber in unseren Nischen, also ich bei den Jaulebrüdern und du beim Röchelchor 
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von Teichfrosch » Donnerstag 11. November 2010, 16:47
LED ZEPPELIN sind zweifelsohne großartig, muss man nicht mehr zu sagen. MY BLOODY VALENTINE hab ich, aufgrund des Namens, immer für eine Emocore Band gehalten  Wie man sich täuschen kann! Muss ich wohl zwingend nachholen. Zu den Top3... Jau, ich kenn kein einziges, auch wenn ich immerhin 2 (SLOWDIVE, NICK CAVE) vom Namen her kenne aber bisher ignoriert habe. NICK CAVE hab ich bisher bewusst umschifft, wohl hauptsächlich deshalb, weil vor einiger Zeit mal ein Artikel im Feuilleton der ZEIT zu ihm erschien. War zwar sehr euphorisch geschrieben und durchweg positiv, aber irgendwie schafft es Musik, die in den Feuilletons großer Wochenzeitungen besprochen wird, bei mir eine grundsätzliche Abwehrhaltung zu erzeugen. Keine Ahnung woran das liegt, vielleicht daran, dass die Zeit auch in "Künstler" wie Lady Gaga irgendwelche philosophischen Ansätze hereininterpretiert? Ärgert mich jedesmal aufs Neue. Im Falle von NICK CAVE habe ich dem Künstler damit anscheinends Unrecht getan, aber glücklicherweise kann ich das ja noch ändern  bzgl SLOWDIVE/CURRENT 93: lastFM hat mir ersteres mal empfohlen... Und da ist man ja immer höchst skeptisch, einfach weil die Empfehlungen da (fast) immer Schrott sind. Naja, nicht immer, aber immer öfter  Werd ich mir reinziehen sobald ich meine Hausarbeit fertig habe. CURRENT 93 sollte aufgrund der Beschreibung ebenfalls genau meine Kragenweite sein, ich bin gespannt.
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von Drumtier » Freitag 12. November 2010, 00:17
SLOWDIVE: Hypnotisch triffts sehr gut. Verträumt. Unwirklich. Schwebend. Weiß nicht ob das auf Albumlänge was für mich wär, aber dass sie hier an dritter Stelle steht überrascht mich nicht. CURRENT 93: Zwar musikalisch ganz anders wie Slowdive, aber was die Stimmung, Atmosphäre und so betrifft, passts durchaus dazu. Der Gesang passt da ebenfalls ganz gut ins Bild, aber für mich ists nichts. NICK CAVE: Ich sollte durchschauen was ich zu den bisherigen Sachen von ihm so alles gesagt hab. Ich weiß zwar noch, dass es mich leider nie so angesprochen hat, aber ich weiß nicht mehr was das für Alben waren. Ich kann nur hoffen, dass ich dieses hier noch nie kommentiert hab, weil das hat mich grad ziemlich überrascht. Die Stimme, die Atmosphäre, die subtile und höchst passende musikalische Begleitung, das, also, bin irgendwie grad ein wenig sprachlos. Keine Ahnung, was da sonst immer so war, kann echt nur hoffen, dass ich das noch bei niemandem gehört hab Also somit hab ich vielleicht schlussendlich doch bei den Top 3 auch noch was für mich gefunden. Ansonsten zählt das eh schon erwähnte. Hab hier echt viel für mich entdeckt und werd wohl viel davon besorgen müssen, danke! 
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von Eike » Samstag 13. November 2010, 03:47
Jhonny, lerne bitte mal Musikhören, da hast Du dann Dein Leben lang noch davon. Jesus hat geschrieben:Und angesichts der aktuellen Reunion bekommt PM.de vielleicht nächstes Jahr 'ne Promo des seit knapp 20 Jahren überfälligen kommenden Albums.
Schön wär's, aber alles was nicht gerade Genre-Kraftfutter oder großes Label-Zugpferd ist, schlägt bei uns in der Regel nicht auf. Die interessantesten der hier besprochenen Alben stammen zu gut der Hälfte aus dem privaten Eigenerwerbsbestand.
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von Eike » Samstag 13. November 2010, 04:02
Teichfrosch hat geschrieben:NICK CAVE hab ich bisher bewusst umschifft, wohl hauptsächlich deshalb, weil vor einiger Zeit mal ein Artikel im Feuilleton der ZEIT zu ihm erschien. War zwar sehr euphorisch geschrieben und durchweg positiv, aber irgendwie schafft es Musik, die in den Feuilletons großer Wochenzeitungen besprochen wird, bei mir eine grundsätzliche Abwehrhaltung zu erzeugen.
Ich kenne das Abneigungsphänomen, es könnte daran liegen, dass bei den großen Tageszeitungen öfters mal Leute über Musik schreiben, von der sie entweder beim Leser zu viel Hintergrundwissen voraussetzen oder selbst zu wenig verstehen. In der ZEIT-Musikredaktion gibt es allerdings einige gute Schreiber mit Stilsicherheit, und da habe ich auch nich oft das Gefühl, dass ein Album nur aus Gefälligkeit einem Medienpartner gegenüber besprochen wird, und hatte bisher auch noch nie das Gefühl, dass es in einem solchen Fall kritiklos hochgelobt wurde. Gerade für ein Mainstreamblatt ohne musikalische Schwerpunktsetzung ist das, was dort geboten wird, sogar erstaunlich(!) gut. Und abwechslungsreich noch dazu. Manches geht an mir vorbei, aber wenn mich ein Text anspricht tut es die Musik meist auch. Bei derlei Verlässlichkeit vermute ich gar, dass dort ein paar echte Enthusiasten möglicherweise die ideale Nische abseits jedes Kommerzdruckes gefunden haben, vielleicht weil das Feuilleton/Musikressort als querfinanzierter Imageaufhübscher vom Verlag mit freundlichem Desinteresse und entsprechender Narrenfreiheit bedacht wird.
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von Holger Andrae » Samstag 13. November 2010, 10:23
Jhonny hat geschrieben:Nick Cave And The Bad Seeds stecken bei mir in einer Schublade mit Tom Waits und Tori Amos. Warum? Alternativer Pop, der versucht, alle Grenzen zu sprengen. Damit kann ich nix anfangen. Ich finde die Stimme sogar relativ cool, aber an sich fehlt mir irgendwo jede Spannung.
Das klingt ja ganz so als würden sie karmpfhaft versuchen Grenzen zu sprengen. Aber das genaue Gegenteil ist doch hier der Fall. Auch, wenn ich mit Tom Waits nicht warm werde, hört man eines doch ganz intensiv aus seinen Kompositionen heraus: Emotionen. Das ist pur und unverfälscht und daher auch mal schräg oder schief. Glatt poliert kann jeder. Das sind eben Künstler, die sich einen feuchten Wurstsalat darum scheren, ob sie mit ihrer Musik "massentauglich" klingen. Natürlich kann daraus auch eine Masche entstehen, aber diesen Eindruck habe ich hier eben nicht. Und wenn, dann am ehesten bei Madame Amos. Und das aus meinem Munde ...
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Jhonny » Samstag 13. November 2010, 10:40
Keine Frage: Emotionen höre ich bei allen 3en raus. Eigenständiger Gesang, und verbiegen lassen die sich auch nicht. Ich habe ja wirklich eine große Achtung davor, wenn jemand so Musik macht. Nur leider gefällt es mir einfach nicht. Da sind wir wieder bei der subjektiv-objektiv Geschichte. Objektiv finde ich das alles toll gemacht, einzigartige Stimmen... (immer vorausgesetzt, man kann überhaupt eine objektive Meinung zu Musik haben - das ist ja dann eher eine philosophische Frage...) Subjektiv... packt mich das einfach nicht. Die Emotionen, die ich einem Nick Cave oder Tom Waits anmerken kann gehen bei mir im linken Ohr rein und im rechten wieder raus. Mir fehlt nicht nur das Spannungsmoment (vielleicht hab ichs dafür aber auch nicht intensiv genug gehört), sondern die ganze Art, Musik zu machen - anspruchsvoll, ohne progressiv zu sein ist es. Aber ich kann damit nix anfangen.
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