Helloween

Re: Helloween

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 20. Juni 2021, 12:10

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ja, ich denke, dass Helloween - ähnlich wie im Übrigen Judas Priest oder Black Sabbath - auch dann eine wahnsinnig spannende Band ist, wenn man jetzt nicht 100% Zielgruppe ist. Sie ist ähnlich einflussreich, sie hat eine sehr abwechslungsreiche Geschichte mit vielen Twists und Turns, ohne jemals das zu verlieren, was sie im Kern ausmacht, und die beteiligten Musiker sind einfach richtig große Klasse. Es würde schon gehörig Malevolenz erfordern, der Band all dies abzusprechen.


Mit Sicherheit. Aber ich muss auch ehrlich sagen, dass ich bei meinen "kritischen" Äußerungen nie danach gehe. Das kam mir dann auch hinterher. Aufgefallen ist mir das z.B. als ich dann den Auftritt auf Wacken als PU gesehen habe. Das war schon beeindruckend. Dann befasst man sich halt mehr, schaut auch Interviews. Dann ist mir zum Beispiel der Grosskopf aufgefallen. Der wirklich eine angenehme Art hat. Sympathisches lachen. Etwas gleichzusetzen mit Blitz. Dann der Humor vom Weiki, bei dem ich mich hin und wieder beeumelt habe. Früher fand ich den immer etwas Posermäßig auf der Bühne.

Cooler Nebeneffekt, ich habe jetzt gerade erst bemerkt, dass auf meiner Version die EP und der Judas Song drauf ist. Ich hab mir schon Gedanken gemacht, wie ich an die Dinger rankomme. Eine Sorge weniger :grins:
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Re: Helloween

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 20. Juni 2021, 12:45

Es ist ja auch völlig okay, eine Band trotz ihrer Klasse und ihres Einflusses auch dort kritisch zu sehen, wo man eben nicht so sehr mit ihr warm wird. Schwer tue ich mir nur mit einer Art von Kritik, die nicht in der Lage ist, trotz subjektiven Missfallens die gegebene Klasse und Wichtigkeit einer Band anzuerkennen. Wobei das hier im Forum ja seltenst bis nie vorkommt. Für mich ist das ein Stück weit auch der Reiz und die Herausforderung der Befassung mit Musik, sich auch Bands nähern zu wollen, die nicht reinflutschen wie ein äh... Zäpfchen... oder so... hat aber jetzt nur eingeschränkt mit Helloween zu tun.


Bei deiner Version ist die CD1 identisch mit der 3-in-1-CD, die es seit 1988 gibt, also mit der MLP und der Judas-Maxi als Bonus. Und zusätzlich hast du auf CD2 noch die beiden Tracks vom legendären "Death Metal"-Sampler, insbesondere das ansonsten unveröffentlichte "Oernst Of Life" und ein paar Remixes, Demos, Livesongs. Da ist die Frühphase wirklich vollständig und rundum verarztet.
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Re: Helloween

Beitragvon Feamorn » Sonntag 20. Juni 2021, 13:14

Okay. Nachdem jetzt alle Neuerwerbungen (mindestens) einmal durch sind, hab ich wieder vorne angefangen.
Hatte WOJ und Keeper 1 ja vor ca. vier Jahren gekauft, als ich mich das letzte Mal in die Band einarbeiten wollte.
Da war ich ehrlich gesagt so unterwältigt, dass das Vorhaben im Ansatz stecken blieb. Habe immernoch mit dem Gesang der Herren Hansen und Kiske so meine Probleme, aber, zumindest am Anfang jetzt (gerade geht Victim Of Fate los) , gefällt es mir zumindest musikalisch und vom Sound her echt gut, auch besser, als ich es in Erinnerung hatte.
Mal schauen, wie es weiter geht, und vor allem, was die Keeper nachher sagt.
Vor vier Jahren waren Heavy & Power Metal bei mir auch nicht auf fruchtbarstem Boden, da haben sie heuer bessere Chancen.

Spannung! ☺️
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Re: Helloween

Beitragvon Feamorn » Sonntag 20. Juni 2021, 13:17

Ach, kleiner Nachgedanke: für '85 ist das natürlich schon ziemlich krass vom gesamten Stil her.
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Re: Helloween

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 20. Juni 2021, 13:18

Bei der WoJ finde ich für ein derart wildes und schnelles Album aus der Zeit sehr beeindruckend, wie präsent der Bass im Mix ist.
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Re: Helloween

Beitragvon Feamorn » Sonntag 20. Juni 2021, 13:21

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Bei der WoJ finde ich für ein derart wildes und schnelles Album aus der Zeit sehr beeindruckend, wie präsent der Bass im Mix ist.


Stimmt, so weit hatte ich gar nicht gedacht. Der Bass war mir wohlwollend aufgefallen, aber den Schluss hab ich gar nicht gezogen. Maiden sind ja die weitere rühmliche Ausnahme, was Bass angeht, aber das hier ist ja nochmal um einige Nummern wilder und härter...
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Re: Helloween

Beitragvon Feamorn » Sonntag 20. Juni 2021, 13:27

Und bei "Call For Freedom" meinte mein innerer Cpt. Obvious gerade, dass ich ohne das Album wohl auch nie Blind Guardian bekommen hätte.
Da ich durch BG erst zum Metal bin. Who knows... Vielleicht würde ich hier gar nicht schreiben... 🤪
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Re: Helloween

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 20. Juni 2021, 14:40

"Cry..." it is... aber ja, das geht durchaus als Blaupause für das Blind-Guardian-Erfolgsrezept durch, kann man sagen. Man hört darin aber auch ganz schön viel Accept, durch den Speed-Wolf gedreht, finde ich.
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Re: Helloween

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 20. Juni 2021, 16:05

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Gerade läuft zum ersten Mal seit gut drei Jahren die Hasenscheibe.

Das ist vermutlich eine der Helloween-Platten, die ich am intensivsten gehört habe, als sie erschienen ist. Damals, 2003, war die Hochphase der HELLOWEEN-Online-Gemeinde mit dem sehr aktiven offiziellen Bandforum und stets 1-3 weiteren Fanforen wie "YourTurn", dem Forum von Michi Kiske usw... und da wurde das Werk natürlich völlig totanalysiert und irre intensiv gehört. Gerade weil ja wieder eine Fraktionsbildung in vollem Gange war, denn zusätzlich zu den Hansen-, Kiske- und Deris-Fraktionen, musste man ja dann ganz frisch auch noch eine Grapow-Kusch-Fraktion ertragen, die natürlich erst einmal kein gutes Haar an Sascha Gerstner lassen durfte.

Das Album wurde als ganz besonders intensiv gehört, denn als Mod/Admin im Forum musste man ja Bescheid wissen und gewappnet sein, für das, was alles so an Lob und Kritik, Liebe und Hass, Freude und Ärger auf uns einprasselte. Daher kenne ich wohl nur wenig Helloween-Alben besser als den Hasen. Und Hasi gilt ja gerne mal als unscheinbares Werk, als Übergangswerk, als nicht Fisch nicht Fleisch. Kann ich so nicht wirklich nachvollziehen, denn so wahnsinnig groß ist der Sprung vom dunklen Ritt zum Hasen dann auch wieder nicht. Sascha Gerstner kann die Lücke direkt ziemlich gut füllen, die beim Songwriting durch den Abgang von Roland Grapow und Uli Kusch gerissen wurde, und bringt sich direkt bei vier Songs ein, während auch Markus Großkopf mal auf dem Album selbst zwei Kredits hat, plus den sehr coolen Digipak-Bonus.

Die Weiki-Songs dokumentieren hier ziemlich deutlich, durch besondere Fröhlichkeit und Positivität, dass man mit gewissen Tendenzen der "The Dark Ride" aufräumen und sich von denen abgrenzen wollte, an anderer Stelle ist aber "Don't Stop Being Crazy" nicht so furchtbar weit weg von "If I Could Fly" und "Sun 4 The World" ebenso keine Welten von "The Departed" abgerückt, so dass es unterm Strich eben doch allenfalls eine kleine Kurskorrektur wurde, und kein ernsthafter Umbruch.

Meine Lieblingssongs sind: The Tune, Hell Was Made In Heaven, Do You Feel Good, Nothing To Say, Listen To The Flies.
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Re: Helloween

Beitragvon Loomis » Sonntag 20. Juni 2021, 17:33

Ich habe Sascha vor ein paar Jahren mal bei einer Veranstaltung beim Session in Walldorf getroffen und mich ne Weile mit ihm unterhalten. Er war super sympathisch und freundlich. :dafuer:
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