Flotsam & Jetsam

Re: Flotsam & Jetsam

Beitragvon Loomis » Mittwoch 23. Juni 2021, 17:35

Ich lese tatsächlich auch mit.
"My God" finde ich recht gut, allerdings halt vor allem die Old-School-Songs (Dig me up, Camera Eye), aber das "Moderne" hält sich hier so weit in Grenzen, dass ich noch damit klar komme.

"Unnatural Selection" habe ich auch, aber schon lange nicht mehr gehört. Könnte ich ja bald mal nachholen.
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Re: Flotsam & Jetsam

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 24. Juni 2021, 11:57

Die Sachen könnte man, an die entsprechenden Richtlinien angepasst, halt auch als Rezensionen veröffentlichen. So fühlt es sich für mich zumindest an ;-)
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Re: Flotsam & Jetsam

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 24. Juni 2021, 20:28

Ich lese hier auch - zumeist kopfnickend - mit und fände es schade, wenn Du das beenden würdest. Resonanz in dieser eher wortkargen Truppe solltest Du nicht erwarten, aber ich verstehe eine gewisse Resignation.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: Flotsam & Jetsam

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 24. Juni 2021, 20:39

Resonanz ist immer ein schwierig Ding. Auch ich lese die Berichte mit großem Interesse, denn die sind schön und spannend geschrieben, aber um sie mit meinen eigenen Eindrücken abzugleichen, und was Konstruktives beitragen zu können, müsste ich akut auch immer das jeweilige Album nochmal hören, die meisten Flotzi-Alben stecken bei mir leider nicht so tief in Mark und Bein, dass ich da ohne Gedächtnisauffrischung ordentlich was beisteuern könnte, und einfach ein "Ja, cool, sehe ich auch so!" ist mir halt too much of an alibi post. Für tiefer gehendes Feedback hatte ich zuletzt leider einfach zu viele Sachen, die Hörpriorität hatten, wenn ich überhaupt Zeit zum Musikhören hatte. Kriege irgendwie mal wieder die Kurven nicht.

Sorry. Würde mich auch freuen, wenn du die Sache weiter führst.
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Re: Flotsam & Jetsam

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 24. Juni 2021, 23:05

Alles verständlich.
Ich frage mich bloß manchmal warum das so ist?
Ich meine im Enslaved Thread lief das echt super. Eure Diskographie Checks werden auch nicht stillschweigend entgegengenommen. Ich würde hier tatsächlich nicht von Resignation sprechen. Ich hab bloß etwas mehr erwartet und nicht gewusst wieso. Ich habe nicht den Anspruch einer Rezension, dass können andere und viele hier viel, viel besser. Ich versuche nur immer einen Eindruck zu schaffen, 1. wie ich das Album finde und 2. mit einfachen Worten die man eventuell nachempfinden kann. Ich mach mir ja da auch Gedanken drüber ob es "leserlich" ist.

Das hier zum Beispiel:
Loomis hat geschrieben:Könnte ich ja bald mal nachholen.


würde mich sehr freuen. Verstehe aber auch den Rüdiger dahingehend, keine halbherzigen Kommentare abgeben zu wollen. Wie gesagt, es ist auf jeden Fall verständlich. Lesen tue ich alles gerne, trotz allem.

Aber ich muss hier auch nochmal etwas betonen. Ich wollte da gar kein so großes Fass aufmachen. Der Hauptgrund liegt ja tatsächlich auch daran, dass ich die "Dreams Of Death" einfach nicht herbekomme und ich dieses Album für Album nicht überspringen/unterbrechen mag. Das kann man zwanghaft nennen ( :grins: ). Mich persönlich würde diese Unterbindung einfach massiv stören. Meine Intention war, wie ich ja ebenfalls geschrieben habe, dass das jetzt erstmal eine gute Gelegenheit ist eine Pause zu machen, vielleicht entsteht in der Zeit ja noch etwas hier und sobald das Album in meinen Besitz gelangt, geht es hier in jedem Fall weiter :)
Und auch nochmal: an andere Stelle gehts hier ja ordentlich ab und das freut mich wahnsinnig. Wenn dann auch alte Mitglieder wieder anfangen zu schreiben, finde ich das einfach toll fürs Forum.

Und vielen Dank für den Zuspruch. Das freut mich natürlich sehr.
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Re: Flotsam & Jetsam

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 24. Juni 2021, 23:20

Perfekt...

... ich hab da auch so eine Neurose. Wenn ich so einen Diskographie-Chat mitmache, dann will ich auch immer nochmal alles hören, Eindrücke auffrischen etc... und dazu hab ich einfach zuletzt die Kurve nicht gekriegt. Was auch daran liegt, dass mein Plattenhändler mir die neue F&J immer noch nicht gebracht hat, weil sein Großhändler Lieferverzug hat. Das ärgert mich, und wenn ich "incomplete" bin, dann habe ich witzigerweise genau den gleichen Hemmschuh, mich an das Thema zu machen, wie du mit der Unterbrechung der Diskographie.

Was ich so "from the top of my head" sagen kann, das ist, dass die ersten beiden für mich wirklich große Klassiker sind, dass ich die Storm trotz des komischen Sounds viel lieber mag als viele andere. Was die modernere Phase der Band angeht, muss ich sagen, dass Flotsam diese US-Metal-typische Midlife-Crisis viel eleganter und überzeugender genutzt hat, als viele Artgenossen, denen die Modernisierung des eigenen Sounds weit weniger gut gelungen ist (Jag Panzer, Omen, Vicious Rumors, Exxplorer...). Ich erinnere mich, dass ich die "Drift" sehr gerne mochte, und dass mir das Konzept der "High" sehr gut gefallen hat, sowie dass auch auf "My God" und "Unnatural Selection" vieles deutlich besser war als der Ruf der Platten es glauben machen will.

Mein Spätphase-Favorit ist ganz klar "The Cold", das ich wirklich überragend gut finde, und zu dessen Modernität auch der kalte Sound perfekt passt, der das alles ein wenig gen Nevermore rückt. Die Werke danach sind stilistisch etwas mehr back to the roots, wozu der Sound dann leider m.E. etwas zu steril ist, aber dafür gibt es auf allen drei Folgescheiben immer und immer wieder grandiose Song-Hits, so dass ich auch diese nicht missen möchte.

Mehr schreibe ich hier dann nochmal zu einzelnen Werken, sobald eines den Weg in den Player findet.
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Re: Flotsam & Jetsam

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 24. Juni 2021, 23:42

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Was ich so "from the top of my head" sagen kann, das ist, dass die ersten beiden für mich wirklich große Klassiker sind, dass ich die Storm trotz des komischen Sounds viel lieber mag als viele andere. Was die modernere Phase der Band angeht, muss ich sagen, dass Flotsam diese US-Metal-typische Midlife-Crisis viel eleganter und überzeugender genutzt hat, als viele Artgenossen, denen die Modernisierung des eigenen Sounds weit weniger gut gelungen ist (Jag Panzer, Omen, Vicious Rumors, Exxplorer...). Ich erinnere mich, dass ich die "Drift" sehr gerne mochte, und dass mir das Konzept der "High" sehr gut gefallen hat, sowie dass auch auf "My God" und "Unnatural Selection" vieles deutlich besser war als der Ruf der Platten es glauben machen will.


Wow, da haben wir wohl bis einschließlich "High" so relativ die gleiche Meinung. Auf Midlife-Crisis wäre ich natürlich nie gekommen. Aber das finde ich schon perfekt umschrieben, denn ich verstehe zu 100 % was du meinst.
Ja die Flotzis haben da sehr lange viel Eigenständigkeit bewiesen. Das mag zum einen, ich betone das ja sehr oft, am Sänger liegen. Witzigerweise, wenn ich an Eric denke, immer an den zweiten Song von der "Drift". Ich finde das einfach zum niederknien wie der singen kann. Und das ja auch immer noch. Der Kerl ist eine Wucht. Wie der sich stimmlich gehalten hat, ist und bleibt einfach unbegreiflich.

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Mein Spätphase-Favorit ist ganz klar "The Cold", das ich wirklich überragend gut finde, und zu dessen Modernität auch der kalte Sound perfekt passt, der das alles ein wenig gen Nevermore rückt. Die Werke danach sind stilistisch etwas mehr back to the roots, wozu der Sound dann leider m.E. etwas zu steril ist, aber dafür gibt es auf allen drei Folgescheiben immer und immer wieder grandiose Song-Hits, so dass ich auch diese nicht missen möchte.


Das werde ich dann auf jeden Fall aufgreifen ;-)

Ach ja eines noch. Holger, du hast mich damit:
Holger Andrae hat geschrieben:zumeist kopfnickend


Aber mal so richtig neugierig gemacht. Würde mich sehr interessieren, wo du zustimmst und vor allem wo du anderer Meinung bist.
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Re: Flotsam & Jetsam

Beitragvon Havoc » Donnerstag 24. Juni 2021, 23:56

Pillamyd hat geschrieben:Alles verständlich.
Ich frage mich bloß manchmal warum das so ist?
Ich meine im Enslaved Thread lief das echt super.


Sorry. Ich kann bei F&J einfach nicht mitreden. Ist kenne fast nix und es ist auch glaube ich nicht so richtig meine Band. Habe gerade nicht vor hier groß einzusteigen. Irgendwann vielleicht einmal. Wer weiß?! ;-) :-/
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Re: Flotsam & Jetsam

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 25. Juni 2021, 00:02

Pillamyd hat geschrieben:Wow, da haben wir wohl bis einschließlich "High" so relativ die gleiche Meinung. Auf Midlife-Crisis wäre ich natürlich nie gekommen. Aber das finde ich schon perfekt umschrieben, denn ich verstehe zu 100 % was du meinst.

Dieses Midlife-Crisis-Phänomen hat meiner Wahrnehmung nach sehr viele Bands nach ihren "klassischen Alben" befallen, und im traditionellen US-Metal ist dieses Phänomen in den Mittneunzigern einfach unglaublich omnipräsent. Für mich ist das ein Sinnbild für diese Phase, wo der Power/Speed/Heavy-Metal-Sound der Achtziger vermeintlich unter dem Druck von Sunset-Strip, Bon-Jovi-Schmacht, Seattle-Emo und Pantera-Tough-Guy als überholt galt, und von den einschlägigen Medien nicht mehr hofiert wurde, und da meinten einfach zahllose klassische US-Metal-Bands und Thrash-Bands, dem Pantera-Trend folgen zu müssen, um noch als "harte Metalband" akzeptiert zu werden, oder dem Alternative-Trend, um noch "zeitgemäß" zu sein, angefangen bei Pantera selbst, die ja sogar ihr Frühwerk komplett verleugnet haben, um Tough Guy zu sein:

Pantera -> von "Cowboys" bis zum Ende
Jag Panzer -> Dissident Alliance
Omen -> Reopening The Gates
Vicious Rumors -> Something Burning, Cyberchrist
Exxplorer -> Coldblackugly
Slayer -> Diabolus In Musica, God Hates Us All
Destruction -> Destruction, Them Not Me, Least Successful Human Cannonball (um mal eine Nicht-US-Band zu nennen)
Judas Priest -> Jugulator, Demolition (für manche sogar Painkiller) (noch eine Nicht-US-Band)
Flotsam & Jetsam -> Cuatro bis My God
Metallica -> Load bis St.Anger

Es gibt noch viele andere Bands, bei denen es so ähnlich lief, und fast alle haben irgendwann erkannt, dass ihr alter Stil halt doch besser zu ihnen gepasst hat und die treueren Fans an sie bindet.

Ich finde übrigens viele dieser Alben durchaus reizvoll, und auf jeden Fall interessant als Zeitdokumente, die sehr viel über die Bands und die Szene erzählen.

Und da meinte ich einfach, dass es bei Flotsam nie so aufgesetzt gewirkt hat, wie bei vielen anderen Bands. Sie hatten den Ansatz auch, aber es war bei ihnen kein so abrupter und designter Stilbruch.



Ja die Flotzis haben da sehr lange viel Eigenständigkeit bewiesen. Das mag zum einen, ich betone das ja sehr oft, am Sänger liegen. Witzigerweise, wenn ich an Eric denke, immer an den zweiten Song von der "Drift". Ich finde das einfach zum niederknien wie der singen kann. Und das ja auch immer noch. Der Kerl ist eine Wucht. Wie der sich stimmlich gehalten hat, ist und bleibt einfach unbegreiflich.

Was gesangliche und emotionale Höchstleistungen angeht, finde ich ja auch 'Destructive Signs' von der "Drift" völlig überragend. Die ganze Scheibe ist grandios.
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Re: Flotsam & Jetsam

Beitragvon frankjaeger » Freitag 25. Juni 2021, 07:33

Die "Dreams Of Death" ist meiner Meinung nach die schwächste Flots-Scheibe... fair warning. dürfte im Zweifel auf Spotify zu finden sein.
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