PMDECS - 10 TONS Hammer - Diskussionsfaden

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Re: PMDECS - 10 TONS Hammer - Diskussionsfaden

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 5. August 2021, 18:25

Gruppe 8:

Endlich mal eine Gruppe, bei der ich wirklich fast alles im Kopf habe (bis auf 3 Songs).

Das "sollte ich haben" deckt sich hier mit dem "habe ich auch schon" (1-7); das könnte ich mir ggf. mal zulegen geht bis zur 10.


01. Virgin Steele - The Burning Of Rome
=> Top-5-Song einer langjährigen Lieblingsband. Der ist auf der Eins gesetzt.

02. Metallica - Seek & Destroy
=> Auch wenn es dieser Megaklassiker natürlich durchaus knapp gemacht hat.

03. Paradise Lost - True Belief
=> Die "Icon" ist wohl meine Liebste von PL, und der Song hier ist eines der Highlights.

04. Erste Allgemeine Verunsicherung - s'Muaterl
=> Die eigene Nominierung kommt auch noch in die Top-5. Ich liebe die Band eh, aber der Song ist ein perfektes Beispiel dafür, dass die EAV doch so unheimlich viel mehr ist, als die Klamaukband, auf die sie oft reduziert wird. Sozialkritisch, hochemotional und lyrisch eine der besten deutschsprachigen Bands überhaupt.

05. Motörhead - Bad Religion
=> Cooler Song aus der späten Phase mit Würzel. Das Gitarrenriff ist super, aber ich mag sowohl auf diesem Album als auch auf den Vorgängern und Nachfolgern diverse andere Songs noch deutlich mehr, und hier geht's ja um Songs und nicht um die Über-Institution Motörhead an sich.

06. Thin Lizzy - Massacre
=> Dass der Lizzy-Song in meiner Liste vor dem Motörhead-Song ins Ziel kommt, dürfte auch so ein "Lightning Strikes Twice"-Moment sein, was? Lange schien es so, aber am Ende habe ich es dann doch noch gedreht. Zwar ein toller Song, und das ohne jeden Zweifel, aber Lemmy & Co. gehen mir dann halt doch noch näher und tiefer.

07. Chastain - Human Sacrifice
=> Bin ich kurz erschrocken und dachte ich hätte die Scheibe nicht, aber doch... nur mit anderem Cover. Bin bei Chastain mehr der Freund der Sachen mit Leather Leone, die mir nicht nur gesanglich mehr liegen, sondern die auch musikalisch etwas klassischer metallisch sind. Aber dieser groovendere Ansatz mit Kate French ist auch voll in Ordnung. Muss bei Gelegenheit mal noch die zwei Dave+Kate-Alben nachlegen, die mir noch fehlen.

08. The Moody Blues - Question
=> Schönes Stück ziemlich genau auf der Grenze zwischen Americana und Rock; ein Stilbereich, den ich sehr mag, wie man ja durchaus an der einen oder anderen meiner Nominierungen merken kann.

09. The Cure - Last Dance
=> Gefällt mir gut, schöner Song, dunkle Stimmung. So den absoluten emotionalen Anknüpfungspunkt habe ich aber nicht.

10. Aerosmith - Bone To Bone (Coney Island White Fish Boy)
=> Ja, typischer US-Hardrock dieser Phase, aber der gefällt mir deutlich weniger als der andere Luftschmiedsong im Turnier. Ist ein bisschen zäh und proto-sleazy. Dieses lasziv-schlüpfrige im Flair nervt mich bei Led Zeppelin und bei Van Halen auch immer mal wieder.
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Re: PMDECS - 10 TONS Hammer - Diskussionsfaden

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 5. August 2021, 19:59

Gruppe 9:

Hier haben wir wenig Bestand. Tatsächlich nur 3 der Songs habe ich in der Sammlung stehen und die finden sich auch auf den Plätzen 1-3. Aspiranten finden sich auf den folgenden vier Plätzen, danach wird wohl auch nicht viel mehr werden, bei allem - absolut vorhandenen - Respekt.

01. Metal Church - End Of The Age
=> Der Song muss hier und heute die Nummer 1 sein. Ohnehin schon ein Traumsong von einem Traumalbum einer Traumband, und dann in der Woche nach dem tragischen Tod des Sängers. Danke fürs Nominieren, auch wenn du da noch nicht gewusst hast, dass die Metallkirche heut Trauer tragen wird! Es hat mir nämlich wirklich dabei geholfen, wieder was aufzulegen, auf dem Mike Howe singt. Indeed the end of an age. Farvel, Mike!

02. Scorpions - We'll Burn The Sky
=> Die rothe Phase der Scorpions. Hardly doesn't get any better, does it? Sicherlich sind die Alben mit Uli Jon Roth einige der veritablen Glanzstunden der Skorpione.

03. Johnny Cash - The Man Comes Around
=> Wie sehr ich die alten Outlaw-Country-Schlachtrösser liebe, weiß spätestens seit diesem Turnier jeder im Forum, und Johnny Cash ist da natürlich keine Ausnahme, hatte ich ihn ja auch selber (mit einer früheren Aufnahme) im Programm. Sein Spätwerk ist großartig. Unheimlich viel Tiefgang und diese unsterbliche Stimme.

04. Heather Nova - Island
=> Balladen mit Cello packen mich ja fast immer. 1916 anyone? Sehr cooler Song, toll gesungen, feiner Wandel zwischen Ballade und doomigem Heavy Rock. Stark. Hatte mir bisher wenig unter Heather Nova vorgestellt. Ich denke mal der Titel bezieht sich auf "island" im exklusiv englischen Sinne, nicht auf "Ísland", aber dorthin würde er irgendwie auch passen. Wer Sólstafir mag, kann auch den Song mögen.

05. Sieben - Sell Your Future
=> Das kommt überraschend. Weder je den Song gehört noch von dem Künstler gehört. Der Geigenstil erinnert mich ein wenig an Skyclad. Dazu das urbritsche Moment. Sehr schön, auch wenn ich das Roll-up-Mantra etwas komisch finde, ist das trotzdem sehr spannend. Cool.

06. Procol Harum - Shine On Brightly
=> Ja, 1960er-Prog ist natürlich immer eine Reise wert. Wie bei Fish gilt, verspielt, märchenhaft, bardenhaft; dabei aber etwas erdiger, weniger samtig und seidig. Bärenstark.

07. Fish - Raw Meat
=> Britischer Neoprog wie ich ihn mag. Sanft, romantisch, märchenhaft, bardenhaft. Sehr schön.

08. Neal Morse - The Temple Of The Living God
=> Das hat seine Momente (wenn gesungen wird), aber am Ende doch zu viele Noten nebenher, zu viel Geleier und zu wenig Hammer of Thor. Wobei Letzteres in Anbetracht des Titels vielleicht sogar Absicht sein könnte.

09. Kate Bush - Violin
=> Jo, hübsch, eigenwillig, außergewöhnlich. Eigentlich passen die Attribute zu Rabenmusik, aber irgendwie geht's mir mit Kate ein bisschen ähnlich wie mit Björk. Bewundernswert, aber musikalisch auch irgendwo seltsam. Sollte ich mir mal was von einer der beiden Ladies holen, ist es aber im Zweifel doch eher die Isländerin, da ich deren Werkeln mysteriöser finde.

10. Ektomorf - Last Fight
=> Mittlerweile kann ich mir Groove Metal ja durchaus anhören, und Sepultura schätze ich sogar sehr. Ektomorf ist in Ordnung, hat nicht diesen Stellenwert. Das ändert auch der Song nicht. Aber ist passabel.
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Re: PMDECS - 10 TONS Hammer - Diskussionsfaden

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 5. August 2021, 20:48

Gruppe 10:

Vorbemerkung: 4 sind in der Sammlung, und die finden sich recht weit oben. Einen hab ich selbst nominiert, der findet sich auf Platz 2. Vom Rest kommt noch was? Mal schauen... ja, eine Band muss ich auf jeden Fall noch vervollständigen.

01. DEMON - Remembrance Day (A Song For Peace)
=> Die Eins steht ungehört unverrückbar fest, auch wenn meine Nominierung der Platz 2 war. DEMON ist seit Ewigkeiten einer meiner absoluten Lieblingsbands und dieser Song ist eines der ganz großen Manifeste der wunderbaren Briten um Übersänger Dave Hill, der nicht durch Screams und Range besticht, sondern durch unfassbar gefühlvollen und emotionalen Gesang. Gottsong!

02. SHINING - Förtvivlan, Min Arvedel
=> Ich finde es - ganz ohne damit einen Vorwurf an einen Mitspieler zu implizieren - zunehmend schade, dass immer öfter selbst bei lobenden Worten über Songs und Alben kritische Seitenbemerkungen zu Musikern kommen. Das ist für mich einer der Gründe, warum mich der sozialmediale Diskurs über Kunst und Künstler immer öfter quält und mir immer seltener Spaß macht. Hier im Forum ist das ja alles noch zivil und sehr angenehm, und ich will das per se auch keinem nehmen, der sich - warum auch immer - beim Gespräch über einen Song, eine Band, ein Album, meint vom Künstler distanzieren zu müssen. Aber mich bedrückt das Ausmaß dieses Trends des ständigen Thematisierens von menschlichen Abgründen bei Künstlern verbunden mit Disclaimern im Allgemeinen inzwischen ganz arg. Egal, ich sollte nicht politisieren, in einem Spiel zur Freude der Forenfamilie, und daher sage ich an dieser Stelle einfach, dass dieser Song von Shining für mich eines der großartigen Seelenbekenntnisse von sich selbst geplagter Geister ist, die ich kenne. Da kommen ganz wenige ran. Fear of God, der späte Midnight, der späte Cash. Und für diese Intensität liebe ich all die Kaputten unter den Musikern, auch Kvarforth. Nicht obwohl er auf der Grenze wandelt, sondern ein gutes Stück wohl deshalb, weil er auf der Grenze wandelt.

03. MOTÖRHEAD - Love Me Like A Reptile
=> Mancher meint ja, man brauche nur diese eine Scheibe von Motörhead. Das ist natürlich völliger Quatsch. Für mich persönlich war Motörhead ja nach der klassischen Phase mit Lemmy-Philthy-Eddie ja sogar noch besser. Trotzdem ist das natürlich einer der besten Songs von einem der wichtigsten Hard'n'Heavy-Alben überhaupt, und damit ist Platz 3 wirklich das mindeste gewesen, was ich ihm angedeihen lassen muss.

04. DEEP PURPLE - Burn
=> Die Scheibe fehlt mir tatsächlich noch, auch wenn ich diesen Hardrock-Welthit natürlich kenne und sehr schätze. Das ist dann auch eine der weiteren Komplettierungsaufgaben, die noch anstehen.

05. HEATHER NOVA - Paper Cup
=> Nachdem mich schon das vorige Stück überzeugt hat, war ich auf dieses hier sehr gespannt, und auch das weiß zu gefallen. Nicht ganz so sehr wie der Song in Gruppe 9, aber auch auf ganzer Linie. Könnte mal ein Antesten in der Albumebene wert sein, die Frau Nova.

06. HYPOCRISY - Deathrow (No Regrets)
=> Hypocrisy ist ja gerne mal eine etwas stiefmütterlich behandelte Band, die weder den Blackies, noch den Old-School-Deathern, noch den Modern-Deathern voll hineinläuft, weil sie irgendwo zwischen den Stühlen hängt. Ich mag die Band und auch den Tägtgren. Den Song finde ich für die Band ausgesprochen orchestral und gemächlich. Da haben sie aus meiner Sicht größere Highlights... auch neben "Roswell 47".

07. Barış Manço - Dönence
=> Ziemlich spaciger Prog Rock, den der Gute hier zelebriert. Gefällt mir, von der Atmosphäre her, sehr gut, auch der Gesang in türkischer Sprache ist super. Als Song habe ich ähnliche Problemchen wie bei Steve Morse... die Instrumentalparts lenken mich zu sehr ab. Aber auf jeden Fall schön, mal einen der größten Musiker der Türkei gehört zu haben.

08. ARCHIVE - Hatchet
=> Das ist dann wohl eine vollends klischeefreie Band ohne Scheuklappen, Schubladen und Genrefesseln. Interessant, ja, spannend gar. Spricht an, ohne mich jetzt direkt voll mitzureißen, aber da bräuchte ich irgendwann vielleicht auch mehr Kontext.

09. TOY DOLLS - Bless You My Son
=> Ich mag Punk ja durchaus, sogar Fun Punk, und das finde ich nun nicht wirklich schlecht, aber schon ein wenig banal und flach. Punk habe ich gerne ein kleines bisschen abgefuckter und aggressiver.

10. THERAPY? - Wreck it Like Becket
=> Die Band habe ich seinerzeit als seltsames Infiltrat im Headbangers Ball zum ersten Mal wahrgenommen, als es den Programmmachern opportun erschien, dort immer weniger Metal und immer mehr komisches Zeug zu bringen. Daher geriet die Band damals bei mir auch in die Schublade der Meuchelmörder des Stahls. Wofür die Band natürlich nichts konnte, aber wir waren jung... Kann ich mir heute anhören, ohne mich ärgern zu müssen, aber direkt ansprechen kann mich die Ästhetik nicht.
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Re: PMDECS - 10 TONS Hammer - Diskussionsfaden

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 5. August 2021, 21:30

Gruppe 11:

In der Spitze ist diese Gruppe megastark, danach lässt es für mich dann aber auch deutlich nach. Die vier, die ich brauche, habe ich. Dass vom Rest noch irgendwas den Weg ins Haus findet, ist tendenziell eher unwahrscheinlich, obwohl ich alles durchaus gefällig finde. Dass ich irgendwann indes auf die Idee kommen könnte, Symphony X doch noch ins Regal einzubauen, das könnte ggf. passieren.

01. OZZY OSBOURNE - Crazy Train
=> Ich bin ja nun normal nicht zwingend derjenige, der den größten Hit auch ganz oben haben muss, aber der Song ist einfach so groß, dass ich keine andere Wahl habe. Osbourne - Rhoads - Daisley - Kerslake. Nothing to add!

02. METAL CHURCH - Metal Church
=> Meisterwerk. Fertig. Die Band hätte tatsächlich noch ein höheres Standing haben können, als sie eh schon hat, wäre die Karriere konsistenter verlaufen, und hätte sie nicht immer wieder tragische Rückschläge erlitten. Auch ein In Memoriam an den Reverend David Wayne.

03. MARDUK - On Darkened Wings
=> Das beste Line-up der Band und eine der beiden stärksten Scheiben. Auch wenn ich Black Metal selten songorientiert höre, sondern eher albenorientiert, muss das Stück daher sehr prominent in dieser Runde platziert sein.

04. DEEP PURPLE - A Gypsy's Kiss
=> Mal ein Deep-Purple-Album, das ich sogar besitze. Super Song von einer starken Scheibe. Wie gesagt... ich greife das demnächst mal neu an.

05. SYMPHONY X - Serpent‘s Kiss
=> Hier ist die Grenze zwischen Rabenrelevanz und Rabenignoranz. Immerhin ist mir mal eine Wühlkistenplatte von S-X zugeflogen, und ich fand die Band auch immer ziemlich gut, aber nie spannend genug, um tiefer einzusteigen. Aber ja, ich glaube das sollte doch noch im Rahmen des Erwartbaren sein, denn der Song ist schon ziemlich fein.

06. RED HOT CHILI PEPPERS - The Power Of Equality
=> Ich empfinde RHCP ja immer irgendwo zwischen cool und nervig. Geht mir auch bei dem Song so, aber im Moment schlägt die Stimmung zu Gunsten der Originalität aus, so deucht mir, und unverkennbar ist sie halt schon, die Truppe.

07. PEARL JAM - Daughter
=> Von allen bekannteren Seattle-Bands hat mich Pearl Jam immer am wenigsten interessiert. Aber ich habe ja bekanntlich meinen Frieden mit dem Grunge gemacht, und heute gefällt mir auch dieses Stück ganz gut.

08. PAIN OF SALVATION - Ashes
=> Der Gesang und die Atmosphäre sind sehr cool, die Produktion auch. Spricht mich nicht richtig stark emotional an, beeindruckt aber durchaus.

09. KILLING JOKE - Love Like Blood
=> Von der Band gefallen mir die etwas härteren, industrielleren Songs einen Tick besser, aber das ist schon auch sehr gut.

10. FUNNY VAN DAMMEN - Opa
=> War mir bisher keinerlei Begriff, der Künstler. In meiner aktuellen Songwriter-Phase macht mir das aber durchaus Freude. Die ganz großen Emotionen löst der Song aber spontan bei mir nicht aus, was daran liegen mag, dass ich den Gesangsvortrag ein wenig zu stoisch finde, um den Hörer für die emotionale Bewegtheit des Musikers zu öffnen. Dieser Punkt des Mitreißens ist mir bei der Liedermacherei besonders wichtig.
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Re: PMDECS - 10 TONS Hammer - Diskussionsfaden

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 5. August 2021, 22:17

Cool!
Freut mich sehr, dass da noch so viel rabisches Gedankengut kommt. In beinahe allen Gruppen hat sich noch mindestens ein Song neu in die Top 5 geschlichen. Geilo!
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: PMDECS - 10 TONS Hammer - Diskussionsfaden

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 5. August 2021, 22:24

Freut mich, dass es dich freut. :-)

Ich versuche ja schon immer mein Bestes, aber seit Anfang Juli der SVA wieder offen hat, sind halt die Momente der Einkehr im trauten Heim wieder deutlich überschaubarer geworden. Es gibt einiges an Sozialkontakten aufzuholen, und ich hab immer nach der Maxime gelebt, dass bei aller Liebe zum Online-Leben ein Real-Life-Kontakt doch immer Priorität hat. Und weil's nach so viel "nimmer treffen", dann gerne mal drei oder vier Uhr wird, bis man wieder daheim ist, hat die Grundmüdigkeit wieder etwas zugenommen. :-D

Aber hat jetzt heute doch ziemlich Spaß gemacht und ich denke bis spätestens Sonntag bin ich vollends durch. Vielleicht auch noch heute oder morgen, mal schauen.
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Re: PMDECS - 10 TONS Hammer - Diskussionsfaden

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 5. August 2021, 22:41

Gruppe 12:

Vier Alben sind in der Sammlung; ein weiteres habe ich eben bestellt, zwei bis drei weitere Bands sind im erweiterten To-Do-Umfeld.


01. URIAH HEEP - Look At Yourself
=> Oberklassiker meiner liebsten britischen Hardrock-Dinosaurier (wenn wir mal Sabbath und Priest voll dem Metal zurechnen). Klare und unangefochte Nummer 1 in dieser Runde.

02. SEPULTURA - Agony Of Defeat
=> Bomböser Song der aktuellen Sepultura-Scheibe, die wirklich Maßstäbe setzt und mich zusammen mit unserem Diskographie-Check auf einen ziemlich heftigen Seppel-Trip geschickt hat. Damit will ich nun nicht sagen, dass der Song zwingend besser sei oder auch nur mir wichtiger wäre als das Phantom der Oper, aber aktuell, seit etlichen Monaten habe ich definitiv mehr Lust darauf, die neue Sepultura zu hören, als auf irgendwas von Maiden. Von daher als Momentaufnahme die Brasilianer auf der Zwei. In einer Ewigkeitsliste sähe das sicherlich anders aus.

03. IRON MAIDEN - Phantom Of The Opera
=> Der epische Longtrack vom besten Maidenalbum. Witzigerweise bin ich selbst hier ganz ausdrücklich der Meinung, dass Longtracking NICHT die Stärke der Band ist, denn auch hier finde ich gleich mehrere andere Songs des Albums deutlich besser als dieses Exponat. Scharlotte und die eiserne Maid zum Beispiel. Deshalb ist der Song auch nicht auf der Eins. Klasse ist er natürlich trotzdem.

04. DELIVERANCE - Weapons Of Our Warfare
=> Eine der bekannteren frommen Bands, von denen ich noch keine Alben habe, die ich aber definitiv auf der To-Do-Liste habe. Starker, technischer Thrash Metal, der sich an der Seite von Seventh Angel fraglos gut machen dürfte. Ach, sei's drum. Debüt und dieses Album sind bestellt. Reicht für den Moment.

05. ZZ TOP - Black Fly
=> Da haben wir einige Bands im Feld, die vor kurzer oder etwas längerer Zeit schwere Schicksalsschläge wegstecken mussten. Sehr schade. Von ZZ Top hab ich nur zwei oder drei Scheiben bisher. Ist aber auch ein fest eingeplantes Projekt, das mal zu vervollständigen. Toller Bastard aus Southern Blues und groovendem Hardrock. Top!

06. THRESHOLD - Pilot In A Sky Of Dreams
=> Trotz Genreprog und trotz Longtrack ist das sehr schön, wunderbar gesungen, und spannend. Hab bisher nur das Debüt... muss ich auch mal weiter machen. Bester Genreprog-Song der Runde.

07. STATUS QUO - Big Fat Mama
=> Bei Status Quo bin ich auch noch ziemlich blank, aber man kennt natürlich die Essentials, so auch dieses Stück hier. Klasse Song und weitaus unflacher als der Ruf der Band nahe legen würde. Fetter Boogie-Groove.

08. RHAPSODY - Eternal Glory
=> Das ist natürlich der Bombast-Overkill, aber zumindest bis zu dieser Scheibe hat die Band das auf jeden Fall noch richtig gut gemacht. Sicherlich ein Referenzwerk für das Zuckerguss-Genre und ich finde es weder überkandidelt noch überkandiert.

09. GATHERING, The - Saturnine
=> Den Gesang von Anneke fand ich immer schon toll, die Musik von The Gathering wurde mir nach der Nighttime Birds aber irgendwann etwas zu elektronisch und ätherisch. Im Livekontext funktioniert auch dieser spätere Song für mich aber ziemlich gut.

10. EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN - Haus Der Lüge
=> Ähh, ja, natürlich wegweisend, natürlich originell, natürlich krass, und damit natürlich gut und lohnend, sich damit zu befassen. Aber dass ich darauf Lust hätte, mir das regelmäßig anzuhören, damit ist nicht zu rechnen.
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Re: PMDECS - 10 TONS Hammer - Diskussionsfaden

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 5. August 2021, 23:28

Gruppe 13:

Eine meiner bestbesetzten Gruppen: Sechs der Alben sind vorhanden und heiß geliebt. Von drei weiteren Band habe ich andere Scheiben und bin einer Erweiterung nicht abgeneigt, und auch die Band, von der ich bisher wirklich gar nichts habe, hat hier voll überzeugt.


01. DEMON - The Spell
=> Demon scheint meine Nr. 1 in dem Turnier zu sein. Auch dieses Mal nicht von mir nominiert, aber auch dieses mal wieder ein völlig glasklarer Sieg. Da kann kommen was will. Megaklassiker, eigene Nominierung. An diesen Songs von dieser Band kann in der Runde nur ein einziges Stück vorbei, und das ist natürlich "Battle Hymn".

02. TED NUGENT - Never Stop Believing
=> Ich liebe den Song mit Haut und Haaren, vor allem den unglaublichen Gitarrensound und wie Ted die Gibson Byrdland rauchen und brennen lässt. Dieser Motherfucker von einem Song verkörpert für mich alles, womit ich Ted Nugent verbinde, und das sind im Gegensatz zu den meisten Leuten vornehmlich sehr positive Emotionen. Der selbe Spirit, den auch die "Louder Than Hell" von Manowar hat. Nichts als Verehrung für dieses wunderbare Stück Musik.

03. VICIOUS RUMORS - Don‘t Wait For Me
=> Die Blaue Vicious Rumors, der unvergessene Carl Albert, und einer der besten Song der US-Power-Institution. Alles Gold, alles wundervoll.

04. URIAH HEEP - Bird Of Prey
=> Bärenstarkes Album, starker Song, David Byron mag das Falsett ein wenig überziehen, aber hey, das muss so. Die Uriah Heep Sachen aus den Siebzigern finde ich nahezu durchgängig großartig. Und die danach kaum schlechter. Can't go wrong with Heep.

05. SAVATAGE - One Child
=> Die Band ist fraglos eine meiner Lieblingsbands, wenn auch die Jon-Mikro-Phase noch mehr als die Zak-Mikro-Phase, aber beide sind unfassbar gut. DWD ist dabei nicht mein Lieblingsalbum, und One Child auch nicht mein Lieblingssong, ABER: Ich verbinde trotzdem verdammt viel mit dem Album und dem Song, weil ich auf dieser Tour Savatage erstmals live gesehen habe, und das war UNFASSBAR. Daher besonderer Stein im Brett.

06. AMOS, Tori - Winter
=> Wie ich schon zum anderen Tori-Song der Runde gesagt habe, ist die Stimme toll, die Musik ist mir an sich ein wenig zu ruhig, aber hier kommt ein zusätzlicher Trigger. Dass ich den Winter gerne habe, weiß man, und Tori weiß hier ganz wunderbar, wie man eine winterliche Stimmung erzeugt. Das warme Feuer der Geborgenheit in erstarrender Kälter der Umgebung. Wunderbarer Song. Solche Trigger brauche ich einfach, um mich dann irgendwann doch noch an einen Künstler heran zu wagen. Danke für diesen Song, bzw. den Reminder, denn ich habe das Stück schon gehört, da bin ich mir sehr sicher.

07. JETHRO TULL - Cross-Eyed Mary
=> Großer Klassiker von einer riesengroßen Platte. Nicht mehr, nicht weniger. Bei Tullingers muss ich auch noch einiges nachlegen, aber die hier habe ich schon mal.

08. SIOUXSIE AND THE BANSHEES - The Staircase
=> Bei dem Stück kommt das Gruftpunkige, das Darkthrone an der Band schätzt, deutlich besser zur Geltung als beim letzten Song, den wir von Siouxsie hatten. Und der Gitarrensound würde auch zu irgendwelcher schräger BM-Avantgarde passen. Saucool. Mag ich sehr.

09. HAREM SCAREM - Change Comes Around
=> Sehr cooler Song, da er für ein Stück einer AOR-Band einige verdammt lässige düstere Gesangsparts hat, und hier die Stakkato-Riffs und der erhöhte Groove-Faktor feine Kontraste zu den nach wie vor einschmeichelnden Hooks zeichnen. Stark!

10. DEEP PURPLE - Rapture Of The Deep
=> Aha, eine postmoderne Purpelei. Packt mich weniger als alte Purpelei, und auch weniger als moderne Heeperei. Finde Morse-Heep wirklich keineswegs schlecht, sondern nach wie vor spannend, aber manchmal auch etwas schroff, und gerade diesen Song finde ich ziemlich schroff. Heep fließt mehr. Gut, aber nicht soo gut, dass ich direkt bestellen muss.
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Re: PMDECS - 10 TONS Hammer - Diskussionsfaden

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 6. August 2021, 00:08

Gruppe 14:

Die Top-5 sind im Haus, von den anderen Fünfen wird auch das eine oder andere irgendwann folgen.

01. JUDAS PRIEST - Island Of Domination
=> Die beste Priest-Scheibe, der Herr Halford in der Form seines Lebens, eine Produktion, die sich auch noch Produktion nennen darf. Alles Gold, alles Glanz, gleißendes Licht der Vollkommenheit. Ganz klarer Sieger, wenn auch nur der viertbeste Song auf dem Album. Ach ja, und Priest > Maiden mal wieder verifiziert, aber das ist ja eh ein Allgemeinplatz. ;-)

02. CANDLEMASS - Where The Runes Still Speak
=> Ich bin ein großer Fan dieses besonderen, Power-Metal-lastigen, Candlemass-Albums, und ein ebenso großer Fan der Stimme von Thomas Vikström. Und wenn jemand von Runen singt, hat er eh immer gewonnen. Die "Chapter VI" muss sich hinter keiner anderen C-Mass verstecken, und dieser Song ist mein Highlight darauf.

03. OUGENWEIDE - Merseburger Zauber
=> Meine letzte Nominierung in diesem Turnier, die es wie alle anderen wohl auch nicht in die nächste Runde schaffen wird. An Ougenweide ist vieles toll. Beispielsweise, dass sie Mittelalter Rock machten, als es noch keinen Mittelalter Rock gab. Außerdem, dass sie das Mittelalterliche komplett ohne die prolligen Ansätze einbanden, was heute ja leider nimmer an der Tagesordnung ist. Das Beste an dem Stück ist aber natürlich, dass sie die Merseburger Zaubersprüche vertont haben. Das rechtfertigt die Heiligsprechung.

04. LOUDNESS - Esper
=> Ein Highlight von einer der besten Scheiben der Japaner. Akira Takasaki ist ein Hammer-Gitarrist, vor allem Live völlig irre, und Minorus schräger Gesang ist halt auch völlig einzigartige. Muss man liebhaben.

05. IRON MAIDEN - Afraid To Shoot Strangers
=> Jo, Maiden halt, was? Bin ja einer der wenigen Menschen, die "Fear of the Dark" nennen würden, wenn sie ihr liebstes Maiden-Album mit Dickinson nennen sollten. Nun haben wir hier die Liveversion mit Blaze Bayley. Macht nichts, da ich kein Blaze-Ablehner bin und finde, dass er den Song gut gebracht hat. Beim Song liebe ich den dramaturgischen Aufbau und die Atmosphäre, und obwohl er an Refrainitis maidenensis per magna leidet, stört mich auch das hier nicht. Topp Ding! Aber unter uns... Bruce hat ihn - jedenfalls in den 90ern - dann doch noch besser gebracht.

06. MYSTIC PROPHECY - Ravenlord
=> Als süddeutsche Metalband seinen Song anno 2011 Ravenlord zu nennen, ist ja irgendwie dezent daneben, zumal er zu keiner Sekunde eine Sonne gegen den echten Ravenlord hat. Aber dessen ungeachtet ist das schon auch ein feines Stück Musik. Lediglich der Refrain fällt etwas ab.

07. EUROPE - Start From The Dark
=> Bei Europe bin ich ja Spätberufener, und im Zweifel mag ich die alten, poppigen Sachen lieber, was ich ja schon mal geschrieben habe. Modernrockiger Groove ist einfach nicht so 100% mein Ding. Aber natürlich ist das trotzdem sehr schöne Mucke. Dieses Album ist eines von dreien, die mir noch fehlen.

08. KAMELOT - Ghost Opera
=> Ach herrje, die Herren von und zu Überlad laden zum Tanz mit den Schlüsselbrettern und zum Ritt auf dem Orchestrierungsteppich. Ist halt wie bei Rhapsody, nur noch ein bisschen mehr drüber. Aber der Khan kann natürlich höchst viel, und ja, das darf man schon mögen, obwohl es überladen ist.

09. JOACHIM WITT - Liebe und Zorn
=> Okay. Bayreuth. Kenn ich. Gibt's gutes Bier und guten Wagner. Letzterer dürfte Inspiration sein. Würde er sich in WITT wiederfinden. Wohl nicht. Er bzw. sein Enkel Wolfgang fand sich ja nicht einmal in DeMaio wieder. Kann ich mir gut anhören. Ich mag düstren Pathos und auch diese Art von Industrial. Sammlungskandidat wird's eher nicht, ist aber ganz cool.

10. KISS - Rain
=> Meine KISS-Sammlung ist auch noch recht unterbelichtet, so dass mir die Carnival noch fehlt. Wird wohl auch eher ans Ende der Wunschliste rücken, da man schon verstehen kann, dass man als Kiss in der Midlife-Crises gerne ein wenig grungen wollte, aber das ist halt trotzdem nicht ganz die Paradedisziplin der Band. Aber wie ihr wisst, finde ich solche Stilverirrungsalben ja bisweilen durchaus ganz reizvoll. Das hat also in meinen Ohren durchaus auch seine Momente.
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Re: PMDECS - 10 TONS Hammer - Diskussionsfaden

Beitragvon Holger Andrae » Freitag 6. August 2021, 08:28

Mal wieder ein paar Nerd-Statistiken:
- In einer Gruppe hat der Gruppensieger nur von einer Person 10 Punkte bekommen. In dieser Gruppe ist der Song mit den meisten ersten Plätzen (3 Mal) insgesamt nur auf dem dritten Platz gelandet. In dieser Gruppe hat soar der letzte Platz zwei Mal 10 Punkte bekommen können.

- Ein Song konnte bis jetzt 8 Mal die pole position einheimsen.

- Der Punkte-Schere ist in einigen, wenigen Gruppen sehr auffällig. So beträgt der höchste Abstand von Platz 1 zu Platz 10 ganze 79 Punkte! In den meisten Gruppen bewegt er sich um 60 Punkte herum.

- In einer Gruppe ist der Abstand vom sechsten zum siebten Platz 27 Punkte! Da gab es eine sehr (!) klare Konsenzmeinung, welche vier Songs am Ende stehen sollten.

- Unmetallisches hat es (erwartungsgemäß) schwer gehabt, ist aber trotzdem teilweise weiter und manchmal sogar Erster.

Die nächste Runde wird toll!
Vielen Dank fürs Voten!

Für alle stillen Mitleser: Traut Euch!
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