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von Havoc » Montag 16. August 2021, 18:15
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Was ich an dem Album so mag, und was, wie ich jetzt sagen kann, für mich auch den Test of Time bestanden hat, das ist, dass es sowohl klanglich als auch kompositorisch für mich deutlich weniger kommerziell ausgerichtet ist als die beiden Alben davor, und dass die Band hier doch nochmal den Mut hatte, ihr gefundenes Schema F der letzten Dekade nochmal ordentlich über den Haufen zu werfen.
Hier muss ich in der Tat mal ein wenig drüber nachdenken, ob dem wirklich so ist. War "Gods Of War" kommerziell ausgerichtet? Mit all seinen Zwischenspielen. Weiß nicht. Vielleicht höre ich das Album heute Abend noch mal. Andererseits magst du recht haben..."The Lord Of Steel" hat schon irgendwie teilweise recht eigentsändige "seltsame" Songs. Und außerdem ist halt die Mehrheit der Songs richtig gut, lediglich bei "Expendable" und bei "Hail, Kill & Die" bin ich mir nicht so ganz sicher, ob sie gut sind; aber vor allem das Titelstück, Righteous Glory, Touch The Sky, Born In A Grave können alles, und ja, auch Manowarriors, Annihilation, Black List und El Gringo, können noch verdammt viel.
Ich mag auch das relativ lässige "The Expendable". Und "Hail, Kill & Die" fand ich von Beginn an cool. Trotz oder vielleicht auch wegen seinem obertypischen selbstironischen Texts. Eigentlich mag ich wohl tatsächlich alle Songs. "Touch The Sky" fand ich immer ein wenig überbewertet.
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von Rüdiger Stehle » Montag 16. August 2021, 18:45
Selbstverständlich ist es auch bei "Expendable" und "Hail, Kill & Die" besser, dass es sie gibt, als gäbe es sie nicht. Das steht außer Zweifel. 
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von Chavo89 » Montag 16. August 2021, 20:06
Hach schön! Dieser Thread und der Anreiz, den "Lord Of Steel" mal wieder anzuschmeißen. Lief viel zu lange nicht. Meine beiden kleinen Schwachpunkte waren bisher 'Manowarriors' und 'Born In A Grave', davon abgesehen absolut großartig. Vor allem 'Touch The Sky'. Überbewertet geht bei dem Song gar nicht.
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von Rüdiger Stehle » Montag 16. August 2021, 22:05
Und schon die Tatsache, dass deine beiden Schwachpunkte bei mir eher zu den Highlights zählen, zeigt auch wieder, dass das Album a) recht vielseitig ist und dass b) keine offensichtlichen Rohrkrepierer dabei sind, die man quasi nur doof finden kann. Und 'Touch The Sky' ist in der Tat ein Übersong. 'Righteous Glory' für mich ebenso. Klar, eine Ballade voller Pathos, aber das ist so grandios gesungen. Und es geht um Odin und um Walküren. Muss man ja quasi dahinschmelzen, wenn man sich Hugin nennt.
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von Chavo89 » Montag 16. August 2021, 22:12
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Und schon die Tatsache, dass deine beiden Schwachpunkte bei mir eher zu den Highlights zählen, zeigt auch wieder, dass das Album a) recht vielseitig ist und dass b) keine offensichtlichen Rohrkrepierer dabei sind, die man quasi nur doof finden kann. Und 'Touch The Sky' ist in der Tat ein Übersong. 'Righteous Glory' für mich ebenso. Klar, eine Ballade voller Pathos, aber das ist so grandios gesungen. Und es geht um Odin und um Walküren. Muss man ja quasi dahinschmelzen, wenn man sich Hugin nennt.
Alles völlig richtig. Finde auch 'The Kingdom Of Steel' als weitere Ballade völlig großartig. 'Born In A Grave' würde mit etwas mehr Abwechslung oder weniger Refrain-Wiederholung übrigens auch bei mir oben mitspielen. Alles in allem ein sehr abwechslungsreiches, spannendes Album, das auch bei mir die Prüfung der Zeit tadellos bestanden hat.
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von Rüdiger Stehle » Montag 16. August 2021, 23:07
Aus der Zeit, als es noch große Death-Metal-Alben gab:  OBITUARY "The End Complete" Der Zufallsgenerator in der Juke Box von Musik-Sammler.de hat beschlossen, dass ich jetzt "The End Complete" hören sollte. Meist höre ich ja nicht auf das Ding, oder ich klicke 20x, bis etwas kommt, worauf ich dann auch Lust habe, aber eben war es tatsächlich der erste Treffer, der mich aufhorchen ließ. Neben "Where No Life Dwells" von UNLEASHED, "Soulside Journey" von DARKTHRONE, "Thresholds" von NOCTURNUS, "Resurrection Absurd" von MORGOTH und "Legion" von DEICIDE war dieses Meisterwerk von OBITUARY eines meiner ersten Death-Metal-Alben, und es ist eine DM-Scheibe aus dem Bilderbuch. Absolut wundervolles Artwork, John Tardy speit Gift und Galle aber auf eine so unverkennbare und charismatische Art, dass man das einfach lieben muss, und ja, auch die Songs zünden, und das ist ja am Ende DER Gratmesser schlechthin für Death Metal, denn viel zu oft tun sie das eben nicht, und viel zu vielen DM-Bands (und Fans) scheint das komplett egal zu sein. Gimme back the 90s! Das war übrigens das erste Mal seit sehr vielen Jahren, dass dieses wunderbare Album den Weg in den Player gefunden hat; und auch erst zum zweiten Mal überhaupt OBITUARY in den letzte vier Jahren. Es beschleicht mich das Gefühl, ich müsse die noch vorhandenen Lücken in meiner OBI-Sammlung schließen. Dreieinhalb fehlen noch, drei komplett und eine habe ich nur als Promo. Mal schauen.
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von Pillamyd » Dienstag 17. August 2021, 00:06
Hui...dieser Thread blüht. Schön Zu "Lord Of Steel" kann ich ganz wenig sagen. Außer, dass ich "Touch The Sky" toll finde. Den Rest kenne ich schlicht einfach zu wenig. Müsste ich mir mal zulegen, aber da ich, ich bin, müssten beide Varianten her und da kann ich mir vorstellen, gar nicht so einfach. Aber nun! Diese Obituary war lange, lange Zeit mein Fave der Band. Bis ich dieses Jahr die "World Demise" bekommen habe. Aber du hast recht. Ein Death Metal Album wie aus dem Bilderbuch. Artworktechnisch gesehen, war die Band ja später viel mehr schwankender. Das hier ist wohl wirklich das Beste. Album liegt für morgen auf dem zu Hören Stapel.
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von Havoc » Dienstag 17. August 2021, 00:16
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Und außerdem ist halt die Mehrheit der Songs richtig gut, lediglich bei "Expendable" und bei "Hail, Kill & Die" bin ich mir nicht so ganz sicher, ob sie gut sind; aber vor allem das Titelstück, Righteous Glory, Touch The Sky, Born In A Grave können alles, und ja, auch Manowarriors, Annihilation, Black List und El Gringo, können noch verdammt viel.
So. Das musste nun dann doch noch mal überprüft werden. Wie gesagt finde ich den Basssound deutlich zu dumpf. Ansonsten ist auch das Schlagzeug ein kleiner Kritikpunkt. Ein wenig variabler dürfte es dann doch sein. Aber ansonsten ist das echt ein schickes Album ohne Übersongs aber auch ohne wirkliche Ausfälle. Alles zwischen 8,5 und 7,0 Punkten würde ich sagen. Die beiden besten Songs sind aus meiner Sicht "The Lord Of Steel" und ja...wohl tatsächlich "Touch The Sky". Bei letzterem hört man den Bass sehr krass raus...das stört etwas. Stark ja, aber kein Übersong für mich. Bronze geht dann...Überraschung!...wohl an "El Gringo". Der Song hat was und könnte auch auf einer WOTW stehen. Erst dahinter folgen wohl "Righteous Glory", "The Kingdom Of Steel" und mein persönliches Spaßdoppel und Geheimduo "Annihilation" und "Hail, Kill And Die". Ich finde die einfach nur zu cool. Auf den letzten Plätzen laufen dann "Manowarriors" (Auch cool, aber etwas weniger Charme als mein Geheimduo), "Born In A Grave" (Chavo hat es perfekt erklärt...eigentlich gut, aber die hundert Wiederholungen nehmen dem Song Einiges!) sowie das relativ fluffige aber dennoch eher nichssagende "Expendable" ins Ziel. Die rote Laterne geht dann tatsächlich an das aus meiner Sicht zu dümpelige eher langweiligere "Black List".
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von Pillamyd » Dienstag 17. August 2021, 15:53
 Angeregt durch das kurze Intermezzo, höre ich die Scheibe seit einiger Zeit mal wieder. Verblüffend wie viel davon hängengeblieben ist. Ein außergewöhnliches Album. Mit dem Sound bin ich nie wirklich zurecht gekommen, sogleich die Songs natürlich schweinegeil sind. Ich muss mich da einfach wohl immer noch dran gewöhnen, dass das Bruce mit Bruce ist und nicht Bruce mit Maiden. Ich schätze da lag immer das "Problemchen" warum ich zwar zwei Scheiben des Herren Dickinson besitze, aber mich nie wirklich intensiv drum gekümmert habe. Die Dramaturgie durch den gesungenen Refrain im Titellied zieht mir latürnich komplett die Schuhe aus und das es sich hierbei um ein Konzeptalbum handelt spürt man finde ich direkt. Sehr dichte und direkte Songs. Gegroovt wird an der ein oder anderen Stelle sehr originell. Zu Bruce Stimme brauche ich da wenig sagen, ganz schön Top! Witzig, dass ich gerade bei "The Book Of Thel" das Gefühl habe, der Song hätte als Inspiration für einen Song der "The Book Of Souls" hergehalten. Aber auch sonst habe ich das Gefühl, das gerade das letzte Werk sich hier hat inspirieren lassen. Ich will damit absolut keine Vergleiche anstellen oder gar ein Versus daraus machen. Aber es ist verblüffend, wie ähnlich Bruce teilweise hier und später singt. Wenn auch zugegeben etwas befreiter. Aber mal ab davon immer eine Brücke schlagen zu wollen... Das Album hat es verdient als Alleinstellungsmerkmal erwähnt zu werden. Denn ich kann mich nicht erinnern, das Bruce davor und danach je wieder so geklungen hat? Ganz großartiges Album. Nachher dann die "Acciden Of Birth" und dann sollte ich mir überlegen, den Finger gen Bestellbutton zu manövrieren und druck auf jene Taste auszuüben. Hoffentlich ist keine Hand in der Nähe die versucht meine wegzuschlagen  Ob das jetzt als Kurzreview durchgeht? I don't know. Ich wollte nur meine Gedanken beim hören zum Ausdruck bringen.
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von Loomis » Dienstag 17. August 2021, 16:13
TCW ist mein Favorit des Bruce'schen Soloschaffens. Mag sein, dass es deshalb ist, weil ich AOB erst danach kennen gelernt habe, aber für mich ist die Atmosphäre bei TCW einfach noch etwas dichter als bei der eh schon sehr guten AOB. Aber Pflichtprogramm sind latürnich beide.
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