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von Havoc » Mittwoch 15. September 2021, 22:08
Holger Andrae hat geschrieben:Das ist natürlich alles sehr gut, aber Hooklines oder gar emotionales Erreichen bleiben völlig aus. Very schade.
In beider Hinsicht ist wohl 'At Wit's End' ganz weit vorne. Ich mag ja auch die Ballade sehr. Aber du hast natürlich insgesamt schon recht damit. Die Platte ist in etwa so emotional wie das Cover. Aber...für mich müssen die auch nicht zwingend emotional sein. Kalt und technisch kann auch super sein. Dennoch...Ich mag das Album zwar auch, aber die Sternstunde der Band ist das sicher nicht.
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von Jakob » Mittwoch 15. September 2021, 22:27
Geht mir ähnlich, ich habe spontan nicht einen Song in Erinnerung...Ich hoffe ja dennoch etwas auf das neue Album, 'The Alien klang nicht verkehrt.
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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 15. September 2021, 23:35
Holger Andrae hat geschrieben:Hier läuft jetzt zum fünften Mal "Distance Over Time", weil ich die endlich mal physisch ins Regal gestellt habe. Was soll ich sagen: Es bleibt rein gar nichts haften, obwohl vuer der Durchläufe unterm Kopfhörer waren. Das ist natürlich alles sehr gut, aber Hooklines oder gar emotionales Erreichen bleiben völlig aus. Very schade.
Deswegen höre ich jetzt die neue Running Wild rauf und runter. Da bleibt jeder Song sofort beim ersten Durchlauf im Ohr kleben. Aber das muss man halt auch erst einmal wollen. Aber ich sage laut und stolz: "Ja, Rolf, ich will!"
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von Havoc » Samstag 18. September 2021, 21:55
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Da bleibt jeder Song sofort beim ersten Durchlauf im Ohr kleben.
Will man das bei Dream Theater? 
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 19. September 2021, 12:03
Havoc hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:Da bleibt jeder Song sofort beim ersten Durchlauf im Ohr kleben.
Will man das bei Dream Theater? 
Puh, es gibt ganz allgemein sehr wenig, was ich von Dream Theater wollen würde. Außer vielleicht, dass man am Ende des Bandnamens das E und das R vertauschen und zudem damit aufhören würde, die Band mit D.T. abzukürzen, wegen des stimmlosen interdentalen Frikativs, der eben kein "T" ist.  Aber so ganz allgemein gesprochen, habe ich unterm Strich schon deutlich mehr Freude an eingängigen Songs, die im Hirn hängen bleiben, als an Dingen, die mir zwar beim Hören gefallen, aber danach wieder komplett weg sind. Deswegen finde ich ja vieles von den neueren Maiden so schlimm, und von Dream Theater kann ich mich tatsächlich an einen einzigen Song erinnern, und da auch nur an die Refrainzeile, und das ist "Pull Me Under". Davon abgesehen, ist alles, was ich je von der Band gehört habe, vollständig der Vergessenheit anheim gefallen, obwohl ich sogar drei Scheiben habe, und mich Songs von Debüt auch immer wieder im Rahmen von konspirativen Sitzungen heimgesucht haben. Aber selbst von "The Killing Hand" kann ich mich ausschließlich an den Songtitel erinnern und an keine einzige Hookline.
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von Havoc » Sonntag 19. September 2021, 20:37
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Puh, es gibt ganz allgemein sehr wenig, was ich von Dream Theater wollen würde. Außer vielleicht, dass man am Ende des Bandnamens das E und das R vertauschen und zudem damit aufhören würde, die Band mit D.T. abzukürzen, wegen des stimmlosen interdentalen Frikativs, der eben kein "T" ist.
Da gibt es in der Tat Menschen mit höheren Erwartungen an die Band. Aber so ganz allgemein gesprochen, habe ich unterm Strich schon deutlich mehr Freude an eingängigen Songs, die im Hirn hängen bleiben, als an Dingen, die mir zwar beim Hören gefallen, aber danach wieder komplett weg sind.
Mhh. Hat beides was für sich. Ich liebe es auch mich von Songs tragen zu lassen. Und bei Dream Theater ist es so, dass die beides sehr gut verzahnen können. 35 min Slayer kommen mir meist länger vor als 75 min DT. Und zumindest während des Hörens kann ich mich wirklich an nahezu ALLES erinnern. Alben mit höchst eingängigen Songs können auch schnell langweilig werden. Aber auch das ist natürlich eine Kunst. Trotzdem. Der Fan erwartet von DT natürlich kein Album mit 4-min Hits. Dabei fällt mir ein. Es gibt ja auch Bands die es kurz und dennoch nicht zu eingängig und einfach können. Die Meister des Fachs sind hier nach wie vor...Katatonia! 
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von Pillamyd » Montag 20. September 2021, 21:47
Ich wollte dazu eigentlich nichts sagen. Aber warum definiert man Songs der Band mit durch die Länge? In den letzten 11 Jahren seitdem Ausstieg vom Mike Portnoy ist genau ein Song erschienen der über 20 Minuten ging. Eingängigkeit? Ich dachte Dream Theater sind bloß noch technisch und weniger progressiv, ach ja...und emotionslos. Havoc hat geschrieben:Die Meister des Fachs waren hier nach wie vor...Rush!
Jetzt stimmt auch das.
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von Havoc » Montag 20. September 2021, 22:03
Pillamyd hat geschrieben:Ich dachte Dream Theater sind bloß noch technisch und weniger progressiv, ach ja...und emotionslos.
Das ist natürlich alles Quatsch. Dream Theater ist mittlerweile eine dieser Bands die niemandem mehr was beweisen müssen. Die dürften technisch sein, die müssen nicht auf Teufel progressiv sein und emotional sind sie in Teilen eigentlich immer. Das muss aber nicht jeder so sehen. Aber du hast recht...dazu muss man eigentlich nichts mehr sagen. Eigentlich ging es ja auch nur darum, dass das letzte Werk auch aus meiner Sicht nicht ihr Bestes war. Cool ist es dennoch. 
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von Pillamyd » Montag 20. September 2021, 22:07
Ich finde die Grundsatzdiskussion einfach langsam nur noch ermüdend. Wenn mir etwas gefällt, gefällt mir das und wenn mir etwas nicht gefällt, gefällt mir das nicht. Das mach ich nicht am Genre fest oder sonst irgendwie was. Das gilt nicht nur hier bei dieser Band.
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von Holger Andrae » Montag 20. September 2021, 22:16
Havoc hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:Puh, es gibt ganz allgemein sehr wenig, was ich von Dream Theater wollen würde. Außer vielleicht, dass man am Ende des Bandnamens das E und das R vertauschen und zudem damit aufhören würde, die Band mit D.T. abzukürzen, wegen des stimmlosen interdentalen Frikativs, der eben kein "T" ist.
Da gibt es in der Tat Menschen mit höheren Erwartungen an die Band. Aber so ganz allgemein gesprochen, habe ich unterm Strich schon deutlich mehr Freude an eingängigen Songs, die im Hirn hängen bleiben, als an Dingen, die mir zwar beim Hören gefallen, aber danach wieder komplett weg sind.
Mhh. Hat beides was für sich. Ich liebe es auch mich von Songs tragen zu lassen. Und bei Dream Theater ist es so, dass die beides sehr gut verzahnen können. 35 min Slayer kommen mir meist länger vor als 75 min DT. Und zumindest während des Hörens kann ich mich wirklich an nahezu ALLES erinnern. Alben mit höchst eingängigen Songs können auch schnell langweilig werden. Aber auch das ist natürlich eine Kunst. Trotzdem. Der Fan erwartet von DT natürlich kein Album mit 4-min Hits. Dabei fällt mir ein. Es gibt ja auch Bands die es kurz und dennoch nicht zu eingängig und einfach können. Die Meister des Fachs sind hier nach wie vor...Katatonia! 
Hm, für mich ist es nicht die Länge der Songs, die mich stört. Ich mag ja durchaus die ollen Kamellen der Band und 'Learning To Live' oder 'Home' zählen zu meinen Favoriten. Es ist eher der ermüdende Faktor, dass man es vergisst auch Hooklines zu basteln oder rhythmisch so spannend zu agieren, dass ich angefixt werden. Ich liebe ja zum Beispiel den Anfang von 'Panic Attack'. So etwas bleibt bei mir haften. Auf der besagten Scheibe suche ich das vergeblich. Natürlich können Alben, die zu eingängig sind, auch abnutzen. Aber auch da gibt es kein Pauschalurteil, denn Journey-Scheiben werden mir niemals langweilig werden. Und so Kurz-Song-Bands wie Audrey Horne, Black Trip oder Screamer bocken auch nach etlichen Umdrehungen noch immer.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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