Magnum

Re: Magnum

Beitragvon Pillamyd » Montag 10. Januar 2022, 02:00

https://www.powermetal.de/review/review-Magnum/The_Monster_Roars,38757.html

Das Review lässt die Vorfreude nochmal etwas wachsen. Man hat ja schon etwas ein komisches Gefühl, wenn etwas typisches abrupt endet, in diesem Fall ein wunderschönes Cover :grins:

Aber ich bin natürlich trotzdem gespannt was bei rauskommt. Hoffe, Nuclear Blast hat das mit der Umstellung auf den neuen Shop nicht komplett verhauen und ich bekomme die Bestellung, die ich im alten Shop noch getätigt habe, dann passend zum nächsten freien Wochenende.
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Re: Magnum

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 13. Januar 2022, 22:32

Das Album ist angekommen. In der Box, wegen der Bonus CD. Gleich folgt der erste Durchlauf und ich bin wirklich sehr gespannt drauf. Wochenende für mich vorgezogen eingeleitet :D
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Re: Magnum

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 19. Januar 2022, 15:04

Bild
Magnum | The Monster Roars (2022)

1. The Monster Roars 3:57
2. Remember 5:06
3. All You Believe In 5:01
4. I Won't Let You Down 3:57
5. The Present Not The Past 5:27
6. No Steppin' Stones 3:57
7. That Freedom Word 4:52
8. Your Blood Is Violence 6:44
9. Walk The Silent Hours 4:51
10. The Day After The Night Before 4:23
11. Come Holy Men 5:01
12. Can't Buy Yourself A Heaven 5:00

Mit Magnum haben wir eine Band auf dem Planeten von denen man mit Fug und Recht behaupten kann, die Besten in ihrem Fach zu sein. Und das kommt nicht von ungefähr. Konstant im 2 Jahrestakt, fallen dem werten Herrn Clarkin immer noch zwingende, einfallsreiche und doch so typischen Melodien ein die Magnum zu eben jener Band machen von denen man weiß was man bekommt und trotzdem überrascht werden kann. In den letzten Jahren ist wirklich nichts schief gegangen bei der Band. Es scheint so, dass die Besetzungswechsel der letzten Jahren neuen frischen Wind in die Band gebracht hab.

Anfang letzten Jahres hieß es, parallel zur Veröffentlichung der „Dance Of The Black Tattoo“, die Band würde sich wieder an ein neues Album machen. Das verzückte mich natürlich und ließ die Vorfreude deutlich steigen. Aber ein Jahr warten? Ja, das geht. Sehr schnell sogar.

Das Cover „The Monster Roars“ ließ mich erst einmal ratlos zurück. Wo sind die typischen Trademarks eines Magnum Artwork hin? Geblieben ist da wohl nur das Bandlogo. Wie wird es klingen? Ein bisschen Angst und Bange ist einem da ja schon auch. Aber hey, es sind Magnum. Was soll schieflaufen?
Genau! Nichts!

So wie die Box ankam, wurde das Päckchen einen Tag vor der Veröffentlichung frohlockend kindlich aufgerissen. Und das Artwork ist, wenn man es vor sich hat, nochmal so viel schöner. Stark!

Aber genug palavert. Es soll ja auch schließlich im Hauptteil um die Musik gehen. Und die ist dieses Mal noch ein Stückweit zugänglicher geworden. Ich weiß zwar nicht genau, woran das liegt. Was mir aber sofort beim ersten Durchlauf in den Sinn gekommen ist, und das hat sich über die weiteren bestätigt, dass es der Band gelungen ist Licht und Schatten in Waage zu bringen. Damit meine ich nicht, dass es schlechte Songs auf dem Album geben würde. Was ich damit meine ist einfach, das es vor allem eine klangliche Stimmung hat die eine wunderbar angenehme Ausstrahlung versprüht. So schafft es die Band mit dem Titelsong, erzählerisch, mystisch und tragend das Album einzuleiten. Man fühlt sich tatsächlich so, als würde einem eine Geschichte erzählt werden.

Die Vorab veröffentlichten Songs sind zwar unglücklich gewählt. Aber gerade im Albumkontext entfalten die Songs sich noch einmal ein Stückweit. Über die Bläser in „No Steppin‘ Out“ lässt sich mit Sicherheit streiten. Aber ich mag das eigentlich immer ganz gerne. Der Party Song auf dem Album. Erinnert mich im Verlauf auch etwas an die „Princess Alice…“. Allein von der Stimmung her.

Die Herren sind die Meister der Kompositionen.
Normalerweise begründet und beweist man seine These. Hier ist dies aber, ganz ehrlich, nicht nötig. Wirklich nicht. Das Album hat einen grandiosen Fluss, ist geprägt von harten Riffs und wunderschön getragenen Melodien. Hier hält sich alles die Waagschale. Das Schlagzeug, zugegeben, etwas sehr straight gespielt, tut aber seinen Dienst. Hält die Songs zusammen, verleiht den Songs einen angenehmen groove. Der Kopf geht mit, der Fuß wippt mit.

Wie eine Band nach so vielen Jahren (ja, ich wiederhole mich immer und immer wieder) es immer noch schafft, dieses Ideenreichtum in kompakte, kurzweilige Songs zu packen, dabei aber immer nach Magnum zu klingen und ohne das Gefühl zu haben, die Band wiederhole sich….Mir möchte das einfach nicht in den Kopf.

Sind die Songs auch noch so straight, wie zum Beispiel „That Freedom Word“ so hat der Song mindesten einen Part der heraussticht. Und dabei klingt das nicht wie Stückwerk oder zusammengepuzzelt. Bei eben erwähnten Song ist als Beispiel vor allem der Anfang und etwa die Stelle ab mehr als die Hälfte zu erwähnen. Wenn Catley seine Gesangslinie langzieht und in der Ferne erlischt. Wahnsinn.

Überhaupt ist es mal wieder auch prächtig, wie kraftvoll seine Stimme auf diesem Album ist. Man könnte sagen, dass der Gesang sehr laut abgemischt worden ist. Aber wer so eindrucksvoll seine Sangeskünste darlegt wie zum Beispiel in „Walk The Silent Hours“, ja, dann darf man das auch genauso so tun!

Allgemein hat die Scheibe einen so heftigen Wumms wie schon länger nicht mehr. Für meinen Geschmack ist die Produktion wunderbar gelungen, besser als zuvor. In „Your Blood Is Violence“. Der Bass, das Schlagzeug, dieser stockende Riff am Anfang. Ja, das zieht einem morgens gleich das Fell über die Ohren.

Gibt es irgendwas Schlechtes auf diesem Album, wird sich vielleicht der ein oder andere Fragen?
Ich suche und überlege und außer, dass man eventuell beanstanden könnte, dass das Schlagzeug etwas einfältig klingt, wenn man denn das so sehen will….
Nein, ich finde da nichts wirklich auschlaggebend Schlechtes darin.

Magnum haben hier ein wahrlich, zunächst unerwartetes überaus starkes Album rausgehauen, dass sich hinter den letzten Alben nicht verstecken muss. Das Monster brüllt laut und kräftig, reißt dich mit, um auf eine einstündige Reise durch das Magnum Universum mitzunehmen. Und das Funktioniert. Altbewährtes trifft auf neue Ideen. Einfach stark.
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Re: Magnum

Beitragvon Mahoni Ledl » Donnerstag 20. Januar 2022, 08:05

Wow, ist das toll geschrieben. Eigentlich stand die neue MAGNUM gar nicht vorrangig auf meinem Einkaufszettel, aber nach deinem Review geniest sie oberste Priorität. Dein Review werde ich mir im Laufe des Tages sicherlich nochmals zu Gemüte führen, so großartig finde ich es. :-)
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Re: Magnum

Beitragvon Pillamyd » Freitag 21. Januar 2022, 10:13

Mahoni Ledl hat geschrieben:Wow, ist das toll geschrieben. Eigentlich stand die neue MAGNUM gar nicht vorrangig auf meinem Einkaufszettel, aber nach deinem Review geniest sie oberste Priorität. Dein Review werde ich mir im Laufe des Tages sicherlich nochmals zu Gemüte führen, so großartig finde ich es.


Oha, vielen Dank für dieses Lob oO
Das freut mich natürlich sehr. Das krasse beim schreiben war, dass es einfach so aus mir rausgeschossen ist. Mit den ersten Tönen hatte ich so viele Gedanken im Kopf, dass das niederschreiben ein leichtes war. Mir ist das unglaublich leicht gefallen. Ich hoffe sehr, dass dir das Album genauso gut gefällt wie mir. Ich hoffe auch, dass ich deine Meinung zum neuen Album hier lesen darf :)

frankjaeger hat geschrieben:Ich sag es auch mal: Ich finde, Peter hat recht mit den Längen. Besonders anfangs braucht die Platte, bis sie überhaupt loslegt. Gut ist sie natürlich trotzdem, aber "Sacred Blood" oder "13th Day" sind doch eine ganze Klasse besser in meinen Ohren. Auch wenn es völlig okay ist, dass die Band kleine Experimente einbaut. Ich mag das Album, aber deine Begeisterung schaffe ich nicht.

Ansonsten könnte ich mir vorstellen, dass The Ferrymen auch etwas für dich sein könnten.


Damit nennst du zwei Alben die bei mir dann aber nicht so hoch im Kurs stehen wie bei dir. Meine Diskografie Liste ist einige Zeit nach meinem Geschreibsel entstanden. Vielleicht muss ich mir da nochmal Gedanken drüber machen.

Peter Kubaschk hat geschrieben:Ja, so höre ich das auch. Beim ersten Durchlauf war ich sogar ein bisschen enttäuscht. Der Sound ist ja auch ungewöhnlich für Magnum. Aber sie ist noch mächtig gewachsen und bei 'Your Blood Is Violence' verstehe ich sogar die Euphorie.


Ja, das Ding hat wie schon erwähnt einen ganz anderen wumms. Aber das öffnet Magnum nochmal neue Wege ohne wirklich einen komplett anderen Weg eingeschlagen zu haben. Die Übereinstimmung damit das "Your Blood Is Violence" toll ist, ist aber toll :grins:
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Re: Magnum

Beitragvon Jens Wilkens » Montag 28. März 2022, 20:16

Ich habe gerade in diesem interessanten Thread ein wenig gelesen. Ein Ranking der Diskografie traue ich mir noch nicht zu, aber zehn Lieblingssongs bekomme ich zusammen. Hier wären sie:
01. Just Like An Arrow
02. Sacred Hour
03. Back To Earth
04. Kingdom Of Madness
05. On A Storyteller's Night
06. Where Are You Eden?
07. Great Adventure
08. Vigilante
09. Days Of No Trust
10. The Spirit
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Re: Magnum

Beitragvon frankjaeger » Dienstag 29. März 2022, 09:15

'Days of No Trust'? Ungewöhnliche Wahl. Ich versuche es auch mal, freihändig aus dem Kopf:

1. Don't Wake The Lion
2. On A Storyteller's Night
3. Sacred Blood Divine Lies
4. The Visitation
5. Stormy Weather
6. Dance Of The Black Tattoo
7. Sacred Hour
8. Kingdom of Madness
9. Les Morts Dansant
10. Soldier Of The Line
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Re: Magnum

Beitragvon Jens Wilkens » Dienstag 29. März 2022, 17:01

Bei 'Days Of No Trust' mag ich den Gesang besonders. Die "Wings Of Heaven" war die erste damals aktuelle MAGNUM-Scheibe, die ich gekauft habe. Die lief damals rauf und runter. Ich habe auch drei ausgekoppelte 12'' Maxis von der Platte. Ein Stück von dem Album musste unbedingt in die Liste. Ich hätte auch 'Don't Wake The Lion' in die Liste nehmen können, aber im Moment hat 'Days Of No Trust' leicht die Nase vorn. 'Soldier Of The Line' ist natürlich auch großartig!
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Re: Magnum

Beitragvon frankjaeger » Mittwoch 30. März 2022, 07:50

Ja, die drei Singles habe ich auch, 'Must have been Love' als Vinyl-Single und die beiden anderen als CDs. Auf jeder ist ja ein Non-Album-Track enthalten. Musste man also kaufen. Tolle Scheibe. Ich hab sie damals in Hannover im Capitol gesehen, die Band war wirklich stark zu der Zeit.
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Re: Magnum

Beitragvon Jens Wilkens » Mittwoch 30. März 2022, 16:40

Ich bin gerade mal in den Keller gegangen. Mir war so, als hätte ich nicht nur die Vinyl- sondern auch die CD-Maxis. Und so ist es! Und jetzt kommt's. CDs und 12'' unterscheiden sich.

Days Of No Trust:
CD: Days Of No Trust, Maybe Tonight, Days Of No Trust (Extended Version), How Far Jerusalem (Live)
12'': Days Of No Trust, Maybe Tonight, The Spirit (Live), Two Hearts (Live)

Start Talking Love:
CD: Start Talking Love, C'est La Vie, Start Talking Love (Extended Version), Sacred Hour (Live)
12'': Start Talking Love, C'est La Vie, Back To Earth (Live; Hammer!!!), On A Storyteller's Night (Live)

It Must Have Been Love:
CD: It Must Have Been Love, Crying Time, Lonely Night (Live), Lights Burned Out (Live)
12'': It Must Have Been Love, Crying Time, Lonely Night (Live), Just Like An Arrow (Live)

DIe CDs hatte ich nicht mehr so richtig auf der Rechnung. Es musste irgendeinen Grund geben, warum jeweils beide Versionen gekauft habe.
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