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von Rüdiger Stehle » Sonntag 10. Oktober 2010, 14:01
Teichfrosch hat geschrieben:Klar, solche Bands die eher eindeutig BM spielen (z.b. DEATHSPELL OMEGA) werden wohl unmöglich hoch in die Redaktionswertung einsteigen, ich denke mal, dass es das ist, was du damit sagen willst, Vaillant.
Jo. Da sind die Kollegen einfach viel zu starrköpfig. Nein, im Ernst, Watain hat bewiesen, dass es zumindest möglich ist, als kompromisslose Black Metaller den Monatssieg davon zu tragen. Aber davon abgesehen ist Black Metal vermutlich von den traditionellen Metal-Spielarten schon das Genre, das sich am schwersten tut, gute Platzierungen zu bekommen. Wobei es bei reinrassigen Death-Metal-Bands auch nicht groß besser aussieht. Da waren bisher auch nur Unleashed als Ausnahme zu verbuchen. Der Schlüssel zu größerer Bedeutung im Soundcheck sind hier wie da Bands, die aus dem Genre kommen, aber eben auch darüber hinaus schielen. Enslaved ist hierfür ein gutes Beispiel. Auch Dimmu Borgir könnten mal die Chance auf einen Sieg haben. Einfach Bands, die sich nicht auf die Bezeichnung "purer Black Metal" beschränken lassen, denn für den Stil bin ich momentan der einzige echte Fan im Soundcheck. Wenn Julian zurück kommt, dann sind wir wieder zu zweit, wobei wir uns ja regelmäßig widersprechen, wenn mal eine Band die Chance hätte, weiter nach vorne zu kommen. Echt ein Kreuz mit uns... Ich vertrete im Übrigen einen sehr weiten Black-Metal-Begriff. So lange man der Band stilistisch noch anhört, wo sie her kommt, und sie sich nicht so weit weg entwickelt hat, wie zum Beispiel Ulver, bleibt sie bei mir im Black-Metal-Topf. Mal ehrlich, was sollen Enslaved, Dimmu Borgir und Cradle Of Filth denn sonst sein, außer Black Metal. Ich denke, dass es auch das ist, was Julian mit *gähn* gemeint haben könnte; dass es müßig ist, jedes Mal von neuem die Abgrenzung zum BM zu machen, wenn eine der entsprechenden Bands in Rede steht, obwohl ja jedem klar sein sollte, dass z.B. Enslaved nicht (mehr) das sind, was der Purist unter seinem guten alten "True Norwegian Black Metal" versteht, man aber trotzdem merkt, dass die Band genau dort her kommt.
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von Jesus » Sonntag 10. Oktober 2010, 14:07
Ich habe zwar die Scheibe erst einmal anhören können, aber kann es sein, dass das Hauptriff von 'Ethica Odini' irgendwie nach 'April Ethereal' von OPETH klingt? Mir spukt im Kopp eine Mischung aus dem ENSLAVED-Riff und den OPETH-Lyrics herum.
Bei dem einen Durchlauf konnte sich 'Giants' ganz gut profilieren. Leider krankt das Album wieder an dieser weichen, breiigen Produktion, die auch die letzten paar Vorgänger plagte. Man hat das Gefühl, Grutle und Co. mischen ihre Alben so lange glatt, bis man nicht mal mehr ein Kleinkind damit erschrecken könnte.
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von Teichfrosch » Sonntag 10. Oktober 2010, 18:08
Die neue BORKNAGAR ist in der Tat richtig, richtig geil. Hat mich ziemlich umgehauen, weil das mein erstes Album dieser Band ist, welches ich gehört habe, und ich das, was ich dann geboten bekam, so garnicht erwartet habe. x) "Reptilian" von KOK ist ein absolutes Brett, für mich bisher nach wie vor der Höhepunkt des an Höhepunkten wahrlich nicht armen Jahres - ich LIEBE diese Scheibe, hab sie sicher schon 50 mal angehört. Das Review von Julian trifft mMn den Nagel auf den Kopf, ein Klassiker. @Rüdiger: Ja, seh ich ganz genauso, habs nur etwas weniger eindeutig auf den Punkt gebracht  diese Diskussion über Genre ist überflüssig und ermüdend. Wenn Julian das mit *gähn* gemeint hat muss ich ihm wiedermal zustimmen x) @Jesus: Selbst wenn, ich finde, dass die Produktion zu der Musik, die Enslaved spielen, gut passt. Dem einen isses zu weich, dem nächsten gefällt sie so super, dem nächsten ist es immernoch zu giftig ... ändert außerdem an der Qualität der Musik nicht viel, die Alben die ich mir wegen der Produktion nicht anhöre kann ich glaube ich an einer Hand abzählen.
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von Vaillant » Sonntag 10. Oktober 2010, 18:21
Ich wollte nur sagen, dass TURDUS MERULA, AOSOTH, KROHM oder BERGRAVEN hier bestimmt keinen Soundcheck gewinnen... sonst nichts Die Parallele zu "April Ethereal" stimmt schon...
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von Havoc » Montag 11. Oktober 2010, 20:49
Jesus hat geschrieben:Bei dem einen Durchlauf konnte sich 'Giants' ganz gut profilieren.
Ja. "Giants" ist einer der besten Songs. Momentan gefällt mir auch "Waruun" sehr. Die Songs sind aber alle sehr gut. Wobei ich immer noch meine, dass ganze besonders die Songs 6-9 herausragend sind.
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von Havoc » Donnerstag 14. Oktober 2010, 22:20
Erste Eindrücke meiner beiden neuesten Enslaved Errungenschaften...
"Blodhemn" dürfte in der Tat das knüppeligste Album bisher auf meiner Rückwärtsreise in der Bandhistorie sein. Allerdings lässt sich bereits hier erahnen, dass da noch mehr kommen könnte. Einige Passagen erinnern bereits an den Nachfolger "Mardraum". Mein liebstes Enslaved Album wird "Blodhemn" aber mit Sicherheit nicht werden. Mal abwarten wie es sich noch entwickeln wird.
"Eld" gefällt mir da noch besser. Hier wird eine ganz andere Atmosphäre aufgebaut als bei "Blodhemn". Das ist noch wesentlich mehr Viking Metal. Aber gemischt mit Black Metal und auch leicht angeproggten oder zumindest verspielten coolen Passagen. Dazu der etwas einfache rumeplige aber nicht zu rumpelige Sound. Scheint ein richtig cooles Album zu sein.
Jetzt fehlen mir nur noch Rüdigers Enslaved Favoriten "V. Veldi" und "Frost"....und die EP "Hordanes Land".
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von Julian Rohrer » Donnerstag 14. Oktober 2010, 22:51
Die "Frost" ist der Hammer. Und wichtig.
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von Havoc » Samstag 27. November 2010, 11:40
Wie siehts aus Feamorn? Trotz mittlerweile zig Durchläufen mag ich das Album immer noch nicht so richtig abschließend bewerten. Ich finde es natürlich saustark. Aber so der richtige Mega-aha-Effekt ist immer noch nicht ganz eingetreten. Wenn ich da an "Vertebrae" zurückdenke. Die hat mich damals völlig in eine andere Welt gerissen. Vielleicht ja auch weil ich Enslaved bis dahin noch kaum kannte. War glaub ich nach "Ruun" mein zweites Album. Bin mir nicht mehr sicher. Fürs Treppchen mag des vielleicht reichen. Aber mein Album des Jahres wird "Axioma" wahrscheinlich nicht werden. Mal sehn wie ich mich Ende Dez entscheide. 
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von Feamorn » Samstag 27. November 2010, 14:28
Habs noch nicht sonderlich oft gehört (insgesamt sechs neue Platten und keine Zeit die letzte Woche), aber bisher gefällt es mir ausgesprochen gut. Kannte ja bisher sogut wie nichts von Enslaved (ausser dann und wann ein YT-Link hier im Forum, die haben mich aber nie sonderlich begeistert), aber das hier ist schon richtig toll! Gerade diese Mischung aus Prog-Rock und Viking ist ziemlich genau meine Kragenweite (natürlich kommen mir da auch Opeth-Vergleiche in den Sinn (von ProgRock + Black zu ProgRock + Death ist es halt nicht sooo weit  , wobei die ja, wie bekannt, bei mir etwas brauchten um zu zünden). Doch, ich bin bisher sehr zufrieden! Denke auch, dass die gute Chancen hat, dieses Jahr in meine Top-10 zu kommen, und dabei ist dieses Jahr für mich schon ausgesprochen stark.
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von Drumtier » Donnerstag 30. Dezember 2010, 00:54
Hab ja seit einiger Zeit jetzt auch mit der Neuen meine erste Enslaved-Scheibe. Irgendwelche zwei Alten (ich glaube Eld und Isa?) kannte ich zwar, kann mich aber kaum mehr daran erinnern. Deswegen und weil ich sie noch nicht wirklich oft gehört hab ist mein jetziger Eindruck sicher nicht der aussagekräftigste aber mir gefällt sie eigentlich schon ziemlich gut! Beim ersten Hören fiel mir sofort wieder ein, dass ich hier mal was von einem so starken Eröffnungsriff gelesen hab und genau das ging mir auch durch den Kopf. Gänsehaut pur. Und wenn dann der Gesang einsetzt, das macht schon was her! Viel ist noch nicht hängengeblieben, Opeth kamen mir auch einmal stark in den Sinn, weiß jetzt aber nicht mehr bei welchen Song das speziell war. Der klare Gesang ist aber bei den Schweden schon weitaus stärker, der ist für mich bei der Axioma Ethica Odini bis jetzt das wohl größte Hindernis. Da sie aber tendenziell noch zu wachsen scheint, könnte sich das auch noch ändern. Und wie schon an anderer Stelle angemerkt, ich hab wegen der Scheibe gemerkt, dass ich wieder mehr BM hören muss. Die Art des Gesangs vermag halt (in den jeweilig genretypischen Variationen natürlich) im Black Metal viel mehr Emotion zu vermitteln, als dies beim todesmetallischem Growlen der Fall ist. Vielleicht bedeutet das auch die eine oder andere frühere Enslaved für mich, aber das werden wir sehen 
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