PMDECS - Three Men Armies - Diskussionrunde

Brot und Spiele für den Powermetal.de-User: große Projekte der Community und umfassende Forenspiele finden hier ihren Platz

Re: PMDECS - Three Men Armies - Diskussionrunde

Beitragvon Feamorn » Freitag 22. Juli 2022, 13:42

Gruppe 1:

Geht direkt relativ hart los... Das meiste Zeug gefällt mir hier, daher gibt es auch den ein oder anderen Härtefall in der Platzierung (Tea Party z.B.).

Dust - Pull away/So many times
Wie schon geschrieben, Sofort-Liebe, und sofort ein heißer Kandidat für die persönliche Bestenliste des Spiels. Einfach nur toll, toller Sound, tolle Musik. Ganz stark!

Wargasm - Bullets & Blades
Läuft mir wunderbar rein, aber tatsächlich geht es hier schon los, dass der auch locker mit weiter unten platzierten Sachen tauschen könnte. Tagesform sagt aber: #2

Goo Goo Dolls - Iris
Hier kommt eine gewaltige Portion Radio-Nostalgie in's Spiel, weshalb dieses schöne Stück einfach nicht tiefer kann.

Grauzone - Wütendes Glas
Beim Auftritt im vorherigen Spiel musste ich den leider auf die Sechs setzen, und er flog in der ersten Runde raus. Fürchte, letzteres wird wieder passieren, aber diesmal kann ich ihn weiter oben hinsetzen.

Kruiz - Avenger
Am Anfang eher so "ja, ist ganz gut", am Ende haben sie die Maschine dann aber recht abrupt hochgezogen. Feines Stück!

The Tea Party - Requiem
Ja, die Tea Party. Den Bazar liebe ich heiß und innig, bei anderen Songs ist es oft eine Frage der Tagesform, heute leider relativ weit unten.

Blue Cheer - Summertime Blues
Cooles Stück Rock, feine Musik, aber am Ende nicht aufregend genug im Vergleich zu den Sachen weiter oben.

Iris Divine - The Acolyte
Hätte ich gerne weiter oben platziert, gefällt mir nämlich schon recht gut, aber irgendwie sehe ich die anderen Sachen am Ende eben doch stärker. Irgendwer muss leider unten landen bei so einem Spiel.

Tank - Don't Walk Away
Siehe Iris Divine. Den Song kannte ich bisher tatsächlich nur als Sodom-Cover. Das macht durchaus Spaß, zieht mir aber am Ende leider auch nicht die Wurst vom Brot.

Genesis - Mama
Joa, nicht wirklich meins. Bin mit Phil Collins und auch diesem Stil nie wirklich warm geworden. Die rote Laterne ist daher am Ende nur konsequent für mich. Habe ein paar der frühen Genesis-Alben, noch mit Gabriel, in der Sammlung, aber irgendwie auch kaum gehört. Kamen recht (bzw. zu) spät in meiner damaligen Prog-Phase. Kommt vielleicht irgendwann noch, aber wie gesagt, der frühe Kram, das hier lässt mich ziemlich kalt, bzw. jagt mich ehrlich gesagt fast etwas weg.
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Re: PMDECS - Three Men Armies - Diskussionrunde

Beitragvon frankjaeger » Samstag 23. Juli 2022, 18:46

Blue Cheer : Summertime Blues
Tolles Lied. Hatte ich auch auf dem Zettel, dann aber gestrichen, weil es eine Coverversion ist.

Dust : Pull away/So many times
Super, habe ich zwar schon länger auf dem Schirm, aber noch nicht gekauft. Das ist einfach brillanter, bodenständiger Hardrock.

Genesis : Mama
Mag ich. Ich hätte aber auch 'Home By The Sea' gewählt. Ich mag auch die Collins-Phase von GENESIS, da sind einige Prog-Pop-Perlen geschaffen worden.

Goo Goo Dolls : Iris
Ah, auch ein echter Hit. Ich wusste aber nicht, dass der von den Goo Goo Dolls ist. Gleich mal auf die Kaufliste gesetzt, um es nicht wieder zu vergessen.

Grauzone : Wütendes Glas
Sorry für die Wiederholung, ich hatte beim Aussuchen etwas Zeitdruck und habe nicht mehr bedacht gehabt, dass ich das Ding schon mal nominiert hatte. Sonst hätte ich ein anderes Lied genommen, nämlich die andere Singleseite 'Träume Mit Mir' (https://www.discogs.com/master/42694-Gr ... me-Mit-Mir). Ich finde es aber einfach super, dieser kalte Elektroklang mit einem coolen Text, das war damals, 1981, einfach ganz stark.

Iris Divine : The Acolyte
Auch gut, die modernen Sounds im Progmantel sind sehr gefällig. Das Lied wächst beim Hören unaufhörlich, würde ich gerne kaufen. Das scheint aber nicht so einfach zu sein. Hm. Doof.

Kruiz : Avenger
Ja, ganz ordentlich, aber irgendwie fehlt mir das sprichwörtliche Etwas, ohne dass es irgendwie schlecht wäre. Ist aber auch schon recht alt und aus der ehemaligen Sowjetunion, so gesehen wieder ein Zeitdokument, das auch noch anhörbar ist.

Tank : Don't Walk Away
Ja, cool, das war der erste Song, den ich von TANK je gehört habe. Großartig!

The Tea Party : Requiem
Das ist von einer der Scheiben der Kapelle, die ich nicht habe, wobei ich gar nicht sagen kann, warum nicht. Muss ich mal ändern, die sind super!

Wargasm : Bullets & Blades
Oh ja, die steht hier. Ich mag die beiden anderen Scheiben knapp lieber, aber das ist einfach starker Thrash.

Ziemlich starke Gruppe.
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Re: PMDECS - Three Men Armies - Diskussionrunde

Beitragvon Eike » Sonntag 24. Juli 2022, 16:46

Wohlan!

Zurück aus dem Urlaub, re-akklimatisiert, ausgeruht vom Wetterumschwung, und heute wieder offen für jede Menge neue Höreindrücke und perfektionistisches Herumvergleichen zwischen Unvergleichlichkeiten.

Ab zu Runde 1:



DUST - 'Pull Away / So Many Times' funktioniert bei mir wirklich gut. Das rockt nicht zu engstirnig, geht aber ordentlich voran. Klassischer Stil, war mir allerdings bislang unbekannt. Ich mag das Schlagzeugspiel, stabile Grundlage mit dem gewissen Schwing. Bissiges Gitarrensolo, sehnsüchtige Stimme, der Bass fügt sich eher hintergründig ein, aber sorgt für Extrapower. Starker Siebzigerjahresound. Souverän! Damit habe ich nun schon gleich in der ersten Spielrunde etwas für mich noch Neues entdeckt, für das sich die Teilnahme bereits gelohnt hat. Im Übrigen vermisse ich hier im Forum seit über fünf Jahren doch sehr "unseren" 123_7, in dessen Geschmacksspektrum dieses Stück ebenfalls hätte fallen können.

THE TEA PARTY - 'Requiem' ist fast schon schwülstiger Bombastrock. Die Darbietung ist geradezu perfekt für dieses Genre. Hinzu kommt eine recht angemessen klare Produktion, wobei ich mir allerdings noch etwas mehr Lautstärkedynamik gewünscht hätte. Ich bin kein Freund von Dauerhochdruckbeschallung. Kompositorisch mag es mir um ein My zu glatt gelackt sein, ähnlich geht es mir da bei MUSE; aber dennoch weiß dieses Stück mich im rechten Moment zu beglücken. Wie Rüdiger es gerne formuliert: Der in Schönheit sterbende Schwan.

GRAUZONE - 'Wütendes Glas' kommt mit deutschem Postpunksound daher, irgendwo zwischen stoisch klatschender, industriestadtgrauer JOY DIVISION-Nebelniesenregentrübnis und maschinell präziser, spröde unterkühlter KRAFTWERK-Berechnung, dazu gibt es noch dezente, teils spielerisch teils ironisch gebrochener Folkeinflüsse im Hintergrund, die das Sloganhafte zu konterkarieren scheinen. Das gefällt mir ziemlich gut!

BLUE CHEER funktioniert, aber wenn es um rohen Garagen-Beat/Rock geht, dann sollte man eher mit einem Original als einer Coverversion aufwarten. Die ist nämlich weitaus frisierter, geleckter, poppiger als ein noch stärker "heavy" gelagertes Stück wie beispielsweise 'Out Of Focus'. - 'Summertime Blues' kommt deutlich mainstreamschwiegermuttertauglicher auf Nummer Sicher daher ...und rockt dennoch mindestens amtlich.

KRUIZ - 'Avenger': Klassischer Kauz-Heavy-Metal mit Rabiatgroove, Frickelsoli, powerballadesken Bridges, einigen Freakeinsprengseln und äußerst flüssiger Komposition. Mag ein paar Durchläufe mehr brauchen, um hängenzubleiben, aber kann dann so einiges. Klingt für mich nach vermutetem Holger-meets-Rafael-meets-Rüdiger-Hörsession-Sound, wo ausschweifendes Gerumpel auf rasanten Irrwitz, Traditionsverwurzelung auf Deutlichweiterspringen und Eigenbrötlertum auf Faustfaktor trifft. Markantes, mal krudes, mal virtuoses Ding. Mir gefällt es auch. Bisweilen ist es für meinen Geschmack allerdings ein wenig zu weit ausgreifend, insgesamt ist das schon ein ziemlich aufmerksamkeitsforderndes, dichtes und im Aufbau progresssives Stück, für dessen Wertschätzung man eine lange Konzentrationsspanne benötigt.

THE GOO GOO DOLLS - 'Iris' ist eine starke Neunzigerjahrerockballade, die relativ gut gealtert ist. Dennoch habe ich sie über die Jahre dann doch etwas zu häufig laufen lassen, als dass ich sie heute noch ganz so begeistert hören könnte wie ehedem. Aber für einen damaligen und auch danach immer wieder mal gerne gespielten Radiohit ist das mehr als ordentlich. Zum Glück ist mir noch kein mieser Remix, keine billige Coverversion, kein dreistes Hook-Plagiat untergekommen, wie es im Mainstream ja mittlerweile gang und gebe ist. Zurück zum Stück selbst: Der Text vermag mich nach wie vor zu berühren, der ist wirklich gut geschrieben, und die Stimme passt auch dazu. Wegen mir hätte man die Streicher allerdings weglassen können; das opulente orchestrale Element passt zur intimen Innerlichkeit der Gesangsdarbietung nicht wirklich. Die übertriebene Refrainorientierung geht auch etwa zulasten der Halbwertzeit. Das ist aber alles Meckern über Niveau von mir notorischem nitpicker.

TANK - 'Don't Walk Away' beginnt mit Motorgroove, schrillem Schrei, erdigen Drahtgitarren und jede Menge Hall auf dem rockigen Gesang ganz klassisch. Das ist Hardrock/Heavy Metal wie aus dem Traditionslehrbuch. Die rotzige Stimme hätte auch einer Punkband zu Gesicht gestanden, die klassischen Rock'n'Roll-Licks einer Garagenrockband aus dem vorgelagerten Jahrzehnt. Hier klingt es eben noch nicht nach Ganzvielhaarspray, Glamour, Glitter und MTV. Für heutige Hörgewohnheiten mag das altbacken, angestaubt, generisch und handzahm klingen, damals war das noch anstößig genug, um sich vom Mainstream deutlich abheben zu können. Der Durchbruch in die Radiotauglichkeit und gen Salonfähigkeit kam erst später, als die Metalwelle zunehmend an Masse und Momentum gewann. Mich persönlich erinnert es an die Zeit, in der ich den Heavy Metal für mich zu entdecken begann, obwohl das bereits deutlich später war. Also irgendwie anachronistisch spielt er hier doch mit hinein, der Nostalgiefaktor.

IRIS DIVINE - 'The Acolyte' lässt es modern rocken, mit einem gewissen industriell-metallisch angehauchtem Groove, jedoch gefiltert durch fast schon poprockige Eingängigkeit und in ein Soundbild des Spätneunzigerjahre-Alternative/Prog-Rocks geworfen. Ich mag den eindringlich emotionalen Gesang, der spannungsvoll mit dem mathematisch abgezirkelten Klangmauerlabyrinth kontrastiert wird, wie eine geschundenes Naturwesen inmitten einer dystopisch urbanen Architektur. Im IRIS DIVINE-Fanlager gibt sicherlich Schnittmengen mit INDUKTI-, RIVERSIDE und TOOL-Fans, aber auch wer modernen Melodic Thrash, oder etwas härteren Bombast-Rock, bzw. am anderen Ende des Spektrum es auch mal etwas djentiger mag, braucht hierzu keine Berührungsängste zu haben. Keine Ahnung, wie QUEENSRYCHE mittlerweile klingt, aber vielleicht passt auch deren Kram im erweiterten Sinne noch mit dazu... Ich persönlich finde es ganz gut, aber es hat eben auch diesen Dauerfeuersound, dessen Produktionsstandard sich ständig zwischen zehn, zehneinhalb und elf bewegt, da fehlt mir auf Dauer ein wenig die gefühlte Lautstärkendynamik. Und ich mag im Drei-Genre-Eck Alterna-, Metal, Prog-Rock eigentlich auch die etwas Chaos/Psychedelic/Wahnwitz-Schule (MASTODON etc.) lieber als die verkopfte RIVERSIDE-Architektur. TOOL liegt da perfekt in der Mitte, und im Zweifel doch ein My weiter linksaußen. Im deutlich Metallischen soll auch der DEAD SOUL TRIBE nicht unerwähnt bleiben, den ich ebenfalls noch lieber höre. Hach, das klingt alles wieder viel zu nörgelig. Also, zusammenfassend kann ich sagen: Dieser Song knallt schon gut und hat manche Stimmungsmomente, die mich überzeugen.

WARGASM - 'Bullets & Blades' ist wohl as thrash as oldschool thrash gets, und dazu noch ziemlich speedig. Das geht geradlinig nach vorne, charakteristischer Sprechgesang inklusive. Highspeedgeriffe der Marke: When heavy metal met hardcore punk, thrash metal evolved... Virtuoses Fingergeflitze: Das kann was! Recht glattgebügelt, wenn man in dieser Hinsicht eher auf die VENOM-Schule steht, aber diese neuartige Rasanz bei hoher Präzision war bei Erscheinend vermutlich höchst verblüffend, um nicht zu sagen revolutionär. Gefällt mir heute ganz gut, geht glatt rein und genauso schnell wieder raus, a good clean momentary fun ride. Huuuuiiiiiiiiiiiiii!

GENESIS - 'Mama' brennt eher langam ab. Dennoch eine intensive Performance. Ich glaube, den Song müsste man öfter oder in prägenderen Zeiten gehört haben, um ihn noch weiter vorne sehen zu können. Vermutlich kommt die Produktion über YouTube auch nicht voll zur Geltung. Die war damals vermutlich state of the art. Erwischt mich allerdings etwas zur Unzeit.



Somit komme ich zur Erkenntnis, dass diese "Vorrunde 1" eine durchweg starke ist. Fein! :)
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Re: PMDECS - Three Men Armies - Diskussionrunde

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 24. Juli 2022, 17:18

Da es momentan so wunderbar fix flutscht, möchte ich diesen schwung nicht ausbremsen und werde wohl nachher noch die nächsten beiden Gruppen online stellen. Die noch Abgebenden mögen sich dadurch nicht gehetzt fühlen. Diese Spiel hat Doom Geschwindigkeit.
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Re: PMDECS - Three Men Armies - Diskussionrunde

Beitragvon frankjaeger » Sonntag 24. Juli 2022, 18:55

Gruppe 2:

[Soon] : Rather In Your Mind
Das ist mein Erstkontakt mit der Band. Klingt stark, das Keyboard ist super, der Sänger gut, der Drummer auffällig abwechslungsreich, die Gitarre ungewöhnlich zurückhaltend, wenn sie dann einsetzt, unerwartet düster. Hm, das ist, ja, irgendwie... super. Das sind nur drei Musiker? Das geht live dann aber nicht oder nur mit Samples. Egal, klasse,

Annihilator : Epic Of War
Irgendwie sind da ein paar Alben von Anni, die ich nicht wirklich im Ohr habe. Das ist immer gut, aber auf Albenlänge finde ich die Commeau-Ära etwas ermüdend. Trotzdem, gut.

Cure, The : Boys Don't Cry
Ich dachte mal, ich lockere die metallische Runde mal mit poppigen und gar nicht düsteren CURE auf. Wie es scheint, mögen das hier einige. Nice, das ist ein Hit aus meiner Jugend!

Destruction : The Ritual
Ich bin ja mit der Band vertraut von Anfang an, habe sie erstmals nach "Sentence of Death" live gesehen (mit AVENGER, Pre-RAGRE), aber die sind nicht gut gealtert, das liegt auch am Gesang, der einfach nicht gut ist. Ist daher deutlich unter der Kaufschwelle und schmiert dann nochmal um fünf Plätze ab. Also Platz 15.

Dinosaur Jr. : Forget The Swan
Oh ja, wieder etwas ganz Altes. Das war nie ganz meine Kragenweite. Auch dieses Lied fließt mir etwas zu sehr, auch wenn ich die Akustikgitarre nett finde. Haut mich aber nicht um.

Motorhead : The Chase Is Better Than The Catch
Eine ungewöhnliche Wahl. Natürlich klasse, aber relativ gewöhnlich für Lemmy und Co.

Rush : Xanadu
Mag ich natürlich, halte ich aber für dieses Spiel für nicht allzu gut geeignet, weil zu lang, die ersten zwei Minuten könnte man glatt weglassen. Ich mag die späteren Sachen zumeist lieber, so ab 1980, nur "2112" macht da eine Ausnahme.

Sanhedrin : Hero's End
Klingt wie ein Medikament. "Was hast du? Dann nimm doch einfach SANHEDRIN! Gibt's auch von Ratiopharm, wetten?". Ah, Doom. Gute Stimme, die Gitarre nicht zu öde, sehr nett. Gefällt mir gut.

Tea Party, The : The Bazaar
Diesmal von einem der Alben, die ich habe. Die sind übrigens alle stark, aber das hier ist eine ganz besonders gute Wahl. Da sist ein Anwärter auf den Gesamt-Thron!

Venom : Warhead
Noch so eine gute Wahl. 'Warhead' war damals ein Monument, ein echtes Statement. Die Maxi habe ich noch hier auf Vinyl rumstehen. Drei Lieder, aber was für welche! Das Ausblenden ist allerdings doof, aber die extended version verlängert nur mit Geräuschen, hier hätte die Band echt ein ordentliches Ende komponieren können. Aber: Egal, super, VENOM! Ach nein, ich meine VENNNÖÖÖÖÖÖM! :)

Eine Gruppe mit ein paar weniger zwingenden Stücken und einem Song der Marke "das ist mir so was von egal" auf Platz 15. Die andere Gruppe war besser, mal sehen, was noch kommt.
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Re: PMDECS - Three Men Armies - Diskussionrunde

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 24. Juli 2022, 19:02

frankjaeger hat geschrieben:Gruppe 2:

[Soon] : Rather In Your Mind
Das ist mein Erstkontakt mit der Band. Klingt stark, das Keyboard ist super, der Sänger gut, der Drummer auffällig abwechslungsreich, die Gitarre ungewöhnlich zurückhaltend, wenn sie dann einsetzt, unerwartet düster. Hm, das ist, ja, irgendwie... super. Das sind nur drei Musiker? Das geht live dann aber nicht oder nur mit Samples. Egal, klasse,


Live total toll!
Als Support von Voivod gesehen. Im Logo. Sehr lustige Randnotiz. Das Schlagzeug des jakobischen Supportdrummers war ungefähr drei Mal so groß wie kleine Dash-Trommel-Besteck von Away.
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Re: PMDECS - Three Men Armies - Diskussionrunde

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 24. Juli 2022, 21:50

Folgende Situation: Der von mir nominierte Holocaust-Song ist nirgends mehr frei verfügbar. Nur noch auf Spotiify. Da habe ich kein Konto. Anderen Song oder andere Lösung? Hochladen kann ich nicht, da nur auf Vinyl.
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Re: PMDECS - Three Men Armies - Diskussionrunde

Beitragvon Peter Kubaschk » Sonntag 24. Juli 2022, 21:54

Können ihn vielleicht Frank oder Rüdiger hochladen? Sonst wäre ich für einen anderen Song
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Re: PMDECS - Three Men Armies - Diskussionrunde

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 24. Juli 2022, 22:30

Ich hab' den Song jetzt raus genommen und ersetzt.
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Re: PMDECS - Three Men Armies - Diskussionrunde

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 25. Juli 2022, 01:36

Gruppe 3:

Eine Gruppe, in der sich in meiner Gunst zwischen Platz 2 und Platz 3 der Grand Canyon auftut. Zwei Sachen habe ich, und die mag ich, und die stehen vorne. Den Rest finde ich zwar weitgehend gut bis anhörbar, aber leider weckt nichts davon die "muss ich näher kennen lernen"-Rezeptoren. Vielleicht die beiden Punksongs, mit Abstrichen. Wer mich kennt, welche beiden Songs den Sieg unter sich ausmachen werden:

Tulus - Menneskefar
=> Alt for Norge! - Damit ist an sich alles gesagt, oder? Tulus ist so dermaßen hundert Prozent alte 1990er-Norwegerschule, dass mir hier natürlich das Herz aufgeht, und noch viel mehr... ;-) - Herrlicher 90er-Keyboards, Gard/Blodstup am Mikro urgrimmig und unverkennbar. Hier allerdings klanglich schon deutlich massiver und hörerfreundlicher als auf den ersten beiden Alben. Herrlich knackiger, kurzer, brachialer Knochentanz. Feinster Groove. Der Song kann alles. Klarer Sieger.

Sodom - My Final Bullet
=> Dass Sodom in dieser Gruppe bei mir nicht auf Platz 1 ins Ziel kommt, mag manchen überraschen, mich selbst eingeschlossen. Ungehört hätte ich tatsächlich spontan Sodom auf die Pole gesetzt, wobei ich beim Lesen des Namens "Tulus" schon gezuckt habe, und mir gedacht habe, dass die Norweger wohl die Sensation schaffen könnten, an Sodom vorbei zu gehen. Mit einem Song aus den Achtzigern oder frühen Neunzigern wäre Sodom im Zweifel auch von Tulus nicht zu schlagen gewesen, aber "My Final Bullet" ist zwar toll, Tom charismatisch wie immer, die Hookline stark, die Band ganz generell auf der Höhe. Ja. Isso. Leider nur die #2 für die Sodomiten.

Hüsker Dü - Broken Home, Broken Heart
=> Der Name ist mir natürlich tausendfach über den Weg gehoppelt, und ich weiß sogar, was es heißt. Dachte immer das sind Dänen oder Norweger, bei dem Namen, aber manchmal haben sogar Amis Fremdsprachenkenntnisse. Recht heavy aus den Boxen wummernder Hardcore-Punk mit dezenter metallischer Note. Stark. Nicht ganz so ein Abriss wie The Exploited oder D.R.I., aber das macht auf jeden Fall Laune.

NoMeansNo - The Tower
=> Prog Punk? Rhythmisch und harmonisch fordernde Punkmusik und für einen Punksong auch kompositorisch recht vertrackt und variantenreich. Kann was. Mag den Gesang.

Castle - Be My Ghost
=> Schöner gruftiger Auftakt. Passt zum Ván-Umfeld. Retrookkultrock trifft auf Doom und klassischen Heavy Metal. Natürlich gefällig, da stilistisch sicherlich genau das Meine, wobei mir auch hier der große Wurf in Sachen eigener Ausstrahlung fehlt. Es reicht, um vor die genrefremden Exponate zu kommen, aber nicht nach ganz oben.

Iron Dogs - Beyond The Blade
=> Damn, Artwork und Sound ließen kurz den Eindruck entstehen, ich hätte da einen kanadischen Untergrundkult aus den 80ern übersehen, der es mit Thor himself aufnehmen möchte, aber dann ist es doch nicht alt sondern retro. Cool rumpelig und etwas schräg im Leadgitarrenbereich, was quasi immer Qualitätsmerkmale sind. Aber so richtig gut halt auch nicht, aber für Freunde räudiger NWoBHM-Abrocker sicher einen Schuss wert.

Beastie Boys - Sabotage
=> Natürlich ein Klassiker. War aber nie ein großer Fan der hiphoppigen Elemente der Band (Gesang, Loop-Samples, Scratching). Cool, wenn es läuft, und auf jeden Fall eine originelle Marke, aber für mein Wohlfühlklima doch nicht so ganz das Wahre.

Jimi Hendrix - The Wind Cries Mary
=> Puh. Um Hendrix habe ich trotz seiner unbestrittenen Wichtigkeit für die E-Gitarrenmusik immer einen riesigen Bogen gemacht. Sein Stil hat mich nie erreichen können, weder gesanglich, noch kompositorisch oder von Gitarrenstil her. Das ist mir alles zu bluesig und auch ein bisschen zu verdrogt. War echt nie ein großer Blues-Fan. Fraglos gute Musik, fraglos ein überragend wichtiger Künstler, aber er war nie auf meiner musikalischen Wellenlänge.

Biffy Clyro - Biblical
=> Ruhiger Auftakt, dann langsam sich steigernde Beat, im Grundtenor aber weiter ruhig. Fluffiges Feeling, ein bisschen alternativ, ein bisschen poppig, ein bisschen schönwetterpunkig, ein bisschen Breitwand. Easy Listening, stört kein bisschen, läuft geschmeidig... aber leider halt voll an mir vorbei.

Pure Reason Revolution - Bullits Dominae
=> Ach herrje. Das ist harter Tobak. Wo Biffy Clyro in der ruhigen Easy-Listening-Manier gefällig an mir vorbei musiziert, da ist PRR in der Grundstimmung ähnlich ruhig, aber trotzdem eher fordernd. Für mich überfordernd. Die androgynen männlichen Gesangselemente empfinde ich eher als unangenehm, und ebenso den rhythmischen Flow, der mir die Haare gegen den Strich bürstet. Ist für mich sehr unangenehm zu hören. Auf der Habenseite: Die spacige Atmosphäre ist cool, einige Synth-Hooks sind stark, und ich mag die Stimme der Sängerin.
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet.
Háv. 38
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