Dream Theater

Re: Dream Theater

Beitragvon cgrage » Samstag 23. Juli 2022, 10:57

Pillamyd hat geschrieben:Genau.

Das war die Sommertour mit der Verwirrung, ob sie da schon SFAM huldigen wollten. Die folgende Tour, bei der das Jubiläum hätte stattfinden soll, viel ja dann bekanntlich aus. Die "Distant Memories" wurde aber noch im Februar 2020 aufgenommen und gefilmt.

Die Tour fiel nicht aus. Hab die Show in Hamburg im Januar doch noch gesehen.

https://www.setlist.fm/setlist/dream-th ... b4ac6.html
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Re: Dream Theater

Beitragvon Eike » Sonntag 24. Juli 2022, 16:40

Nils Macher hat geschrieben:Derzeit habe ich so von 22-24 Uhr Freizeit für mich und die verbringe ich mit Klemmbausteinen und entweder Hörbüchern oder Blinkist.
"Blinkist" scheint mir ein ähnlich aber anders interessantes Konzept zu haben wie Klemmbausteine. Beschäftigst du dich damit als Aktiver oder als Konsument?
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Re: Dream Theater

Beitragvon Pillamyd » Montag 25. Juli 2022, 22:56

cgrage hat geschrieben:Die Tour fiel nicht aus. Hab die Show in Hamburg im Januar doch noch gesehen.


Dann habe ich das schlicht und einfach falsch abgespeichert.
Passiert....
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Re: Dream Theater

Beitragvon Nils Macher » Mittwoch 27. Juli 2022, 09:07

Eike hat geschrieben:
Nils Macher hat geschrieben:Derzeit habe ich so von 22-24 Uhr Freizeit für mich und die verbringe ich mit Klemmbausteinen und entweder Hörbüchern oder Blinkist.
"Blinkist" scheint mir ein ähnlich aber anders interessantes Konzept zu haben wie Klemmbausteine. Beschäftigst du dich damit als Aktiver oder als Konsument?


Konsument. Ich interessiere mich ja für allerlei Themen und habe Spaß daran gefunden, in Rabbit Holes abzutauchen. Da ist Blinkist ideal, weil man "nur" gute zehn Minuten aufbringt, um sich einem neuen Thema zu widmen. Wenn es interessant ist, kaufe ich danach das Buch oder Hörbuch. Und wenn nicht, ärgere ich mich nicht.

Leider kommt nur verhältnismäßig wenig neuer Content hinzu, weshalb ich gerade bewusst Pause mache, um dann wieder genug entdecken zu können.
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Re: Dream Theater

Beitragvon Nils Macher » Mittwoch 27. Juli 2022, 09:08

Pillamyd hat geschrieben:
cgrage hat geschrieben:Die Tour fiel nicht aus. Hab die Show in Hamburg im Januar doch noch gesehen.


Dann habe ich das schlicht und einfach falsch abgespeichert.
Passiert....


An die Tour habe ich mehr Erinnerungen als an das Open-Air-Konzert in Oberhausen. Bin dafür nach Frankfurt gefahren und hatte sehr, sehr, sehr viel Spaß, die ganze SFAM live mitzusingen.
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Re: Dream Theater

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 28. Juli 2022, 10:05

Nils Macher hat geschrieben:
Pillamyd hat geschrieben:
cgrage hat geschrieben:Die Tour fiel nicht aus. Hab die Show in Hamburg im Januar doch noch gesehen.


Dann habe ich das schlicht und einfach falsch abgespeichert.
Passiert....


An die Tour habe ich mehr Erinnerungen als an das Open-Air-Konzert in Oberhausen. Bin dafür nach Frankfurt gefahren und hatte sehr, sehr, sehr viel Spaß, die ganze SFAM live mitzusingen.


Ja, das kann ich verstehen.
Da der Zusatz aus der SFAM bestand und der Rest ja auf den Open Air Konzerten schon gespielt wurde, habe ich mir das gekniffen. Ich hätte sie dieses Jahr gerne gesehen, aber in der Nähe hat die Band keine Konzerte gegeben. Dabei sind die ja Stammgast in Ludwigsburg. Hat mich schon verwundert.
Ich hoffe die Band packt nochmal eine "An Evening..." Tour aus. Ich mein die Jungs werden auch nicht mehr jünger.
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Re: Dream Theater

Beitragvon Nils Macher » Freitag 29. Juli 2022, 10:15

Pillamyd hat geschrieben:Dream Theater | A View From The Top Of The World
Bild


So, nachdem hier schon Mutmaßungen entstanden sind, ich würde ernst ein neues DT-Album nicht gekauft haben, höre ich die Platte gerade erstens wieder und werde zweitens deine ausführliche Besprechung schamlos kommentieren.

Pillamyd hat geschrieben:Es ist erstaunlich, wenn ich auf die letzten 6 Jahre zurückblicke, wie kritisch ich gegenüber dieser Band geworden bin. Das halsbrecherische Thema bezüglich „The Astonishing“ hat so einige Wunden verursacht, die nur langsam heilen wollten. Aber seitdem ist viel Wasser den Bach heruntergeflossen und heute kann ich das als gescheitertes Projekt ganz gut schulterzuckend hinter mir lassen. Deswegen: Thema abgehakt.


Das kenne ich, wenn auch in abgeschwächter Form. Die "The Astonishing"-Tour habe ich sehr bewusst ausgelassen, und es fehlt mir nichts. Das Album gibt mir nichts, woran auch vereinzelte Versuche, das zu ändern, nichts ausrichten konnten. Also: Mund abputzen, weitermachen.

Pillamyd hat geschrieben:Über die Veröffentlichung des 2019 erschienenen Album „Distance Over Time“ habe ich auch schon einiges geschrieben. Aber um das hier noch einmal zu betonen, war „Distance Over Time“ mit Sicherheit ein Schritt in die richtige Richtung. Hatte aber auch mit das schwächste Albumartwork und wenn ich ehrlich sein soll, klingt das Album auch heute noch insgesamt wie ein Schnellschuss. Das ist der Band 2003 besser gelungen. Wiedergutmachung? Ja, vielleicht. Ist alles Gold was glänzt? Mit Sicherheit nicht. „Distance Over Time“ ist hiermit schon das zweite Album, dass es nicht in meine Top 20 geschafft hat.

Trotz der Albumankündigung war ich hin und hergerissen, Vorfreude auf der einen Seite Vorsicht auf der anderen war geboten und gaben sich die Klinke in die Hand. Meine Hoffnung auf ein tolles Ergebnis rührte daher, dass Petrucci gleich an 2 Veröffentlichungen letztes Jahr beteiligt war, die ihn so befreit wie seit Jahren nicht mehr haben klingen lassen. Ich habe so gehofft, dass die Band den Spirit nutzt und wieder diesen Spielwitz, den Wahnsinn, den die Band ausgemacht hat, nutzt und einfach tun was sie am besten können.


Von allen DT-Alben wird bei mir "Distance Over Time" immer auf dem zweitletzten Platz vor der Operette landen. Mein damaliger Eindruck, der immer noch besteht: Das ist ein Petrucci-Soloalbum mit einer sehr fähigen, aber gezügelten Begleitband. So richtig Feuer und Flamme war ich deswegen auch im Vorfeld des aktuellen Albums.

Pillamyd hat geschrieben:Zunächst einmal hat mich das Artwork bei der Ankündigung wieder völlig aus den Latschen gehauen. Das ist endlich mal wieder ein typisches Dream Theater Bildchen nach meinem Geschmack. Hier stellte sich schon das erste Gefühl ein, dass das was werden könnte. Erinnerte mich dieses Cover von der Farbgebung her an meine geliebte „A Dramatic Turn Of Events“.


Jep, schönes Teil. Habe mir auch u.a. wegen eines großen Booklets die Artbook-Version gekauft.

Pillamyd hat geschrieben:Aber Pille, sei geduldig, nicht so voreilig und zu schnell vorfreudig. Dass das in die Hose gehen kann, wurde auch schon bewiesen. Und so war ich, nachdem ersten Mal „The Alien“ hören etwas überrascht. Erinnerte mich das Riffing noch an „The Enemy Inside“ oder gar an „Lost Not Forgotten“, so plätscherte der Song dann im Verlauf etwas vor sich hin. Auch LaBries Stimme mochte erst nicht gefallen, da es sehr bearbeitet klang. Ich muss zugeben, dass ich dann doch etwas irritiert war und nervös. Auch wenn ich etwas anderes geschrieben habe. Denn im Grunde weiß man, zumindest seit der ersten „Lost Not Forgotten – Archives“ Veröffentlichung wie unterirdisch LaBrie auch singen kann und wie schwankend seine Leistung vor allem live ist. Hat man Effekte auf dem Gesang auf dem ganzen Album eingesetzt oder nur weil es vielleicht der Band entsprechend zum Song passt? Abwarten.


Den Song habe ich mir natürlich vorab angehört. Kannte also vor dem Album erst einmal die Auskopplung. Und ich war direkt begeistert. Das Alien mag aus dem gleichen Sonnensystem kommen wie der innere Feind, setzt aber an verschiedenen Stellen einen drauf. Hier war klar: Mangini darf sich wohl zum allerersten Mal (klar, ist ja nach elf Jahren immer noch der Neue) richtig austoben. Wer Manginis Klinik-Zeug kennt, erkennt schnell, woher der Rhythmus bei diesem Song wohl stammt. (Wer Bock hat, sich das mal aus der Sicht eines Spitzendrummers analysieren zu lassen, dem lege ich Shawn Crowders Video dazu ans Herz. Neben der grandiosen Schlagzeugarbeit sind es hier auch die tollen Gesangslinien, die LaBrie bestens in Szene setzen.

Pillamyd hat geschrieben:Im Albumkontext funktioniert der Song aber wunderbar und ist seitdem ziemlich stark gewachsen. Und das ist die erste Stärke des Albums, welches ich hervorheben möchte. Endlich kann man sich ein Dream Theater Album wieder erarbeiten. Es ist endlich wieder möglich! Diese verwirrten ersten Durchläufen im Zusammenspiel mit den ersten Erkenntnissen, die man bei so etwas gewinnt und dem ständigen Verlangen diesen einen Song beim nächsten Durchlauf genauer unter die Lupe zu nehmen. I fucking love it.


Sehr gut, dass du dann noch noch zur Vernunft gekommen bist!

Pillamyd hat geschrieben:„Answering The Call“, hatte ich erst gar nicht so auf dem Schirm. Der lief so nebenbei durch. Bis ich dann entdeckt habe, dass das gleich nochmal Lyrics von LaBrie sind. Dadurch erhielt der Song meine Aufmerksamkeit. Starker, sehr starker Einstieg durch die Gitarrenbearbeitung. Aufbauschend, fett und groß. Die Spielfreude scheint hier unfassbar groß zu sein. Dieses groovende Riffing nachdem James folgende Zeilen sing: „ There you will be found/The writing’s on the wall/ Will you wager your life?“, erinnert mich immer etwas an die Mitte/Ende 90er/Anfang 00er Phase und das finde ich durchaus stark. Diese Art kommt auch später auf der Scheibe nochmal zur Geltung. Aber der Song ist Abwechslungsreich ohne Ende und wie der Bass hier brummt macht mir richtig spaß.


Tatsächlich ein urtypischer Neuzeit-DT-Song, wie er auch auf der "Dramatic Turns" stehen könnte. Trademark-besetzt, alles passt, schon beim zweiten Song in Folge ein bärenstarker LaBrie.

Pillamyd hat geschrieben:Sollen wir zu einem meiner Highlights auf der Platte kommen? Gut, dann überspringe ich erst einmal Song Nummer 3. Ich denke, dass ist nur gerechtfertigt, denn „Sleeping Giant“ ist nichts anderes als der Wahnsinn in Tüten. Ich sehe das so, weil ich den Song unheimlich vertrackt finde und er trotzdem in der Spur bleibt. Das Gerüst bildet den Rahmen, den reizen sie ordentlich aus, überschreiten diesen aber quasi nie. Rhythmisch ist das so verspielt und dabei so unverkopft wie seit langer, langer Zeit nicht mehr. Die Stelle ab Minute 04:08 zirka beweist das so wunderschön. LaBrie findet sich in der Rhythmik gut zurecht und wirkt fast, wie ein weiteres musikalisches Instrument, dass eine weitere Nuance in der herrschenden Rhythmik hinzugefügt wird. Dabei erhält der Song eine kongeniale Wendung und greift das bedrohliche, mystische, dass der Song sowieso schon innehat auf, um dem Song nochmal eine weitere Tiefe zu verleihen. Die Stelle, wenn LaBrie folgende Zeilen singt, „When we lay our armor down/Fragments of our love/Slip through the cracks of hate/But the raging storm below/Will never go away/If it is not embraced“, beweist nur wie krass der Kerl den Song im Griff hat. Da frage ich mich schon einmal mehr wie manche Hörer darauf kommen, LaBrie klinge wie ein Fremdkörper. Finde ich tatsächlich unverständlich. Zumal der James es auch hörend schafft, sich gesanglich in Kreisen zu bewegen, die ihn nicht an seine Grenzen bringen lässt, sondern so, dass die Stärken seiner Klangfarbe sich entfalten können. Somit komme ich da dann schon auf den nächsten positiven Effekt zu sprechen. Jordan Rudess: so songdienlich hat er doch auch seit Jahren nicht mehr gespielt. Absolut passende Töne die er aus seinem Tasteninstrument herausholt. Klassischer, weniger quiekend atmosphärische elektrische Aneinanderreihungen von Tonleitern. Rudess und Petrucci spielen endlich wieder miteinander. Duellieren sich auf höchstem Niveau. Diese Ragtime Artige Passage irgendwo bei Minute 6 lässt zumindest mich dann auch an ganz große Glanztaten Ende der 90er erinnern. Gerade auch der Schlussteil des Songs beinhaltet Abfahrten, dass die Ohren glühen. Ich drehe fast durch bei diesem Part und ich kann mich gar nicht halten so unfassbar zwingend spielwitzig finde ich das.


Jau. Hier sind wir uns absolut einig. Einer der besten DT-Songs überhaupt, wenn wir mal ehrlich sind. Vielleicht sogar der beste mit Mangini am Schlagzeug. Dazu tragen alle Musiker bei: Jordan setzt seine Sounds wirkungsvoll, aber nicht pompös ein (und versucht auch nicht, wie in einer PURPLE-Coverband zu klingen). Spätestens beim dritten Song des Albums merkt man auch, wie toll es produziert ist. Ein druckvoller und trotzdem transparenter Klang, zu dem auch Myung viel beisteuert. Die Zeiten des Overdrive-Exzesses scheinen vorbei, zudem spielt er absolut Band-dienlich. Zu Petrucci braucht man eigentlich eh nie etwas sagen, denn unser Saitenmagier ist nun einmal der beste Lead-Gitarrist auf diesem Planeten. Gitarrensound inbegriffen. Und als ob dann Manginis Spiel on top nicht genug wäre, nein - ich sehe LaBries Gesang hier ähnlich wie du. Da singt ein souveräner Frontmann, der die Nummer völlig im Griff hat. Chapeau, wie hier der Song immer wieder das Terrain wechselt, ohne wie ein Flickenteppich zu klingen. Das, meine Damen und Herren, kann keine andere Band so gut wie DT. Ja, ich bin schockverliebt. Und kann mir diesen Song wieder und wieder anhören. Ich konnte schon bei Peters Review den Kommentar zum Ragtime-Takt nicht nachvollziehen, du siehst es immerhin positiv. Für mich ist das so im Flow, dass ich mich erst nach dem Lesen überhaupt damit beschäftigt habe.

Pillamyd hat geschrieben:Es sind endlich wieder meine Dream Theater. So wie ich sie hören mag. Es ist unfassbar.


:weihraucher:

Pillamyd hat geschrieben:„Transcending Time“ ist nicht nur mit dem positivsten Vibe der gesamten Scheibe gesegnet, nein er verdeutlicht akustisch vor allem auch eines. Nämlich was für eine Monsterproduktion hier durchgezogen wurde. Alles wirkt so transparent, jedes Instrument kommt zur Geltung und trotzdem klingt das auch so unglaublich fett. Mich freut es auch einfach den Bass wirklich an jeder einzelnen Sekunde raushören zu können. Das war ja auch schon einmal anders. Das ein Andy Sneap dafür mal verantwortlich sein könnte, wer hätte es gedacht. Ich irgendwie nicht.


Ja, ich lese deinen Text ja gerade chronologisch und kommentiere Abschnitt für Abschnitt ehe ich den nächsten gelesen habe. Schön, dass nicht nur meine Ohren das mit der Produktion so sehen. 'Transcending Time' ist eine nette Gute-Laune-Nummer und hat ja u.a. auf der "Six Degrees" manch verwandten Moment. Der "schwächste" Song des Albums, weil die anderen einfach so grandios sind.

Pillamyd hat geschrieben:Um mich nicht nur stur von Song zu Song zu hangeln, möchte ich auf einen weiteren Aspekt eingehen, der mir positiv aufgefallen ist. Das Schlagzeug. Endlich ein homogener, transparenter, druckerzeugender Sound für ein Schlagzeug. Das im Einklang damit, dass Mangini wohl seine beste Leistung seit seinem Einstieg 2011 hinlegt, muss ich als Kritiker der letzten Alben, gerade was den Sound und die Technik anbelangt, den Hut ziehen. So gut klang es lange nicht mehr. Er verballert die Songs nicht mehr, sondern verleiht ihnen den nötigen Raum, um sich zu entfalten. Er setzt Akzente mit seinem Spiel genau da, wo sie benötigt werden, genau das was mir auf den letzten zwei Alben gefehlt hat. Zu perfekt, zu mechanisch, zu steril. Jetzt wird sich der eine oder andere Fragen, was denn mit zu perfekt gemeint ist. Ich versuche es mal, meine Gedanken dazu, die zugegeben nicht für jeden ersichtlich sein muss, niederzuschreiben. Mit zu perfekt meine ich tatsächlich nicht, dass Mangini außerordentlich gut spielt. Das tut er ohne jeden Zweifel, meist wirkte das auf mich auf den Alben zuvor wie als möchte sich Mangini von der Bandzusammenstellung herausheben, beweisen was er kann. Den Kritikern zeigen, dass er eines Mike Portnoys würdig ist, ersetzt zu haben. Auf „A View From The Top Of The World“, agiert er endlich losgelöster, spielt situativer mit viel Platz für Interpretation. Man kann als Hörer das gehörte weiterspinnen und sich fragen, in welche Richtung die Songs gelenkt werden könnten. Es ist also auch unvorhersehbarer als zuvor. Das macht das Erarbeiten eines solchen Albums herausfordernder und der Langzeiteffekt ist für meine Verhältnisse einfach höher. Klar, das machen viele nicht an einem einzelnen Musiker fest. Für mich ist es aber ein wichtiger Punkt, warum Dream Theater wieder nach Jahren wie eben jene Band klingt. Mangini so scheint es, ist im „Dream Theater-Sound“ angekommen.


Kann ich so gut 100% unterschreiben. Schade, dass es so lange gedauert hat. Aber freuen wir uns, dass es doch noch so gekommen ist.

Pillamyd hat geschrieben:Als Petrucci meinte er arbeite an einer 8 Saiten Gitarre, fand ich das erstmal unspektakulär. Es war ja nur eine Frage der Zeit bis so etwas passieren würde. Dass es nicht schon längst passiert ist, hat mich da eher gewundert. Die Ankündigung diese auch für das nächste Album zu verwenden, lag also auch sehr nahe. Ich war gespannt was Petrucci daraus macht und wie eine solche Gitarre in einem Dream Theater Song vielleicht neue Akzente setzen kann. Das Ergebnis findet sich auf dem sechsten Platz in der Tracklist. Und ja, das ist ein sehr tiefer, vielleicht auch neuer Ansatz im Dream Theater Sound. Ich kenne mich aber zu wenig aus, ob er auch tatsächlich die Range einer 8-String Guitar auf diesem Song genutzt hat. Herzerwärmend finde ich aber, dass ein Myung-Text wieder Platz auf dem Album gefunden hat. Ich mag die Texte von Myung wirklich sehr gerne. Egal ob „Lifting Shadows…“, „Trial Of Tears“ oder „Breaking All Illusion“. Das Ding ist, dass Myung immer sehr viel Platz für Interpretationen lässt und seitdem Myung auch vermehrt Interviews in den letzten Jahren gibt, halte ich den Mann für sehr reflektiert und wenn er erklärt für was das Master in „Awaken The Master“ steht, hat er mich in seinen Bann. Ich mag einfach seinen Ansatz an Lyrics ranzugehen. Ich finde das sehr spannend, vor allem im Kontext zu Petruccis oder Labries Texten. Wobei ich sehr gerne mal wüsste, ob es immer noch so ist, dass Myung wohl mit Textfragmenten ankommt und das mit Petrucci zusammen fertigstellt. Allgemein finde ich aber auch, dass die Lyrics sehr gelungen sind.


Da ich das Album gleich am Anfang mit dem Booklet in der Hand gehört habe, waren die Texten natürlich früh präsent. Neben dem Titelsong finde ich 'Awaken the Master' am besten, gerade wenn der Song einige Male lief und man nach jeder 'Remember Hereafter'-Zeile gleich 'Awaken the Master' singen möchte :grins: Außerdem ein wunderschönes, kurzes Petrucci-Solo.

Pillamyd hat geschrieben:Ich schrieb weiter oben über den Gedanken, ob Petrucci die 8 Saiten Gitarre auch als solche genutzt hat. Beim Anhören des Liedes fällt auf, dass er den Song damit zumindest nicht zukleistert. Gerade im Mittelpart gibt es einige Stellen die wirklich Raum schaffen für die anderen Instrumente. Teilweise wird da auch eher gemäßigt gewerkelt. Allerdings bedient sich John schon auch seiner Soli und hält damit nicht hinterm Berg. Spannend wird es wie er sich mit der neuen Gitarre entwickelt und hoffe auf einen weiteren Song auf der oder den nächsten Scheibe.


Hätte ich das nicht auch gelesen, hätte ich es nicht unbedingt rausgehört.

Pillamyd hat geschrieben:Herzstück der Platte ist dann natürlich der Titelsong „A View From The Top Of The World“. Ich habe mich riesig über einen derartigen Longtrack gefreut, konnte mir aber auch beim besten Willen nicht vorstellen in welche Richtung der Song gehen könnte. Deshalb war ich da schon sehr gespannt drauf und zunächst war ich ehrlicherweise dann doch etwas ernüchtert, wie der Song ausgefallen ist. Aber wie das so ist, der Song entwickelt sich, entfaltet sich, gibt nach und nach Preis, was er versteckt hält. Das ist aber auch gerade bei dem Song wirklich der springende Punkt. Wenn man alle Longtracks dieser Länge miteinander vergleicht, so höre ich da eine gewisse Art Zurückhaltung heraus. Eine etwas geradlinigere Richtung wie ich sie zum Beispiel auf „A Change Of Seaons“ richtig schätze. Trotzdem gibt es gerade zu Anfang starkes Riffing wie auf „The Illumination Theory“ oder einen ruhigeren Teil, wie auf eben jenen erwähnten Vergleichssong. Aber dezenter, ruhiger, nicht so orchestral, irgendwie typischer. Man erkennt halt einfach, dass es sich hier um Dream Theater handelt. Dann gibt es aber wieder Parts, die mich teilweise auch an die Phase zur Zeit von „Falling Into Infinity“ erinnern lassen, übrigens nicht nur im Titeltrack. Auch „Answering The Call“ hat da so ein zwei Passagen, die mich an die 90er Phase erinnert. Nur um das zu erwähnen, falls ich das weiter oben im Text vergessen habe zu erwähnen. Warum der Song auch etwas dezenter und direkter wirkt, ist die Tatsache, dass es kein langes Intro gibt. James LaBrie hat seinen ersten Einsatz nach ca. 2-3 Minuten. Das ist vielleicht nichts Besonderes, passt aber für mich, weil es zum Profil des Songs einfach wahnsinnig gut passt und das straighte in dem Song noch mal stark gewichtet. Das Break bei Minute 14 in ein etwas temporeicheres Level…unschlagbar.


Der Song ist ein ordentlicher Brecher. Neben dem textlichen Konzept, welches scheinbar der Band wichtig genug für den Albumtitel war, passiert hier musikalisch wahnsinnig viel. Ich mag es sehr, wie entspannt die Band die ersten Minuten vor sich hergroovt. ehe LaBrie aus seinem Tee-Zelt wieder vor den Drum-Riser stolpert. Wo sonst hauptsächlich Petruccis Gitarre für Stimmungswechsel verantwortlich zeichnet (ja, ich weiß, tut er hier natürlich auch noch vor dem Gesang), hat Mangini einen nicht unwesentlichen Anteil daran, wie die Spannung trotz langer Spielzeit und opulenter Ausführung der Motive aufrecht erhalten wird. Gut, jetzt könnte man gleich noch mehr über ein weiteres geiles Petrucci-Solo schreiben, aber das ist wie Eulen nach Athen zu tragen. Den Übergang bei Minute 14 kann ich auch gar nicht oft genug hören. Einfach nur stark!

Pillamyd hat geschrieben:Mir ist erst etwas später aufgefallen, dass das Album zum ersten Mal seit "A Dramatic Turn Of Events" auch keine reine Ballade enthält, was das aufmerksame Zuhören noch ein bisschen weiter fördert. Zumal die Balladen immer eine Ruhepause auf den Alben waren und sehr radiotauglich wirkten. Es gibt dahingehend nicht wirklich eine Pause für den Zuhörer. Dieser Tatsache geschuldet, entstand „Invisible Monster“ als letzter Song (deswegen setze ich diesen Abschnitt auch ans Ende). Natürlich handelt es sich hierbei nicht um eine Ballade. Aber: Im Gesamtkonzept ist es vielleicht der unauffälligste Song unter den ganzen Monstern und mich wundert es nicht, dass der Song als zweite Single veröffentlicht wurde. Für mich das songdienlichste Stück Musik auf der Scheibe. Fies halt, dass LaBrie „Invisible Monster“ halt auch so singt, dass er gleich im Ohr hängen bleibt, und ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich den Song vor mir hersumme. Wahrscheinlich ist damit der Zweck erfüllt, haha!


Ah, du kommst doch noch zu dem Song. Hier sticht für mich am meisten Petrucci hervor, der so verdammt geschmackvoll und dennoch virtuos klingt.

Pillamyd hat geschrieben:So komme ich also zu meinem Ranking:

01. The Alien 9/10
02. Answering The Call 9,5/10
03. Invisible Monster 8,5/10
04. Sleeping Giant 10/10
05. Transcendence Time 9,5/10
06. Awaken The Master 9,5/10
07. A View From The Top Of The World 9,5/10


Würde bei mir (zurzeit) so aussehen:
01. The Alien 10/10
02. Answering The Call 9,5/10
03. Invisible Monster 8,5/10
04. Sleeping Giant 10/10
05. Transcendence Time 8,5/10
06. Awaken The Master 10/10
07. A View From The Top Of The World 10/10


Pillamyd hat geschrieben:Fazit:

Das Album landet also Notentechnisch aufgerundet bei einer 9,5 und würde sich im Ranking seit Mangini eingestiegen ist auf dem zweiten Platz befinden und das finde ich absolut berechtigt. Was die Band hier fertiggebracht hat löst in mir ein unfassbaren Glücksgefühl aus, welches ich so nicht erwartet hätte. Erstens schaffen Dream Theater es wieder so zu klingen wie Dream Theater eben klingen, was dazu führt, dass ich ein Dream Theater Album zum ersten Mal seit 2013 wieder so erleben kann wie ich es gewohnt bin. Fordernd, spannend, melodiös und natürlich. Zum zweiten, bringt LaBrie wieder eine Leistung zu Tage, wie man es auf Platte von ihm gewohnt ist. Mit (!!!) dem kleinen Unterschied, dass sich LaBrie seiner Grenzen wohl bewusst ist und auch mit diesem Wissen an die Songs herangeht, was ein wirklich warmes Klangbild zu Tage fördert und angenehm anzuhören ist. Das wurde meisterhaft gelöst und auch Zeit, vor allem wenn man die Titel live präsentieren möchte. John Petruccis Soli auf dem gesamten Werk finde ich ebenfalls unschlagbar. Ja man hört Referenzen zu älteren Glanztaten, aber warum denn auch nicht? Muss das ein Kritikpunkt sein? Ich finde nicht. Der Sound ist ein wahrer Ohrenschmaus, so druckvoll, so transparent. Jedes Instrument hat seinen Raum und blitzt auch immer mal wieder gut dosiert und stimmig aus dem Gesamtsound heraus. Ich würde fast sagen, dass wir es hier mit der besten Produktion der Band zu tun haben. Die Band macht endlich wieder das, was sie am besten kann und geht dabei so lockerflockig durch das Album, dass es mir einen wahnsinnigen Spaß bereitet. Anders kann ich mir die bald 30 Umdrehungen in weniger als 3 Wochen nicht erklären. Wie gesagt, das Album liegt gleichauf mit der „A Dramatic Turn Of Events“ wenn ich die Noten betrachte. Ob es sich an jenes Album noch vorbeidrängt, wird die Zeit zeigen, denn wie so oft erwähnt, lief das 2011er Werk ein Jahr lang nahezu jeden Tag bei mir mindestens einmal am Tag. Witzig, dass es vor allem die Alben sind, die mit dem Buchstaben „A“ beginnen, die mir immer ausgesprochen gut gefallen. Aber spaß beiseite, ich habe absolut kein Problem damit "A View From The Top Of The World" auf den zweiten Platz zu setzen. Somit würde mein Ranking bezüglich der Alben seit Mangini in der Band ist so ausfallen (und das, ohne mit der Wimper zu zucken):


Ich war seinerzeit so von "Dream Theater" begeistert, dass ich die Höchstnote gezogen habe. Lag bestimmt daran, dass ich zum Interview nach Berlin fahren und mit John und James sprechen durfte. Vorab hatte ich die Scheibe sicherlich 40-50 Mal gehört. Und zwar in einem so kurzen Zeitraum, dass ich weite Strecken tatsächlich im Kopf anhören konnte. Das habe ich wirklich selten. "A View from the Top of the World" würde von mir zurzeit auch die 10/10 erhalten, einfach weil man die Noten ja auch im Kontext von anderen Bands sehen muss. Die Noten für einzelne Songs machen von daher nur Sinn, um eine kleine Range innerhalb des Albums aufzuzeigen. Und da wäre es letztes Jahr ganz klar mein Album des Jahres, sogar noch etwas vor der TRANSATLANTIC, die ich ja ordentlich abgefeiert habe.

Pillamyd hat geschrieben:01. A Dramatic Turn Of Events 9,5/10
02. A View From The Top Of The Worlds 9,5/10
03. Dream Theater 8,5/10
04. Distance Over Time 8/10
05. The Astonishing 5/10

Kritiker der Band, oder diejenigen die mit dem Sound der Band seit Jahren nichts mehr anfangen können, werden auch hier wieder nicht viel finden was ihnen gefällt. Das mag für die ein oder andere Person auch generisch klingen, für manche vielleicht auch wie ein Rückschritt. Manch andere finden das Album zu flach oder zu lang. Es wird Leute geben die meinen Rudess würde sich zu sehr in den Vordergrund drängen, andere wiederum finden er gehe zu wenig aus sich selbst heraus. Manche halten die Leistung von LaBrie für Spitze aber im Kontext für zu wenig. Ich las auch schon von Stimmen, die meinten LaBrie würde sich wie ein Fremdkörper anfühlen. Für mich ein Punkt der absolut nicht nachvollziehbar ist. Wie kann jemand der fast 30 Jahre in der Band ist wie ein Fremdkörper klingen?


Mittlerweile gehen mir die Kritiker nur noch auf die Nüsse. Ja, LaBrie hat schwache Tage auf der Bühne. Aber auch verdammt gut. Auf Platte sowieso. Wenn LaBrie nicht mehr kann, ist es mit der Band vorbei. Definitiv.

Pillamyd hat geschrieben:Man sieht also, die Kritikerstimmen gehen auch hier weit auseinander. Für den ein oder anderen mag mein Geschriebenes für zu euphorisch halten. Vielleicht mag ich auch wirken wie der Kerl mit der Fanboy-Brille. Ich will das gar nicht bestreiten, mit dem Unterschied, dass diese Art von Euphorie bei mir lange Zeit nicht mehr gegeben war. Fast die Hälfte meiner Zeit in der ich Fan der Band bin. Mit dem Album hat die Band mich einfach wieder als vollumfänglichen Fan für sich gewonnen. Der war ich immer schon, aber halt kritischer. Auch wenn meine Kritik oft in eine andere Richtung gegangen ist. An dem neuen Album habe ich halt wenig bis gar nichts zu mäkeln. Ich werde ablehnende Stimmen auch nicht zur Überzeugung umstimmen können. Das ist aber auch gar nicht meine Intention. Sollte das auf natürlichem Wege passieren freue ich mich über jeden der das so sehen kann. Ich für mich persönlich bin einfach wieder heilfroh meine Dream Theater zu 100 Prozent zurückzuhaben. Das tut einfach wieder wahnsinnig gut. Ich kann da einfach saugut mitgehen. Die ganzen Klischeebehafteten Aussagen lasse ich bewusst weg, warum die Band für mich so wichtig ist, das kann man an anderer Stelle lesen. Mir geht es auch hauptsächlich über meine Wünsche für die Band, die sich hier bestätigt haben. Die Ausflüge in Soloalbum und LTE 3 haben wohl gefruchtet und das macht mich glücklich bis in den Himmel. Das passende Ergebnis hat lange gebraucht, aber es ist da! Für mich! Danke John, John, Mike und Jordan!

Jetzt wurde es kurz wohl doch noch etwas emotional und auch etwas lang. Sei es drum! Ich habe fertig!


Erstmal: Sehr schön geschrieben. Hat Spaß gemacht, das Album (wohl eher so 1,5 Mal) zu hören, während ich deinen Text kommentiert habe. Nach etlichen Monaten Hobbyschreiber-Pause ist mir eines klar geworden: Das ganze pseudo-objektive Geschreibsel von ebenfalls Hobby-Schreibern (insbesondere Print) ohne Journalistenausbildung ist doch mehr oder weniger Fanboy-Tum unterschiedlicher Ausprägung. Wenn gab es das letzte Mal tatsächlich ein richtig "journalistisches" Interview? In 99% aller Fälle promotet der Musiker damit seine Tour oder ein Album. Und das ist ok, Fanzine ist für mich deswegen nicht einen Deut schlechter als wenn man versuchen würde, ernsthaft journalistisch zu arbeiten. Und da niemand gezwungen wird, DT zu hören (außer die ganzen Soundchecker): Klappe halten und weiter ziehen. Ich möchte noch ein paar produktive Jahre der Band erleben, denn die Jungs werden nicht jünger. Ich habe mit diesem Album wieder voll in die Fan-Spur zurück gefunden, obwohl ich vor zehn Jahren sicher mehr Fanboy war und quasi alles gekauft habe, wo das Majesty-Logo zu sehen war.
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Re: Dream Theater

Beitragvon Pillamyd » Montag 1. August 2022, 11:36

Wir sehen da wohl sehr viele Dinge gleich. Wenngleich ich auch neue Erkenntnisse zu deinem Geschriebenen dazugewonnen habe. "Distance Over Time" als Petrucci-Soloalbum anzusehen finde ich spannend. Ich habe immer den Vorgänger als Petrucci/Rudess Duo Projekt angesehen. Das würde ich heute noch unterschreiben.
Gut, dass danach das Soloalbum von Petrucci vor der Tür gestanden ist. Das ist nämlich ein Soloalbum nach Maß. So wie man es sich von einem Petrucci wünscht. Tolles Teil!

Die "Six Degrees"-Vibes in "Transcending Time" nehme ich auch wahr. Und finde ich grandios. Bei mir ist das Album ja, auch wenn ich da in der Minderheit bin, hoch im Kurs.

Zurück zu Mangini. Was hat es denn mit dem Klinik-Zeugs auf sich? Die Videos werde ich im Laufe der Woche ansehen, je nachdem wie viel Puffer ich habe.

Soweit sind wir da schon ganz schön ähnlich in unserer Meinung und die einzelnen Songbewertungen weichen auch nur ein Müh voneinander ab.

Ich konnte ja leider mit der "Transatlantic" nicht so wirklich viel anfangen. Irgendwann gab es einen Durchlauf, der einen kleinen Knoten geöffnet hat. Aber ich bin nicht am Ball geblieben. Ich war wohl etwas überfordert. Und für derartigen Prog, fehlt mir immer mehr die Geduld.

Ach, ja, die Kritiker. Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass Kritik an Tageslicht kommen nur um eine schreiben zu können. Im Falle LaBries bin ich da ein bisschen entspannter, weil ich das Live vor allem verstehen kann. Allerdings ist der Herr auf Platte immer stark. Immer!

Vielen dank für die Blumen im letzten Abschnitt. Und es ist schön zu sehen, dass es dir in vielen Dingen ähnlich geht wie mir. Beim schreiben des Textes, hatte ich manchmal das Gefühl abzudriften und den roten Faden zu verlieren. Zu viel Interpretationsmöglichkeiten usw.
Aber eigentlich ist es ja genau das, was so spannend ist. Deswegen freut es mich sehr, dass du so schnell darauf reagiert hast. Ich habe das mit großer Freude gelesen und hätte am liebsten virtuell High Five mäßig abgeklatscht mit dir. Ich bin wahnsinnig gespannt, was die Band für uns noch bereit hält. Und wie gesagt. Eine "An Evening Tour" würde ich sehr stark begrüßen.

Eigentlich habe ich wenig Zeit. Mein Plan war, das nächste Woche zu kommentieren. Aber nachdem ich die ausführlichen letzten drei Tage im Live-Erlebnisse Thread Revue passieren hab lassen, konnte ich das hier nicht länger unkommentiert lassen.
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Re: Dream Theater

Beitragvon cgrage » Freitag 19. August 2022, 16:11

Oktoberfutter aus den LNF Archives:
Deep Purple's Made in Japan
https://www.insideoutshop.de/Artist/Dre ... 25&Sort=13
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Re: Dream Theater

Beitragvon cgrage » Sonntag 23. Oktober 2022, 15:19

Und auch für das Jahresende gibt es Material.

Im November wird das Konzert aus Old Bridge, New Jersey aus 1996 auf Doppel-CD veröffentlicht.
https://www.setlist.fm/setlist/dream-th ... 6cc4f.html
https://www.amazon.de/Lost-Not-Forgotte ... 0BFG9L7FB/

Und im Dezember erscheint der Wacken Auftritt.
https://www.amazon.de/Lost-Not-Forgotte ... 0BHSLX5NJ/
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