Der Kurzreview-Thread

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Re: Der Kurzreview-Thread

Beitragvon Peter Kubaschk » Samstag 20. August 2022, 10:34

X-F = The X-Factor
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Re: Der Kurzreview-Thread

Beitragvon Havoc » Samstag 20. August 2022, 10:37

Peter Kubaschk hat geschrieben:X-F = The X-Factor


Ach so. Bin irgendwie etwas verpeilt dieser Tage....... :narf: :-S ^.-
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Re: Der Kurzreview-Thread

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 20. August 2022, 10:45

Nur eines der Bayley-Alben, "X-Factor". Die "Virtual XI" finde ich dann doch deutlich schwächer.
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Re: Der Kurzreview-Thread

Beitragvon Loomis » Montag 22. August 2022, 21:55

Bei mir hat der Song "Dance of Death" über die Jahre stark meine Gunst gewonnen. Fand ich den damals noch "ganz OK" finde ich ihn fast 20 Jahre später super.
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Re: Der Kurzreview-Thread

Beitragvon Feamorn » Dienstag 23. August 2022, 01:41

Loomis hat geschrieben:Bei mir hat der Song "Dance of Death" über die Jahre stark meine Gunst gewonnen. Fand ich den damals noch "ganz OK" finde ich ihn fast 20 Jahre später super.


Geht mir bei dem Stück auch so, in meiner Erinnerung jetzt neben Paschendale mein Album-Favorit, wobei ich das Album lange nicht mehr in Gänze gehört habe, müsste ich auch nochmal machen.
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Re: Der Kurzreview-Thread

Beitragvon Eike » Mittwoch 31. August 2022, 13:31

Ich hatte fast(!) vergessen, wie genial SAMAELs "Passage"-Album doch ist:
Es klingt geradezu kosmisch; groß in der Opulenz, spaceig kühl ohne zu psychedelisch daherzukommen, klar und gewaltig, mit dem basslastigen Punch von Death Metal, einer ganz gelegentlich unterschwellig gothischen Eleganz, ansonsten ist es avantgardistischer (Proto-) Blackmetal mit starken, geschickt in die Gesamttextur eingewobenen elektronischen Einsprengseln, die dem Gesamtwerk einen leichten Industrial-Touch verleihen, ohne zu maschinell ausgestanzt oder gar trocken zu klingen. Wenn trocken, dann trockeneistrocken, kosmisch kalt. Aber insgesamt groovet das Ganze wie Hölle. Sehr stark auf ganzer Linie! Dabei äußerst abwechslungsreich zwischen den Songs, eigenständig ohne Ende, ohne einen roten stilistischen Faden missen zu lassen (auch wenn der sich nicht wirklich rot anhört, sondern eher dunkelblau-ultraviolett-silbrig-schwarz ist und gefährlich verlockend wie böses, cthulueskes Perlmutt schimmert).
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Re: Der Kurzreview-Thread

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 31. August 2022, 20:58

Ja mit diesem Album habe ich es auch das ein oder andere Mal probiert, hat mich leider nie abgeholt.

Ehrlichkeit erwünscht? Gut!
Für mich sind immer nur die ruhigeren Momente im Kopf geblieben und das klang für mich immer sehr....billig.
Das Geklimpere auf dem Tasteninstrument lässt mich immer an SNES 16bit Musik erinnern, die einmal durch einen Konverter gejagt wurde um die Musik mit "echten" Instrumenten zu präsentieren. Die Stimmung hat schon etwas. Aber anscheinend kann mich das einfach nicht überzeugen.
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Re: Der Kurzreview-Thread

Beitragvon Eike » Mittwoch 31. August 2022, 22:12

Ich kann verstehen, wenn das in der Mische too much ist; oder eben umgekehrt man nicht umhin kann, sich die Keys/Electro-Momente rauszupicken und in erster Linie auf diese zu achten: Dann mag das seicht wirken. Für mich funktioniert der Gesamtverbund ausgezeichnet in der Wahrnehmung als eine Einheit. Und die klingt dann eben dicht - und erzeugt die oben angerissene, wuchtig-kosmische und paradoxerweise filigran-gewalttätige, massiv überwältigende Stimmungsdruckwelle.
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Re: Der Kurzreview-Thread

Beitragvon Feamorn » Donnerstag 1. September 2022, 01:33

Samael hatte ich damals tatsächlich auch im Erstkontakt direkt zu Beginn meiner Metal-Karriere, ausgeliehen aus der Stadtbibliothek Siegburg, weiß aber heute nicht mehr, ob das die Passage oder die Eternal war. Dann habe ich die Band noch irgendwann live gesehen, weiß leider nicht mehr, in welchem Rahmen, es war drinnen, aber kann auch ein Wacken-Zelt gewesen sein, oder eben normales Konzert, wie auch immer, seitdem habe ich eine echt innige Verbindung zu der Band, denn das Erlebnis war großartig, war auch meine erste Band ohne reguläres Drumkit auf der Bühne, bzw. zumindest hat Xy gefühlt mehr an den Synths gestanden als getrommelt. Ich war nie ein Megafan, aber habe doch immer wieder auch neue Alben nachgekauft und auch wenn ich die Band eher selten auflege, dir Zuneigung reicht bis heute. Für mich tatsächlich eine der einzigartigsten Gruppen und Pioniere im Metal. ❤️
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Re: Der Kurzreview-Thread

Beitragvon Eike » Donnerstag 1. September 2022, 17:39

EXPOSED TO NOISE - "Stories Of A Fragile Twilight":

Auf diesem Album trifft hochmelodischer Alternative/Emo-Rock mit groovigem Metalsound und gelegentlichen Deathcore/Metalcore-Grunts aufeinander und verbindet sich zu einer komplexen, aber nach einigen Spins extrem eingängigen Mixtur. Das Teil ist bei mir in den letzten Jahren deutlich gewachsen, die anfänglich noch als etwas avantgardistisch schroff wahrgenommene Härte der Core-Grooves stört mich mittlerweile überhaupt nicht mehr. Ich bin nach wie vor nicht der ganz große Fan von Hardcore meets Metal in der modernen Ausprägung (ab den 2000ern), aber bei EXPOSED TO NOISE haben wir es - wie hoffentlich deutlich wurde - eben nicht einfach mit der nächsten Brüllwürfelband zu tun; denn deren Spielart "modernen" Metals kommt auch ohne wie industriell am Fließband heruntergehackte Breakdowns als zentrales Element zurecht. Klargesang dominiert, Tasteninstrumente sind der klassischen Besetzung beigemischt, und die oben bereits erwähnte, eingängige Melodieseligkeit hebt Band und Album deutlich über das Mittelmaß hinaus. Irgendwo zwischen 7,5 und (mit etwas gutem Willen selbst ohne Core-Affinität) fast schon glatter 8 nach dem gängigen Powermetal.de-Punktesystem würde ich diese Scheibe mittlerweile einpendeln. Anscheinend hieb bereits das frühere Werk "A Reference To Desolation" in eine ganz ähnliche Kerbe; doch inzwischenl kam es zu einem Besetzungswechsel an Schlagzeug und Mikrofon. Das von mir besprochene, noch vor der Umbesetzung erschienene 2008er Album kann ich allen empfehlen, die sich eine noch einmal deutlich "metalcore-igere" aber bisweilen auch hymnischere Variante von LIFE OF AGONY im Mittelfeld zwischen "River Runs Red" und den heftigeren Stücken auf "Soul Searching Sun" (mit Keyboarduntermalung und ergänzenden Grunts) als ansprechend vorstellen können.
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