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von Rüdiger Stehle » Samstag 29. Oktober 2022, 03:46
Bei mir ist in Anbetracht der Erwartungshaltung wirklich alles im Grünen. Darkthrone war für mich seit der "Soulside Journey" eine Band, die stets mit der richtigen Sprache zu mir gesprochen hat, und mich immer abholen konnte. Liegt wohl daran, dass ich das Gefühl habe, in vielen musikalischen Dingen ähnlich zu ticken wie Ted und Gylve, und mich auch sehr zeitgleich sehr ähnlich weiter bewegt habe. Was die beiden anspricht, das spricht immer auch mich an, ohne dass es mich immer auf die selbe Art und Weise anspräche.
Die Zeiten, dass das Blut in den Adern gefroren ist, wenn man eine neue Darkthrone auflegt, die sind bei mir seit spätestens 1997 vorbei, denn das klappte so richtig voll und ganz letztmalig mit der "Total Death". Doch was immer vom vorherigen Sound über Bord ging und an neuem Einfluss dazu kam, auf mich hat das immer stimmig gewirkt. Das ist rundum griffig, echt, basisch, klingt immer super und roh, ich liebe Teds Stimme unsterblich, und Drumming und Riffs halt auch.
Klar, die Alben bis zur "Panzerfaust" sind in einer völlig anderen Liga, aber zum einen erwarte ich von exakt keiner Band, dass sie ihre eigenen Klassiker immer und immer wieder erreicht oder gar übertrifft, und zum anderen muss ja nicht immer das Blut gefrieren. Die neue Darkthrone macht mir durch und durch Freude. Die massiven Burzum-Vibes beim Opener sind ein sehr feines Verbeugerchen vor der alten Zeit, wenn auch in neuem Klanggewand, und ja, ganz allgemein, die Jungs haben einfach ultimativ cooles Riffing. Da höre ich neben (wenig) Norsecore, obligatorisch viel Celtic Frost heraus, eh klar, aber eben auch mal Saint Vitus und Black Sabbath. Und ein ganz kleines bisschen kommt auch ein bisschen Sarke durch, wenn auch deutlich derber und garstiger, aber ähnlich fein groovend. Nochmal: Geilere Riffs gibt es echt kaum irgendwo. "Stalagmite Necklace", Dudes, Tony Iommi wäre bestimmt stolz! Wie Ted einfach mal einen Akkord stehen und klingen lässt, das machen in dem Genre wenige. Das ist Statement. Und bessere Grummelvocals gibt's halt auch nicht. Dann noch die Space-Elemente, die sie dieses Mal auffahren. Big love!
Passt alles, für mich. Daher, wie immer, und noch einmal mehr, weil es einfach Heimkommen ist:
Ære være Darkthrone!
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von Havoc » Donnerstag 3. November 2022, 22:26
"Astral Fortress" drehte hier die letzten Tage echt sehr fleißig seine Runden. Der Erstdurchlauf war eher etwas unspektakulär. Wie auch schon beim Vorgänger "Eternal Hails......". Aber mit diesem Ansatz darf man wohl erst gar nicht mehr an eine Band wie Darkthrone herangehen. Mit jedem Durchlauf gefällt mir das Album besser. Ich finde schon, dass es sehr stark an den Vorgänger anschließt. Insgesamt eher etwas langsamer und deutlich unaufgeregter als die Vorgänger. Auch der Sound ist sehr ähnlich, allerdings zum Glück ein wenig druckvoller...wieder etwas mehr in Richtung der "Old Star". Sowieso ist der Sound wohl der Star des Albums. Es macht einfach Freude sich das Album anzuhören, auch wenn es kompositorisch sicher keine wirkliche Glanzleistung ist. Ich kann es sogar gut verstehen, wenn manch einer das total belanglos findet. Ich bin da aber im Endeffekt dennoch mehr bei dem, was Rüdiger schon ausgeführt hat. Fenriz und Ted ziehen halt ihr eigenes Ding konsequent durch. Dazu dieses wirklich geniale Coverartwork. Authentischer geht es wirklich nicht mehr. Von den Songs her gefällt mir vielleicht gleich der Opener am besten. Auch das finale eher schnellere rockigere Stück ist wirklich cool. Und beim Longtrack "The Sea...", bei dem die Herren wohl bei der Namensgebung auch an Maidens siebten Streich gedacht haben, denkt man vom musikalischen her nach etwas Überlegen unumstößlich an MANILLA ROAD. Genauer gesagt wohl an das Album "Mark Of The Beast" würde ich sagen. Müsste das aber vielleicht noch mal nachhören. Darkthrone bleibt damit eine der coolsten Bands dieses Planeten. 
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von Julian Rohrer » Freitag 4. November 2022, 11:21
Schön geschrieben! Man merkt, dass du da einen innigen Bezug zu hast 
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von Pillamyd » Freitag 30. Dezember 2022, 17:09
Die "Goatlord" wird auch neu aufgelegt. Wieder mit neuem Cover. Das gefällt mir von den neu aufgelegten Coverartworks mit am besten. Holen werde ich mir aber trotzdem die mit dem Originalcover irgendwann https://www.emp.de/p/goatlord/547588.html
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von Rüdiger Stehle » Freitag 30. Dezember 2022, 18:40
Ich bin froh darüber, dass die CD in "unisex" angeboten wird.  Das Artwork sieht gut aus, ist aber so weit vom Titel weg, wie man nur sein kann... ... obwohl... die Handhaltung ist natürlich schon verräterisch.
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von Pillamyd » Freitag 30. Dezember 2022, 18:47
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Das Artwork sieht gut aus, ist aber so weit vom Titel weg, wie man nur sein kann...
... obwohl...
die Handhaltung ist natürlich schon verräterisch.
Hahaha Aber mal ehrlich, wirklich passend waren die anderen neuen Cover doch auch nicht wirklich.
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von Rüdiger Stehle » Freitag 30. Dezember 2022, 18:55
Es waren immerhin Geißen drauf auf der zu Goatlord.
Aber hast schon recht.
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von Havoc » Freitag 30. Dezember 2022, 19:16
Die Cover der "Goatllord" gefallen mir auch alle nicht. Ich habe das Teil ja noch gar nicht gehört, aber es scheint mir schon so das hässliche Entlein der Diskografie zu sein. Interessiert mich auch am wenigsten von allen Alben. Wobei mir ja nur drei fehlen und ich neben dieser nur die "Soulside Journey" noch nie gehört habe.
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von Pillamyd » Freitag 30. Dezember 2022, 19:46
Da "Goatlord" ein Album ist welches direkt nach "Soulside Journey" entstanden ist, halte ich das für eine sehr spannende Angelegenheit. Allein die Vocals sind ja später entstanden. Deswegen machen dann die "Frostland Tapes" wieder sinn. Hach, das ist schon eine verrückte Band 
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von Rüdiger Stehle » Freitag 30. Dezember 2022, 19:59
Die "Soulside Journey" ist ein Meisterwerk des atmosphärischen Death Metals. Hat nicht viel mit den Nachfolgern zu tun, aber ist davon unabhängig grandios.
Die "Goatlord" ist auch für mich die schwächste Scheibe. Es handelt sich um die instrumentale Rohversion des stilistischen und zeitlichen "Soulside Journey"-Nachfolgers, der durch die späteren, anderen Vocals aber auch anders klingt.
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