Nils Macher hat geschrieben:Bei SATAN ist meine Begeisterung inzwischen abgeflacht. Tolle Songs, gar keine Frage. Aber sämtliche Alben seit der Reunion klingen komplett gleich.
Himbeereis ist auch immer besser!
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Mein musikalisches Jahr im RückblickRe: Mein musikalisches Jahr im Rückblick
Himbeereis ist auch immer besser! Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Mein musikalisches Jahr im RückblickSchön Rüdiger, dass dir der Headshot Song gefallen hat. Ich hab auch mal in ältere Alben reingehört bzw. ist das irgendwann von selber gelaufen und auch das fand ich saustark. Das wird bei mir mit Sicherheit nicht das letzte Album der Band gewesen sein.
Vielleicht der Grund warum das Teil bei mir so durch die Decke schoss. Endlich mal wieder schwedischer Black Metal der mich umhaut. Eine gelungene Abwechslung zu dem ganzen Norwegen Kram, der in den letzten Jahren eingetrudelt ist. Cool, dass das dir gefällt. Ich sag ja Amor Fati hat so einiges im Backkatalog, dass Hörenswert bzw. auch einfach mal interessant ist. Und bei Satan und Voivod bin ich mir ziemlich sicher, dass die bei dir aufgehen werden, sobald du dich drauf einlässt. Beides Bands mit unverkennbaren Sound. Trademarks sozusagen. Gott sei Dank klingen Satan auf den letzten Alben so wie sie klingen. Nochmal:
Re: Mein musikalisches Jahr im RückblickVoivod läuft hier seit einer Weile, und ich hab dazu in meinem Thread noch was geschrieben.
Mir ist schon auch klar, dass ich die Alben alle beide toll finde, wenn ich mich drauf einlassen kann. Das war nur im letzten halben Jahr irgendwie total schwierig für mich, ohne dass es dafür einen manifesten Grund gäbe. Aber ich spüre gerade, wie die Lust auf mehr Musik wieder zurück kommt. Muss nur schauen, wie ich das mit meinem Bedürfnis nach mehr Schlaf vereinen kann. Ich sollte in Rente gehen. ![]() alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick
Das ist doch das tollste was man lesen darf! ![]()
Re: Mein musikalisches Jahr im RückblickPlatz 5:
Sadistic Ritual | The Enigma, Boundless ![]() Wieder eine Neuentdeckung aus diesem Jahr, dass bei mir direkt durch die Decke geschossen ist. Ich habe das Album und die Band schon einmal im Neuentdeckungsthread angesprochen. Schwarz angehauchter räudiger, Thrash/Death Metal, aufgenommen in irgendeiner Höhle in Atlanta. Es klingt zumindest so. Und das, ohne irgendwie Retro oder altbacken zu klingen. Die Band schafft den Spagat zwischen alter Schule und angenehmen Klangbild. Und das ist mit der größte Pluspunkt auf der Scheibe. Die Band arbeitet mit viel Rhythmus in ihren Songs. Dadurch wird der zunächst starr wirkende Thrash/Death ordentlich aufgelockert. Trotzdem gibt es hier ordentlich auf die Nuss und die Band weiß, wie man so viel sagen muss, wie man es eben in 35 Minuten kann. Ohne Hetzerei und ohne Ahnungslosigkeit, nein, mit Zielen vor Augen. Der Hassbatzen „And You…“ zeigt das in seiner wahren Schönheit. Diese Geilerei ab 2:30 Min. ist der absolute Knaller. Wie da auf einmal nochmal Gas gegeben wird und man sich so aufgebracht in Abgründe spielt. Eines der Highlights auf dem Album. Das Geholze wird natürlich sehr großgeschrieben. Aber auch eben sehr variantenreich. Ein Song wie „Malestrom Of Consciousness“ geht schon (wie das Coverartwork) deutlich in eine psychedelische Richtung und spielt sich wirklich heftig in Rage. Zu richtigen Zeit, setzen die Jungs dann auch mal auf eine Melodie oder auf ein wunderbares Solo wie in „Area Denial“. Selbst das Instrumental „The Blood Of Memory“ hat sowas unfassbar treibendes, dass man sich schon manchmal an den ein oder anderen großen Instrumentalen Song, einer der kommerziell erfolgreichsten Band erinnert fühlt, ohne dies zu kopieren. Hier geht es um Atmosphäre und Gefühl. Von mir aus eine große Empfehlung an alle Freunde härterer Musik. Ich muss es einfach mit dem 5 Platz würdigen. Da an anderer Stelle schon zwei Songs verlinkt sind hier ein anderer: And You...
Re: Mein musikalisches Jahr im RückblickHeadshot:
Erinnert mich zuallererst ein wenig an Exodus…so vom Groove her. Der Gesang dann eher weniger. Tönt ganz gut, aber meist kann mich Thrash ja eher nur kurzfristig begeistern, wenn überhaupt. Arena: Von Arena habe ich ja nur eine CD…die „The Visitor“. Fand ich immer ganz gut, aber viel mehr auch nicht. Nun ist die Band also mit Damian am Start. Da kann man natürlich mal ein Ohr riskieren. Wobei dieser ja auch nie zu meinen Lieblingssängern gehörte. Klingt ganz gut, aber auch diese Musik reißt mich nicht so richtig mit. Ich glaube Arena (oder sogar Neoprog ansich) ist jetzt nicht so zu 100% mein Ding. Ob Wilson hier so richtig passt? Ich weiß es nicht. Verkehrt hört es sich nicht an, aber er passt eigentlich eher zu Musik mit mehr Power möchte ich meinen. Diese Hörprobe bewegt mich jetzt jedenfalls nicht unbedingt zu einem Kauf. Nocturnal Triumph: Ziemlich räudiger Black Metal. Irgendwo zwischen Watain und alten Darkthrone. Macht schon Laune, wenn auch insgesamt dann vielleicht ein kleinwenig eintönig. Insbesondere das Schlagzeug. Aber hier passt schon auch Einiges zusammen. Starker Black Metal der ursprünglichen Sorte. Voivod: Von Voivod besitze ich ebenfalls nur ein Album. Die „Target Earth“. Ich finde es so dermaßen schade, dass ich mit dieser Band einfach nicht so richtig kann. Das liegt wohl hauptsächlich am Gesang von Snake, mit dem ich einfach nicht richtig warm werde. Dieser in Kombination mit dem manchmal seltsamen Bandsound und den komplexen Strukturen macht mich irgendwie irre. Ich höre ja echt viel komplexes Zeug, aber hiermit kann ich mich einfach nicht richtig anfreunden. Dabei müsste diese Band rein von den ganzen Beschreibungen etc. eigentlich voll mein Ding sein. Ist sie aber leider nicht. Das beweist auch dieser Song hier, der vom Sound her ja auch genau wie die Target Earth klingt. Richtig gefallen mag mir das einfach nicht. Es nervt sogar fast. Auch wenn der Song sicher gut gemacht ist. Voivod und ich? Sehr sehr komische Angelegenheit. Da greifen die Synapsen einfach nicht ineinander. Satan: Ebenfalls sicherlich gute Musik. Aber auch nichts, was mich jetzt so ganz abholen würde. Satan hatte ich zuvor auch schon öfters mal angetestet, da die ja hier schon öfters angepriesen wurden. Mhh. Trifft auch nicht so richtig meinen Nerv. Die Produktion ist hier ja auch mal sehr…basisch…einfach. Aber das macht nix. Höre ja auch Manilla Road. Trotzdem. Ebenfalls kein Kaufkandidat. Sadistic Ritual: Das Coverartwork sticht ja mal direkt ins Auge. Cool gemacht. Und die Musik. Puh! Auch das erinnert mich ein wenig an Watain. Allerdings etwas moderner, noch knüppeliger und wuseliger. Coole Gitarren! Der Gesang bzw. das Gebrüll ist dann eher so Durchschnittlich. Oh. Am Ende wird der Song noch mal etwas cooler. Ja. Schon doch auch kreativer als ich anfangs dachte. Trotzdem eher nichts, was es bei mir in eine Top Ten schaffen würde. Kann aber gut nachvollziehen, dass man das sehr cool finden kann. Könnte auf Albumlänge vielleicht sogar doch auch bei mir zünden. Also. Bisher leider eher weniger für mich dabei. Ähnlich erging es Dir ja in meinem Thread. Aber macht nix. Darum geht es ja hier. Um verschiedene Einschätzungen. Vielleicht kommt ja trotzdem noch was für mich. Immerhin habe ich mir nun tatsächlich mal mehrere Songs per Link angehört. Auch schon etwas oder? ![]()
Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick
Doch, das finde ich schon. Seine schon relativ hohe Stimme verleiht den Songs etwas ganz besonderes. Das kann er auch bei Songs mit Dampf unterm Kessel. Aber bewiesen hat er das ja früher schon. Ich glaube seine Solo Sachen sind jetzt auch nicht die lautesten, wenn ich das richtig im Kopf habe. Das müssten andere hier mal bestätigen oder verneinen. Bei "Sadistic Ritual" höre ich wenig "Watain" raus. Ich sag ja, dass der Song zum Schluss für den ein oder anderen noch eine Überraschung bereithält. Und so ist eigentlich auch das ganze Album. Da würde es sich sicherlich lohnen am Ball zu bleiben.
Jo, habe ich ja schon zum Abschluss in deinem Thread geschrieben. Grundverschieden scheint das auch hier zu sein. Mir war das ja schon ein bisschen klar Aber wie gesagt ist das ja auch spannend. Selbst wenn einem das nicht zusagt, ist die Empfindung doch das, was man lesen möchte. Klar muss ich schlucken wenn du bei Voivod das Attribut "nervt" erwähnst. Aber so ist es halt! Aber! Vielen Dank für dein Feedback und die Auseinandersetzung damit durchs reinhören. Das freut mich riesig, macht mir spaß und spornt mich auch irgendwie an.
Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick
Wobei wir ja, gerade im Progbereich, auch viele Überschneidungen haben. Und dann wiederum finden wir Sachen toll, mit denen der andere eher weniger anfangen kann. So ist das halt. Schon manchmal seltsam, wie die Geschmacksrezeptoren so funktionieren. Manchmal kann man es ja selbst kaum so richtig festmachen, warum nun ein gewisses Album nicht zünden mag...oder auch sofort zündet. ![]()
Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick
Habe die Arena nicht gehört, aber ja. Zumindest die älteren Solo-Sachen vom Damian sind super entspannt. Habe ihn auch das erste Mal akustisch (und kostenlos!) in 'nem Pub in Venlo (NL, direkt an der Grenze) gesehen, das war ein Träumchen! Hab bei Damian, neben Arjens diversen Projekten, vor allem immer das hier im Kopf, da ist die Entspanntheit auch Thema 😁: https://youtu.be/MqswgA6_7k0 ![]()
Re: Mein musikalisches Jahr im RückblickPlatz 4:
Toxik | Dis Morta ![]() Relativ spät im Jahr flatterte dieses Album ins Haus. Die Vorabsongs konnten mich alle nicht auf Anhieb packen. Zu hektisch, zu viele Knoten im Wollknäuel. Dann habe ich doch noch einmal den Titelsong gehört und plötzlich dachte ich mir, dass ich das Album haben muss. Die Ausdauer des Albums ist schon eine Sache für sich. Schrill, wirr und hektisch. Da musste der Wollknäuel erstmal entknotet werden. Die Frage, die ich mir dabei stellte: Hat das Album noch viel gemein mit den ersten beiden Alben? Wer Aufmerksam ist, weiß wie sehr ich „World Circus“ und „Think This“ verehre und ich froh war die Alben endlich wieder in der Sammlung zu haben. Tatsächlich geschah es, dass zwischen der unfassbaren Hektik und dem ballernden Sound aber immer wieder alte Glanztaten hervorblitzten. Im Titelsong ist es zum Beispiel der Teil, in dem der Power Metal artige Hymnenhafte letzte Part auf einmal aus seinem Versteck kommt. Oder auch im nächsten Song „Feeding Freezy“, wenn die Gitarren doch ihr „Think This“ Gesicht aufdecken. Und dann war es einfach um mich geschehen. Die Beziehung zum Album wuchs und wächst auch immer noch, der Gesang weiß immer mehr zu gefallen und hat ebenfalls parallele zu den früheren „Toxik“. Es ist so schön wie sich das alles Nach und Nach entfaltet. Und dabei ist das Album dann auch noch so abwechslungsreich. Es ist erstaunlich, wie die Band es schafft, sich im Jahr 2022 zu präsentieren. Dabei besteht die Band bis auf Josh Christian aus keinem Originalmitglied mehr. Entweder ist Josh Christian also ein Genie oder er hat sich da eine Band aus lauter Toxik Jüngern zusammengestellt. Parallelen zu früher sind definitiv vorhanden und das Album klingt, als wäre es 2-3 Jahre später nach „Think This“ erschienen. Eine logische Fortsetzung also. Sänger Ron Iglesias ist dabei auch ein Glanzstück gelungen. Was der aus seinem Gesang rausholt, ist der absolut irre. Vor allem sei da auch mal der letzte Song „Judas“ empfohlen. Der Sänger stachelt diese Hektik auf diesem Album förmlich an, gießt Öl ins Feuer und grinst dabei wahrscheinlich wie ein Honigkuchenpferd. Aber es wirkt auf mich zu keiner Sekunde erzwungen oder angestrengt. Was eine Leistung. Mit der vertrackteste Song auf dem Album dürfte „Hyper Reality“ sein. Dieser Felsbrocken von einem Song rollt auf einen zu und lässt dabei die Erde mal ganz locker in unregelmäßigen Takten aus dem Gleichgewicht hebeln. Das Album beißt sich fest, lässt nicht locker, zerrt (bei manchen vielleicht an den Nerven). Bei mir darf die Band das gerne tun. Wenn es lockerlässt, ist das Ende des Album nahe. Dann heißt es: Aufstehen, Staub abklopfen und dann noch eine Runde! Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn man einem Album einer geliebten Band doch noch eine Chance gibt und sich rausstellt, dass hier ein Album erschienen ist, dass die Erwartung doch noch übertrifft. Schön, dass ich drangeblieben bin. Es ist eine schwierige Wahl. Ich nehme einmal den Song und dann hört ihr einfach noch in "Judas" rein: Feeding Frenzy
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