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Brot und Spiele für den Powermetal.de-User: große Projekte der Community und umfassende Forenspiele finden hier ihren Platz
von Teichfrosch » Samstag 4. Dezember 2010, 19:12
Willkommen zur Freakshow! MODERATOR hat geschrieben:HIER FINDET IHR DEN LINK ZU TEICHFROSCHs GESAMTINDEX MIT KLICKBAREN LINKS ZU JEDEM EINZELNEN ALBUM, WENN IHR NICHT VON ANFANG AN DURCHLESEN WOLLT: viewtopic.php?p=57180#p57180
Einen passenderen ersten Satz wird es wohl kaum geben, in Anbetracht der Scheiben, welche ich hier reinschreiben werde, zumindest, wenn ich mir vor meinem inneren Auge die begeisterten Reaktionen ausmale... Ach, es wird herrlich  . Ich mache vor KEINEM Genre halt, hier werden also Black- und Deathmetal Scheiben in trauter Eintracht neben Veröffentlichungen aus dem Bereich Hiphop oder Schlager stehen, Drone neben Jazz, Klassik neben Electronic. Das Ganze ist, wie bei so vielen Anderen, eine Momentaufnahme, es wird sich also warscheinlich schon während dem Schreibprozess für mich persönlich einiges ändern. Ich nehme keine Rücksicht darauf, wie bekannt oder unbekannt eine Band ist, mir ist es egal, ob ich zum zehnten Mal ein altbekanntes Album nenne, Platin oder Rohrkrepierer soll mir ebenfalls einerlei sein. Ich versuche, Mehrfachnennungen einer Band zu vermeiden, glaube aber nicht, dass ich das hinbekomme. Einige der hier genannten Alben höre ich nicht mehr, weil sich die Band in eine für mich inakzeptable Richtung entwickelt hat und ich die Band somit aus dem Fokus verloren habe - aber wenn ich es höre, dann gefällt es mir immernoch. Zudem erlaube ich mir, vermehrt "neuere" Werke zu erwähnen - sozusagen als Gegenpol zu den hochgeschätzten Damen und Herren älteren Semesters, welche ja gerne mal etwas aus den 80ern nehmen. Ich mach es genau andersrum und betone neuste Scheiben. Ist ja wie gesagt eine Momentaufnahme, also kommt rein, was momentan knallt  Achja, nochwas... ich werde mein Tempo wohl recht hoch halten, notgedrungen, denn mein Zeitfenster für den ganzen Spaß ist klein. Weihnachten, zwei Hausarbeiten, etliche Referate, Essays, Klausuren und Arbeit erwarten mich. Gut möglich, dass ich schon morgen Abend bei Platz 80 angelangt sein werde... Naja, hoffentlich nicht, aber solang ich Zeit dafür habe werde ich sie auch nutzen. So, ich hoffe, dass ich jetzt nicht allzu viele Besucher dieses Threads verschreckt habe. Alle, die sich jetzt noch nicht verscheucht haben lassen sind herzlich eingeladen, jedwede verbale Abfälligkeiten gegenüber der von mir vorgestellten Musik abzulassen - ich hab eine dicke Haut, durch die Blumen muss nicht sein und nur eine ehrliche Meinung ist eine brauchbare Meinung. Alsdann, ab ins Verderben.
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von Eike » Samstag 4. Dezember 2010, 19:48
Klingt cool. Bring it on!
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von Teichfrosch » Samstag 4. Dezember 2010, 20:04
Damit die Nicht-Lateiner unter euch auch mal die römischen Ziffern lernen (hihihi) habe ich beschlossen, die Platzierungen in eben jenen anzugeben. Fehler werden und sollen passieren, nur so sehe ich, ob ihr auch das System verstanden habt, nichtwahr! Achja, Nachtrag zum Eröffnungspost: Ich bin ein sehr fauler Mensch, und ein sehr unfähiger noch dazu, und zudem gibt es keine Editierfunktion in diesem Board... Daher hab ich mich dazu entschlossen, nur das zu machen, worüber ich so einigermaßen das Gefühl habe die Kontrolle behalten zu können, und das ist die Schrift. Keine hübschen Bildchen, keine ebenfalls hübschen Länderflaggen, nur öder Text und hoffentlich ein paar Lauschproben. Vielleicht ändere ich das mit den den Bildchen noch, zumindest bei besonders tollen Artworks. Mal schauen. Foren haben sich mir gegenüber diesbezüglich immer wie ein Storch verhalten, oder wie ein Franzose. Ihr wisst schon, natürlicher Feind des Froschs. Platz C Silbermond - Verschwende Deine Zeit (2004) PUR die Zweite. Nunja, nicht so wirklich, das hier ist schon etwas anderes. Weshalb mir das gefällt kann ich eigentlich auch nicht so wirklich sagen. Die Band um Frontfrau Stefanie machen unkomplizierten Poprock mit einem absolut schwiergermutterkonformen Anteil Punk. Leider werden sie in der öffentlichen Wahrnehmung immer sehr auf ihre Balladen reduziert, was natürlich zum Großteil daran liegt, dass die beiden Singles des Albums eben Balladen waren. Aber auch abseits dieser bekannten Stücke ist da schon eine Menge Zuckerguß drin, und es dürfte allen Eltern ein Stein vom Herzen fallen wenn ihre Kinder während der Pupertät auf die Art und Weise rebellieren, wie es auf diesem Album propagiert wird. Ist mir alles egal, und auch wenn eigentlich alles an dem Album gegen meinen sonstigen Geschmack läuft lege ich das Album mit schöner Regelmäßigkeit auf und habe jedesmal über die volle Dauer meine helle Freude daran. Eine Menge Teenager-Herzschmerz wechselt sich ab mit flotten Rockstücken und ergeben ein abwechslungsreiches und sympathisches Album. Auch wenn dies das einzige Album der Band für mich geblieben ist, so bleibt es mir dennoch wichtig. Eine der wenigen Female-Fronted-Bands die ein Album veröffentlicht haben welches ich mag. Klar, die Frontfrau ist schon nett anzuschauen, aber ausnahmsweise liegt es nicht nur daran. Immer am Limit - Flott Verschwende deine Zeit - Ebenfalls flott Symphonie - Für alle die es wirklich nicht kennen sollten. Also alle beneidenswerten Radioresistenten.
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von Pillamyd » Samstag 4. Dezember 2010, 20:25
Hehe... Silbermond fand ich auch schon immer akzeptabel. Finde ich zurecht Erflogreich. Nicht nur weil es handgemachte Musik ist. Ich finde sie authentisch und durchdacht Punkt.
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von Eike » Samstag 4. Dezember 2010, 20:34
Ich habe die mal live gesehen, das war okay aber nicht doll. Radio kriege ich eh nie mit.
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von Julian Rohrer » Sonntag 5. Dezember 2010, 12:54
Oh, mit diesem neudeutschen Rock komme ich überhaupt nicht zurecht. Wie sie auch immer heißen, mir ist das zu glattgebügelt und substanzlos.
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von Teichfrosch » Sonntag 5. Dezember 2010, 14:52
Okay, ich kapituliere. Nein, nicht vor der Aufgabe als ganzes, aber mit Sicherheit vor der Aufgabe, eine durchdachte Reihenfolge aufzustellen. Ich gehe also dazu über einfach wahllos Alben aufzulisten und eine (römische) Nummer dranzupappen. Zumindest solange, bis ich in die "höheren" Regionen vordringe. Aber ungefähr Platz 99-50 kann ich kaum nachvollziehbar anordnen, also wird jetzt ein wenig wahllos... Dafür werde ich mit der Präzision eines Uhrmachers niemals das selbe Genre zweimal hintereinander nennen. Mehr Abwechslung fürs Volk! Platz ICIX Olli Banjo - Erste Hilfe (2003) Ihr ahnt schreckliches? Ihr habt Recht. Das ist Hiphop, und zwar auf Deutsch, prollig und arrogant, dreist und sexistisch, mit Baggie-Pants und dicken Eiern in der Hose. Aber: mit ganz viel Selbstironie und ganz ohne Gangsterattitüde. Denn seien wir mal ehrlich, nichts ist lächerlicher als Pseudoprolls, die Millionen Platten verkaufen aber gleichzeitig ihr witzloses Kriminellenimage pflegen. Aber glücklicherweise verschont uns Olli Banjo auf seinem Debüt mit solchen Allüren und konzentriert sich stattdessen auf die wahren Stärken des Hiphops, Storytelling und aberwitzige Punchlines. Jedesmal, wenn ich dieses Album höre, habe ich ein fettes Grinsen auf dem Gesicht aufgrund der überaus unterhaltsamen Punchlines und der teilweise sehr lustigen Geschichten die verarbeitet werden. Aber auch um ernste Themen kümmert sich der Rapper aus dem Südwesten Deutschlands, so beispielsweise um Faschismus/Rassismus, was wohl auch aus eigener Erfahrung herrührt, denn er hat afrikanische Wurzeln. Scheisse & Pervers Dein ArschDeutschland - leider nicht in der Albumversion
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von Julian Rohrer » Sonntag 5. Dezember 2010, 15:02
Funny stuff, nichts für die Ewigkeit, aber an sich witzig umgesetzt.
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von Teichfrosch » Sonntag 5. Dezember 2010, 15:28
Platz ICVIII Brings - Superjeilezick (2001) Jup, es geht grauenvoll weiter. Also nein, eigentlich ist das ganz und garnicht grauenvoll, aber als nicht-Kölner MUSS man das eigentlich grauenvoll finden, denn das ist waschechter Kölschrock wie er zur Karnevalszeit allerorts in Kölle erklingt. Nun, solche Musik ist nicht grade für ihre lyrische Tiefsinnigkeit bekannt, und auch musikalisch ist es meist nicht allzu weit her. Weshalb dieses Album hier dennoch steht liegt an mehreren Dingen: Erstmal sind die Jungs eine unglaublich geile Liveband, technisch versiert, absolut sympathisch und der Sänger ist eine echte Röhre. Zweitens, naja, verdammt, ich bin halt Kölner, da darf man sowas gut finden  . Und drittens hat das Album viel mehr zu bieten als die bekannten Singles, letztenendes ist es nämlich einfach gut gemachter Poprock mit für eine Band aus diesem Bereich überraschend guten Texten. Und, das sollte erwähnt werden, da die Band erst mit diesem Album ihren Durchbruch hatte ist die Mundart noch sehr dezent vertreten, also kann man es sich über weite Strecken auch als Nicht-Kölner ohne Knoten im Ohr anhören. Leider hat Youtube meiner Recherche nach keins der sehr zahlreich auf dem Album vertretenen kuscheligen Lieder zu bieten, man findet nur den "Überhit" des Albums, und das auch nur als Liveversion. Superjeilezick - Die AC/DC Einlage zwischendrin gehört durchaus zum üblichen Teil der Show. Auch wenn dies nicht die Originalversion ist dürfte die Richtung, in die es geht, klar sein.
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von Teichfrosch » Sonntag 5. Dezember 2010, 15:54
Platz ICVII Yehudi Menuhin, Glenn Gould - Gould meets Menuhin (1993) Kommen wir von der seichten Belanglosigkeit zur einzig wahren Musik, der Klassik. Auf dieser unglaublichen CD trifft sich einer der größten Solo-Violinisten des letzten Jahrtausends Yehudi Menuhin mit dem Pianisten und Bach-Experten (ich meine den Komponisten, nicht das Gewässer!) Glenn Gould, um zusammen unsterbliche Songs zu vertonen. Das Repertoire umfasst Stücke von J.S. Bach, Beethoven und dem möglicherweise nicht ganz so bekannten, aber enorm einflussreichen Arnold Schoenberg. Solovioline mit Piano, das volle Programm. Ich selbst habe fast 10 Jahre Violine, u.a. im Orchester, gespielt, und hege daher eine offene Leidenschaft für Soloviolinisten, welche klassische Werke interpretieren. Ich wähle hierbei bewusst eine Aufnahme des älteren Menuhin, da er mMn mit dem Alter einen ganz besonderen und zerbrechlichen Stil entwickelt hat, welcher einzigartig ist. Man bedenke: Menuhin war zu dem Zeitpunkt der Aufnahme ca. 77 Jahre alt. Technisch selbstverständlich über jeglichen Zweifel erhaben veredeln die beiden Künstler die Stücke auf eine ganz besondere Weise. Eins meiner liebsten, wenn auch sehr raren (ich bin schließlich letztenendes Metaler), Klassikalben. Hörprobe, Hörprobe, wo versteckst du dich. Tja, YouTube gibt nichts her! Wer dennoch mal reinhören möchte geht auf Amazon und klickt auf das zweite Stück. Dürfte möglicherweise eine etwas bekannteres Klassikstück sein.
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