Pillamyd's erhöhte Pillenverordnung aus dem Jahr 2015

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Re: Pillamyd's erhöhte Pillenverordnung aus dem Jahr 2015

Beitragvon Holger Andrae » Dienstag 7. Februar 2023, 19:56

Pillamyd hat geschrieben:Platz 8
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Ranger | Where Evil Dwells
Genre: Speed Metal
VÖ: 13. März 2015



Yeah!
Das ist ein guter Reminder! Die Scheibe wollte ich mir auch immer mal holen. Da ich keine Kauflisten führe, ist sie dann in Vergessenheit geraten. Läuft gerade beim Tippen und gefällt sofort wieder. Allein dieser herrlich kieksende Gesang über dem räudigen Geschrote ... Tolle Kombination! Vielen Dank fürs Erinnern!
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: Pillamyd's erhöhte Pillenverordnung aus dem Jahr 2015

Beitragvon Pillamyd » Dienstag 7. Februar 2023, 22:16

Holger Andrae hat geschrieben:Leider habe ich den Bezug zu der Truppe vor Lichtjahren verloren, weil die Herrschaften damals mehrfach in meiner ersten Arbeitsstätte Krawall gemacht haben, weil ihr neuestes Album nicht prominent genug platziert war.


O_o

Holger Andrae hat geschrieben:Eine Band, die andauernd und überall über den grünen Klee gelobt wurde. Ähnlich wie Striker hat das aber damals schon nicht bei mir gezündet. Die Stimmfarbe ist mir zu süßlich und hell, die Songs sind mir für diese Spielart zu fröhlich. Eine Tube zu viel Helloween im US Metal aus Skandinavien. Läuft jetzt gerade mal wieder zwecks Neu-Einordnung und es hat sich nichts an meiner Wahrnehmung geändert. Gut gemacht, plätschert aber an mir vorbei.


Interessant...habe ich so aber nie gesehen. Ich hab das Helle in der Stimme als andere Form von evilness gesehen. Sarkastischer...vielleicht.
Die Musik hat für mich viele Hard Rock Vibes. Was ja dann ein Album später nochmal präsenter ist. Die hat mich dann erschreckend kalt gelassen.
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Re: Pillamyd's erhöhte Pillenverordnung aus dem Jahr 2015

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 8. Februar 2023, 00:07

Havoc hat geschrieben:War auch ein wenig kompliziert formuliert. Ich meine damit, dass ich finde, dass "Paradise Lost" und "Iconoclast" relativ ähnlich klingen. Beide eher kühl und sehr technisch. Von daher klingt "Underworld" für mich eben nicht unbedingt wie ein Mix aus diesen beiden Alben. Es klingt eher wie ein Mix aus dieser technischen Art der beiden Vorgänger...und der eher noch melodischeren Art vergangener Tage. ;-)


Ja, jetzt verstehe ich das. Haha!
Gut. Ich hab das Album ja auch als cineastisch beschrieben. Das gab es auch schon früher. Vielleicht relativiert sich die Aussage ein bisschen.
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Re: Pillamyd's erhöhte Pillenverordnung aus dem Jahr 2015

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 8. Februar 2023, 13:01

Platz 5
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Mgła | Exercises In Futility
Genre: Black Metal
VÖ: 4. September 2015


„Mgła“ haben mit „Exercies In Futility“ ein strudelndes, zähflüssiges und doch so fließendes Album rausgehauen, wie ich es damals nicht für möglich gehalten hätte. Mich hat das Teil wirklich lang in ihre Fängen gehabt. Blöd nur, dass die Songs unter durchnummerierten Titel laufen. Es gibt nämlich einen Song auf dem Album der mich jedes Mal in die Knie gezwungen hat und ich finde tatsächlich die Stelle nicht mehr. Dabei wird aber auch offensichtlich, dass ich das Album schon zwei, drei Jahre nicht mehr im Player gehabt habe. Ich müsste schwer darüber nachdenken, ob das heute noch relevant für meine Top 10 wäre. Was ich beim Hören des Albums aber durchaus verstehen kann ist, dass man das Album eintönig findet. Ja die Wirkung ist mit Sicherheit gewollt in Form der Monotonie, die für viele die Black Metal in ihrer Urform genau für das Kritisieren. Aber ich finde ja das gerade dadurch eine Dynamik entsteht und eine Atmosphäre mit sich zieht, die dieses Genre einfach zu etwas ganz Besonderem macht. Keine neuen Erkenntnisse, ich weiß.

Ja, wenn ich es mir recht überlege, wäre das Album nicht mehr in meiner Top 10 zu finden.
Zuletzt geändert von Pillamyd am Mittwoch 8. Februar 2023, 13:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Pillamyd's erhöhte Pillenverordnung aus dem Jahr 2015

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 8. Februar 2023, 13:02

Platz 4
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Queensrÿche | Condition Hüman
Genre: (Progressive) Heavy/Power Metal
VÖ: 2. Oktober 2015


Schwieriges Thema. Was ich definitiv sagen kann, ist, dass das Album aus heutiger Sicht nicht drin gewesen wäre. Das Problem an den neuen „Queensrÿche “ Alben seit dem selbstbetitelten Album aus 2013 ist, dass das immer gut gemacht ist und auch ein Stückweit den alten Vibe hervorruft, weil man sich endlich mal auf das konzentriert, was man kann. Aber es ist halt leider auch viel Material vorhanden, das einfach zum Füllen da ist. Mir fehlt auch ein wenig das verspielte, was zum Beispiel das 2013er Album ausgemacht hat. Da ist man, trotz wirklich schlechtem Sound, viel schneller auf den Punkt gekommen und man hat wieder an der Hitdichte gekratzt. Mit „Condition Hüman“ ist das leider abhandengekommen und man verfranzt sich derweil in verschachtelten Songs, die einfach nicht zünden mögen. Das hat die Band schonmal besser gekonnt.

Diese Erkenntnis hat etliche Jahre gebraucht und mit „The Verdict“ verdichtete sich diese Meinung immer mehr. So dass ich mich auch an das aktuelle Werk einfach nicht rantrauen mag. Hauptproblem: die Songs wollen einfach nicht im Gedächtnis bleiben. Selbst bei so zugänglichen Songs wie beim Opener oder bei „Guardian“. Nur eines der Songs auf dem Album könnte ich nennen, wenn man mich danach fragen würde (den Titelsong, der ganz großartig „Promised Land“-Luft atmet). Das zieht sich halt leider auch gleich mal durch mehrere Alben. Eigentlich erschreckend, oder? Vor allem dann, wenn man sogar Songs aus einem der schrecklichsten Alben überhaupt, beim Namen genannt „Dedicated To Chaos“, präsenter im Kopf hat als zu diesem und ich hab das Album nicht mal. Ja, das sind negative Erinnerung, aber immerhin...Brrr…
Paradoxerweise habe ich aber auch bei diesem Album das Gefühl ein gutes Werk zu hören. Danach bleibt halt aber leider nicht viel hängen.

Warum ich das Album damals auf die vierte Position gesetzt habe, vermag ich nur zu vermuten. Ich weiß es schlicht und einfach nicht mehr. War es die Euphorie? War es die rosarote Brille? Waren es andere Ohren? Nun, ich schätze einfach, dass es von allem ein bisschen war. Hinzu kommt das mein musikalischer Geschmack sich einfach in eine Richtung bewegt hat, die einfach einen anderen Blickwinkel zugelassen haben und mit etwas Distanz mich auch etwas differenzierte und vielleicht auch kritischer haben darauf schauen lassen.

Condition Hüman
Guardian
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Re: Pillamyd's erhöhte Pillenverordnung aus dem Jahr 2015

Beitragvon Loomis » Mittwoch 8. Februar 2023, 13:12

Hier hast Du zweimal Condition Hüman verlinkt.

Habe mir den Song auch angehört und puh, ich finde ihn leider ziemlich schnarchnasig. Ich bin keiner bei dem QR zwingend (für ihre Verhältnisse) harten Metal spielen müssen wie auf ihrer EP. Aber wenn man Condition Hüman z.B. mit Della Brown vergleicht, dann fällt auf, dass zwar beide Songs ruhiger und lang sind, aber während CH mich einfach nicht fesseln kann, finde ich DB total toll.
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Re: Pillamyd's erhöhte Pillenverordnung aus dem Jahr 2015

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 8. Februar 2023, 13:19

Loomis hat geschrieben:Hier hast Du zweimal Condition Hüman verlinkt.


Stimmt. Danke fürs drauf hinweisen. Hier der richtige Link:
https://www.youtube.com/watch?v=Ra1TSmmUY90

Vielleicht mag das ja jemand sogar ändern, der die Berechtigung dafür hat :)

Loomis hat geschrieben:Habe mir den Song auch angehört und puh, ich finde ihn leider ziemlich schnarchnasig. Ich bin keiner bei dem QR zwingend (für ihre Verhältnisse) harten Metal spielen müssen wie auf ihrer EP. Aber wenn man Condition Hüman z.B. mit Della Brown vergleicht, dann fällt auf, dass zwar beide Songs ruhiger und lang sind, aber während CH mich einfach nicht fesseln kann, finde ich DB total toll.


Nun ja, deswegen habe ich ja darauf hingewiesen, dass der Song mich eher an "Promised Land" erinnert, ist ja auch nicht gerade das lauteste Album. Ich mag die Scheibe ja immer noch total gerne. Auf der "Empire" finde ich andere Songs toller.

Aber ja, das darf man langweilig finden. Leider.
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Re: Pillamyd's erhöhte Pillenverordnung aus dem Jahr 2015

Beitragvon Loomis » Mittwoch 8. Februar 2023, 14:01

Ich mag die Promised Land ja auch schon nicht besonders, vielleicht liegts daran, haha. :grins:
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Re: Pillamyd's erhöhte Pillenverordnung aus dem Jahr 2015

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 9. Februar 2023, 12:23

Platz 3
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Tribulation | The Children Of The Night
Genre: Gothic Metal / Death Metal
VÖ: 20. April 2015


Mit der wiederentdeckten Liste bemerkte ich, dass dies mein Erstkontakt mit „Tribulation“ war. Das letzte besitze ich, ewig nicht angerührt und jetzt im Zuge dieser Liste auch dann zum ersten Mal gehört.

Aber hier soll es eben um „The Children Of The Night“ gehen und die ist wunderbar. Immer noch. Das Album hat mich von der ersten Sekunde an gepackt. Der Vorteil war, mit Sicherheit das Artwork, dass ich unbedingt wissen wollte, was es hier zu hören gibt. Erst assoziierte ich das mit irgendwelchem Retro Gedöns. Wurde aber ganz schnell eines Besseren belehrt.

Das hier ist nämlich ganz schön gruftiger und melodisch intonierter…ja, was eigentlich? Metal! So einfach ist das. Das in die Death Metal Schublade zu stecke, fände ich etwas verwegen, nur weil die Ursprünge der Band darin lagen. Nein das Album ist einfach so viel mehr, hat meiner Ansicht nach einen zarten Hauch von Postbank...äääh sorry, Post Punk mit einem wesentlichen Gothic Gehalt und einer ordentlichen Brise von Horrorelementen. Jetzt vor kurzem als ich das Album nach längerer Zeit wieder gehört habe, keimte in mir die Frage auf, ob die Band sich auch an Alben wie „Phantasmagoria“ orientiert hat. Für mich klingt das auch wie ein weiterer Einfluss auf die Band. Den Einfluss merkt man vor allem an der Coverversion der Deluxe Edition von "The Cure".

Bezaubernd finde ich, wie die Band mit Melodien nur so um sich werfen, als wären es schwarze Rosen. Das sind die Widerhaken. So unverzichtbar an die Songs gebannt, dass es nur schwer ist diese aus dem Kopf zu bekommen. Vielleicht die Stärke des Albums. Hierzu sei mal „The Motherhood Of God“ empfohlen, das irgendwie alles mischt von dem was ich da hier so vor mir herschreibe.

Ich finde das Album auch heute noch absolut toll und es ist auch mit Sicherheit eines der zeitlosesten Werke der letzten Jahre. Bin gespannt wie es mit der Band weitergeht, jetzt wo ja auch Tholl seit zwei Jahren dabei ist und das Mastermind hinter den vorherigen Alben 2020 ausgestiegen ist. Hoffentlich verwässert er den Sound der Band nicht. Der hüpft mir nämlich eindeutig zu viel herum in der Szene zwischen den Bands.

The Motherhood Of God
One Hundred Years
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Re: Pillamyd's erhöhte Pillenverordnung aus dem Jahr 2015

Beitragvon Martin van der Laan » Donnerstag 9. Februar 2023, 18:42

MGLA
Von mir hat man ja schon oft Black Metal-kritische Töne hier vernommen, aber MGLA gehört in meinen Ohren ganz klar zu den sehr spannenden und ästhetisch wertvollen Black Metal-Bands. Dieses Album habe ich tatsächlich ein paar Mal gehört. Zusammen mit dem BATUSHKA-Album aus demselben Jahr. Fand ich sehr interessant damals.
8,0 Punkte

QUEENSYRCHE
Ich gehöre zum Pro-"Condition Hüman"-Lager. Die Songs sind vielseitig und gefühlvoll, von schönen Spannungsbögen durchzogen, Todd La Torre ist in meiner Welt ein Sangesgott. Dem Album als Ganze hätte ein bisschen mehr Dynamik gut getan, aber das sind Klagen auf höchstem Niveau.
8,5 Punkte

TRIBULATION
Och, das ist jetzt nicht so meine Welt. Vom Songwriting her irgendwie unspektakulär; auch die von Pille gelobten Melodien kommen mir doch arg "von der Stange" vor. Aber ich freue mich für jeden, der ein Album für sich persönlich entdeckt :-)
6,5 Punkte
668 - Neighbor of the Beast
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