Feuchtbiotop mit 100 Arten

Brot und Spiele für den Powermetal.de-User: große Projekte der Community und umfassende Forenspiele finden hier ihren Platz

Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Sonntag 5. Dezember 2010, 16:13

Platz ICVI


Kreator - Extreme Aggression (1989)


Eines meine (vorraussichtlich) drei Thrashalben dieser Liste, es darf spekuliert werden. Und was für eines! Thrash war selten SO GEIL! Viel besser als (fast) alles was jemals in diesem Bereich veröffentlicht wurde. Kreator haben hiermit ein in meinen Augen fast unüberwindbares Monument aus scharfkantigem Stahl geschaffen. Rasend, wütend, Killerriff an Killerriff, eine unfassbar geniale stimmliche Leistung und unvergessliche Songs. Wer das nicht kennt, der kennt Thrash nicht.

Betrayer - Klar, der Klassiker. DER Klassiker. Leider kommt in der Liveversion das angepisste der Originalversion überhaupt nicht rüber, sehr schade, denn das ist es, was das Album so einzigartig macht.

Extreme Aggression - live von Wacken 05. Auch hier kommt das entscheidende stimmliche Element nicht so rüber, Milles Stimme ist halt gealtert.
Benutzeravatar
Teichfrosch
Metalhead
 
Beiträge: 3170
Registriert: Montag 17. Mai 2010, 00:18

Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Sonntag 5. Dezember 2010, 16:28

Zwischenstop.


@Julian: bzgl. BANJO: Das ist schon viel mehr, als ich mir erhofft habe. Danke! :) bzgl. SILBERMOND: joa, kann ich verstehen. Wirklich! ich mags trotzdem.

@Eike: Teenie-Band halt! Schon allein deshalb können die Auftritt kaum rocken.

@Pillamyd: Jup, so seh ich das auch. Es muss nicht immer intellektuell hochwertig sein um Spaß zu machen.
Benutzeravatar
Teichfrosch
Metalhead
 
Beiträge: 3170
Registriert: Montag 17. Mai 2010, 00:18

Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 5. Dezember 2010, 16:34

Olli Banjo ist ja eigentlich selber ein Heavy Metal Jünger wie ich einmal mitgekriegt habe. Wenn mich nicht alles täuscht hat er in einem seiner Videos sogar ne Kutte an.

Ansonsten Kreator. Geile Band. Extreme Aggression. Geiles Album. Aber das musste bei mir weichen für etwas anderes.
Benutzeravatar
Pillamyd
Metaller mit zu viel Zeit
 
Beiträge: 14149
Registriert: Freitag 19. Februar 2010, 22:44

Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Sonntag 5. Dezember 2010, 16:50

Platz ICV

Bild

A Skylit Drive - Wires... And The Concept Of Breathing (2008)


Wiedermal ein Debüt, diesmal von der Post-Hardcore Band A SKYLIT DRIVE. Wer als Metaler beim Anblick dieser Musikrichtung schreiend davon laufen will, der hat allen Grund dazu, denn hier gibts genau das, was man erwartet. Cleanvocals und Shouts, Breakdowns und Herzschmerz. Ich möchte an dieser Stelle einen guten Bekannten zitieren:

Im Prinzip ist es ein überproduziertes, total hochbudgiertes Hitmonster geworden,
also genau das was die Plattenfirma aus ASD machen wollte. Auf dem ganz neuen Album funktioniert das nicht mehr so gut,
auf Wires... jedoch hat es jedoch die Schnittmenge zwischen "catchy as hell" und "noch erträglich" genau gefunden.


Dem gibt es eigentlich nicht viel hinzuzufügen, außer vielleicht, dass es wirklich glatt runter geht wie Öl. Der Sänger erinnert entfernt an Claudio Sanchez von COHEED AND CAMBRIA.


City On The Edge Of Forever

Pursuit Lets Wisdom Ride The Wind

All It Takes For Your Dreams To Come True - Wer seine Metalkollegen mal so richtig fies erschrecken möchte, dem sei dieses Video ans Herz gelegt, denn hier kann man die Lausbuben in Aktion bewundern. Falls es hier tatsächlich jemand gibt, der dieser Musikrichtung etwas abgewinnen kann: dies ist das vielleicht beste Stück des Albums.
Benutzeravatar
Teichfrosch
Metalhead
 
Beiträge: 3170
Registriert: Montag 17. Mai 2010, 00:18

Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Sonntag 5. Dezember 2010, 17:06

Platz ICIV

Bild

Ulver - Nattens Madrigal - Aatte Hymne Til Ulven i Manden (1996)


Eigentlich, eigentlich, ja eigentlich müsste dieses verteufelt gute Werk viel, viel weiter oben stehen. Fieser, düsterer, kalter durchgängig rasender Blackmetal alter Machart, wunderbare Melodien und ein mordsgeiler Gesang. Raserei nah an der Perfektion. ULVER ist eine der wenigen Bands die wirklich jedes Genre, welches sie in ihrer einzigartigen Karriere gespielt haben, nahe an die Perfektion getrieben haben. Und hier zelebrieren sie nunmal den rasenden Blackmetal, mit dem sie bekannt geworden sind.
Warum also ist dieses tolle Album nicht viel weiter oben, da wo es hin gehört, in den 50+ Regionen? Die Antwort: ich kann es mir nicht lange anhören. Nein ehrlich, mir tun dank der Produktion wirklich die Ohren weh. Es ist so unfassbar scheisse produziert dass mir die Tränen kommen, einerseits weil es dadurch so unverwechselbar und mordsgeil ist, andererseits, weil ich es mir so einfach nicht oft und schon garnicht lange anhören kann. Nein, dieses Album darf nicht neu aufgelegt werden, aber es müsste. Aber es darf nicht.

Hymn I: Of Wolf And Fear - Ganz ehrlich, wer das weiter aushält der findet auf youtube sicher noch mehr. Bei mir persönlich ist meist nach dem Opener Schluss, deshalb steht er hier stellvertretend für das ganze Album, welches sich ohne einen einzigen schwachen Song präsentiert.
Benutzeravatar
Teichfrosch
Metalhead
 
Beiträge: 3170
Registriert: Montag 17. Mai 2010, 00:18

Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Regina Löwenstein » Sonntag 5. Dezember 2010, 17:07

Jaaaa, Ulver ... unübertroffen.
"Rock journalism is people who can't write interviewing people who can't talk for people who can't read." - Frank Zappa
http://www.myspace.com/endoftheroadmagazine
Bild
Benutzeravatar
Regina Löwenstein
Kurzhaarmetaller
 
Beiträge: 1746
Registriert: Samstag 6. Februar 2010, 21:07
Wohnort: München

Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Sonntag 5. Dezember 2010, 17:31

Keine Gefangenen, ich mache weiter. So ein Sonntag nur mit guter Musik ist eine seltene, aber höchst erwünschte Abwechslung.

Platz ICIII


Process of Guilt - Erosion (2009)


Portugal, Hochburg des DeathDoom Metal. Moment mal ...? Also ehrlich gesagt weiß ich garnicht, ob es noch mehr gute / bekannte Doom Metal Bands aus Portugal gibt, aber ich schätze einfach mal, dass es nicht viele gibt, die ein solch tolles Werk veröffentlichen können. Langsam, malmend, erdig, dunkel, verhängnisvoll und unaufhaltsam - so oder so ähnlich präsentieren sich PROCESS OF GUILT im Jahre 2009 auf ihrem Konzeptalbum, und von Erosion bezogen auf den Hörgenuss ist bei diesem Album zumindest bei mir absolut garnichts zu spüren. Ein klanglicher Volltreffer, immer wieder aufs neue. Deathgrowls mit langsamen, langsameren, langsamsten Gitarren und mit NEUROSIS-artigen Passagen. Eigentlich müsste diese Band mit solch einem tollen Werk viel weiter oben in meiner Gunst stehen, aber leider, leider vergesse ich sie IMMER WIEDER. Weiß auch nicht... und selbst wenn ich vielleicht Bands, die ich weniger gut finde, weiter oben platziere, so will ich dennoch fair bleiben, auch zu mir selbst: ich hör das Album nicht wirklich oft. Aber wenn, dann bläst es mich jedesmal aufs neue um. Ganz großes Kino.


Dust (The Circle Part I) - eher klassisch geschrammelt

Waves (The Circle Part II) fängt klassisch an, wird zwischendrin NEUROSIS-artig. Ein absolut phänomenaler Song, leider "nur" in einer Liveversion mit recht schlechtem Sound, aber durchaus nah an der Albumversion. Ohren auf ab 2:40.
Benutzeravatar
Teichfrosch
Metalhead
 
Beiträge: 3170
Registriert: Montag 17. Mai 2010, 00:18

Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Sonntag 5. Dezember 2010, 17:52

Platz ICII

Bild

Red Hot Chilli Peppers - By The Way (2002)


Gibts wirklich jemand der die garnicht kennt? Also ich meine, so GARNICHT? Wer sie überhaupt nicht kennt, dem sei folgende Anekdote nahe gelegt: eine Abitur-Freundin sagte einmal, dass sie sterben möchte, während sie auf der Bühne, vor 100.000 Menschen und während die Peppers performen, vom Sänger Anthony Kiedis "von hinten" genommen wird. Nunja, ganz so weit geht meine Liebe zu dieser Band nun wirklich nicht, eigentlich kann man auch nicht von Liebe sprechen, eher von Sympathie. Und ja, irgendwie ist diese Anekdote geschmacklos, aber lustig ist sie :) Ich mag den unkomplizierten Funk-Pop-Rock den die Jungs aus Kalifornien machen, und am liebsten habe ich eben "By The Way". Gut sind alle Alben, aber zu diesem speziellen hege ich die engste emotionale Bindung. Der Titelsong, "Zephyrs Song" oder "On Mercury" sind schöne, leichte und tanzbare Stücke ohne die Last der Welt.


On Mercury - mein Lieblingsstück der Platte.

Zephyrs Song

By The Way
Benutzeravatar
Teichfrosch
Metalhead
 
Beiträge: 3170
Registriert: Montag 17. Mai 2010, 00:18

Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 5. Dezember 2010, 17:55

Schneller als ein D-Zug :grins:
Komme ich gar nicht hinterher. Aber haste ja angekündigt. RHCP super!!!
Benutzeravatar
Pillamyd
Metaller mit zu viel Zeit
 
Beiträge: 14149
Registriert: Freitag 19. Februar 2010, 22:44

Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon NorthernGuy » Sonntag 5. Dezember 2010, 18:03

RHCP finde ich zwar nicht schlecht, aber ich kann mir einen schöneren Tod vorstellen... :grins:
ATTENTION YOUNGER GENERATION! Behold REAL music played by fingers, brains and bodies... Enjoy, enhance and carry the torch onward!
Benutzeravatar
NorthernGuy
Teilzeitrocker
 
Beiträge: 671
Registriert: Donnerstag 19. August 2010, 14:40

VorherigeNächste

Zurück zu Musica et Circenses

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast