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von trent » Donnerstag 9. Dezember 2010, 11:41
Loenz hat geschrieben:Soll die Produktion so, ist ja schon ziemlich roh das ganze. Nichts für meine zart besaiteten Öhrchen. Soll aber wohl dieser Spirit sein. Da fand ich sowas wie Deathspell Omega und Co., was der Jesus vorgestellt hat um einiges besser.
Also die verlinkten Youtube-Videos sind in der Tat von ganz schön mieser Qualität. Auf CD klingen die deutlich besser. Halt sehr druckvoll und gleichzeitig sehr transparent. Hier nochmal zwei der Songs von ihrer Myspace-Seite, die klingen minimal besser (auch wenn bei Myspace die Songs meist nur in 96kBit/s drin sind): http://www.myspace.com/watainofficial/m ... r-27585278http://www.myspace.com/watainofficial/m ... k-20271624
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von Loenz » Donnerstag 9. Dezember 2010, 11:49
Ok also wieder dieser komprimierte Internetkacke. Schade mit besserer Produktion kann ich mir das schon deutlich angenehmer vorstellen.
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Loenz
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von Jhonny » Donnerstag 9. Dezember 2010, 17:10
Jesus hat geschrieben: *vor wehender amerikanischer Flagge heroisch posier*
das ist doch mein Job, schließlich bin ich der Ami hier Ich glaub Jesus weiß mittlerweile recht gut, dass ich a) eine kritische Betrachtung von manchen (!) BM-Bands inhaltlich für angebracht halte - nicht nur aus religiösen, sondern manchmal leider auch aus politischen Gründen aber b) nie jemandem das Hören schlecht reden oder verbieten wollen würde. und c) beileibe nicht alles in den Schacht werfe, was irgendwo ein Pentagram drauf hat oder so. Hoffe zumindest, dass er es gemerkt hat Ansonsten noch eine Anmerkung zu a) Ich finde niemals Musik schlecht, weil ich die Inhalte schlecht finde, und ich denke auch, dass Musiker die Chance haben müssen, sich beispielsweise nach Straftaten weiterhin beruflich (also auch musikalisch) zu betätigen. Das gilt z.B. für Leute wie den Burzum-Typen. Ich muss ihn nicht mögen, aber er hat das Recht, Platten zu veröffentlichen, und ich habe das Recht, sie zu kaufen. Allerdings bin ich schon immer ernsthaft am Überlegen, was ich mit meinem Geld unterstützen will. Ich höre schon mal gerne Black Metal, weil es Bands gibt, die das richtig cool machen. Und bei manchen Bands kaufe ich bedenkenlos die Alben, weil ich denke, die sind vielleicht politisch, religiös, moralisch ganz anders gepolt als ich, aber sie gefährden damit keinen. Bei manchen Bands muss aber die Frage erlaubt sein, ob ich durch den Kauf ihrer Musik nicht evt. menschengefährdendes mitfinanziere. Hmm ich hoffe ihr versteht was ich meine und es kommt nicht blöd rüber. Ein Mensch, der komische Ansichten hat (für manche von euch bin sicher ich so ein Mensch  ), den kann ich gerne unterstützen, solange er nicht mit ner Knarre rumläuft und andere abknallt, weil sie das anders sehen. Und manche assoziieren eine gewisse Nähe zu solchen ideologischen, z.T. politisch, z.T. (anti-)religiösen Szenen. Und die Anti-Gnostischen Chaos-Satanisten sind für mich zweifellos eine sehr fragwürdige Szene - die will ich genauso wenig unterstützen wie manche Christen, die irgendwo Abtreibungskliniken sprengen.
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von Jesus » Donnerstag 9. Dezember 2010, 19:00
Entschuldige bitte vielmals, Trent, wenn ich etwas vom Thema abweiche. Jhonny, ich denke, Du nimmst diesen Quark mit dem Chaosgnostizismus viel zu ernst. Auf jeden Fall ernster als die Anhänger selbst  Bei Bands wie Watain oder Deathspell Omega braucht man die Inhalte ihres pseudoreligiösen Mumbo-Jumbo nicht hinterfragen. Wenn man diese Strömungen mal kurz googelt, stellt sich das schnell als eine kleine Kommune von möchtegerndüsteren Nerds heraus, die sich ihre Freizeit mit Dungeons & Dragons und Tolkien vertreiben. Das sind keine gefährlichen Sekten, die die Gesellschaft verändern, den Staat untergraben und Geld scheffeln wollen wie Scientology oder diverse abrahimitische Kirchen. Haben Chaosgnostiker Dir mal was getan? Sind die bekannt dafür, Pfarrer zu entführen, um sie dann dem Beelzebub zu opfern? Eike hatte sich letztens amüsanterweise abfällig darüber geäußert, dass viele heutige BM-Bands nicht mehr dem Biba-Butzemann-Satanismus von Venom frönen und stattdessen eher auf pseudophilosophische, metaphysische Weise dem Gehörnten huldigen. Aber das ist ein natürlicher Prozess, der mit der Veränderung der Musik einhergeht. Wenn Venom darüber singen, wie scharf sie auf ihre Lehrerin sind, passt das zu ihrem schlampig gespielten Rotz 'n' Roll. Bei Watain und DsO würde das lächerlich klingen und einfach den Hörer irritieren. In gleicher Weise wären diese antikosmisch-satanischen Texte bei Venom völlig fehl am Platz, weil sie da nur bestenfalls prätentiös klingen würden. Es muss halt alles zusammenpassen, so wie auch in einem Film Thematik und Präsentation zusammenpassen müssen. In dem Fall wären Venom eher eine Komödie und Watain ein Horrorfilm. Beides kann und soll man nicht ernst nehmen, aber sie unterhalten eben auf unterschiedliche Weisen. Dass Black Metal ein paar zwielichtige Gestalten anzieht, ist sicherlich nichts Neues, aber die meisten finden sich eher in der nationalsozialistischen Szene. Und Deppen wie Varg, Faust, Nödtveidt oder Gaahl hätten sich irgendwo anders negativ profiliert, wenn es keinen Black Metal oder Nietzsche geben würde.
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von trent » Donnerstag 9. Dezember 2010, 22:09
@ Jesus: Das Thema ist ja recht interessant und solange meine Albenposts nicht untergehen und weiterhin kommentiert werden, geht das schon in Ordnung. =) So, dann vollende ich mal die ersten zehn mit Platz 91: Arcturus - The Sham Mirrors Genre: Dark Metal Erscheinungsjahr: 2002 Arcturus sind schon was Besonderes. Als Black Metal-Band gestartet, ließ man die Genre-Grenzen schnell hinter sich. Mit Black Metal hat das hier nur noch wenig zu tun. Die Songs sind eher sphärisch und atmosphärisch und entführen einen in andere Welten. Der Gesang ist fast durchweg klar, abgesehen von einem Gastspiel von Emperor-Sänger Ihsahn, dazu kommt starker Einsatz von Keyboards und Synthesizern. Abgerundet wird das Ganze dann von Hellhammers wie immer genialem Drumming. Hörbeispiele: Nightmare HeavenCollapse GenerationRadical Cut
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von Jesus » Donnerstag 9. Dezember 2010, 22:11
ARCTURUS! trent hat geschrieben:Bin mal gespannt, ob da auch noch Sachen in meiner Liste sind, die dir durchweg gut gefallen. =)
Jetzt schon. 
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von 123_7 » Donnerstag 9. Dezember 2010, 22:12
"The Sham Mirrors" ist super. Dass ich total auf Kristoffers Gesang abfahre, ist ja nichts neues. Dazu noch Hellhammer. Und dieses verückte Songmaterial. Mit dieser verrückten, eigentlich total abstossenden, aber dennoch passenden Produkktion. Verrückt genial. Hats leider nicht ganz in meine Liste geschafft. Wieso eigentlich?
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von Jhonny » Donnerstag 9. Dezember 2010, 22:22
Jesus hat geschrieben:Dass Black Metal ein paar zwielichtige Gestalten anzieht, ist sicherlich nichts Neues, aber die meisten finden sich eher in der nationalsozialistischen Szene. Und Deppen wie Varg, Faust, Nödtveidt oder Gaahl hätten sich irgendwo anders negativ profiliert, wenn es keinen Black Metal oder Nietzsche geben würde.
hmm, das letztere sehe ich genauso - das hat sich halt so entwickelt bzw. auch hochgeschauckelt und wurde z.T. zur Spelunke für düstere, suizidgefährdetete und mordende Gestalten. Ansonsten, ich bin da noch zwigespalten - auf der einen Seite kann ich deiner Ausführung sehr gut folgen und versuche auch, das alles nicht zu ernst zu nehmen. Auf der anderen Seite ist da aber auch ein Realismus dabei, den man so von anderen Subgenres im Metal nicht kennt. Das empfinde auch so, wenn ich z.B. Interviews lese. Natürlich hat mir keiner von denen was getan, aber ein Potenzial dazu scheint bei diesen Leuten, die sich ja durchaus ernsthaft als elitäres Volk verkaufen durchaus da zu sein.
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von Eike » Freitag 10. Dezember 2010, 21:32
Ansonsten noch eine Anmerkung zu a) Ich finde niemals Musik schlecht, weil ich die Inhalte schlecht finde, und ich denke auch, dass Musiker die Chance haben müssen, sich beispielsweise nach Straftaten weiterhin beruflich (also auch musikalisch) zu betätigen. Das gilt z.B. für Leute wie den Burzum-Typen. Ich muss ihn nicht mögen, aber er hat das Recht, Platten zu veröffentlichen, und ich habe das Recht, sie zu kaufen. Allerdings bin ich schon immer ernsthaft am Überlegen, was ich mit meinem Geld unterstützen will. Ich höre schon mal gerne Black Metal, weil es Bands gibt, die das richtig cool machen. Und bei manchen Bands kaufe ich bedenkenlos die Alben, weil ich denke, die sind vielleicht politisch, religiös, moralisch ganz anders gepolt als ich, aber sie gefährden damit keinen. Bei manchen Bands muss aber die Frage erlaubt sein, ob ich durch den Kauf ihrer Musik nicht evt. menschengefährdendes mitfinanziere.
*sign* Eike hatte sich letztens amüsanterweise abfällig darüber geäußert, dass viele heutige BM-Bands nicht mehr dem Biba-Butzemann-Satanismus von Venom frönen und stattdessen eher auf pseudophilosophische, metaphysische Weise dem Gehörnten huldigen
Weil ich das drölfmal alberner finde als was VENOM machen, aber nichtmal halb so witzig. Das wirkt auf mich halt lustlos und gestelzt und so, als habe man nicht genug Vertrauen in die eigene Musik. Juckt mich aber auch nicht weiter, denn ich bin in da vor allem eins: ignorant. Auf der anderen Seite ist da aber auch ein Realismus dabei, den man so von anderen Subgenres im Metal nicht kennt. Das empfinde auch so, wenn ich z.B. Interviews lese. Natürlich hat mir keiner von denen was getan, aber ein Potenzial dazu scheint bei diesen Leuten, die sich ja durchaus ernsthaft als elitäres Volk verkaufen durchaus da zu sein.
Es hat schon eine gewisse Tragikomik, wenn Leute in Interviews Dinge von sich geben, die sie offensichtlich selbst nicht verstehen, den damit verbundenen elitären Anspruch aber tatsächlich ernst nehmen - bewusste inhaltliche Übertreibung hin oder her. Wenn jemand ernsthaft stolz darauf ist, sämtliche Ü-Ei-Figuren seit Produkteinführung aus dem Kopf rezitieren zu können, ist das zwar sinnlos, nötigt mir aber noch einen gewissen Respekt bezüglich der Merkfähigkeit ab. Nerdig daherschwadronieren kann jeder. Interessanter finde ich da mit ernsthafter Mine durchgezogene Satireprojekte wie LAIBACH, wo man erst mal drüber nachdenken muss, was da eigentlich abgeht. Die kriegen das auch hin, die Musik ernsthaft wirken zu lassen und beides in eine kohärente Ästhetik einzubinden. Da wirkt nichts wie mitläufermäßig drangeklatscht, bloß um krasser rüberzukommen als die Nachbarn.
Music is the only religion that delivers the goods. (Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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von trent » Sonntag 12. Dezember 2010, 15:25
So, da ich jetzt drei Tage nicht geschrieben hab, kommen jetzt auch gleich drei Alben auf einmal. Platz 90Metallica - Ride the Lightning Genre: Thrash Metal Erscheinungsjahr: 1984 Über diesen Klassiker muss man wohl kaum Worte verlieren. Metallica mit ihrem zweiten Album, als sie noch jung und wild waren und Song hervorgezaubert haben, denen man deutlich anmerkt, dass sie nicht mit dem Hintergedanken geschrieben wurden, mit dem Album möglichst viel Geld zu machen. Hörbeispiele: Fade to BlackCreeping DeathFor whom the Bell tollsPlatz 89Kataklysm - Serenity in Fire Genre: Death Metal Erscheinungsjahr: 2004 Mein erstes Album von Kataklysm und meine erste Begegnung mit dem Hyperblast, der mich damals umgehauen hat. Dazu kommen klasse Songs und eine ultra harte Produktion. Hörbeispiele: Serenity in FireAmbassador of Pain10 Seconds from the EndPlatz 88Dissection - Storm of the Light's Bane Genre: Black Metal Erscheinungsjahr: 1995 Auch ein Klassiker. Eiskalte Atmosphäre, wilde und dennoch melodische Raserei, geniale Songs. Über Jon Nödtveidt kann man natürlich streiten, nichts desto trotz hat er hier ein absolut geniales Album geschaffen, das in jede anständige BM-Sammlung gehört. Hörbeispiele: Unhallowed - LiveWhere dead Angels lie - LiveThorn of Crimson Death - LiveHab hier leider nur Live-Versionen gefunden.
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