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von Teichfrosch » Dienstag 14. Dezember 2010, 16:27
bzgl. QOTSA: Ja, sicher, es ist selbstverständlich was anderes (und nebenbei etwas, das mir besser reinläuft), für mich ist aber die Stimme des Sängers immer ein sehr bestimmendes Element in Musik, und daher ist schon daher eine gewisse gefühlte Nähe zu den Steinzeitköniginnen gegeben. QOTSA mag ich zwar sehr gerne, in eine Top100 schaffen sie es aber bei mir nicht, die VULTURES fand ich da einfach von Anfang an fesselnder. bzgl. BARONESS: die sind kompakter, weniger vielschichtig (bezogen auf den Sound), nicht so lärmend, ich kann also durchaus gut verstehen was du meinst. KYLESA geben eindeutig mehr auf die Zwölf, aber beide Bands beherschen ihr Handwerk absolut perfekt und drücken das, was sie ausdrücken wollen, jeweils sehr gekonnt aus. BARONESS vs. KYLESA ist wie Hirn vs. Bauch, zumindest empfinde ich das oft so, ohne damit sagen zu wollen, das KYLESA kopflos rumlärmen oder BARONESS nur verkopft sind, ganz im Gegenteil, aber BARONESS sind schon verkopfter. @Jhonny: Du bist wirklich für Überraschungen gut... du wärst so einer der Kandidaten gewesen wo ich mir noch am ehesten hätte vorstellen können dass du bei Metalcore eher das Weite suchst... Ich verwechsel dich doch grade nicht, du bist doch schon der Jhonny der gerne klassischeren Metal mag, oder?  Platz LXXI Gojira - The Way Of All Flesh (2008) Hatte Julian vor kurzem schon drin, und noch jemand vor etwas längerer Zeit(Regina vielleicht? Glaub schon), daher erspare ich mir allzu viel Geschreibsel. Progressiver Deathmetal aus unserem europäischen Bruderland (nein, ich meine nicht die Mozartkugeln sondern die Baguettes), hart, anspruchsvoll, anstrengend, mit (für mich) spannender Thematik und immer für Überraschungen gut. In die Diskussion welches Album der Band besser ist kann ich leider nicht einsteigen, da ich nur dieses Album besitze. Yama's Messengers - Auch nach zich Durchgängen habe ich keinen Favoriten, das Album präsentiert sich sehr homogen, also hab ich den ersten Song auf youtube genommen, den ich finden konnte 
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von Loenz » Dienstag 14. Dezember 2010, 16:33
Hab ich ja schon bei Julian kommentiert. Da fand ich den verlinkten Song stark.
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von Julian Rohrer » Dienstag 14. Dezember 2010, 16:39
Bei mir kam das Album genau 20 Plätze früher. Aber eine gute Wahl. Und du darfst gerne in die anderen Scheiben der Band reinhören 
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von Jesus » Dienstag 14. Dezember 2010, 16:44
Ganz besonders in die "From Mars to Sirius", welche aus meiner Sicht ungefähr vierundsiebzigtausendmal besser, interessanter, spannender und abwechslungsreicher ist als die da.
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von Teichfrosch » Dienstag 14. Dezember 2010, 16:48
Joa, alles klar, wird erledigt... Mal schauen wie ich das bewerkstellige  Platz LXX Sigur Rós - ( ) (2002) Wer es ruhig, schön, instrumentell und träumerisch mag, der liebt SIGUR ROS. Insofern war auch für mich absolut klar, dass diese Band hier rein muss, nur über den Platz konnte ich mich mit mir selbst nicht einigen. Realistisch betrachtet hab ich die Band in den letzten 3 Monaten sehr, sehr selten gehört, insofern ist für eine Momentaufnahme Platz 70 schon in Ordnung, auch wenn es eigentlich der Qualität der Musik nicht gerecht wird. Das ist so toll dass mein Höschen feucht wird wenn ich es höre, so phantastisch, dass mir fast die Tränen kommen, so verträumt, dass ich dank dieser Musik schon so einige Male zu spät gekommen bin weil ich die Welt langsamer und klarer wahrgenommen habe, so schön, dass man die ganze Welt umarmen möchte, sozusagen Heroin für die Ohren, denn man fühlt sich einfach rundum wohl. Jede andere Veröffentlichung der Band hätte hier genauso problemlos stehen können, für mich war dieses Album aber die erste Berührung mit der Band und erhält stellvertretend für die Diskographie den 70ten Platz. Untitled 1 - der Opener entführt direkt in die phantastische Klangwelt der Band. Soweit ich sehen konnte die einzige Albumversion, und auch wenn das sicher auch live toll ist präsentiert es sich mMn in erster Linie als Albummusik, bei solcher Musik schaden Störgeräusche erfahrungsgemäß enorm.
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von Loenz » Dienstag 14. Dezember 2010, 16:50
Sigur Ros ist grossartig. Tolle Musik. Hatte ich ja auch drin, allerdings ein anderes Album.
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von Jhonny » Dienstag 14. Dezember 2010, 18:27
Sigur Ros finde ich interessanter als hmm quasi jede andere Instrumentale ruhige Rockband. Noch lange nicht überragend, aber beileibe auch nicht so anstrengend und langweilig (ja, das widerspricht sich nicht bei Post Rock und ähnlichem  ) wie der ganze Rest.
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von Martin van der Laan » Dienstag 14. Dezember 2010, 19:00
Mir fehlt immer noch der Zugang zu Bands wie SIGUR ROS. Wenn ich was Ruhiges hören will, melancholisch, träumerisch und schön, dann lege ich eine alte Klezmer-Scheibe auf oder was Klassisches, einen langsamen Satz aus einem Klavierkonzert von Beethoven vielleicht. Vermutlich weil ich einfach nicht auf "echte" Kompositionen (im Sinne des traditionellen abendländischen Musikverständnis) verzichten mag. Ich kriege immer Probleme bei Musikern, die in erster Linie auf die Macht der Töne selbst und der Klangfarben setzen, um Emotionen zu generieren bzw zu verstärken und zu entfalten. Ausnahmen mache ich da höchstens bei superchilligem, hyperentspanntem Wohlfühl-Lounge-Jazz... 
668 - Neighbor of the Beast
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von Jesus » Dienstag 14. Dezember 2010, 19:05
Und ich wiederum finde ein Gesamtkunstwerk und dessen Wirkung interessanter als die Diskussion um einzelne Pinselstriche und die konkrete Zusammensetzung der einzelnen Farben. Von daher Daumen hoch für die Isländer.
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von Teichfrosch » Dienstag 14. Dezember 2010, 20:34
SIGUR ROS ist eine der Bands, wo es mir schwer fällt nachzuvollziehen, wie man es nicht gut finden kann. Also, ich höre die Argumente und wäge sie sorgfältig ab, aber mir fehlt hier absolut der emotionale Anknüpfpunkt um sagen zu können "Ja, in meiner Seele ist auch etwas vorhanden, was diese Band nicht gut findet, und sei es auch ein noch so kleines, verstecktes, unbedeutendes Restfitzelchen von Musikgeschmack der sich einfach komplett gegen den Rest stellt." Ich sage oft, dass ich es nachvollziehen kann wie man das eine toll oder das andere schlecht finden kann, in Bezug auf SIGUR ROS fehlt mir aber diese Einsicht. Ich versteh es einfach nicht. Natürlich akzeptiere ich es und verurteile niemanden nur weil er die Musik nicht mag, aber ausnahmsweise kann ich es eben nicht nachvollziehen. Und dabei kann ich sogar nachvollziehen wie man MANOWAR gut finden kann, das will schon was heißen...  SIGUR ROS sind pur, unverfälscht, rein, unberührt, magisch... selbst Bands die in meiner persönlichen Gunst von Zeit zu Zeit höher (wie im Moment) stehen haben fast immer Elemente in ihrer Musik, die ich nicht schätze. Wer ist schon perfekt? Richtig, SIGUR ROS sind perfekt. Möglicherweise haben aber auch diese nicht vorhandenen Kanten, an denen man sich stoßen kann, dazu geführt, dass ich die Band zwar sehr wertschätze, aber dass sie niemals zu meinen absoluten Favoriten gezählt hat. Sie sind einfach ZU gut. Der ein oder andere versteht hoffentlich, was ich damit sagen will  Möglicherweise ist das dann auch ein Ansatzpunkt um nachvollziehen zu können, wie man sie nicht mögen kann.... Heissa Hoppsa, Weltbild grade gerückt, Danke an mich selbst. Platz LXIX System Of A Down - s/t (1998) Während hier im Forum ja gerne "Toxicity" gelobhudelt wird (was natürlich berechtigt ist; ein tolles Album!) bevorzuge ich dagegen das Debüt der Band aus Kalifornien, USA. Alles was die Band drei Jahre später ausmacht ist hier schon vorhanden: Der einzigartige Serj Tankian dreht schon ordentlich am Rad, die Musiker schaffen tolle Riffs und eine dichte Atmosphäre, die Songs sind gesellschaftskritisch und machen auch vor unbequemen Themen nicht halt. Aber: die Band klingt noch unverfälschter, authentischer, direkter, einzigartiger, und zudem gibt es den mMn besten Song ihrer Karriere: "War?". Direkter und kompromissloser war die Band nie. Und nebenbei gibts auchnoch den zweitbesten Song, nämlich die einzigartige Ballade "Spiders". Die Hitdichte ist drei Jahre später viel höher, die einzigartigen Elemente werden dort noch besser herausgearbeitet, der Durchbruch erzielt... man könnte sagen: sie sind dort einfach besser produziert worden. Mein emotionaler Höhepunkt liegt aber für mich auf dem ersten Album, und das sogar obwohl ich es erst entdeckt habe, nachdem ich durch "Toxicity" mit der Band in Berührung kam. Auch zu SOAD hab ich mit dem Lauf der Zeit meinen Bezug verloren, die Alben nach "Toxicity" haben mich nur ansatzweise gepackt - zu gewollt, selten Herz, viel Geld. War? - was für ein mordsgeiler Song. Prügelt erstmal straight nach vorne, wird zwischendurch beklemmend und psychotisch, endet in einem famosen Ausbruch und bricht urplötzlich ab - der beste Song der Band, was für ein Hammer. Das dazugehörige Video ist von irgendjemand dazugeschnitten, hat aber nichts mit der Band oder der Musik zu tun, also bitte ignorieren. Spiders - in einer beschissenen Livequalität. Ärgerlich, als ich die Band noch regelmäßig gehört habe gabs auf Youtube sogar das Musikvideo, welches durchaus sehenswert ist. Dumme GEMA ... Mehr halbwegs brauchbare Hörproben kann man nicht auftreiben, immerhin gibts den Übertrack "War?" - besser als nichts.
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