Opeth

Re: Opeth

Beitragvon Eike » Sonntag 12. März 2023, 07:55

Warum 'Window Pane' ein musikalisches Doppelsandwich ist, wird uns hier *klick* erklärt.
Hmmmm, Doppelsandwich... *sabber*
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Re: Opeth

Beitragvon Havoc » Donnerstag 7. Dezember 2023, 23:03

Da hier letztens noch mal irgendwo an anderer Stelle über Opeth geredet wurde habe ich hier und da noch mal ein wenig Musik der Schweden gehört. Die älteren Werke sind echt stark, aber die Band entfacht irgendwie nicht mehr das Feuer in mir wie einst. Schlecht gealtert? Nee. Eigentlich nicht. Keine Ahnung. Ich glaube ganz einfach, dass mich das damals eben total weggeblasen hat weil eben alles ganz neu und so. Und heute...nach so vielen Jahren ist das eben nix so Besonderes mehr. Also vielleicht doch irgendwo schlecht gealtert? Oder doch einfach nur eine Verschiebung der Hörgewohnheiten? Ich weiß es nicht. Gut finde ich das ja immer noch. Allen voran meinen ewigen Fave "Ghost Reveries". Und danach? Nach dem Stilbruch. Ich werde mit dem letzten Werk "In Cauda Venenum" einfach nicht richtig warm muss ich sagen. Es hat durchaus coole Parts, aber ich tue mich schwer mit dem Ding. Für mich Platz 4 der Neuzeit-Werke und damit wohl auch die Rote Laterne der gesamten Diskografie. "Heritage" war ein krasser Bruch, aber es war gut und machte auf seine Art sogar irgendwie Sinn. "Pale Communion" ist dann vielleicht sogar das beste der vier Neuzeit-Alben. Und auch "Sorceress" hat seine Berechtigung und seine Momente. Aber spätestens hier war der neue Stil dann irgendwie ausgereizt. Ich finde danach hätte man irgendwie noch krasser und anders weitermachen sollen. Mhhh! Schwierig. Vielleicht waren Opeth auch einfach eher eine Band für eine Zeispanne im Leben...ein Lebensabschnittsgefährte halt.......... :-/
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Re: Opeth

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 7. Dezember 2023, 23:11

Dem kann ich zustimmen. Ich mag das immer noch, auch die späteren Scheiben, aber es gibt etliche Bands aus der Zeitspanne 2000 - 2010, die ich damals (hui) total toll fand und die ich heute nur noch selten höre. Neben Opeth ist das Evergrey und Into Eternity. Das ist mir heute zu glatt, die Gitarren zu rund, nichts giftiges drin.
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Re: Opeth

Beitragvon Havoc » Donnerstag 7. Dezember 2023, 23:16

Holger Andrae hat geschrieben:Dem kann ich zustimmen. Ich mag das immer noch, auch die späteren Scheiben, aber es gibt etliche Bands aus der Zeitspanne 2000 - 2010, die ich damals (hui) total toll fand und die ich heute nur noch selten höre. Neben Opeth ist das Evergrey und Into Eternity. Das ist mir heute zu glatt, die Gitarren zu rund, nichts giftiges drin.


Mit Evergrey habe ich mich nie so richtig beschäftigt. Von Into Eternity habe ich zwei Alben. Finde beide gut. Aber so wahnsinnig genial fand ich die nie. Von Opeth lief jetzt noch mal die "Deliverance". Das ist echt starke Musik und ich finde es auch heute noch gut. Aber das große Feuer ist einfach aus. Ob es jemals wieder richtig entfacht werden kann? Ich weiß es nicht...
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Re: Opeth

Beitragvon Eike » Donnerstag 7. Dezember 2023, 23:38

"Deliverance" lief bei mir vorhin auch. Das ist schon gut. Mein Favorit ist allerdings auch "Ghost Reveries". Das ist einfach progressiver Deathmetal in Vollendung. Je nach Stimmung finde ich auch "Blackwater Park", "Damnation" oder "Heritage" richtig prachtvoll. Die haben ebenfalls alle drei einen ganz eigenen Charakter. Ich mag es, wenn es schön rund ist. Die Frühwerke wechseln teils doch recht abrupt den Satz mitten im Song. Das ist gewöhnungsbedürftig. Giftig? Weiß ich nicht. Eher holprig... "In Cauda Venenum" ist insofern eine Wundertüte, dass sie eben die unterschiedlichen Stilistiken vereint, das ist schon sehr barock auf seine Weise; dafür bin ich nicht immer in Stimmung, und die höre ich auch ganz sicher nicht nebenbei. Darin muss man eintauchen, mit Muße und Geduld. Lohnt sich aber auch. Ziemlich proggig halt, und das Schwedisch höre ich auch gerne.
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Re: Opeth

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 7. Dezember 2023, 23:45

Das "giftig" war nicht explizit auf Opeth bezogen, auch wenn wir uns in diesem Thread befinden. Ich meinte das eher in Bezug auf alle von mir genannten Bands.
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Re: Opeth

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 7. Dezember 2023, 23:55

Wow!
"Irgendwo an anderer Stelle" wurde es schon einmal angesprochen. Und dann is es im Endeffekt die (fast) gleiche Meinung (außer, dass du die "Heritage" ja toll findest und eventuell das Alterswerk nicht mehr so großartig wie noch vor ein paar Jahren) die ich hatte. Auf einmal gibt es konstruktive Kommentare. Aber hey, Havoc. Wenigstens keine seltsame Meinung ;-)
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Re: Opeth

Beitragvon Jhonny » Freitag 8. Dezember 2023, 10:51

Hmm mich packt von OPETH seit dem Stilwechsel nichts.
Das ist alles handwerklich gut gemacht, und ich finde es auch nicht unsympathisch oder schlecht.
Aber in diesem Retro-Rock-Bereich gibt es einfach so viel lebendigere, frischere Bands. Und sie haben halt ihre Einzigartigkeit verschenkt. Denn einzigartig war OPETH bis etwa 2010 ja mal allemal.
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Re: Opeth

Beitragvon Holger Andrae » Freitag 8. Dezember 2023, 12:09

Jhonny hat geschrieben:Hmm mich packt von OPETH seit dem Stilwechsel nichts.
Das ist alles handwerklich gut gemacht, und ich finde es auch nicht unsympathisch oder schlecht.
Aber in diesem Retro-Rock-Bereich gibt es einfach so viel lebendigere, frischere Bands. Und sie haben halt ihre Einzigartigkeit verschenkt. Denn einzigartig war OPETH bis etwa 2010 ja mal allemal.

Aus dem Blickwinkel betrachte ich Opeth nicht und ich glaube auch, dass Mikael A. das so nicht angeht. Wenn man den unschönen Begriff Retro-Band benutzt, haben die meisten Menschen ein gewisses Klangergebnis in ihrem Erwartungshaltungs-Stübchen. Dabei wird aber übersehen, dass Retro eben auch Krautrock sein kann und nicht nur Lizzy-esker Gitarrenqualm. Da Mikael oft und lang schon in seiner Grunz-Zeit über seine Begeisterung für Melotron-Musik berichtet hat, ist diese Entwicklung nur schlüssig. Einzigartig? Hm, in der Entwicklung sicherlich, im jetzigen Sound? Ich muss überlegen, wer so klingt. Aber da bin ich nicht weit genug im Thema.
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Re: Opeth

Beitragvon Jhonny » Freitag 8. Dezember 2023, 12:20

Holger Andrae hat geschrieben:
Jhonny hat geschrieben:Hmm mich packt von OPETH seit dem Stilwechsel nichts.
Das ist alles handwerklich gut gemacht, und ich finde es auch nicht unsympathisch oder schlecht.
Aber in diesem Retro-Rock-Bereich gibt es einfach so viel lebendigere, frischere Bands. Und sie haben halt ihre Einzigartigkeit verschenkt. Denn einzigartig war OPETH bis etwa 2010 ja mal allemal.

Aus dem Blickwinkel betrachte ich Opeth nicht und ich glaube auch, dass Mikael A. das so nicht angeht. Wenn man den unschönen Begriff Retro-Band benutzt, haben die meisten Menschen ein gewisses Klangergebnis in ihrem Erwartungshaltungs-Stübchen. Dabei wird aber übersehen, dass Retro eben auch Krautrock sein kann und nicht nur Lizzy-esker Gitarrenqualm. Da Mikael oft und lang schon in seiner Grunz-Zeit über seine Begeisterung für Melotron-Musik berichtet hat, ist diese Entwicklung nur schlüssig. Einzigartig? Hm, in der Entwicklung sicherlich, im jetzigen Sound? Ich muss überlegen, wer so klingt. Aber da bin ich nicht weit genug im Thema.


Also, die Entwicklung verdient meinen Respekt, und ich glaube, dass Mikael genau die Musik macht, auf die er Bock hat.
Mich erreicht er damit aber nicht - zumindest nicht im Ansatz vergleichbar mit manchen früheren Alben / Liedern.
Das ist kein Qualitätsurteil, sondern einfach eine Frage des persönlichen Geschmacks.
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