Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon lenbert » Mittwoch 3. Januar 2024, 21:35

Von ARTILLERY habe und kenne ich nur "When Death Comes", das ich gut finde, aber schon länger nicht mehr gehört habe. Power Thrash. Deine beiden Hörbeispiele aus "By Inheritance" gefallen mir auch. Ich finde, deine Beschreibungen der leicht orientalischen Melodien und des Gesangs passen gut. Die Songs haben Dynamik, das mag ich im Thrash.
Benutzeravatar
lenbert
Weichspülmetaller
 
Beiträge: 1070
Registriert: Mittwoch 28. November 2012, 23:57

Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 4. Januar 2024, 12:04

Ist es eigentlich möglich, einen von euch (Rüdiger, Holger, Chavo) die Verlinkungen zu den Platzierungen zu geben, damit ihr diese in den Eröffnungsbeitrag einbettet?

lenbert hat geschrieben:Von ARTILLERY habe und kenne ich nur "When Death Comes", das ich gut finde, aber schon länger nicht mehr gehört habe. Power Thrash. Deine beiden Hörbeispiele aus "By Inheritance" gefallen mir auch. Ich finde, deine Beschreibungen der leicht orientalischen Melodien und des Gesangs passen gut. Die Songs haben Dynamik, das mag ich im Thrash.


Die Scheibe die du erwähnst, war ja das Comebackalbum. Das kenne ich wiederum nicht. Dort hörst du ja auch einen neuen Sänger. Freut mich, wenn dir das gefallen hat :dafuer:
Benutzeravatar
Pillamyd
Metaller mit zu viel Zeit
 
Beiträge: 14149
Registriert: Freitag 19. Februar 2010, 22:44

Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 10. Januar 2024, 12:32

Platz 79

Bild
Obituary | World Demise
Genre: Death Metal
VÖ: 1994


Hier also das erste Death Metal Album in der Liste. Natürlich darf man sich wundern, warum ausgerechnet dieses Album in meine Top 100 auftaucht und was mit „Slowly We Rot“, „“Cause Of Death“ und „The End Complete“ ist?
Mir fiel die Entscheidung zu diesem Album aber recht leicht, auch wenn ich die zwei Alben davor nur eine Nasenspitze dahinter sehe.

„World Demise“ packt mich vor allem deshalb so heftig, weil ich es noch eine Spur kompromissloser finde. Es hat diesen industriellen Touch, der sich nicht nur im Artwork bemerkbar macht, sondern auch in den Songs. Das Album hat vielleicht deshalb den Vorrang gegenüber den anderen, weil es sich so „real“ nach Welt kaputt anfühlt. Das Salz in der Suppe sozusagen. Und wenn das mal nicht aktueller denn je ist. Wenn die Gitarren aufheulen, die Helikoptergeräusche den Weltuntergang nochmal unterstützt und man das Gefühl hat, dass Dach bricht über einem ein, weil diese tiefen Gitarrenriffs die Holzbalken zum vibrieren bringen. Sänger und Charakterbock John Tardy keift, kotzt und rotzt sich die Seele (wie man ihn eben kennt) aus dem Leibe. Nie fand ich das so passender als hier.

Dazu finde ich das Schlagzeugspiel beeindruckender den je. Vom harten Groove, über Fills, bis hin zu den Double Bass Parts findet man hier ein wirklich bounciges und abwechslungsreiches Felle verkloppen.

Ein Album das den geneigten Fan die totale Verwüstung vor Augen hält. Mit einem musikalisch eng gelegten, aber würzigen und gerade deshalb völlig überzeugendem Komplettpaket. Die Regler auf 10 und ab dafür…

Hörbeispiele:
World Demise
Splattered
Benutzeravatar
Pillamyd
Metaller mit zu viel Zeit
 
Beiträge: 14149
Registriert: Freitag 19. Februar 2010, 22:44

Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Kenneth Thiessen » Mittwoch 10. Januar 2024, 13:31

Endlich mal ein Album, zu dem ich auch etwas schreiben kann. Ich hoffe da kommt in deiner Liste noch einiges mehr an Scheiben aus dem Death- und Black-Bereich. ;)

Also, ich kann die Wahl verstehen, würde sie aber nicht so treffen. Bei mir steht "Slowly We Rot" tatsächlich ganz oben, weil ich den VENOM-Touch auf der Scheibe liebe. Das Debüt besteht für mich quasi nur aus Hits.
Beim Party.San durfte ich die Band live erleben, leider wurde kein Song der "World Demise" gespielt, da hätte ich schon gerne den ein oder anderen erlebt. Als Ersatz gab es den vollen Fokus auf die aktuelle Scheibe, die aber auch noch richtig knallt. Wie stehst du denn zu der, Pille?

Danke für die Erinnerung. Ich mach mir heute mal die "World Demise" an. Schon ganz lange nicht mehr gehört. Ist wahrscheinlich auch die OBITUARY-Scheibe, die ich am wenigsten gehört habe. Am meisten liefen bei mir, glaube ich, "Slowly We Rot", "Cause Of Death" und "Inked In Blood".
Benutzeravatar
Kenneth Thiessen
Luftgitarrespieler
 
Beiträge: 2840
Registriert: Donnerstag 20. Januar 2022, 12:01

Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 10. Januar 2024, 13:38

Zu "Slowly We Rot" kann ich kaum etwas sagen.
Grund: ich habe das Album in meine Anfangstagen zwar kennengelernt, da ich das Ding aber nich physisch hier stehen habe, seit Ewigkeiten nicht mehr gehört.

Verinnerlicht habe ich nur die drei darauffolgenden Alben. Von den Alben seit der Reunion kenn ich auch nur "Frozen In Time". Die habe ich unter gut abgespeichert. Habe da nie so richtig die Kurve bekommen.
Benutzeravatar
Pillamyd
Metaller mit zu viel Zeit
 
Beiträge: 14149
Registriert: Freitag 19. Februar 2010, 22:44

Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 17. Januar 2024, 10:44

Platz 78

Bild
Levellers | Zeitgeist
Genre: Folk Punk/Rock
VÖ: 1995


Ich bin im Zuge der Entdeckungen von „New Model Army“ durch den Algorithmus auf diese Band gestoßen. Zunächst wollte mich das gar nicht so wirklich überzeugen, aber die Musik hatte etwas in sich, was mich glauben ließ, ich müsse daran festhalten. Ich schätze was mich abschreckte, war der Anflug von leichten Brit-Pop Klängen, die ich so nicht erwartet habe. Die mich aber im weiteren Verlauf immer weniger störten bzw. gar nicht mehr so stark wahrgenommen habe.

Und so wurde ich mit dieser wunderbaren Musik beschenkt, weil ich irgendwann den Schritt wagte, mir dieses Album und die zwei Vorgängeralben einfach zu bestellen.

Mein Zugang war tatsächlich dann die Brücke von „New Model Army“ zu „Levellers“. Gerade ab den 90ern war da nicht nur die Wut, die beide Bands auf eine gleiche und doch andere Art innehatte. Es waren auch die Streicher beider Bands, die eine gewisse Bewegung zum Folk hin, etwas ab vom Punk, hinzu zum Rock, wahrnehmen ließ. Den Punk vor allem aber noch durch die Attitüde deutlich erkennbar ist. Aber man sollte sich bei der Band nicht an Genres aufhalten. Hier gilt nämlich für mich eigentlich, dass unter "Genre" der Bandname stehen müsste. Aber man braucht ja Anhaltspunkte.

Nachdem ich dann die Hürde des Gesangs, die musikalische Diskrepanzen überwunden hatte und ich deutlich gefallen daran gefunden hatte, war die Entdeckung der Alben absolut faszinierend. Und so entschied ich mich für „Zeitgeist“. Ab dem nächsten Abschnitt ent- und übernehme ich aus einem früheren Posts, den ich über die Band verfasst habe.

Was die Band halt wirklich drauf hat, zeigt sich schon im Opener „Hope St.“. Ein härteres, groovendes Gitarrenriff leitet den Song ein, um dann auf null runterzufahren und die Folkelemente in den Vordergrund zu drücken und mit sanfter Stimme und akustischer Gitarre weiterzuführen, bevor das harte Riff wieder zum Zuge kommen darf. Tolle Gesangsmelodien mit inbegriffen.

Im Gesamten ist auch hier zu sagen, dass auch „Zeitgeist“ den beiden Alben zuvor in nichts nachsteht. Für mein Empfinden ist das Album etwas wütender in seinem Wesen. Etwas unruhiger, zugleich aber auch im Songwriting vielleicht noch eine Spur flüssiger. Ein Song wie „Exodus“ hat dann auch tatsächlich viel „New Model Army“ Vibes. Und auch "4 AM" schlägt in dieselbe Kerbe, sogar noch etwas punkiger. Toller Refrain.

Vielleicht ist „Zeitgeist“ von den dreien Alben vielleicht auch das intensivste Werk. Hier passiert so unglaublich viel, dass man immer wieder Neues entdecken mag. Von Gesangsmelodien über die Fidel, bis hin zum transparenten druckvollen Sound der die Moderne, die typische Songstrukturen und folkige Elemente miteinander unfassbar gut verbindet.


Hörbeispiele:
Hope St.
4 A.M.
Benutzeravatar
Pillamyd
Metaller mit zu viel Zeit
 
Beiträge: 14149
Registriert: Freitag 19. Februar 2010, 22:44

Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon frankjaeger » Mittwoch 17. Januar 2024, 12:07

LEVELLERS sind super, die "Zeitgeist" ist eine gute Wahl. Die oder "Levelling The Land" wären meine Topps. Eigentlich müsste das vielen Forumsusern gefallen, denke ich. Gut, dass du mal auf die Band aufmerksam machst.
Benutzeravatar
frankjaeger
Musikredaktion
 
Beiträge: 16786
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 22:29
Wohnort: Burtenbach

Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 17. Januar 2024, 12:13

Ein weiterer Versuch :grins:
Ich habe die Band ja schon im "Neuentdecker"-Thread angeschnitten.

"Levelling The Land" stand auch zur Auswahl. Ist vielleicht sogar etwas kurzweiliger. Aber "Zeitgeist" hat mich wirklich nachhaltig beeindruckt. Schön wenn du das ähnlich siehst. Ich glaube auch, dass das vielen gefallen könnte :dafuer:
Benutzeravatar
Pillamyd
Metaller mit zu viel Zeit
 
Beiträge: 14149
Registriert: Freitag 19. Februar 2010, 22:44

Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon lenbert » Freitag 19. Januar 2024, 22:01

Ich habe mir deine beiden Anspieltipps zu LEVELLERS angehört. Danach hat dann Youtube übernommen und weitere Songs der Band laufen derzeit bei mir im Hintergrund. Das Gehörte gefällt mir ziemlich gut. Aus deiner Beschreibung hatte ich vor allem NEW MODEL ARMY abgespeichert, weshalb ich "Hope St" als überraschend poppig wahrgenommen habe, aber jetzt sehe ich, dass du ja auch ein Brit-Pop-Element erwähnst. "4 A.M." entspricht eher meiner ursprünglichen Erwartungshaltung.
Benutzeravatar
lenbert
Weichspülmetaller
 
Beiträge: 1070
Registriert: Mittwoch 28. November 2012, 23:57

Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Pillamyd » Samstag 20. Januar 2024, 11:43

Immer schön zu lesen, wenn das präsentierte ankommt. Freut mich sehr :dafuer:

Ja, "4 A.M." ist da wahrscheinlich näher an "New Model Army" dran, als "Hope St." .
Ich sehe vor allem die Parallelen zu den Streichern und den Folk Einflüssen.
Benutzeravatar
Pillamyd
Metaller mit zu viel Zeit
 
Beiträge: 14149
Registriert: Freitag 19. Februar 2010, 22:44

VorherigeNächste

Zurück zu Die Rockbar

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast