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von Jens Wilkens » Sonntag 31. Dezember 2023, 13:05
Ich habe mich mit der Band nie beschäftigt, da ich immer dachte, dass das nicht so meine Baustelle wäre. Aber die Songs gefallen mir. Das Tranceartige, das du beschreibst, kann ich gut nachvollziehen. Bei 'Uppskera' finde ich den Bass auch sehr wohltönend. Das Artwork ist ebenfalls sehr gefällig.
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von Havoc » Sonntag 31. Dezember 2023, 15:44
Habe auch mal bei den beiden Bands reingehört. Necronomicon klingt ganz gut, ist aber halt nicht so direkt meine Baustelle. Thrash spielt bei mir ja immer noch eher nur eine kleine Nebenrolle. Aber... ...die beiden Songs von Fortid gefallen mir mal richtig gut. Das ist natürlich total meine Baustelle. Irgendwo zwischen Enslaved und Helheim. Sehr atmosphärisch, aber auch durchaus richtig hart. Aus dem Thread und so war mir die Band vom Namen her natürlich schon geläufig...aber das hier ruft sie mir nun noch mal so richtig ins Gedächtnis. Mal sehn. Könnte sicher mal in meinen Schrank wandern über kurz oder lang. Danke! 
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Havoc
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von Holger Andrae » Montag 1. Januar 2024, 23:12
Necronomicon: Da hatte ich noch keinen Ton von gehört. Kenne nur sehr alte Werke, die sehr charmant rumpelig waren. Davon ist hier ja nichts zu hören.Das ist ja erstaunlich sauber und kaum thrashig. Gefällt mir gut, aber ein bisschen Pfeffer im Tepo würde mir noch besser gefallen. 'A Voice' ist ja dann sogar überraschend abwechslungsreich und sehr catchy. Mir vielleicht sogar zu catchy.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Holger Andrae » Montag 1. Januar 2024, 23:29
Fortid: Ich hatte natürlich mitbekommen, wie die Band hier im kleinen Kreise abgefeiert wurde. Allerdings war ich zu dem Zeitpunkt zu sehr mit anderen - auch musikalischen - Dingen beschäftigt. Erwartet hatte ich einen deutlich schwarzeren Sound. Geboten wird ein an frühere TYR erinnernde Klangästhetik mit strudelnden Gitarren und gurgelnden Riffs. Sehr nordisch mollig (im Gegensatz zu Dur-ig) klingen, warme Kaminfeuer, mit Blick auf einen vereisten See und verschneiten Wäldern. Musik für ein Bärenfell. Die Sprachbarriere ist ein kleiner Stolperstein, der bei mir in den letzten Jahren aber immer mal überbrückt werden kann. Insgesamt ein schönes Gesamtbild.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Pillamyd » Dienstag 2. Januar 2024, 12:19
kingdiamond hat geschrieben:Bei dir weiß ich ehrlich gesagt weniger was mich in der Liste erwartet, daher hier direkt schon 2 Überraschungen.
Haha. Irgendwie schon toll zu lesen, dass ich da nicht für jeden ganz ersichtlich bin kingdiamond hat geschrieben:Warum? Für Thrash bin ich eigentlich grundsätzlich sehr empfänglich. Ich weiß aber auch nich was dieses Jahr los war. So wenig Thrash hab ich selten gehört. Lag vielleicht auch daran, dass sich mein anderes „Nebengenre“ Doom etwas ausgebreitet hat. Ich würde sagen: kommt Zeit, kommt Lust. Und das wäre mal gleich ein guter neuer Input.
Bei mir war das in Gewisserweise wohl auch etwas Mangelware in 2023. Ein Album hat ziemlich spät mir einen Tritt verpasst. Aber dazu dann einfach später. kingdiamond hat geschrieben:Deinen Platz 9 hab ich letztens glaube bei dir und Rüdiger ein paar mal gelesen. Ja, auch das wäre mal „was anderes“ für mich. Der Sound hat schon was. Ob ich mit dem Gesang dauerhaft was anfangen kann, weiß ich noch nicht. Wird aber auch mal durchlaufen.
Oha, da bin ich wahrlich gespannt ob du dazu noch eine Meinung aufbauen kannst. Würde mich sehr interessieren. Jens Wilkens hat geschrieben:Ich habe mich mit der Band nie beschäftigt, da ich immer dachte, dass das nicht so meine Baustelle wäre. Aber die Songs gefallen mir. Das Tranceartige, das du beschreibst, kann ich gut nachvollziehen. Bei 'Uppskera' finde ich den Bass auch sehr wohltönend. Das Artwork ist ebenfalls sehr gefällig.
Überrascht mich! Ich hätte auch eher weniger damit gerechnet, dass dir das gefällt, wenn man so liest was du sonst so hörst. Aber so ist das Musik. Manchmal muss man für sich persönlich, das Beste herauspicken. Und dafür sind diese Threads ja gedacht. Klasse! Havoc hat geschrieben:...die beiden Songs von Fortid gefallen mir mal richtig gut. Das ist natürlich total meine Baustelle. Irgendwo zwischen Enslaved und Helheim. Sehr atmosphärisch, aber auch durchaus richtig hart. Aus dem Thread und so war mir die Band vom Namen her natürlich schon geläufig...aber das hier ruft sie mir nun noch mal so richtig ins Gedächtnis. Mal sehn. Könnte sicher mal in meinen Schrank wandern über kurz oder lang. Danke!
Ja, Havoc. Das müsste genau deine Baustelle sein, wenn du beim reinhören schon die zwei Referenzen erwähnst Holger Andrae hat geschrieben:Necronomicon: Da hatte ich noch keinen Ton von gehört. Kenne nur sehr alte Werke, die sehr charmant rumpelig waren. Davon ist hier ja nichts zu hören.Das ist ja erstaunlich sauber und kaum thrashig. Gefällt mir gut, aber ein bisschen Pfeffer im Tepo würde mir noch besser gefallen. 'A Voice' ist ja dann sogar überraschend abwechslungsreich und sehr catchy. Mir vielleicht sogar zu catchy.
Ja, für dich einfach die Empfehlung da mal ganz reinzuhören. Auch deshalb, weil ich denke, dass der Rest dir ziemlich gut gefallen kann. Die Songbeispiele waren vielleicht dann auch nicht ganz das. Das Album hat vor allem auch deshalb Wachstumspotenzial, weil man mit so einer Scheibe nicht rechnen konnte, wie ich finde. Ich denke wirklich, dass da ziemlich viele Attribute dabei sind, dir die gut schmecken könnten. Holger Andrae hat geschrieben:Fortid: Ich hatte natürlich mitbekommen, wie die Band hier im kleinen Kreise abgefeiert wurde. Allerdings war ich zu dem Zeitpunkt zu sehr mit anderen - auch musikalischen - Dingen beschäftigt. Erwartet hatte ich einen deutlich schwarzeren Sound. Geboten wird ein an frühere TYR erinnernde Klangästhetik mit strudelnden Gitarren und gurgelnden Riffs. Sehr nordisch mollig (im Gegensatz zu Dur-ig) klingen, warme Kaminfeuer, mit Blick auf einen vereisten See und verschneiten Wäldern. Musik für ein Bärenfell. Die Sprachbarriere ist ein kleiner Stolperstein, der bei mir in den letzten Jahren aber immer mal überbrückt werden kann. Insgesamt ein schönes Gesamtbild.
Verstehe ich vollkommen. Geht mir ähnlich. Vielleicht auch der Grund, dass ich mir immer zu viel Vornehme und dann nicht schaffe, weil ich gerade nicht in Stimmung bin. Timingprobleme 
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von Holger Andrae » Dienstag 2. Januar 2024, 12:24
Pillamyd hat geschrieben:Verstehe ich vollkommen. Geht mir ähnlich. Vielleicht auch der Grund, dass ich mir immer zu viel Vornehme und dann nicht schaffe, weil ich gerade nicht in Stimmung bin. Timingprobleme 
Siehe meine Signatur.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Pillamyd » Dienstag 2. Januar 2024, 12:27
Platz 8: Cirith Ungol | Dark Parade Die ersten Töne dieses Albums haben mich mit einer Wucht mitgerissen, die ich so nicht erwartet habe. Und zunächst war ich ziemlich gefesselt von diesem Sound. Die Gitarren: Sensationell. Faszinierend wie viel Narrenfreiheit die haben. Diese Austoberei geht ziemlich weit, überzeugen aber in Riffing und Soli und kommen für eine Band wie „Cirith Ungol“, bei der man gerne auch die Kauzigkeit gerne in den Vordergrund rückt, mit einer spürbaren Frische daher. Und trotzdem, es klingt einfach nach „Cirith Ungol“. Schlecht können die nicht. In den Monaten festigte sich dann bei mir auch die Meinung, dass dieses Album im Geiste der wahre Nachfolger von „Paradise Lost“ ist. Damit möchte ich den Vorgänger nicht schlecht reden. Absolut nicht! Aber das Teil nehme ich immer mehr als Brücke wahr. So oder so. Es gleicht einer Meisterleistung, so zu Werke zu gehen, als wäre man nie weggewesen. Ziemlich weit oben in den Top 10 Songs ist mit völliger Sicherheit „Sailor On The Seas Of Fate“. Wenn man bei einem Song das Gefühl hat, dass man hier die reine Essenz der Band zu hören bekommt, dann hat die Band wohl ziemlich viel richtig gemacht. Sailor On The Seas Of FateDistant Shadows
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von Kenneth Thiessen » Mittwoch 3. Januar 2024, 21:22
Es ist schon ein paar Wochen her, dass dieses Album innerhalb von ein paar Tagen mehrmals lief. Danach gar nicht mehr. Hätte ich "Dark Parade" im örtlichen MediaMarkt statt "Frost And Fire" mitgenommen, wären bestimmt ein paar mehr Spins dazugekommen. Trotzdem ist das Album ein ziemlich gutes, auch wenn es ganz knapp nicht in meine Top30 gekommen ist. 'Sailor On The Seas Of Fate' ist natürlich ein genialer Song, bei dem ich besonders dieses außergewöhnliche Riff unheimlich schön finde, ab dem der Song dann etwas Fahrt aufnimmt. Richtig toller Epic-Metal-Song! Mein Lieblingstrack des Albums ist jedoch der Opener 'Velocity (S.E.P)', dessen Leads in der Strophe ich einfach so mitreißend finde, dass es mir die Sprache verschlägt. Das finde ich schon unglaublich, was da abgezogen wird. Nimmt mich bei jedem Hören mit. Warum hats die Scheibe dann nicht in meine Top 30 geschafft? Tja, so genau weiß ich das selbst nicht. Richtig viel blieb bei mir auch nach mehrmaligem Hören damals nicht hängen. Klar, das ist wie Rüdiger das in seiner Rezension beschreibt, ein schroffer Brocken und dem stimme ich absolut zu, auch wenn sowas wie 'Relentless' recht eingängig ist. Aber irgendwas fehlt mir beim Hören des Albums. Den Sound finde ich übrigens auch nicht ganz so gelungen, klingt gerade im Bezug aufs Schlagzeug für meinen Geschmack etwas zu modern und poliert.
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von Pillamyd » Donnerstag 4. Januar 2024, 12:10
Poliert und modern finde ich persönlich etwas zu krass. Wie gesagt: ich mag diesen wuchtigen Sound. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob diese zwei Attribute, die du nennst, so passend sind. Wahrscheinlich habe ich deswegen diese Wörter weggelassen. Für mich klingt das ziemlich frisch in dem doch so kauzigen "Cirith Ungol" Universum. Das ist trotz der Intensität, die in den Sound gelegt wurde, glasklar. Und da die Balance gefunden zu haben ohne von beiden Seiten einbüßen zu müssen, ist schon ziemlich beeindruckend.
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von Pillamyd » Donnerstag 4. Januar 2024, 14:08
Platz 7: Kingdom Of Tyrants | Architects Of Power Eine grandiose Entdeckung aus diesem Forum. Das es dann immer gleich so einschlägt und einen Platz in meine Top 10 findet, zeigt, wie wertvoll powermetal.de für mich geworden ist. Aber genug der Emotionalität… Was ist „Kingdom Of Tyrants“ und was hat es mit „Architects Of Power“ auf sich? Nun, zunächst einmal handelt es sich um eine US-Metal Band rund um den damaligen „Meliah Rage“ Sänger, der so unfassbare Alben wie „Solitary Solitude“ einsingen durfte. Ich war ziemlich überrascht, als ich herausfand, wer da singt. Rausgehört hatte ich das nämlich nicht. Natürlicherweise ist die Stimme reifer geworden ist. Aber das scheint dem Herren keinen Abbruch zu tun. Klingt er doch ziemlich melodisch und mit einer nie von mir wahrgenommenen Seelen befreiten Art. Das Interesse war mehr als geweckt und so lagen ziemlich tolle Stunden vor mir, dass ich dem Album hingebungsvoll geschenkt habe. Herausragend neben dem Gesang, dürfte die Gitarrenarbeit sein. Die sich manchmal gegenseitig ziemlich hochschrauben, dann als Klettermax für den anderen herhält, um solche famosen Streiche spielen zu können. Es stampft, es rifft, es brüllt. Und das auf dem ganzen Album. Immer wieder trifft Eingängigkeit auf echte Progressivität. Hymnenhaft wie in „War Machine“ oder „Kingdom Of Tyrants“, anleihen an alte Dave Mustaine Tage wie in „Daedalus“ oder dieses wechselhafte Monsterstück von „Ghosts Of Industry“ lassen einen erstaunt zurück. Das ist mit Sicherheit kein leicht nachvollziehbares Gesamtkunstwerk und bedarf (so war es zumindest bei mir) ein paar Durchläufe. Die Frage kann durchaus aufkommen, ob diese Gesangsmelodie nun wirklich geeignet sein mag oder ob diese versetzte Gitarren hier an dieser Stelle passen mögen. Aber ich vergewissere euch. Die Band hat einen ziemlich großen Radius, indem sie den Spannungsbogen aufziehen können, ohne dass der Faden reißt. Im nächsten oder manchmal auch im übernächsten und über übernächsten Moment wird klar, wieso sie das genauso spielen. Und so kristallisieren sich mit jeder Umdrehung wunderbare Momente heraus und schleifen den Kompletteindruck. Für mich eine wirklich große Überraschung, bei der ich mich sehr darüber freue, es hier präsentieren zu können. DaedalusGhosts Of Industry
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Pillamyd
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