Feuchtbiotop mit 100 Arten

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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Mittwoch 15. Dezember 2010, 18:22

Letztes Album für heute.


Platz LXI


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Sights & Sounds - Monolith (2009)


Hierfür allerdings kann ich, soweit ich weiß, niemanden verantwortlich machen, denn die habe ich durch exzessives lastFM-surfen entdeckt. Die Band macht eine sehr eigenständige Mischung aus Post-Hardcore, Post-Rock und Alternative. Es erklingen breitwandige, epische Kompositionen wie sie direkt aus dem Post-Rock stammen könnten, diese werden mit relativ typischen Post-Hardcore Gesangsparts vermengt, also leicht angerauten Shouts (die aber nie wirklich "derbe" werden) und Cleanvocals welche oftmals relativ weit die Notenleiter heraufklettern, und zudem hört man alternative-typische Gitarrenarbeit an so manch einer Stelle... Es ist schwer zu beschreiben, und es hört sich viel natürlicher an als es sich beschreiben lässt. Post-Hardcore Fans hören sowieso rein, aber auch Post-Rocker und an etwas eigenständigem interessierte Alternative und Progressive Fans müssen reinhören. Ach, am besten hört sich das jeder mal an und schreibt mir dann, an was ihn das erinnert :grins: Ich persönlich fühle mich hierbei immer an die Englische Küste erinnert, weites Land, eine steife Brise, schnell vorbeiziehende Wolkenfetzen, die Sonne bricht durch die Wolken und in ihrem verzweifelten Kampf gegen den aufziehenden Sturm... Auch hier eine der großen Entdeckungen des Jahres 2009.


Pedal Against The World - ein kraftvoller Song, die Band gibt sich grundsätzlich etwas träumerischer.

Storm And The Sun - woher ich wohl die Analogie für den Text oben habe? :D Nein, sie kommt wirklich nicht von diesem Song, auch wenn er trotzdem toll ist.

The Clutter - verträumter klappts auch hervorragend.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Loenz » Mittwoch 15. Dezember 2010, 18:30

So erstmal zu Pain of Salvation. Wie gesagt beste Album aller Zeiten aus meiner Sicht. Die Cowboy Junkies sollte ich am Wochende, von einen Freund bekommen, der wollte mir die ausleihen. Dann kann ich im Detail ja näher drauf eingehen. Ich denke aber die wir mir gefallen.

Green Day ist ok. Nicht mehr und nicht weniger.

In den Rest hör ich morgen mal rein und lass meinen Senf dazu hier. Ich bin nämlich heute ein nervliches Wrack, da Dortmund gleich ums Weiterkommen in Sevilla spielt und ich fucking nervös bin.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Jhonny » Mittwoch 15. Dezember 2010, 23:16

Man Teichfrosch... immer langsam mit den jungen Pferden, da kommt doch keine Sau mit.

Sights & Sounds ist auf jeden Fall ok.

Cowboy Junkies läuft völlig an mir vorbei

Pain Of Salvation die Scheibe muss gut sein, die habt ihr ja fast alle drin :grins:

Green Day sollten mal aufhören, in jedem zweiten Lied über konservative Amis rumzuheulen, ansonsten ist das schon ok.

Baroness - ne, danke.

Rishloo klingt mal doch sehr Tool-lastig, aber echt nicht übel.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Mittwoch 15. Dezember 2010, 23:54

*Grmlgnrzhmpfrmpfl*

Also, ich möchte ja einerseits schon, dass dem Kram, den ich hier reinstelle, genug Aufmerksamkeit gewidmet wird von Seiten der interessierten Hörerschaft, andererseits peitscht mich die Uhr nach vorne. Ich fände es einfach richtig sch**** wenn ich hier nach der Hälfte Pause machen müsste, nicht nur weil es dadurch nicht fertig wird, sondern auch, weil sich mein Geschmack momentan laufend verändert und ich den Anblick der Liste in einem halben Jahr womöglich garnichtmehr ertrage :grins:

Aber da der Wunsch nach etwas mehr Gelassenheit jetzt schon mehrmals geäußert wurde, werde ich mich einfach fügen und nurnoch circa alle 3 Tage etwas reinstellen. Passt mir zwar nicht in den Kram, aber ich opfere mich gerne zum Wohle meiner Lieblingsmusik :)

@Loenz: Hmm, also grad ist die 85te Minute und es steht 2:2... Hoffentlich klappt das noch!

@Jhonny: sehr passender Kommentar zu GREEN DAY wie ich finde :D thematisch erfinden die sich tatsächlich nicht grade neu von Album zu Album... Aber das ist halt das Wesen des Punks, genauso kann man zu Screamo Bands sagen "Hört mal auf mit eurem Herzschmerzgeträller" oder zu Deathmetal Kapellen "Schluss jetzt mit den Gewaltphantasien!" - Punk ist halt gesellschaftskritisch. Trotzdem lieg ich hier durchaus auf deiner Wellenlänge, auch wenn ich Musik mit politischen Statements sehr schätze.

@den überlesenen Eike: Huch? Hätte eigentlich gedacht, dass SIGUR ROS so eine Band ist, die du mit der Muttermilch aufgesaugt hast. So kann man sich täuschen (=
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Eike » Donnerstag 16. Dezember 2010, 02:16

Teichfrosch hat geschrieben:Cowboy Junkies - Open (2001)


Disclaimer: Eike is to blame!

... und ich bin ihm sehr dankbar dafür. Ihr kennt doch sicher diese Alben wo ihr schon nach den ersten Klängen wisst, dass ihr sie liebt? "Open" ist genau so ein Album für mich. Wir schreiben das Jahr 2010 und der Jahrzehntsrückblick von powermetal.de hat grade erst an Fahrt augenommen, und Eike votet mit seiner Stimme dieses Album in die "Konsensliste" für das Jahr 2010. Ganz unbedarft besorge ich mir auf youtube ein paar Hörproben um zu ergründen, was daran denn so toll sein soll. Zu den Klängen von "Upon Still Water" war es dann auch schon um mich geschehen. Träumerisch, dunkel und wärmend wie ein Tee, den man in der dunkelsten Winternacht vor dem offenen Kamin genießt ist die Musik. Der Herzschlag verlangsamt sich, das Hirn lässt sich treiben, der Geist entflieht in metaphysische Sphären... aber glücklicherweise hat die Band auf diesem Silberling auch Songs verewigt, die einen mit etwas mehr Tempo zurück zur Erde holen, also kann man sich ganz unbeschadet auf diese Klangreise begeben.
Oh, wie wunderherrlich, da geht mir richtig das Herz auf, dass da Album und Hörer so schön zusammengefunden haben und ich eine verbindende Rolle darin spielen durfte. Vielen lieben Dank für dieses Feedback! :-D
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Eike » Donnerstag 16. Dezember 2010, 02:19

@den überlesenen Eike: Huch? Hätte eigentlich gedacht, dass SIGUR ROS so eine Band ist, die du mit der Muttermilch aufgesaugt hast. So kann man sich täuschen (=
Das nun nicht. Aber von dem ersten Album (dem mit dem Embryo-Engel) habe ich mich gleich in einen Song verliebt. Später wurde mir die Band dann nochmal nachdrücklich nahegelegt, und so nach und nach hörte ich mich rein...
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 16. Dezember 2010, 09:30

Teichfrosch hat geschrieben:@Jhonny: sehr passender Kommentar zu GREEN DAY wie ich finde :D thematisch erfinden die sich tatsächlich nicht grade neu von Album zu Album... Aber das ist halt das Wesen des Punks, genauso kann man zu Screamo Bands sagen "Hört mal auf mit eurem Herzschmerzgeträller" oder zu Deathmetal Kapellen "Schluss jetzt mit den Gewaltphantasien!" - Punk ist halt gesellschaftskritisch. Trotzdem lieg ich hier durchaus auf deiner Wellenlänge, auch wenn ich Musik mit politischen Statements sehr schätze.


Ich hab ja auch gar nix gegen Gesellschaftskritik - bei Green Day beschleicht mich nur immer wieder das Gefühl, dass da durchaus Kalkül dahinter steckt.
Stimmt vielleicht nicht, dann ist es auch nicht schlimm, weil ich sie ja nicht groß denunziere, aber manchmal hab ich schon das Gefühl, dass sie da in den Staaten kurz nach der Jahrtausendwelle die Anti-Konservative Welle gefunden haben, auf der sie hübsch viel Platten verkaufen können.
Musikalisch ist das weit besser als 98% aller anderen Punk-Bands, und sie haben ja auch coole Texte - nur, manchmal riecht das für mich nach abgestandenem Fisch.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Donnerstag 16. Dezember 2010, 16:08

Nuja, auf dem konservativen Amerika lässt sich aber auch ganz vortrefflich herumhacken :D In dem Boot sitzen ja nicht nur GREEN DAY, sondern auch nicht-Punk Bands wie SOAD. Was soll ich groß schreiben, ich kann sehr gut nachfühlen was du sagen willst, ich sehe es zwar nicht ganz genau so aber exakt diese Punkte nerven mich auch, wenn ich GREEN DAY länger höre. Auch ein Grund weshalb die Scheibe in meiner Gunst nicht höher steht :)


So, Kompromiss gefunden: Ich stelle nurnoch einmal am Tag was rein. Da genug Tage kommen werden, an denen ich garnichts reinstelle (Weihnachten...), wird das ein fairer Kompromiss zwischen meinem Geschwindigkeitsbedürfnis und mehr Zeit für Kommentare.


Platz LX


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Mouth Of The Architect - Quietly (2008)


Aus Rücksicht auf die Band verwende ich nicht die Genrebezeichnung, welche gerne verwendet wird, um ähnlich klingende Bands zusammenzufassen. Ein Hinweis: Es hat mit gelb gewandeten Hundefeinden und dem Material aus welchem viele harte und spitze Gegenstände gefertigt sind zu tun. Angeblich war die Band nämlich so verzweifelt darüber, dass sie permanent in diese Schublade gesteckt wurde, dass sie auf ihrer HP angekündigte, das neuste Album mit 180 bpm in weniger als einer Stunde aufgenommen zu haben. Wenn uns also aus dem Hause MOUTH OF THE ARCHITECT demnächst ein Thrashalbum erwartet haben wir es hier noch mit einem relativ epischen und breit komponierten Gesamtwerk zu tun. Der Gesang rangiert zwischen Cleanvocals und langgezogenen Hardcore-Shouts und fungiert mehr als ein weiteres Instrument, die Musik lässt wenig Platz für Einzelkünstler sondern betont den Gesamtklang, die Stücke haben mit Vorliebe Überlänge und lassen viel Platz zur Entfaltung der Atmosphäre. Eines darf ich schon verraten: der Hundefeind-Hartelement Stil wird sich noch so einige Male in dieser Liste einschleichen, denn er ist mir einer der liebsten, vielleicht sogar der liebste.


Hörproben gibts auf der MOUTH OF THE ARCHITECT Myspace Page, beispielsweise "Rocking Chairs and Shotguns" oder "Hate and Heartache". Auf diesen möchte ich nochmal besonders hinweisen, denn es würde mich interessieren, aus welchem Film/Hörspiel dieser gesprochene Text kommt. Jesus hat das Album afaik auch in den Top111, vielleicht weiß er Rat? Eine andere Band, welche später in dieser Liste auftaucht, verwendet diesen auch, allerdings wird das ganze da thematisch viel besser verarbeitet... Mehr dazu, wenn es soweit ist :)
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Jesus » Donnerstag 16. Dezember 2010, 16:20

Das Sample ist aus Sidney Lumets "Network". Die andere Band mit diesem Sample ist dann wohl MAYBESHEWILL.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Donnerstag 16. Dezember 2010, 16:39

Verdammt, Eike: schaff dir einen Avatar an! Ich überlese dich immer oder denke, dass dein Beitrag zu dem nächsten Poster gehört. :) Natürlich bin ich immer gerne bereit zu helfen, daher hab ich einfach mal "verschrobener Waldschrat" (ist nicht bös gemeint ;) ) bei google.pics eingegeben, und da kam u.a. das hier raus: knuffiger Kauz mit Kinnbart und kühler Kopfbedeckung, bei "Wortakrobat" dieser lustige Geselle: Gestatten: Braunbär und bei "Tom Waits" u.a. [urlhttp://manolobig.com/wordpress/wp-content/uploads/2009/07/waits.jpg]der leibhaftige Tom Waits[/url]. Ansonsten gehts auch ganz profan, denn unter "Eike" kommt als Bild tatsächlich der Schriftzug EIKE.
Erm, naja, ist ja nur ein Vorschlag, nicht zu ernst nehmen =)

bzgl. den JUNKIES: Immer gerne ;) Wenn man es ganz genau nimmt gebührt dir die Ehre auch bei einer anderen Band dieser Liste, welche aber vieeeeeeel weiter oben erst kommt, denn die hatte ich zwar schon ein oder zwei Jahren, hab sie aber schlicht und einfach vergessen. Das muss man sich mal vorstellen. Nein ehrlich, das ist mir komplett unerklärlich... mehr dazu, sobald wir in die 15+ Regionen kommen. Aber auch hier thanks in advance.


@Jesus: Du machst mir Angst, wärst du nicht Jesus würde ich glatt denken, du stehst mit Satan selbst im Bunde. Trotzdem danke (= Wusste doch dass ich das Zitat irgendwoher kenne.
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