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von Rüdiger Stehle » Dienstag 9. Januar 2024, 01:22
Lieber Enis,
erst einmal möchte ich dir - in Teilen ohne Wissen, aber dennoch - im Namen der ganzen Redaktion dafür danken, dass du uns dieses tolle, ausführliche Feedback zu unserem Artikel gibst. Es gibt keine größere Ehre und Respektsbekundung für unsere Arbeit, als die Rückmeldung, dass wir mit unserer Schreibe jemanden dazu gebracht haben, die ganze Diskographie dieser Band so intensiv und ausführlich Revue passieren zu lassen, wie du es hier getan hast.
Dafür machen wir das, und wenn es genau das auslöst, was es hier ausgelöst hat, dann ist das ultimativ toll!
Die Schattenseite ist dann, dass von uns nicht so viel Feedback kommt, wie es vielleicht angemessen wäre. Das liegt an allerlei Umständen. Viele von uns sind keine Forentiere, sondern nur Schreibertiere. Andere von uns, die schon im Artikel ihre Meinung haben einfließen lassen, sind vielleicht auch Forentiere, haben aber ja schon im Artikel etwas kundgetan.
Ich fasse mich kurz, was nicht heißt, dass ich nicht nochmal darauf zurück komme:
Trotz der Grandiosität von "Back in Black" und der Erwartbarkeit des Sieges hätte ich mir gewünscht, ein Bon-Scott-Album auf der Pole zu sehen. So toll AC/DC mit Brian weiterhin ist, so sehr finde ich doch, dass Bon Scott in Sachen Ausstrahlung und Charisma halt doch nochmal eine ganze Schippe mehr zu bieten hatte. Dieses laszive, schmachtende, augenzwinkernde, ironische Element, das er einbrachte, ist einfach völlig unerreicht und unimitierbar.
Egal. Ich schwafle. Danke nochmals, Enis!
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von kingdiamond » Dienstag 9. Januar 2024, 02:18
…und ich ergänze gerne: Enis, an anderer Stelle hatten wir es die Tage mit den „für mich unhörbaren“ Bands, zu denen auch genau diese gehört und du dich etwas über das mangelnde „Interesse“ hier wundertest. Ich glaube wir paar Forenleute hier sind bestimmt nicht der repräsentative Querschnitt der PM-Leserschaft. Ein FATES WARNING oder MANILLA ROAD-Diskographie-Check hat zwar hier im Forum ggf. für etwas mehr Diskussion gesorgt als dieser hier und mehrere von uns begeistert, jedoch gehe ich davon aus, dass solche Artikel über Bands wie AC/DC oder natürlich auch MANOWAR (ja, der kam hier aber auch gut an) allgemein mehr Leser finden. Eine Metal-Seite braucht natürlich auch die „Zugpferde“ an Bands, hier im Forum findet man aber teilweise „sehr spezielle“ Leute, mit speziellen Geschmäckern  Unabhängig meines „Desinteresses“ an der Band, finde ich deine Mühe und Aufarbeitung parallel zum Artikel sehr löblich. 
Die Belohnung für Geduld ist Geduld! Was man anfängt, muss man auch zu En
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von Jhonny » Dienstag 9. Januar 2024, 09:23
Ich gebe zu: "The Razor's Edge" und "High Voltage" in der Top 5 haben mich schon überrascht. Das scheinen einfach beides Alben zu sein, die niemand wirklich schlecht findet. Aber vor "Powerage"? Das ist schon krass.
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von Pillamyd » Dienstag 9. Januar 2024, 11:58
Oh Rüdiger, vielen Dank für die Worte. Die Rubrik ist wirklich einer meiner Lieblingsreihen auf powermetal.de. Man kann sowas halt gut nutzen, um die eigenen Gedanken nochmals kreisen zu lassen und aufzufrischen. Ich habe euch da viel über die Jahre zu verdanken, dass hat mir einige interessante und wundervolle Stunden beschert, vor allem weil ich noch tiefer in Bands graben konnte und Meinungen sich gefestigt haben, manchmal sogar verändert haben. Da sind echte Highlights dabei. Zum Thema Feedback: Ich könnte das natürlich still und heimlich nur für mich machen. Aber auch hier denke ich, dass ich das Forum insoweit auch nutzen kann, dass ich da Jahre später nochmal drin rumstöbern kann. Und natürlich, weil ich die Hoffnung habe, hier in diesen Unterforen etwas Schwung reinbringen zu können. Ich versuche da einfach einen Ansatz zu finden, der vielleicht Reaktionen hervorruft. Diesmal wollte ich den Artikel zu nutzen um meine Gedanken Revue passieren zu lassen um vielleicht das zurückgeben zu können, woran ihr Monate (?) arbeitet um das, nicht nur zu würdigen, sondern auch in einen Austausch zu gehen. Gut dabei ist natürlich, wenn man einige Dinge anders sieht, als das Ergebnis hergibt. Klar, finde ich es dann schade, wenn da kaum Feedback kommt. Ich baue auch gerne Fragen ein. Aber das hier beweist wieder, das Zeit manchmal auch hilft. Aber ich möchte auch nicht, dass sich hier irgendjemand erklären muss, weil private Dinge einfach wichtiger sind. Ich weiß ja, trotz allem, dass es hier auch Leute gibt, die über das Lesen hinaus einfach nicht dazu kommen, darauf weiter einzugehen. Ich finde aber auch, dass diese Rubrik, gerade auch deshalb so leicht zu "diskutieren" wäre, weil Meinungen immer nur angeschnitten werden, dass bettet der eine Redakteur etwas ausführlicher ein, der andere weniger. Aber das sind Ansätze woran ich versuche anzuknüpfen, weil sie viel hergeben. Ist mir nach meinem persönlichen Empfinden hier, wie ich am Ende gemerkt habe, etwas weniger gelungen. Aber um es schlicht und einfach sagen zu können: Ich bin davon einfach begeistert und solange ich spaß dabei empfinde, werde ich mein Senf auch abgeben. Rüdiger Stehle hat geschrieben:Trotz der Grandiosität von "Back in Black" und der Erwartbarkeit des Sieges hätte ich mir gewünscht, ein Bon-Scott-Album auf der Pole zu sehen. So toll AC/DC mit Brian weiterhin ist, so sehr finde ich doch, dass Bon Scott in Sachen Ausstrahlung und Charisma halt doch nochmal eine ganze Schippe mehr zu bieten hatte. Dieses laszive, schmachtende, augenzwinkernde, ironische Element, das er einbrachte, ist einfach völlig unerreicht und unimitierbar.
Sehe ich fast ähnlich. Ich finde es zwar schon verständlich, wenn dieses Album immer und überall auf der 1 steht, aber Brian ist für mich auch so viel mehr. Aber da habe ich auch andere Ohren, scheinbar. Ich war mir zum Beispiel ziemlich sicher, dass ich "Powerage" nicht in den Top 5 finden werde. Ich war mir aber auch sicher, dass eine "The Razors Edge" max. im Mittelfeld landen wird und wurde eines Besseren belehrt. kingdiamond hat geschrieben:Ich glaube wir paar Forenleute hier sind bestimmt nicht der repräsentative Querschnitt der PM-Leserschaft. Ein FATES WARNING oder MANILLA ROAD-Diskographie-Check hat zwar hier im Forum ggf. für etwas mehr Diskussion gesorgt als dieser hier und mehrere von uns begeistert, jedoch gehe ich davon aus, dass solche Artikel über Bands wie AC/DC oder natürlich auch MANOWAR (ja, der kam hier aber auch gut an) allgemein mehr Leser finden. Eine Metal-Seite braucht natürlich auch die „Zugpferde“ an Bands, hier im Forum findet man aber teilweise „sehr spezielle“ Leute, mit speziellen Geschmäckern
Natürlich wird bei "Fates Warning", "Manilla Road" und "Manowar" mehr geschrieben. Da ist die Anhängerschaft im Forum größer, als der Diskographie Check war ("Manilla Road"). Und dass das viel gelesen wird von vielen, langjährigen Lesern, die nicht im Forum tätig sind, dürfte klar sein. Ich weiß nicht, ob das sehr spezielle Leute mit speziellen Geschmäckern sind. Ich denke der Underground ist hier ziemlich gut vertreten, ich denke aber, dass das allgemeine Wissen über Musik, Bands, die auch sehr, ich sag mal "mainstreamig" sind, ziemlich hoch ist.
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von Rüdiger Stehle » Dienstag 9. Januar 2024, 13:34
Zu "The Razor's Edge":
Ich denke, das ist bei vielen eine biographische Geschichte. Die Mittsiebziger-Jahrgänge (also so Typen wie ich), von denen es in der Szene und in der Redaktion ja den einen oder anderen gibt, waren bei Erscheinen dieses Albums und der folgenden Livescheibe so ca. 15-16 Jahre alt, und die Promotion-Maschine von AC/DC war damals so unfassbar mächtig, dass man sich dem gar nicht entziehen konnte, oder nur sehr schwer. An den Videoclips, den Alben, den Songs, den Interviews usw... kamst du da als Szenegänger nicht vorbei, sogar völlige Mainstream-Versandhäuser, der Club-Buchhandel usw... hatten die AC/DC "Live" von der Tour zu diesem Album als Aboprämie u.v.m. Die Band war also mit diesem Album, der Tour, dem Livealbum so angesagt, so omnipräsent und so gigantomanisch unterwegs, dass das irgendwie einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat; und es sind halt schon auch echt gute Songs auf der Scheibe; ein oder zwei ihrer allerbesten, mag man sagen.
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von Pillamyd » Dienstag 9. Januar 2024, 13:59
Ja, wenn man das aus dem Blickwinkel betrachtet ist das durchaus schlüssig. Ich sehe das mit Sicherheit aus einem anderen Blickwinkel, der mir erlaubt auf vieles zurückzugreifen ohne das damals miterlebt haben zu können. Sprich ich hab einen "Schatz" an Alben auf die ich zurückgreifen kann.
Höre ich deswegen anders? Vielleicht. Kann ich das alles gut nachvollziehen? Mit diesem Ansatz, schon!
Wenn ich mal das ausblende, dass mir ein Großteil der Songs nicht gefällt, so sehe ich in der Produktion keinen großen Unterschied und daran bleibe ich wohl mit meiner Verwunderung darüber kleben.War denn die Maschine zu "Blow Up..." auch so gut geölt, wie zum Nachfolger?
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von Rüdiger Stehle » Dienstag 9. Januar 2024, 14:53
Pillamyd hat geschrieben:Wenn ich mal das ausblende, dass mir ein Großteil der Songs nicht gefällt, so sehe ich in der Produktion keinen großen Unterschied und daran bleibe ich wohl mit meiner Verwunderung darüber kleben.War denn die Maschine zu "Blow Up..." auch so gut geölt, wie zum Nachfolger?
Ich denke, dass "Blow Up..." schon auch massiv promotet wurde und omnipräsent war, denn "groß" war AC/DC ja auch in den späten Achtzigern. Aber der Nachhall war schon deutlich geringer. Eigentlich blieb im Mainstream (und in den Setlists) nur "Heatseeker" hängen, habe ich das Gefühl. Januar 1988 war aber halt auch knapp "vor meiner Zeit" als Metalhead. Zu dem wurde ich erst ein paar Monate später, und da drängten sich vor AC/DC dann erst einmal Manowar und Helloween auf, und Accept bzw. U.D.O. und Axxis. Die "Razor's Edge" hat Kühnemund im Rock Hard damals als die beste AC/DC seit "For Those About To Rock" bezeichnet und das hat er für das Videogebläse vermutlich nicht getan. Aber da müssten wir jetzt Leute fragen, die schon bei "Blow Up..." am Start waren. Was sagen Frank und Holg?
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von frankjaeger » Dienstag 9. Januar 2024, 17:23
AC/DC war immer erfolgreich, aber ich glaube einfach, dass bei der Heatseeker einfach das Fehlen von einem Überhit wie 'Zanderstruck' den Unterschied machte. Erst mit dem 1990er Album waren die Jungs wieder in aller Munde.
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von Pillamyd » Dienstag 9. Januar 2024, 20:44
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Die "Razor's Edge" hat Kühnemund im Rock Hard damals als die beste AC/DC seit "For Those About To Rock" bezeichnet und das hat er für das Videogebläse vermutlich nicht getan. Aber da müssten wir jetzt Leute fragen, die schon bei "Blow Up..." am Start waren. Was sagen Frank und Holg?
Da fällt mir ein, dass es vom RockHard früher Specialeinlagen gab. Das Heft über "AC/DC" müsste ich mal rauskramen. Da sind bestimmt sämtliche Reviews drin, dieses bestimmt auch. Rüdiger Stehle hat geschrieben:Aber der Nachhall war schon deutlich geringer. Eigentlich
Liest man doch häufig, dass die Tour zum Album der absolute kracher gewesen sein muss.
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von Holger Andrae » Dienstag 9. Januar 2024, 22:02
Ich bin ja mit dem Lieblings-Album bei Pille. "Powerage" ist die AC/DC, die neben "Back In Black" am häufigsten läuft. Ich wollte ja ursprünglich auch am DC teilnehmen, habe aber beim Versuch einige der Alben nach Mitte der 80er am Stück zu hören gemerkt, dass ich das tatsächlich nicht hin bekomme. Die finde ich tatsächlich alle langweilig. Da helfen auch Hit-Singles nicht. Ganz im Gegenteil, die kommen mir an beiden Ohren wieder raus. Für mich bleibt: AC/DC war mit "Back In Black" der Einstieg in das alles hier und danach kam der Absturz in den drei Mal vorgekauten 3/4-Takt. Bis zum schwarzen Album aber noch immer fein.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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