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von Pillamyd » Donnerstag 18. Januar 2024, 01:36
Kurzweilige Runde war das. Ich hab den Versuch gestartet, die Jukebox 10 Alben pro Song als Vorschlag zu geben, bei dem ich den ersten längeren Blick auf ein Artwork, als Auserwählten angesehen habe. Rausgekommen dabei ist, dass auch Alben drangekommen sind, die ich sehr lange nicht mehr gehört habe. Wie zum Beispiel "Damnation Angels". Runde 1:Rüdiger Stehle hat geschrieben:Pillamyd 1: THE TEMPERANCE MOVEMENT "Battle Lines" / "Modern Massacre" => Den Bandnamen habe ich nie zuvor bewusst wahrgenommen. Junge Schotten, die klingen wie alte amerikanischen Blues-Rocker. Bin ja bekanntlich nicht so der Blues-Dude, aber die Gitarren braten extrem fein, schöne Riffs, erdiger Gesang, stark produziert. Cooler Flanger-Einsatz. Doch hat was. Habe beide Songs gehört. Der zweite ist dramaturgisch ein wenig spannender. Hat gut was von Bon-Scott-Ära-AC/DC und WHITE STRIPES. Yeah. Passt.
Da bin ich echt überrascht, dass dir das gefällt. Aus genannten Gründen hätte ich vermutet, dass das weniger für dich ist. Auch mein einziges Album der Band. Danach konnten sie mich nicht mehr mitreißen. Das ganze Album ist eine Hitmaschine. Lange nicht mehr gehört. Wird mal wieder rausgelegt. Runde 2:Rüdiger Stehle hat geschrieben:Pillamyd 2: DAMNATION ANGELS "The Longest Day Of My Life" Bandname und Titel kommen mir bekannt vor. Direkt als Symphonic Metal identifizierbar, moderner Ausprägung und Klanggewandung. Ein bisschen hochglänzender als es meiner allgemeinen Präferenz entspricht, aber es ist fraglos ein sehr guter Song, der durchaus gewisse Parallelen zu HELLOWEEN zu "The Dark Ride"-Zeiten aufweist. In vielerlei Hinsicht. Doch, gefällt mir überraschend gut, für modernen, voluminös produzierten Symphonenstahl.
Kenneth Thiessen hat geschrieben:Pille #2 DAMNATION ANGELS - The Longest Day Of My Life
Nach dem orchestralen Intro hatte ich nicht gedacht, dass das von den Gitarren usw. so modern ist. Die Gesangslinien erinnern mich manchmal an melodischen Metalcore dieser Tage, was aber nichts schlechtes ist. Insgesamt natürlich sehr zuckrig-bombastisch-melodisch, was ich mir nur selten geben kann. Aber zwischendurch hat das schon was, wobei ich diese orchestralen Parts dann meist sogar besser finde, als das, was den Song für die Zuordnung des Begriffs Metal qualifiziert. Nichtsdestotrotz ist es schon fein gemacht, die Spannung über die 10 Minuten hochzuhalten.
Habe ich vor 7 Jahren als Vorband von "Threshold" gesehen und wollte die Band unterstützen, weil der Sänger alles in seinen Gesang reingelegt hatte, bei diesem Konzert. Und der Song ist mir noch im Gedächtnis geblieben. Ich habe das Album seitdem glaube ich nicht mehr gehört, wenn ich ehrlich bin. Mir ist das ebenfalls zu symphonisch. Das kam Live sogar etwas besser zur Geltung. Aber auch mal spannend, etwas auszuwählen, was einem selber gar nicht mehr so zusagt. Rüdiger Stehle hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:Rüdiger #02 - Grand Prix - Samurai
Das kenne ich! Könnte mal in die Sammlung. Die Keys sind gut eingesetzt. Geben der Thematik eine gute Tiefe. Der Gesang ist so glasklar. Ich höre da eine Note Freddie Mercury im Gesang heraus. Und trotzdem klingt das sehr eigenständig. Musikalisch passiert da ziemlich viel, so dass da ein Durchlauf gar nicht wirklich reicht um das ganze Vollumfänglich zu beschreiben. Aber du hast mich wieder daran erinnert und das ist ziemlich toll!
Hier singt Robin McAuley, später MSG.
Na, schau an! Ich wusste das und hab es nicht mehr auf dem Schirm gehabt. Eieiei... Runde 3:Rüdiger Stehle hat geschrieben:Pillamyd 3: FISH "Internal Exile" => Dass ich britischen Minstrel-Gesangsstil quasi immer toll finde, ist ja nichts Neues, und Gaelic Folk ebenso. Kann man nichts falsch machen. Fish ist ein toller Sänger, schottischer Akzent immer ein big selling point. Sophie Ramsey und Amy MacDonald, anyone? Also: Super Song, super Sänger, super Stil. Erinnert mich ein kleines bisschen an Billy Joels 'Downeaster Alexa', vom Flow und vom Duktus her. Mehr Gaelic Folk natürlich, aber trotzdem. Top!
Kenneth Thiessen hat geschrieben:Pille #3 FISH - Internal Exile
Genaue Genrebeschreibungen oder ähnliches kann ich hier nicht ganz vornehmen. Trotzdem ist das für mich einfach tolle, spaßige, mitreißende Musik, bei der ich die Instrumentierung toll finde. Das Akkordeon gefällt mir besonders, die Stimme passt. Die Melodien tragen einen durch den Song und ich spüre die Freude, die der Song überträgt. Ganz großartig! Merke ich mir!
Genrebezeichnung braucht man auch nicht, wenn die Musik einem spaß macht. Auf dem gleichnamigen Album herrscht aber Abwechslungsreichtum. Da kann es dann auch mal etwas düsterer starten. Großartiges Teil, dass ich jedem nur empfehlen kann. Runde 4:Kenneth Thiessen hat geschrieben:Pille #4 THE MARS VOLTA - Drunkship Of Lanters
Tut mir leid, das läuft komplett an mir vorbei. Die paar Noise-Einsprengsel gegen Ende lassen mich etwas aufhorchen, aber das war es auch. Solche Musik packt mich absolut nicht, auch wenn das technisch bestimmt absolut hochwertig ist und die Musiker ziemliche Meister ihres Fachs sind.
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Pillamyd 4: THE MARS VOLTA "Drunkship Of Lanterns" Den Bandnamen habe ich tausendfach gehört, aber nie hinein gehört. Da gilt für mich ein bisschen ähnliches wie bei BORIS. Mir erschließt sich da die melodische Fügung nicht. Das klingt für mich hektisch und anstrengend, ein bisschen wie Fingernägel auf der Tafel. Es gibt ein Art von Hektik, die ich mag (Raven, Voivod), aber wenn zu sehr ins polyrhythmische und dodekaphonische geht, wird's für mich immer wieder schwierig. Einen Hauch von Straightness brauch ich in der Regel auch in komplexen Sachen, und das hier ist halt so unstraight und - für mich - sperrig, wie etwas nur sein kann. Gut gemacht sicherlich. Auch für mich spannend. Aber in 99% aller Tage würde ich davon wohl kein ganzes Album aushalten.
Braucht nicht leid zu tun. War mir schon klar, dass das hier eher schwierig ankommt. Ich fand das vor allem Live auch so überraschend gut mitanzusehen. Und komischerweise, war das sogar tanzbar. Musik, die für mich auch nicht immer funktioniert. Aber wenn es das tut, dann kann ich darin ziemlich gut eintauchen. Runde 5:Kenneth Thiessen hat geschrieben:Pille #5 PRINCE - 1999
Auch wenn PRINCE zweifellos ein großer Künstler ist, finde ich das jetzt nicht wirklich prickelnd. Läuft leider auch an mir vorbei, wobei ich die Synth-Pop-Schlagseite, die man ja vorhin bei JEAN MICHAEL JARRE in Reinform hatte, nicht so mitreißend finde. Ich verbinde Prince eher mit gitarrenlastigeren Songs, was auch damit zu tun hat, dass ich nur ein absolutes Minimum des Künstlers kenne.
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Pillamyd 5: PRINCE - 1999
Deine Vorliebe für die echten Großen des Pop. Ich denke da immer: Kenne ich eh nicht. Und dann: Natürlich kenne ich es! Man hat damals halt doch noch Leute gekannt, die Radio hörten. Oder Fernsehen schauten. Und was ich immer schon sage: In den 1980ern war Pop halt weitgehend echt noch gute Musik. Das gilt natürlich auch für Prince. Das ist jetzt nichts, was ich zwingend in der Sammlung haben müsste, aber es ist echt cool, wenn es läuft, auch wenn die loopige Rhythmus-Geschichte mir bisweilen etwas zu sehr im Vordergrund ist.
Großartiger Künstler, den ich selbst noch viel zu wenig kenne. Ich finde "Prince" aber auch vor allem deshalb so wahnsinnig spannend, weil er nicht so leicht zu greifen ist, wie zum Beispiel ein Michael Jackson um mal den Hauptkonkurrenten zu nennen. Da ging schon ziemlich viel ab in der Musik. Und "Prince" war ein begnadeter Gitarrist. Was meiner Meinung nach immer wieder untergeht. Das ganze Drumherum kann da schon auch ablenken.
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Pillamyd
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von Pillamyd » Donnerstag 18. Januar 2024, 01:39
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:Rüdiger #05 - Edge Of Sanity - Across The Field Of Forever
Eine Band die ich immer toll finden wollte, es mir aber aus irgendwelchen Gründen nie so wirklich geschafft haben. Weiß ich selbst nicht genau warum. "Across The Field Of Forever" weckt mein Interesse wieder. Denn der Song ist wirklich mitreißend. Vor allem die Gitarren. Das Solo finde ich aber leider wieder sehr unpassend. Für diesen Song doch irgendwie zu melodisch. Da scheine ich die Verbindung nicht gefunden zu haben. Den Rest finde ich aber wirklich gut. Vielleicht doch nochmal probieren...
Das Solo ist eine Adaption des Hauptmotivs von URIAH HEEPs "July Morning".
Tatsächlich? Und was hat das da zu suchen? Nein, im Ernst! Ist mir nicht aufgefallen. Jetzt wo du das sagst, ist es aber klar. Einfach eine Verbeugung schätze ich mal? Ich habe mir vorgenommen, für morgen ein paar "Edge Of Sanity" Songs zu hören. Möchte an dem heutigen Höreindruck anknüpfen. Ich höre den Song übrigens gerade noch einmal.
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 18. Januar 2024, 01:45
Pillamyd hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:Rüdiger #05 - Edge Of Sanity - Across The Field Of Forever
Eine Band die ich immer toll finden wollte, es mir aber aus irgendwelchen Gründen nie so wirklich geschafft haben. Weiß ich selbst nicht genau warum. "Across The Field Of Forever" weckt mein Interesse wieder. Denn der Song ist wirklich mitreißend. Vor allem die Gitarren. Das Solo finde ich aber leider wieder sehr unpassend. Für diesen Song doch irgendwie zu melodisch. Da scheine ich die Verbindung nicht gefunden zu haben. Den Rest finde ich aber wirklich gut. Vielleicht doch nochmal probieren...
Das Solo ist eine Adaption des Hauptmotivs von URIAH HEEPs "July Morning".
Tatsächlich? Und was hat das da zu suchen? Nein, im Ernst! Ist mir nicht aufgefallen. Jetzt wo du das sagst, ist es aber klar. Einfach eine Verbeugung schätze ich mal? Ich habe mir vorgenommen, für morgen ein paar "Edge Of Sanity" Songs zu hören. Möchte an dem heutigen Höreindruck anknüpfen. Ich höre den Song übrigens gerade noch einmal.
Ich würde es Dan Swanö ohne Weiteres zutrauen, dass er sich im Death Metal vor seinen 1970er-Helden verneigt hat, bevor es im extremen Metal cool geworden ist, das zu tun. Er hat ja auch bald darauf mit all den Soloprojekten angefangen, die solche Vibes verarbeiten. Habe das natürlich nicht gemerkt, als ich die Scheibe das erste Mal gehört habe, als sie herausgekommen ist, aber als ich dann so Mitte der Nuller-Jahre URIAH HEEP recht umfassend inhaliert hatte, und es dann wieder lief, hat es ungefähr drei Sekunden gedauert, bis es mir wie Schuppen von den Augen fiel. Ich finde den Song mega-toll. Habe ich auch schon vorzeiten mal auf Wichtelsampler hier im Forum gepackt. Das Album hat ja auch noch die grandiose Manowar-Coverversion zu "Blood Of My Enemies". War schon irgendwie ein Ausbrechen-Album, aus dem DM-Kontext, aber trotzdem halt noch in dem Sound gerooted. Freut mich sehr, wenn du darauf ein bisschen aufbauen magst. Gerne Bescheid geben, wie es angekommen ist, wenn es soweit ist.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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Rüdiger Stehle
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von Pillamyd » Donnerstag 18. Januar 2024, 01:59
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Freut mich sehr, wenn du darauf ein bisschen aufbauen magst. Gerne Bescheid geben, wie es angekommen ist, wenn es soweit ist.
Ich teile gerne meine Eindrücke mit euch. Kann ich gerne machen 
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von Jhonny » Donnerstag 18. Januar 2024, 11:41
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:Rüdiger #01 - Jean-Michael Jarre - Oxygene, Pt. 4
Nanü, was sind des das für Töne vom Raben? Nun, gut! Also..ja...ähmm. Hat was "Das Boot" mäßiges. Manche Töne gefallen mir recht gut. Andere wiederum nicht. Die Parts auseinanderzuhalten ist aber gar nicht so einfach wie ich gerade merke. Weiß noch nicht genau, was ich von halten soll. So auf die schnelle ist das wohl weniger für mich. Zumal ja auch gar nicht gesungen wird.
Ich wusste gar nicht, dass ich die Platte habe. War in der "zu verschenken"-Kiste der Shopauflösung eines Plattenladens. Bin da kein großer Fan, ist aber natürlich ein Klassiker der instrumentalen Elektromucke. Tausendfach gehört, überall...
Darüber war ich beim Nachlesen auch überrascht, dass das von dir kam 
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von Kenneth Thiessen » Donnerstag 18. Januar 2024, 12:45
Empfand das gestern auch als entspannte Runde, die man gerne wiederholen kann und deshalb hier noch ein paar Worte: Runde 1:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Kenneth 1: IMPIETY "Torment In Fire" => Yeah, die Scheibe habe ich anno 2011 mit neun Punkten besprochen und der Sammlung hinzugefügt. Feines Ding, der Singapur BM-Abriss. Ich mag die massiven TORMENTOR-Einflüsse total gerne. Old School Hassbatzen, auch für Fans von IMP NAZ bestens geeignet. Punkig, thrashig, in your face, geifernd, gallig, rock it!
Ich hatte gar nicht mehr auf dem Schirm, dass du die Scheibe schon besprochen hattest. Ich war mir aber sowieso fast sicher, dass dir das gut gefallen würde, da das ziemlich garstiger BM-Punk ist und der Vergleich zu IMPALED NAZARENE sich, wie du ihn erwähnt hast, schnell auftut. Pillamyd hat geschrieben:Kenni #01 - Impiety - Torment In Fire
Etwas dumpf in meinen Ohren, was die Produktion anbelangt. Ansonsten tönt das hier ganz amtlich. Ich war mir nicht sicher, ob ich von der Band schon einmal gehört habe. Aber die kommen aus Singapur? Ja, doch. Da klingelt es irgendwie. Mit der Länge macht auch der Song immer mehr spaß. Das Ding ist ein richtiger Hassbratzen. Da schwingt auch ne Spur Punk mit rein, was mir wahnsinnig gut gefällt. Super Einstieg!
Die Produktion der Scheibe ist tatsächlich ziemlich dumpf, auch im bandinternen Vergleich. Der Punk-Einfluss gerade bei diesem Song ist offensichtlich, insgesamt hält sich das in der Diskographie der Band doch in Grenzen.Da stehen insgesamt eher der Black und Death Metal im Vordergrund, wobei der Vorgänger der "Skullfucking Armageddon", also "Asateerul Awaleen" klassischer flirrender BM ist, während der Nachfolger "Kaos Kommand 696" in Richtung ANGELCORPSE geht. Runde 2:Rüdiger Stehle hat geschrieben:Kenneth 2: Boris "ワレルライド" => Ja, nö, weiß nicht. Ich stehe ja ganz generell durchaus auf Melodien, selbst bei krassen Stilrichtungen. Wenn's in die Noise-Richtung geht, bin ich ziemlich schnell raus. Macht mich nervös und ich will nicht nervös sein. Drum mach ich auch keine Computerspiele. So viel Muße habe ich selten, mir so stressiges Zeug anzutun, auch wenn ich durchaus Dinge drin finde, die mir mit entsprechender Hörgewöhnung doch zusagen könnten, wie sie auch etwa bei CIVIL DEFIANCE, SIGH oder GWAR vorkommen, als Nexus. Daher Respekt ja, Lust drauf? Aktuell nicht.
So viel Abneigung gegen Noise habe ich bei dir gar nicht vermutet, kann sie aber zu Teilen nachvollziehen, auch wenn ich Noise recht gerne höre und gerade bei BORIS die Vermischung von Noise mit Metalstilen aller Art äußerst gelungen finde. Dabei gibts von dem Song auch eine Liveversion mit MERZBOW, die ich euch rückblickend glücklicherweise erspart habe, da hier der Noise-Anteil noch deutlich höher ist. Pillamyd hat geschrieben:Kenni #02 - Boris - Wareruride
Oha. Das ist sehr noisy. Hat aber auch wieder eine feine punkige Note. An den Gitarren kann man sich sogar entlanghangeln. Also es gibt Ankerpunkte. Mit 2:40 Min. genau richtig. Eine Mischung die man nur so selten hört. Etwas Stoner/Doomiges auf Schnell. Gefällt mir überraschend gut. Ich persönlich, habe von der Band noch nie gehört. Schönes Ding!
Ich bin tatsächlich auch nur über MERZBOW und seine Kollaborationen mit der Band auf BORIS gekommen. Das gemeinsame Livealbum "04092001" war sozusagen die Initialzündung, mal zu schauen, was die Band so kann. Die Assoziation "Stoner/Doom auf schnell" kann ich nachvollziehen, wobei auf dem Album "Heavy Rocks", wo auch 'Wareruraido' herkommt, normaler klassischer Stoner/Doom gespielt wird. Ich bin eher selten in diesen Genres unterwegs, aber besonders dieses Album finde ich ziemlich cool. Runde 3: Rüdiger Stehle hat geschrieben:Kenneth 3: ABORYM "The Day The Sun Stopped Shining" Die Band kam auf meinen Schirm als Nebenprojekt von Meister Attila, natürlich, aber dann auch wieder aus dem Fokus, als er dort weg war. Obwohl ja mit Faust und Ravn später auch noch ordentlich norske Prominenz an Bord war. Grundsätzlich unbegründet, denn das ist stets spannende Mucke. Mich stören da auch die Trip-Hop-Elemente, die Loops und sontige Elektronika nicht. Müsste ich vielleicht noch mal von vorne anpacken, die Truppe.
Ich denke, dass das dir auf jeden Fall gefallen könnte, zumal "Dirty" schon das letzte Album mit vorwiegender Black-Metal-Schlagseite ist. Gerade die ersten drei Alben sind da noch etwas reiner im Industrial Black Metal, wobei "Kali Yuga Bizarre" und "Fire Walk With Us" schon als MYSTICUM-Worship verstanden werden können, während für mich "With No Human Intervention" der Höhepunkt ist, da das einfach ein monumentales Ding und seine eigene Nische im Industrial Black Metal gefunden hat. Freut mich aber, dass die ganzen Elemente neben dem Black Metal dich in diesem Song nicht stören. Dann könnte das mit dir und der Band ja doch noch was werden, wobei derartige Elemente nicht immer so im Vordergrund sind wie hier. Pillamyd hat geschrieben:Kenni #03 - Aborym - The Day The Sun Stopped Shining
Ok. Der Anfang klingt wie eine Industrienähmaschine. Und so ganz weit weg von der Assoziation bin ich nicht. Industrial Black Metal. Joa, damit kann ich schon was Anfangen. Finde aber, dass diese schrägen Töne in den Strophen parallel zum Gesang etwas nebenherlaufen. Sobald der Gesang aufhört, klingt das verwobener. In meinen Ohren besser und nicht so störend. Oder liegt das am Gesang? Hmmm...muss ich wohl nochmal hören.
Der Song zeigt eine überraschend, melancholische, fast schon dystopische Wendung. Nicht uninteressant, da er nicht so wirkt, als wolle man den Zustand ändern. Man zieht das Konsequent bis zum Ende durch. Interessant, interessant...
Deinen letzten Satz dazu finde ich vor allem interessant. Dieser Part am Ende des Songs, der schon in Richtung Filmmusik geht, finde ich wunderbar. Das Klavier mit melancholisch-verzweifelten Tönen, während man jemand im Hintergrund heftig weinen und schreien hört. Der Track ist übrigens der Abschluss des Albums und fängt die dystopische Atmosphäre von "Dirty" wunderbar ein und bringt sie durch diesen Endpart zum Schluss! Runde 4: Rüdiger Stehle hat geschrieben:Kenneth 4: ALABAMA "I'm Not That Way Anymore" Den Song kenne ich, auch wenn ich ihn der Band nicht hätte zuordnen können. Ist ja eine echte Country-Größe, die Truppe. Dass ich Country total gerne mag, ist kein Geheimnis hier, und so dürfte es niemanden verwundern, dass ich den Song sehr cool finde. Unkitschiger aber trotzdem - oder eher deswegen - sehr emotionaler Stoff mit sanfter Rocknote, die mitschwingt.
Schön zu lesen, dass es dir gefällt, wobei mich das nicht wirklich überrascht hat, wie du schon angemerkt hast. Ich weiß nicht, ob die Band dir auf Albumlänge etwas gibt, aber neben "Roll On" finde ich auch die beiden Vorgänger "Closer You Get" und "Mountain Music" ziemlich gut, wobei ich lange nicht alles von der Band kenne. Pillamyd hat geschrieben:Kenni #04 - Alabama - I'm Not That Way Anymore
Noch nie von gehört. Die cleanen Gitarren finde ich toll. Auch das Solo. Aber ich kann mit dem dazwischen nicht so viel Anfangen. Es wird gereimt, es wird gekitscht. Zu Teilen ist mir das dann auf eine ungewöhnliche Art zu simpel.
Das die Texte als ziemlich kitschig herüberkommen ist ziemlich verständlich. Die Reime sind manchmal auch ein wenig interessant ("Radi-I-O"), aber ich finde die Atmosphäre, die der Song rüberbringt schon recht ansteckend. Simpel ist es dennoch. Runde 5:Rüdiger Stehle hat geschrieben:Kenneth 5: EISENHAND "Steel City Sorcery" Never heard, never heard of. Hätte ich jetzt älter eingeschätzt, aber nee, ist klar. NWoTHM aus tu felix Austria, mit dem passenden Label im Rücken. Massive NWoBHM- und Punk-Schlagseite. Wie halt auch bei TYRANN oder diversen anderen Kombos dieser Art. Ich kann da nicht anders, als das zu mögen, gerade, wenn der kleine Manilla-Road-Worship-Part in der Mitte kommt, der dann von der Cowbell aufgegriffen wird.
Ich hatte gehofft, dass das dir noch nicht bekannt war. Der Sound ist tatsächlich ziemlich oldschoolig, sogar noch mehr, als das viele Bands aus der NWoBHM-Revival-Welle machen, was ich ziemlich cool finde. Geworshippt wird hier natürlich massivst, aber dafür richtig gut! Pillamyd hat geschrieben:Kenni #05 - Eisenhand - Steel City Sorcery
Wurde ja zur Veröffentlichung abgefeiert bis in den Himmel. Ich habe erst einmal die Finger von gelassen. Aber wieder ist es die punkige Note, die mich am Haken hat. Guter Köder, dieser Punk. Dieses entschleunigte "Oho"-Parts, finde ich zwar dann zu viel des Guten, aber den Song kann ich mir gut anhören. Auch wenn ich persönlich die 6 Minuten viel zu lang finde. Kürzer, wäre knackiger gewesen. Und mehr auf den Punkt...
Ich habe den Hype auch nur aus zweiter Hand mitbekommen. Ich teile die Kritik mit der Länge auch etwas. Da werden gerade die "Oho"-Parts recht oft wiederholt, wobei ich den Refrain einfach immer wieder toll finde und der auch öfter im Song vorkommen darf.
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von Kenneth Thiessen » Donnerstag 18. Januar 2024, 23:29
Wäre heute um 23:00 jemand spontan bereit für eine Runde?
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 18. Januar 2024, 23:40
Och jo. Kann man schon nochmal machen. Muss morgen nicht allzu früh raus.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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von Pillamyd » Donnerstag 18. Januar 2024, 23:52
Macht ihr mal, ich werde mitkommentieren 
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von Kenneth Thiessen » Donnerstag 18. Januar 2024, 23:57
@Rüdiger: Könnten wir 10 Minuten später starten?
Und, heute dann wieder fünf Songs?
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