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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Jhonny » Samstag 20. Januar 2024, 17:10
Ja, das empfinde ich tatsächlich auch als Sensation. Auch eine kleine Band wie TANITH auf der 2 ist krass. Außer den IN FLAMES und PRIMORDIAL quasi keine größeren Bands in den Top 15... SORCERER und SULPHUR AEON wirken da schon wie große Namen. Unsere Leserschaft ist wohl mehr Underground als wir 
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Jhonny
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von Pillamyd » Sonntag 21. Januar 2024, 09:44
Kennis Perlen Artikel: Das wird sicherlich keine leichte Aufgabe. Da werde ich mit vielen Herausforderungen konfrontiert werden, da bin ich mir sicher. Aber ich möchte trotz allem in deine Top 10 reinhören und mir gezielt mal ein Bild machen, was dich musikalisch so beeindruckt. Und dann gibt es in deinen weiteren 10 Plätzen tatsächlich 3 Alben, auf dessen Inhalt ich durch die Beschreibung echt gespannt bin. Aber eins nach dem anderen. Was ich mich frage, ist, wie du allein so manch einen Titel behalten kannst
Gut, der Anatomiekurs kann losgehen:Dein Platz 1 –Ja, das war durch dich hier natürlich schon sehr präsent. Ich habe es nicht so mit amerikanischen Bands im Bereich des Black Metals. Ich muss aber auch sagen, dass ich von der Band auch tatsächlich noch nie etwas gehört habe, bevor du sie nicht erwähnt hast. Ich habe mir einmal den Opener des Albums angehört. Ganze 2 Minuten Geräuschkulisse, bis es dann endlich mal losgeht. Den Song an sich, kann ich mir gut geben. Doch so richtig begeistern will es mich nicht. Und das aus verschiedensten Gründen: Da wäre zum einen der Gesang. Dieses heisere Gekeife kommt nicht so ganz an mich ran, auch wenn ich ihn sehr interessant finde. Die tieferen Growls finde ich besser. Zum anderen ist da der musikalische Aspekt, der mir in seiner Fülle, ich möchte mal sagen, zu verwaschen rüberkommt. Da passiert zwar ziemlich viel. Aber es bleibt zu teilen verborgen, weil ich Übergänge nicht so richtig nachvollziehen kann. Es gibt eine Stelle, in der eine Gitarre hinzukommt. Die ich aber erst gar nicht wahrnehme. Sie fällt mir dann zwar auf, aber ich kann das kaum fassen. Ich kann die Begeisterung aber auch verstehen! Nur für mich persönlich ist das dann wohl eher weniger etwas. Dein Platz 2 –Hui, kann ich nicht nachvollziehen. Das soll ein Bassdröhnen sein? Klingt wie ein zu starker Wind, der durch die Aufnahme huscht, weil man das Fenster vergessen hat zu schließen. Dichte Atmosphäre, kann ich da nicht nachvollziehen. Das sind für mich Geräusche, bei der ab und an mal was zu erkennen ist. Aber einen Song dahinter, erkenne ich tatsächlich nicht. Sorry to say that. Aber ich habe ja gesagt, hier könnte es für mich herausfordernd werden. Dein Platz 3 –Hier allerdings wird es etwas strukturierter. Das gefällt mir sogar auf Anhieb richtig gut. Natürlich hat hier die Nähmaschine Vorrang. Aber gerade der Gesang scheint hier führend zu sein. Da passiert unheimlich viel, aber es scheint so, als würde mir das so viel Spaß bereiten, dass ich den Drang verspüre, herauszufinden, was da alles so abgeht. Sehr experimentelles Zeugs, dass ich so gar nicht Beschreiben kann. Wie denn auch beim „nur“ reinhören. Aber es hat definitiv etwas. Keine leichte Kost und ich müsste dafür viel Muse aufbringen. Aber vielleicht passiert das ja mal. Für mich jedenfalls das spannendste bisher. Dein Platz 4 –Das Geholze ist auch hier ein großer Star. Aber hier erkenne ich mal so etwas wie einen Song. Ich werde direkt an „Belphegor“ erinnert. So ganz trifft das nicht meinen Geschmack. Aber schlecht ist das nicht.Die Effekthascherei der von mir oben genannten Referenzband ist nicht so ausgeprägt. Hier will man mit Songs überzeugen. Ich finde das sogar sehr melodisch. Ja, warum nicht? Dein Platz 5 –Wer sich die Songtitel behalten kann, der hat meinen Respekt. Was zur Hölle, ey! Musikalisch wird das wohl bei den niedrigeren Plätzen immer mehr was für mich. So scheint es. Das hier finde ich ziemlich konstant gut. Klar, selbst ich, muss für so einen Sound echt bereit sein. Aber ich schätze, wenn ich es bin, könnte das doch ordentlich knallen. Aber hier wird auch ziemlich viel mit Atmosphäre gespielt, wie ich vermute. Das lässt es interessant wirken. Dein Platz 6 -Die erste Platzierungs eines vollumfängliche Black Metal Album. „Mork“ ist eine Band, mit der ich mich gerne mal beschäftigen würde. Hier klingt das Ganze ziemlich melodiös. Sehr zugänglich. Ich hatte das etwas dreckiger im Gedächtnis abgespeichert. Aber das ist schön treibend, ziemlich fließend. Teils auch stampfig. Scheint eine abwechslungsreiche Sache zu sein, die ich so nicht vermutet hätte. Dein Platz 7 –Oh ja. Ein Album, dass ich mir noch unbedingt zulegen muss. Das, was ich hören durfte, war ziemlich überzeugend. Steht tatsächlich auf meiner Liste. Dein Platz 8 –Das Album finde ich gut. Wirklich gut! Trotzdem blieb das große Abgehen aus. Die „Wings Of War“ hatte für mich noch etwas mehr power. Trotzdem, was positiv auffällt ist, dass an der Produktion nochmal etwas rumgedoktert wurde, im positiven Sinne. Nicht mehr ganz so ballerig wie zuvor. Solche Kaliber wie „Twist Of The Wick“ oder „Bag O‘ Bones“ sind aber natürlich schon geil. "The Scorched" ist aber halt auch wieder ein saustarkes Album. Schlecht kann die Band nicht. Deshalb ist Platz 8 ist sicherlich gerechtfertigt. Hat leider nicht ganz für meine Top 10 gereicht. Dein Platz 9 –Über die Band habe ich schon in Havocs Thread etwas geschrieben. Hier bleibt komplett die Begeisterung aus. Ich hab zwischenzeitlich noch einmal angeckeckt und das lässt mich leider wirklich sehr kalt. Dein Platz 10 –Mir dröhnen direkt Orgelklänge entgegen. Oder knallt da einer mit dem Hammer gegen eine Eisenstange? Keine Ahnung. Was ein Klangbild. Laut und ungemütlich. Es kracht, es krächzte, es ist präsent. Eigenartige Klangkulisse, die da aufgebaut wird. Geladen, entladen, wieder geladen. Laute Ambient-Musik? Gibt es sowas überhaupt? Wenn ja, dann hier der Beweis. Hier gibt’s keinen wirklichen Taktgeber. Hier bricht alles aus wie er nur will. Kein Konstrukt aus Choruse, Refrains, Solo ... Darauf wird wohl kein Wert gelegt. Erstaunlich, was man hier alles heraushören kann. Kurzweilig. Aber doch ziemlich abgedreht.
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Pillamyd
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von Kenneth Thiessen » Sonntag 21. Januar 2024, 15:50
Pille, einen herzlichen Dank für deine ausführlichen Kommentare. Genau wegen solchem Feedback schreibe ich überhaupt den Jahresrückblick bzw. habe Spaß nochmal die Alben durchzugehen, sie zu ordnen und dann jeweils noch ein paar Worte darüber zu verlieren, auch wenn ich oder ein anderer Rezensent zu den jeweiligen Alben schon das meiste geschrieben hat. Deshalb schätze ich es sehr und finde es bemerkenswert, dass du dir nicht nur meinen Perlenartikel genau anschaust, sondern das auch bei denen der anderen gemacht hast. Für den Austausch bin ich sehr dankbar! Zu deinem Prolog: Ich bin schon gespannt, welche Alben außerhalb meiner Top 10 durch die Beschreibung dein Interesse geweckt haben. Wenn ich tippen würde, wären es, glaube ich, NEO INFERNO 262, BLUT AUS NORD und IMPETUOUS RITUAL, aber da bin ich mir nicht sicher, weil es gut sein kann, dass du BLUT AUS NORD schon kennst. Sind ja ein größerer Name im französischen Black Metal. Die Auflösung kommt hoffentlich noch, Spannung auf meiner Seite ist da. Aber die ersten 10 Plätze nun: PROFANATICA: Die zwei Kritikpunkte, die du ansprichst, kann ich nachvollziehen. Die Vocals von Ledney werden öfter mal als störend wahrgenommen. Dabei ist der Anteil des heiseren Gesangs auf den anderen Alben nochmal deutlich höher. Diese tieferen Growls werden von der Band eher selten eingesetzt. Der verwaschene Sound zieht sich auch durch, wobei gerade auf "Crux Simplex" das ganze nochmal dichter gemixt ist und manche Riffs gerade zu Beginn etwas schwer zu entziffern sind. Von Durchlauf zu Durchlauf erkennt man da aber mehr, auch wenn die Songs von der Struktur recht einfach sind. Wenn man sich einmal intensiver mit der Band auseinandergesetzt hat, merkt man, dass Riffs, Schlagzeugspiel etc. auf einem recht einfachen Niveau gehalten sind, aber dafür halt ziemlich effektiv eingesetzt werden, um auch bestimmte Atmosphären zu erzeugen. TSALAL: Mit der Begeisterung für TSALAL stehe ich schon eher alleine da, was recht verständlich ist, da das zu großen Teilen wohl eher Noise zuzuordnen ist. Diese brachiale, (un)musikalische Gewalt, die dann ankommt, wenn man das hört, finde ich dabei richtig toll. Das Ding entfaltet seine Wirkung nochmal stärker, wenn man das über die Anlage laufen lässt. Letztendlich ist das aber halt ziemlich kranke Musik, die ich jetzt auch nicht gehört hätte, ohne, dass ich mich da mit ähnlich extremen Bands "aufgewärmt" hätte. REVERORUM IB MALACHT: Freut mich sehr, dass bei dir Interesse daran entsteht, dich da reinzuhören. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es sich lohnt, da ich auch einige Durchläufe bräuchte, um das Ding überhaupt irgendwie fassen zu können. Der Gesang ist da schon ein recht guter erster Anhaltspunkt, auch wenn man mit der Zeit immer mehr von der recht raffinierten Gitarrenarbeit heraushört. Falls du dich intensiver mit der Scheibe auseinandersetzt, bin ich auf deine Entdeckungen gespannt. IMPALEMENT: Im Vergleich zu anderen Geholze aus meiner Liste, ist das hier noch recht zurückgenommen. Klar, hier ist der Blastbeat oder die Doublebass immer noch eine der Hauptzutaten. Aber wie du es beschreibst, gibt es hier richtige Songs, die man als Einheit recht schnell identifiziert, weil es auch eine Masse an Melodien und Hooks gibt. TETRAGRAMMACIDE: Anscheinend hat die Band hinter den Songnamen ein klares Konzept, das man im Booklet entdecken kann. Diese Reise steht noch aus, die Aufmachung jedoch ist ziemlich wertig, nur um mal kurz dafür Werbung zu machen. Atmosphäre ist das richtige Stichwort. Auch wenn das Ding an allen Ecken und Enden knallt, schafft es die Band ziemlich gut, durch feine Nuancen da eine Atmosphäre zu erschaffen, die sich durch das ganze Teil zieht. Angefangen bei dem Intro, über weitere Zwischenspiele und das Outro. Das Auge isst natürlich mit, weswegen das Cover auch eine Rolle spielt. Die bizarren Songtitel hat man natürlich auch irgendwie im Hinterkopf. Das ist schon ein sehr stimmiges Gesamtkonzept, wie ich finde und musikalisch ist das neben brutal, halt auch durchdacht und klasse umgesetzt. MORK: "Dypet" ist wie schon im Artikel geschrieben ein perfektes oldschooliges Norwegen-BM-Album. Auf der einen Seite halt recht abwechslungsreich zwischen stampfig, episch, melodisch, rasend und manchmal auch in Rock 'n' Roll-Manier groovend. Gehört in meiner Top 10 auf jeden Fall zu den zugänglicheren Alben und sollte dir gut gefallen in seiner Gesamtheit. TAAKE: Das Ding lief, als ich es endlich physisch hatte, auch sehr oft. Ich hoffe der Scheibe wird dann bei dir das selbe Schicksal vergönnt sein. Das Album lässt einen in der Atmosphäre versinken und reißt voll mit, sodass man sich mit den Ohren quasi auf Entdeckungsreise befindet. OVERKILL: Die "Wings Of War" war insgesamt etwas flotter, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Auf "Scorched" gibt es ja keine wirkliche, durchgehend schnelle Nummer, was ich von OVERKILL 2023 auch gar nicht brauche, auch wenn ich eigentlich riesiger Highspeed-Thrash-Fan bin. Die Mischung aus den lockerleichten Grooves, den galligen Vocals von Bobby Blitz und dem ausgetüftelten Songwriting macht's für mich. Ich wünsche der Band, dass sie noch ein paar von solchen genialen Alterswerken veröffentlichen können wird. IMMORTAL: Kalt wäre genau richtig bei IMMORTAL  Ist halt im IMMORTAL-Kontext nichts neues und auch sonst hat man diese Art von Black Metal schon oft gehört, denke ich. Ich mag aber alles, was die Band macht und "At The Heart Of Winter" ist auch ein meinem Herzen nah dran, weswegen die Band mich eigentlich immer begeistert. GNAW THEIR TONGUES: Der Begriff "Laute-Ambientmusik" passt wohl ziemlich gut. Manchmal sehr beklemmend und im anderen Moment dann halt einfach nur gewaltig, klingt das in meinen Ohren. So richtige Songstrukturen gibts auf dem Album wirklich keine. "Hits" will der De Jong in dem Kontext auch keine schreiben, denke ich. Das ist eher dem gesamten Albumatmosphäre dienlich. "The Cessation Of Suffering" ist tatsächlich ein ziemlich gutes Beispiel dafür, wie man Noise noch abwechslungsreich instrumentieren und inszenieren kann. Letztendlich ist es ja nichts anderes, als Noise-Musik mit ein paar Anteilen von Extreme Metal und damit noch recht zugängliche Noise-Musik. Wenn ich an Noise-Musik denke, kommen mir meist zuerst die extremen Harsh-Noise-Werke von MERZBOW in den Sinn, wobei MERZBOW selbst in seiner Diskographie da auch zugänglichere Alben hat. Vielen, lieben Dank nochmals für deine Kommentare. Ich schätze den Austausch, der daraus entsteht sehr!
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Kenneth Thiessen
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von Pillamyd » Montag 22. Januar 2024, 23:05
Freut mich, wenn die Rückmeldung ankommt. Ist einfach schön, wenn man sich über Musik unterhalten kann und dann kommt was zurück. Immer schön!
Gerade in den Genres in denen du unterwegs bist. Das sind jetzt nicht meine bevorzugten Genres, aber ich gehe da recht offen mit um. Ich als Leser, lerne dabei ziemlich viel dazu. Und das ist doch das coole daran!
Ach ja, die weiteren Plätze werden noch kommen. Das verzögert sich etwas.
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von Pillamyd » Dienstag 23. Januar 2024, 10:49
Kennis Perlen Artikel (die rausgepickten Plätze):
Dein Platz 12 - Hier wollte ich reinhören, weil du von alter Schule gesprochen hast. Aber hier mag mir das nicht so ganz gefallen. Liegt auch wieder etwas an der Stimme. Zu Death Metal lastig. Da war die Erwartungshaltung von mir eine etwas andere.
Dein Platz 17 - Natürlich hast du mit deiner Vermutung recht. Hier muss ich reinhören, hat mir „Aborym“ doch im Spiel recht gut gefallen. Wenn du dann zwar sagst, dass es nicht ganz die Art von „Mysticum“ ist, dann werde ich zwar gewarnt, aber gleichzeitig auch spannend zurückgelassen. Ja, das liegt etwas näher an „Aborym“. Sehr transparenter Klang, den ich da zu hören bekomme. Das gefällt mir. Hat etwas von der „Rebel Extravaganza“. Ohne diese komplette Abgedrehtheit. Das klingt schon strukturierter. Wenn dir das gefällt, musst du auch mal in die neue „Dødheimsgard“ reinhören. Natürlich, etwas anders. Aber im Ansatz könnte dir das auch gefallen. Mir zumindest gefällt, was ich da höre. Ich habe dafür wohl gerade einfach ein offenes Ohr. Auch wenn der komplette Techno beeinflusste Song wieder weniger was für mich ist.
Dein Platz 19 - Die Band sagt mir natürlich was. Ich habe mich aber nie so recht damit beschäftigt. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, lebt die Band auch von ihren Konzepten, die sich dann über mehrere Alben erstrecken. Und ja, da ist ganz schön was los. Wenn ich die Wörter verwaschen und aufgeplustert verwende, muss das nichts Schlechtes sein. Aber der Sound ist schon recht, na ja, eben aufgeplustert und trotzdem klingt das eben so…na ja, verwaschen. So hatte ich die Band auch abgespeichert. Da müsste ich mich weiter reinfuchsen, um da etwas rauszuhören, was mir gefallen könnte. Nicht uninteressant.
Dein Platz 22 - Jetzt weiß ich, welche Doku ich mir noch anschauen wollte. Das Album stand auf meiner Liste. Habe ich mir dann aus Gründen, die in anderen Beiträgen steht, nicht zugelegt. Tolle Band, dessen erste 3 Alben großtaten sind. Was ich davon höre, ist saucool. Was ich bei anderen Bands eher nicht so cool finde (den Rock ‚N‘ Roll Anteil) passt für mich hier perfekt. Das muss noch her!
Dein Platz 24 - Deine musikalische Spannbreite ist tatsächlich beachtlich. Ich hätte nicht gedacht solche Töne in deinen Perlen zu hören. Ich finde das ziemlich cool. Die Stimme hat mich direkt. Die Streicher sind wunderbar eingesetzt. Auf der Liste!
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von Kenneth Thiessen » Dienstag 23. Januar 2024, 17:39
BLACK EUCHARIST: Ich weiß jetzt nicht genau, was deine Erwartung da war, aber gerade bei den Bands mit amerikanischer Herkunft - bei BLACK EUCHARIST auch besonders, weil sie stark von PROFANATICA beeinflusst sind - bekommt man auch viel Death Metal in den Vocals mit. Bei PRISON HELL, die musikalisch in eine ähnliche Richtung gehen, sind die Vocals sogar noch Death-Metal-lastiger.
NEO INFERNO 262: Freut mich, dass das Ding irgendwie dein Interesse kriegt. Bei mir ist "Pleonectic" auch ganz unverhofft auf dem Radar erschienen, als ich mich in der italienischen Industrial-Black-Metal-Szene, die vergleichsweise schon recht groß ist, etwas umgeschaut habe. Bei DÖDHEIMSGARD habe ich tatsächlich bei "Black Medium Current" in 'Abyss Perihelion Transit' reingehört. War mir letztendlich dann doch etwas zu ruhig zu großen Teilen, gerade, weil ich Industrial Black Metal dann eher so hyperschnell mag. Also zumindest öfter als nicht.
BLUT AUS NORD: Die Band hat wirklich ihren ganz eigenen Sound, wie du das schon treffen beschreibst. Dieser bestimmte Sound zieht sich auch über die verschiedenen Konzepte über fast alle Alben durch. Man hört zum Beispiel auch Parallelen zum sehr post-rockigen "Hallucinogen", das mit der "Disharmonium"-Reihe aber konzeptuell sonst wenig am Hut hat. Insgesamt eine sehr spannende Band, auf die ich aber auch nicht allzu oft Lust habe. Die atmosphärischen Alben der Band könnten dir aber sehr gut gefallen, denk ich. Für klassischer-atmosphärisch die "Memoria Vetusta"-Reihe und für industrial-beeinflusst und atmosphärisch die "777"-Trilogie.
TULUS: "Fandens Kall" wuchs bei mir über das Jahr gesehen ordentlich. Brauchte einige Durchläufe, aber letztendlich ist das einfach ein ziemlich tolles Album einer unglaublich sympathischen Truppe und ich könnte heute vor Freude in die Luft springen, weil ein neues KHOLD-Album angekündigt wurde. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass wir in einem Jahr dann über KHOLD in meinen Jahrescharts für 2024 reden werden.
SPELLLING: Wie auch schon in dem Absatz dazu geschrieben, ist das wirklich eine außergewöhnliche Künstlerin mit absolut toller Musik. Als Beginn würde ich dir entweder jetzt das aktuelle Album empfehlen, da das die Bandbreite ihres Werkes recht gut abdeckt. Ich habe ganz vorne bei "Pantheon Of Me" angefangen, wovon ausgehend die Musik immer poppiger und eingängiger wird. Der Erstling ist noch ein recht schroffer Brocken im Vergleich zum restlichen Werk. Auf dem Album merkt man die KRAFTWERK-Einflüsse noch am deutlichsten. "The Turning Wheel" ist sozusagen das Wohlfühlalbum im Kosmos der Künstlerin. Wunderschönes Teil!
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 25. Januar 2024, 14:58
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von Jhonny » Donnerstag 25. Januar 2024, 18:28
Wir haben 4 Überschneidungen, aber 3 davon sind dein Treppchen Sonst besitze ich davon nur KK'S PRIEST, die ich gut fand, aber nicht Top-20-gut. Am ehesten interessieren mich sonst die Norweger-Blackies und RAVEN. Ach, OVERLORDE muss natürlich her, aber die haben es ja auch nicht in deine Liste geschafft.
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 25. Januar 2024, 18:48
Jhonny hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:. Ach, OVERLORDE muss natürlich her, aber die haben es ja auch nicht in deine Liste geschafft.
Weil ich sie noch nicht physisch habe. Ebenso die Destructor, im Zeitpunkt der Abgabe.
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von Kenneth Thiessen » Donnerstag 25. Januar 2024, 18:49
Sehr feiner Artikel. Hat richtig Spaß gemacht, den zu lesen. Vier Überschneidungen auch hier (TAAKE, TULUS, IMMORTAL und OVERKILL). CIRITH UNGOL fand ich gut, aber hats letztendlich nicht in meine Top-30 geschafft, weil es zu viel Gutes im Extreme Metal gab 
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