Mein musikalisches Jahr im Rückblick

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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 14. Januar 2024, 11:44

kingdiamond hat geschrieben:So, die Plätze 3 bis 1 waren mir dann klar, nur die Reihenfolge von 2 und 3 hätte ich anders erwartet…


"Tanith" auf 2 und "Dødheimsgard" auf 3?
Ich sag mal so...gehadert habe ich schon :grins:

kingdiamond hat geschrieben:Platz 2
Hatte ich beim 1. Spin nach ungefähr 10 Minuten abgebrochen.
Die zweite Chance gabs bei ner 35 Minuten Autofahrt. Jo, auch danach „hatte ich fertig“.
Ist halt so, wie sagt man so schön: „lass ihn zischen, nimm nen frischen“…


Sicher keine Musik für eine Autofahrt. Da bedarf es vielleicht auch den richtigen Moment, den man abpassen muss um in diese Art von Musik einsteigen zu können. Von dem her, absolut gerechtfertigt. Aber "Dødheimsgard" machen eben "Dødheimsgard" Dinge. Ich denke es würde nicht dem Naturell der Band entsprechen, es seiner Hörerschaft leicht zu machen :grins:
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Jens Wilkens » Sonntag 14. Januar 2024, 18:47

TANITH gehört wirklich zu den Abräumern bei uns in diesem Jahr, sowohl in der Redaktion als auch im Forum. Selten, dass ein Album so oft genannt wird. Aber verdient! Wahrscheinlich spiegelt sich das aber nicht in den Plattenverkäufen wider.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Montag 15. Januar 2024, 00:16

Wenn dem so ist, freut mich das tierisch. Vor allem für die Band. Haben sie sich redlich verdient, wenn man mich fragt. Da hat sich Tippins halt auch echt was großartiges aufgebaut. Umso schöner, wenn die Anerkennung dafür so groß ist :dafuer:
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Jens Wilkens » Freitag 19. Januar 2024, 16:35

Meine Bestellung, die das Album von ICE AGE enthält verzögert sich. Deshalb kann ich noch nicht berichten. Wird nachgeholt, wenn das Paket eintrudelt. Eine CD fehlt noch, damit die Sendung vollständig ist. :boes:
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Havoc » Donnerstag 25. Januar 2024, 22:36

Pillamyd hat geschrieben:Platz 2: Dødheimsgard | Black Medium Current


Bild

Dann schreib ich nach mehreren Umdrehungen mal was dazu. Auf dem Schirm hatte ich das Album schon länger. 1. weil mich diese Art von Musik meistens anspricht. 2. wegen dem sehr coolen stylischen Cover 3. weil mir ein paar Hörproben über youtube durchaus zusagten 4. da ich die Band vom Namen her schon ewig kenne, aber gar nix in der Sammlung habe. Nun. Warum habe ich das Album nicht schon früher gekauft? Ich denke, weil mich der Gesang bei den Hörproben dann doch etwas abgeschreckt hat...bis mir auffiel, dass der Herr Vicotnik ja auch bei DOLD VORDE ENS NAVN singt. Und dort fand ich ihn eigentlich recht cool. Nunja. Wie dem auch sei...ich habe das Ding jetzt. Und? Keine große Verwunderung...ich finde das Album echt stark. Es hat natürlich einige krasse Breaks und auch irre Stellen vorzuweisen (das Ende von "Interstellar Nexus" sei hier genannt!), aber insgesamt klingt es gar nicht mal so verrückt und hat einen tollen Fluss und verbreitet eine wunderbare dunkle Atmosphäre. So wie du es schon beschrieben hast. Und das trotz der teils sehr unterschiedlichen Härtegrade und Art von Musik. Es passt alles ziemlich gut zusammen. Das muss man erst mal so hinbekommen. Meine Favoriten sind das mit einer irrwitzig genialen Melodie versehene "Tankespinnerens smerte", das eher floydige spacige "Halow" und das ausladende durchaus düstere "Abyss Perihelion Transit". Dieser wirkt auf mich auch irgendwie wie das Herzstück des Albums. Nicht nur, weil es der längste Song ist.

"Black Medium Current" ist in meinen Augen so stark, dass ich felsenfest davon überzeugt bin, dass es neue Maßstäbe setzen könnte.


Ob ich dann so weit gehen würde weiß ich nicht. Ist aber schwer zu sagen, ob ein Album neue Maßstäbe setzt oder nicht. Ist letztendlich aber natürlich auch irrelevant. Fakt ist, dass es ein ziemlich beeindruckendes Album irgendwo zwischen Black Metal, atmosphärischer Elektronik und abgedrehten Ideen ist. Es bereichert meine Sammlung auf jeden Fall. Ob ich nun direkt mehr von der Band brauche weiß ich allerdings nicht. Der Vorgänger soll ja deutlich abgedrehter sein. Ich weiß nicht, ob mir das nicht viellecht ein wenig zu viel des Guten sein könnte. Aber dieses Album hier wird mich eh noch etwas länger beschäftigen und unterhalten. Denke schon, dass das demnächst immer mal wieder laufen wird.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 25. Januar 2024, 23:14

Am abgedrehtesten ist in Sachen Dødheimsgard m.E. die "666 International", am besten die "Kronet Til Konge" (für mich eines der besten 10 klassichen Black-Metal-Alben aller Zeiten), und nichts unter 8 Punkten. Am schwächsten finde ich am Ende vielleicht die "Supervillain Outcast", aber auch die ist cool.

Zur "Black Medium Current" schreibe ich jetzt erst mal gar nicht mehr so viel, weil ich dazu ja 4 Seiten Review gepinselt habe, zu dem ich nach wie vor stehe. Hier läuft sie immer mal wieder zu später Stunde im Schützenverein, wenn nur noch ich und mein chief partner in crime übrig sind, und bis nachts um 3 oder 5 über fantastische Welten diskutieren. Sie ist ein wundervolles Album, und ich kann nicht oft genug sagen, wie sehr es mich freut, dass diese alte Herzensband, die ich seit dem ersten Demo (ich habe es!) verfolge, hier bei euch so viel Anklang findet.

Das Schöne an Dødheimsgard ist, dass von Anfang an kein einziges Album den Vorgänger kopiert, dass sich die Band immer und immer wieder neu erfindet, und doch immer, immer, immer unverkennbar Dødheimsgard ist. Wie ein wandelbarstes Künstlerkollektiv, bei dem auch mal der eine durch die Drehtür hinaus geht, und ein anderer hereinkommt. Die Band grüßt im Booklet ja auch ganz ausdrücklich alle ex-Mitglieder namentlich, was ja beileibe keine Selbstverfreilichkeit ist.

Interessant finde ich, dass immer mal wieder die Frage aufkommt, ob "das" noch Black Metal ist. Auch wenn das eigentlich egal wäre, so lange es unverkennbar Dødheimsgard ist, so finde ich die Frage doch sehr seltsam, denn das Album hat Passagen zu Hauf, die den puren, unverfälschten 1990er-Spirit atmen, was die flirrenden Gitarren und den knurrenden Gesang angeht. Aber sie hat halt auch Space Rock, Psychedelic, Jazz, Post Rock, Elektronik, Ambient... und doch immerdar und immerzu stimmig verwoben.

Läuft gerade.

Wundervoll.

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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Montag 29. Januar 2024, 14:43

Havoc hat geschrieben:Ob ich dann so weit gehen würde weiß ich nicht. Ist aber schwer zu sagen, ob ein Album neue Maßstäbe setzt oder nicht. Ist letztendlich aber natürlich auch irrelevant. Fakt ist, dass es ein ziemlich beeindruckendes Album irgendwo zwischen Black Metal, atmosphärischer Elektronik und abgedrehten Ideen ist. Es bereichert meine Sammlung auf jeden Fall. Ob ich nun direkt mehr von der Band brauche weiß ich allerdings nicht. Der Vorgänger soll ja deutlich abgedrehter sein. Ich weiß nicht, ob mir das nicht viellecht ein wenig zu viel des Guten sein könnte. Aber dieses Album hier wird mich eh noch etwas länger beschäftigen und unterhalten. Denke schon, dass das demnächst immer mal wieder laufen wird.


Musst du ja auch gar nicht. Ob das irrelevant ist oder nicht. Sich die Frage zu stellen, finde ich dann eher na ja...
Ich sehe, das halt so. Über 20 Durchläufe haben das einfach in mir hervorgerrufen. Ich habe das so in der Form noch nie gehört bzw. wahrgenommen. Dass es das schon gibt, hat Kenni im "GITR"-Spiel und in seinem Perlen Artikel Eindrucksvoll bewiesen. Aber die Band hat es in meinen Augen unfassbar flüssig dargeboten.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Havoc » Montag 29. Januar 2024, 19:29

Ich meinte eigentlich nur, dass es im Endeffekt egal ist, ob das Album nun neue Maßstäbe setzt oder nicht...Hauptsache es gefällt einem. Die Frage kann man sich natürlich stellen...und auch beantworten wie man es nun sieht.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Holger Andrae » Dienstag 30. Januar 2024, 11:05

Hier bin ich auch irgendwann ausgestiegen. Zeit, die Fahrt wieder aufzunehmen. Da ist Ruïm natürlich gleich ganz schon fordernd. Wenig überraschend, komme ich mit dem rhythmischen Überfallkommando nicht klar. Das Thema hatten wir schon mehrfach. Das ist ein Stilmittel, welches mir jeglichen Zugang verhagelt. Die atmosphärischen Passagen hingegen sind klasse. Da kommt auch die angenehm hallige Produktion wunderbar zur Geltung. Die Klampfen erinnern in ihrer gurgelnden Magie ein bisschen an Tryptikon, oder?

Nun nochmal in den kurzen Song hinein lauschen. Okay, das ist zwar stürmisch, aber für mich noch nachvollziehbar. Die transparente Klangwelt macht es auch leicht, hier am Ball zu bleiben. Verstehe sehr gut, wie man das toll finden kann.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Holger Andrae » Dienstag 30. Januar 2024, 11:07

Enforced hatte ich auch ein paar Mal auf den Lauschern. Klar, die Slayer-Vibes sind sehr deutlich, aber das stört mich nicht, wenn es so gut gemacht ist. Fleischige Gitarren mag auch der Veggie. Habe ich zwar nicht in der Sammlung, steht aber auf dem Speisenplan.
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