Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 17. Dezember 2010, 16:46

Wenn ihr euch wundert, warum die Frequenz niedriger wird... ich kann mich nicht entscheiden, wer als nächster raus muss. Schweren Herzens:

23.
Bild
JUDAS PRIEST "British Steel"
(c)1980 - Columbia
England

There goes my last priest... Dass ich riesiger Verehrer der Band bin, ist euch ja wohl inzwischen bekannt. Deshalb kam mit "Sad Wings" auch schon meine Nummer 1 aus der Frühphase und mit "Painkiller" das eindrucksvolle Statement der (damals schon) Metal-Dinosaurier, dass man in Sachen Härte und Aggression nicht hinter all den Thrashern und "Schlimmerem" zurück stehen muss. Was die klassische Heavy-Metal-Phase angeht, ist "British Steel" mein Liebling, allerdings nicht im Sinne von "viel besser als die anderen", sondern einfach als "primus inter pares". Hier ist einfach jedes Stück eine Hymne, und mehr muss man dazu wohl auch nicht mehr sagen:


Breaking the what? http://www.youtube.com/watch?v=GyxLGSMtqtM (Kultklip!)

Och jo... Major Label, man findet nichts Gescheites bei YT. Egal, "Grinder", "The Rage", "United" (ja, auch das!), Living After Midnight ... das werden die meisten eh kennen. Alles toll...
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon firestarter » Freitag 17. Dezember 2010, 16:53

Als ich begonnen hab Metal zu hören, war die "British steel" ja noch taufrisch, galt aber schon als die Bibel (Altes + Neues Testament) des HM. "BS" verkörpert Heavy Metal wie kein anderes Album.
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Teichfrosch » Freitag 17. Dezember 2010, 17:16

Auch hier erkenne ich die musikhistorische Bedeutung an, gibt mir aber persönlich nur sehr wenig... sehr witzig ist, wie dem Senior die Gläser der Brille brechen wegen der lauten (?) Musik, von heutigem Standpunkt aus betrachtet ist das bestenfalls Hardrock, damals war es wohl wirklich hard+heavy ... :?
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Jesus » Freitag 17. Dezember 2010, 17:26

Und mit solchen Alben - die ich nichtsdestotrotz respektieren kann und muss wegen ihrer Bedeutung für die Evolution des Metals - wandelte sich für meine Ohren der Metal zwischen '79 und '81 von dem vor Coolness strotzenden arschgeilen Genre, das er in den 70ern war, zu der biederen Kaffeekränzchenmusik, die ich so gar nicht mag. Den Göttern des Stahls sei Dank wurde nur wenige Jahre darauf der Thrash erfunden.
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Havoc » Freitag 17. Dezember 2010, 17:30

Ich finde einige Scheiben von Priest besser als diese. Ist nicht gerade mein Liebling.
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Peter Kubaschk » Freitag 17. Dezember 2010, 17:33

Mein Favorit ist - ich glaube, ich sagte es bereits "Defenders Of The Faith" - die es allerdings auch nicht in meine Top100 geschafft hat. Wie so viele andere große Bands habe ich PRIEST erst Ende der 90er für mich entdeckt und auch klasse gefunden. Aber so richtig geprägt haben sie mich halt nicht.
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Havoc » Freitag 17. Dezember 2010, 17:37

Ich kann kaum ein Lieblingsalbum benennen. Ich stehe aber sehr auf "Sin After Sin" und "Stained Class".
Und "Screaming For Vengeance" finde ich besser als "Defenders Of The Faith". Fast am öftesten höre ich die sehr coole "Angel Of Retribution".
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Vaillant » Freitag 17. Dezember 2010, 17:38

DAMALS DAS Album der Band. Heute sind "Sad Wings..." und einige andere Alben der Band bei mir ähnlich hoch im Kurs. Kaffeekränzchen? Höchstens "Living After Midnight" und "United". "Steeler", "Grinder", "Rapid Fire", "Metal Gods", "Breaking", kurz der Rest ist immer noch 8-)

Zusammen mit der "Strong Arm" von SAXON und "Killers" von MAIDEN jedenfalls Boomauslöser, klar.

Und DER Metal-Song von PRIEST ist "Delivering The Goods".
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Jhonny » Freitag 17. Dezember 2010, 17:50

Ganz geil - mit diesem Album wurde das Jahrzehnt des Metal gebührlich eingeleuten.
Alles davor war ein nettes Antasten an unser Genre, auch wenn Deep Purple, Motörhead, Black Sabbath, Rainbow, Blue Öyster Cult, Uriah Heep oder Judas Priest z.T. schon nah dran waren, aber das hier war doch die wahre Geburtstunde des Genres.
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 17. Dezember 2010, 17:53

@ Vaillant:
Ja, wie gesagt, für mich gibt es an sich auch nicht DAS Priest-Album. Für mich hat jede Priest-Scheibe etliche Songs, die ich völlig genial finde. Auch Jugulator und Demolition.

Zur Heaviness und zum Hardrock:
Lurchis Einschätzung von wegen "damals Hard'n'Heavy, heute bestenfalls Hardrock", kann ich jetzt auch nicht so recht nachvollziehen. Natürlich gibt es heute viel extremere und somit "härtere" Sachen als "British Steel". Das ändert aber doch nichts daran, dass es sich bei der Scheibe um klassischen Heavy Metal handelt, wie er klassischer nicht sein könnte. Heavy Metal wird doch nicht zur Hardrock, nur weil Mayhem noch extremer knüppeln. Im Übrigen sind meiner bescheidenen Meinung nach Stücke wie "Grinder", "Rapid Fire" oder "The Rage" auch nach heutigen Maßstäben noch immer "harte" Metal-Songs.
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