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von mike » Freitag 9. Februar 2024, 19:59
Pillamyd hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Cyclone Temple : Ja, ganz fantastisches Album! Hier stimmt für mich auch alles. Der klare, druckvolle Sound, der tatsächlich an Metallicas "böses" Album erinnert, macht die ganze Sache sehr rund und beinahe eingängig. Manchmal denke ich, dass dies das schwarze Album in toll ist und wenn Metallica vorne drauf stehen würde, wäre das ein Platin-Album, denn Songs wie 'Why' sind einfach Nummern, die auch massentauglich wären, wenn man sie pushen würde. Dazu dieser mächtig großartige Gesang. Dass wir es hier mit einem unsung hero an der Klampfe zu haben, muss kaum noch extra erwähnt werden. Vielleicht demnächst noch ein bisschen mehr an anderer Stelle in diesem Forum.
Auch hier spielen sich gleiche Gedanken ab. Cool, wenn man bestätigt bekommt, keinen murks geschrieben zu haben, haha  Aber nochmal die Frage. Kennt jemand das zweite Album und kann dazu etwas sagen. Sogar du vielleicht?
Ich dachte eigentlich, ich hätte die Frage schon beantwortet. Zumindest hatte ich es vor, hab's aber dann wohl wieder vergessen. Ich werde alt ... Zum Thema: Das zweite Album ist nicht wirklich schlecht, man versucht da aber ein wenig grooviger und moderner zu klingen. Das führt allerdings dazu, daß es sich eher ein wenig dumpf und nach angezogener Handbremse anhört. Sechs von neun Songs des Albums wurden allerdings ein Jahr vorher schon auf Mini-LP "Building Errors In The Machine" veröffentlicht und klingen da deutlich frischer. Hier mal zum Vergleich: 1993: https://www.youtube.com/watch?v=OQnjncQdEQI1994: https://www.youtube.com/watch?v=kvpiZz_OmOQ
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mike
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von Pillamyd » Samstag 10. Februar 2024, 10:51
Mich hat immer nur der totale Absturz in der Bewertung auf metal-archives verwundert. Ich hab das jetzt mal auszugsweise verglichen. Und ja, das dumpfe höre ich auch. Die dadurch gezogene Handbremse ebenfalls. Das klingt dann schon irgendwie "typischer". Es fehlt irgendwie die Vielschichtigkeit und die Vertracktheit, des ersten Albums. Ich habe gesehen, dass du dir die EP ja noch vor gar nicht allzulanger Zeit zugelegt hast. Gut, wenn sich das irgendwann ergibt, werde ich mir beides mal zulegen. Auch wenn das jetzt nicht komplett mitreißen kann. Aber ich möchte da nicht nur von einem Song auf ein Ganzes schließen. Dafür ist die Neugier zu groß. Danke fürs Antworten. Ich bin jetzt etwas schlauer und weiß was mich dabei erwarten kann 
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von Pillamyd » Mittwoch 14. Februar 2024, 21:08
Platz 74 Symphony X | The Divine Wings Of TragedyGenre: Progressive Power Metal VÖ: 1997So wie ich an dieses Album denke, erinnere ich mich an diesen Überraschungseffekt, den ich vor etwa weniger als 2 Jahren erfahren durfte mit diesem Album und dem ich im Zuge dessen, schon einmal eine kleine Würdigung an anderer Stelle des Forums zukommen habe lassen. Eine kleine Wiederentdeckung, der mir den Spaß einfach zurückbrachte und ich es nicht zulassen konnte, diesem Album keinen Platz in meiner Top 100 einzuräumen. „Symphony X“ stehen für sich, haben diesen neoklassische powerige Metal in den Blutbahnen. Scheuen sich nicht davor, dass in vollen Zügen auszuleben und dabei einen 21-minütigen Epos rauszuschmettern. Man weiß bei den ersten Tönen genau wen man hier zu hören bekommt. Allen, der wohl mit einem der größten Resonanzkörper gesegnet ist, läuft hier zu Höchstformen auf. In Songs wie „Pharaoh“ oder „Sea Of Lies“, legt er eine Energie an den Tag, die sich so elektrisierend auflädt, dass die Spannung fast zu platzen droht. Wer mit der Band nicht vertraut sein sollte, darf auch gerne in „The Accolade“ reinhören. Für mich der Song, der die Band auf wundersame Weise in nur 10 Minuten aufzeigt, wofür „Symphony X“ stehen. Zum Abschluss natürlich der 5-minütige 21-minütige Titelsong. Auch heute bleibt es wohl ein Geheimnis, wie man als Band einen so kurzweiligen Epos schreiben kann ohne dabei dem Hörer das Gefühl zu geben, der Song laufe tatsächlich 21 Minuten lang. All diese Gründe, dieses wohlklingende, diese spannungsreichen Gesangsmelodien, dieses angenehm ausschweifende, macht es in meinen Augen doch zum besten Album in der Diskografie der Band. Hörbeispiele:Sea Of LiesThe Accolade
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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 14. Februar 2024, 21:20
SYMPHONY X ist auch so ein blinder Fleck bei mir. Ähnlich wie THRESHOLD oder SHADOW GALLERY, die ich alle drei auch irgendwie stilitisch ähnlich verorte. Die neueren Alben, seit wie soundchecken, habe ich natürlich alle gehört, und ich habe die Bands auch alle schon live gesehen. In der Sammlung habe ich aber von jeder von ihnen nur eine einzige CD, und das ist in den anderen beiden Fällen jeweils das Debüt und bei SYMPHONY X ist es die "Iconoclast".
Woran das liegt, kann ich gar nicht so genau sagen. Es ist ja nicht nur Prog, sondern schon richtiger Prog Metal mit ordentlich Power und Faustfaktor. Der Sound ist sehr clean und voluminös, was vielleicht ein gewisser Hemmschuh ist, weil ich ja normal eher zum etwas basischeren, roheren hin neige. Auch die Verspieltheit und die Progressivität sind bei mir meist eher ein "mag ich trotzdem"-Merkmal als ein "mag ich deswegen"-Merkmal. Warum es kein richtiger Rabenprog ist, den es ja durchaus auch gibt, das ist wohl, dass es nicht freaky oder abgedreht ist. Wie auch bei Dream Theater. Ich mag ja Prog immer dann am liebsten, wenn es irgendwo ein bisschen drüber ist. Wie bei Watchtower, Psychotic Waltz, Civil Defiance. Aber ja, Ausnahmen kommen vor.
Jetzt, wo deine Hörbeispiele hier laufen, ist natürlich zu konstatieren, dass das schon sehr schöne Musik ist. Der Sound ist auch nicht so voluminös und dicht, wie ich es mir vorgestellt habe. "Sea Of Lies" mag ich einen Tick lieber als "The Accolade", wo mich der lange instrumentale Einstieg doch etwas fordert. Wenn über 2 Minuten lang niemand singt, dann fällt es mir manchmal schwer, den Zugang zu finden. Aber so oder so, ich werd mir mal bei Gelegenheit noch mehr von Symphony X holen, und von den anderen beiden genannten Bands auch. Ein bisschen guten, modernen Prog Metal (i.e. 1990er onwards) darf ich ja durchaus auch mal haben.
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von frankjaeger » Mittwoch 14. Februar 2024, 22:22
Nice, die "Divine Wings", eine schöne Wahl. Wurde bei mir von "Paradise Lost" verdrängt, aber knapp.
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von kingdiamond » Samstag 17. Februar 2024, 02:12
Als du dieses Album am Mittwoch gepostet hast, musste ich schon arg schmunzeln. Hab es grad am Vortag auch mal wieder gehört. Eher auch zufällig genau dieses, weil ich im Kopf mal wieder bei „Longtracks“ war. Zudem hab ich mir am Jahresanfang vorgenommen bei 3 Bands für mich persönlich einen Diskographie-Check zu machen. SYMPHONY X ist eine von den 3en. Das Problem bei SYMPHONY X ist für mich, dass ich mich nicht auf Anhieb für ein Lieblingsalbum entscheiden kann. Ich habe sie mit der „V“ kennengelernt und dieses wohl auch am meisten gehört. Ich mag aber auch die neueren Werke wie „PL“ und „Underworld“ recht gerne. Die „Divine Wings“ ist aus der Frühphase aber nach derzeitigem Stand schon mein Favorit. Daher würde ich jetzt mal sagen: sehr gute Wahl! Wenn das dein Lieblingsalbum der Band ist, bedeutet es jedoch auch, dass SYMPHONY X nicht nochmal auftaucht in deiner Top100. Und damit ist ein Platz 74 natürlich für mich immer zu tief, hehe  (Späßchen! Freu mich, dass du sie reingenommen hast) 
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von Pillamyd » Samstag 17. Februar 2024, 13:09
Das Debüt ist ja vor allem durch den Gesang (Rod Tyler, der übrigens auch mal bei "Overlorde" gesungen hat) schon auch anders. Die "Iconoclast" ist ein cooles Album, sehr heavy. Habe ich lange nicht mehr gehört. Sehr maschinell. Im Grunde genommen aber ein Album, zu dem ich selten greife, wenn ich Lust auf die Band habe.
Rüdiger, es ist interessant zu lesen, dass die Hemmschwelle die Power und der Faustfaktor ist, sind es doch die Attribute, die dich doch auch bei basischeren Bands wie Manowar, Helloween und Co. doch auch begeistern. Aber ich verstehe was du meinst und denke da direkt an viele deutsche Progbands, die das beinhalten.
@Frank: tatsächlich hatte ich lange überlegt, welches Album ich in die Top 100 schmeiße. An einem anderen Tag, hätte hier auch die "The Odyseey" stehen können, dessen Longtrack ein Monstrum von einem Song ist und der mich live so dermaßen abgeholt hat, dass da das Eis gebrochen wurde. Ebenfalls hätte die "Paradise Lost" alle Berechtigung der Welt gehabt, ebenfalls einen Platz zu ergattern, ist es doch das Album mit dem ich die Band zum ersten Mal gehört habe und "Set The World On Fire" ist ein schier nicht zu fassender Hit.
@kingdiamond: hatten wir ja schon ein paar mal. Ich habe da einen anderen Blickwinkel drauf. Es geht mir darum, viel Abwechslung in das Spiel zu bringen. Wenn ich vier Mal "Metallica" reinbringe, hätte ich Alben wie "Cyclone Temple" nicht reinbringen können. Und es dürfte bekannt sein, dass ich die ersten vier Alben verehre. Die Überraschung ist dann dahin und ich bemühe mich um Vielfalt. Ich hatte mir am Anfang überlegt ob ich die Plätze einfach weglasse und nur 100 Alben hier in den Topf werfe. Aber Platzierungen sind sehr reizvoll. Wenn ich aber bedenke, was ich da noch auf der Liste stehen habe, finde ich 74 keinen tiefen Platz für das Album, sondern einen ziemlich guten Platz.
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von frankjaeger » Samstag 17. Februar 2024, 13:44
Ja, stimmt. Betrachten wir das als Platzhalter für das jeweilige Meisterwerk, dass uns gerade am meisten packt 
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von Rüdiger Stehle » Samstag 17. Februar 2024, 14:10
Pillamyd hat geschrieben:Rüdiger, es ist interessant zu lesen, dass die Hemmschwelle die Power und der Faustfaktor ist, sind es doch die Attribute, die dich doch auch bei basischeren Bands wie Manowar, Helloween und Co. doch auch begeistern. Aber ich verstehe was du meinst und denke da direkt an viele deutsche Progbands, die das beinhalten.
Ja, das ist in der Tat interessant, und das habe ich so noch gar nicht reflektiert. Wenn ich so darüber nachdenke, kann ich es aber wohl schon erklären, denn die Aussage, auf die du dich beziehst, war von mir etwas gerafft und daher missverständlich. Es war schon so gemeint, dass die Power-Metal-Schlagseite und der Faustfaktor, eigentlich dazu führen müssten, dass gerade diese Bands für mich, von der Metal-Seite her kommen, gute Einstiegsdrogen in den Prog Metal sein sollten. Dass es trotzdem nicht so ganz zündet, liegt dann wohl daran, dass sich diese für mich grundsätzlich positiven Attribute "Power" und "Faustfaktor" hier in einem doch sehr voluminösen, transparenten, perfektionistischen, ja, ein wenig überproduzierten Klangkosmos bewegen, und ich da halt doch eher an den basischeren Produktionen der 1980er und Frühneunziger klebe. Bei aller Liebe zu Helloween und Manowar, ist mir jetzt mal rein klanglich gesehen sicher eine "Hail To England" angenehmer als eine "Warriors of the World", und eine "Walls of Jericho" lieber als eine "My God-Given Right", und eine Symphony-X-Produktion ist für mich halt näher an den jeweils letztgenannten Beispielen als an den erstgenannten aus den Mittachtzigern. Das ist aber jetzt echt weit weg von einem KO-Kriterium, denn ich mag Symphony X wirklich. War nur so ein Gedankenspiel, warum es wohl noch nicht ganz "Zoooom!" gemacht hat.  Ein weiterer Punkt ist, dass ich speziell bei Prog Metal irgendwie eine gewisse Schwäche zu fragilen, dünner produzierten, gläsernen Klangbildern habe. Zum Beispiel die frühen Sachen von DANTÉ oder die Band, die keiner kennt, und deren Name ich immer vergesse... menno... findet man nicht mal bei YouTube... ah, ja, STATE OF MIND mit ihrer grandiosen 1996er-EP "Fleeting Glimpse", die ich total verehre. @kingdiamond: hatten wir ja schon ein paar mal. Ich habe da einen anderen Blickwinkel drauf. Es geht mir darum, viel Abwechslung in das Spiel zu bringen. Wenn ich vier Mal "Metallica" reinbringe, hätte ich Alben wie "Cyclone Temple" nicht reinbringen können. Und es dürfte bekannt sein, dass ich die ersten vier Alben verehre. Die Überraschung ist dann dahin und ich bemühe mich um Vielfalt. Ich hatte mir am Anfang überlegt ob ich die Plätze einfach weglasse und nur 100 Alben hier in den Topf werfe. Aber Platzierungen sind sehr reizvoll. Wenn ich aber bedenke, was ich da noch auf der Liste stehen habe, finde ich 74 keinen tiefen Platz für das Album, sondern einen ziemlich guten Platz.
Ich glaube ja, dass ein Platz in den Top-100 eines Musikverrückten IMMER ein toller Platz ist, letztlich egal, welcher. Ich schätze mal, dass ich über 1000 Alben in meiner Sammlung 9+x Punkte geben müsste. Von daher ist es immer ein Adelstitel, in solchen Listen zu sein. Trotzdem finde ich die Nummerierung sinnig, weil sie halt doch graduell über die aktuelle persönliche Affektion sagen, die man dem Album entgegen bringt.
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von kingdiamond » Samstag 17. Februar 2024, 15:04
Alles gut ihr beiden, ich hab das schon verstanden und wenn ich immer die Top10/20 des Jahres zusammentrage, muss man auch immer was Gutes rausschmeißen… so wandern dann Top Alben auch mal schnell Richtung 3-Stelligkeit. Bisher ist es ja das Beste Album in der Liste, daher gibt es nix zu beanstanden. @Pilly Ich finde es sogar gut mit 1x pro Band, da es - wie du schon schreibst - die Vielfalt etwas erhöht. Ich könnte noch nicht mal sagen, ob ein SYM X Album bei mir weiter oben gelandet wäre, weil ich mir nie eine Top100 gebaut habe und es natürlich darauf ankommt, wie oft eine Band reinkommen darf. In der Breite mag ich SYM X sehr sehr gerne, mal sehen ob ich im Laufe des Jahres nach meinem DC weiter bin. Vielleicht überrascht uns die Band ja auch mal wieder mit nem Album. Das mit dem „Platzhalter“ ist schon gut. 
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