|
|
Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Rüdiger Stehle » Freitag 23. Februar 2024, 14:36
Kurz außerhalb der Reihenfolge der obligatorische Rabenhinweis, dass dieses Album der Herren Artgenossen natürlich ein absolutes Wunderwerk ist. Mit diesem Album habe ich die Truppe bei Erscheinen kennengelernt, um den Dreh rum waren sie auch mit Running Wild auf Tour, und mit der Scheibe und der zugehörigen "Heads Up!"-MLP haben sich die Gallaghers aus dem Stand in Richtung Lieblingsband katapultiert, wo sie bis heute stabil verharren. Ansonsten stimmt einfach alles, was Pillamyd dazu geschrieben hat. Plus: Ein Artwork mit einem Raben gibt natürlich immer noch zusätzliche Bonuspunkte, die sich in dem Fall allerdings jenseits der 10-Punkte-Marke abspielen.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
-

Rüdiger Stehle
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 35285
- Registriert: Samstag 6. Februar 2010, 22:52
- Wohnort: Schwabenland
-
von Jhonny » Freitag 23. Februar 2024, 22:08
Bei IDLE HANDS ist das Album hochklassig. Ich kenne die Band schon seit der Debüt. Auch der Auftritt beim Keep It True war genial. Ganz starkes Ding!
-

Jhonny
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 36886
- Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 16:48
- Wohnort: Landshut
von frankjaeger » Dienstag 27. Februar 2024, 18:03
Stimmt, ich erinnere mich, das hätte ich aber nicht mehr wiedergefunden. Danke 
-

frankjaeger
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 16786
- Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 22:29
- Wohnort: Burtenbach
-
von Pillamyd » Dienstag 12. März 2024, 09:30
Platz 70 Depeche Mode | Songs Of Faith And DevotionGenre: Synth Pop/Alternative RockVÖ: 1993Depeche Mode habe ich ursprünglich mit „Violator“ und „Enjoy The Silence“ kennengelernt. Und dass, obwohl ich diverse Cover von „Personal Jesus“ schon zuvor kannte. Na ja, und wie das eben so ist, wurde Pillamyd neugierig. Mit dem alten Zeugs (die ersten zwei Alben) tue ich mich auch heute noch schwer. So dass der nächste folgenschwere Schritt dieses Album hier war. Und als ich das erste Mal „Songs Of Faith And Devotion“ gehört habe, war ich fasziniert von diesem voluminösen und zugleich zerbrechlichen Sound. Dem songdienlichsten Songwriting seit bestehen der Band. Kavka (ja, der von MTV) hatte vor einigen Jahren eine Serie mit Band Dokus gedreht und durfte auch bei seiner Lieblingsband ran. Das Ding war ziemlich aufschlussreich und hat vor allem in dieser Phase (also zwischen 1993 und 1997) einen wirklich interessanten und erschreckenden Punkt zugleich gebracht. Dadurch wurde mir aber das Album noch einmal nähergebracht und damit eine wahre Faszination meinerseits ausgelöst. Eine schreckliche Zeit für Gahan und der Rest der Band auch gerade nach Veröffentlichung dieses Albums ging da einiges wirklich nach hinten los. Manches Mal, wenn ich die Geschichte der Band zu dieser Zeit beschäftige, frage ich mich manchmal, ob das Ding so eine Art Hilfeschrei der Band war, insbesondere von Gahan. Der dem Tod gerade noch von der Schippe gesprungen ist. Depressionen, Drogen und wirklich dunkle Gedanken. Wirkung und Verhalten. „Songs Of Faith And Devotion“ mag kein zugängliches Album wie „Violator“ sein. Trotzdem sind sie das, wenn man ehrlich ist, noch nie so richtig gewesen. Für mich ist die Band eines der introvertiertesten Bands auf diesem Planeten. Wirken distanziert und doch muss die Band etwas an sich haben, um solche Erfolge auch immer noch feiern zu dürfen. Und trotzdem unterscheidet sich das Album auch von den früheren. Es ist etwas rockiger, tatsächlich auch songdienlicher. Es gibt mehr Gitarren. Ist beeinflusst vom Soul und Gospel ("Condemnation"), gepaart mit typischen DM-Songstrukturen und den nicht zu vermissenden elektronischen Einflüssen. Ein einzigartiges Album in der DM-Historie. Es ist etwas schwierig mich auf zwei Songs festzulegen. Denn gerade "Condemnation" sollte man auch gehört haben. Ich möchte aber "Rush" hervorheben, der wunderbar aufzeigt, dass dieses Album schon etwas anders ist. Stichwort: Typisch "Depeche Mode" und "rockig". Hörbeispiele:RushWalking In My Shoes
-

Pillamyd
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 14149
- Registriert: Freitag 19. Februar 2010, 22:44
von Rüdiger Stehle » Sonntag 17. März 2024, 22:25
Enis, ich würde deinen Thread auch in die normale Rockbar schieben, wenn das okay ist. Da es ja weniger ein Forenspiel ist als eine eigene Retrospektive.
Gilt auch für die Retrospektiven anderer User.
Wenn nicht gewünscht, dann ist das natürlich auch okay.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
-

Rüdiger Stehle
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 35285
- Registriert: Samstag 6. Februar 2010, 22:52
- Wohnort: Schwabenland
-
von Pillamyd » Montag 18. März 2024, 08:52
Darfst du gerne tun.
-

Pillamyd
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 14149
- Registriert: Freitag 19. Februar 2010, 22:44
von Pillamyd » Dienstag 19. März 2024, 10:58
Platz 69 Ulver | Bergtatt - Et Eeventyr I 5 CapitlerGenre: Black/Folk MetalVÖ: 1995Es wird wieder Zeit für etwas schwarzwurzeligen Metal. „Ulver“ ist eigentlich so der späte Nachzügler während meiner Entdeckungsphase in dem Bereich. Tatsächlich machte es mir die Band auch nicht ganz so leicht. Klang es in meinen Ohren erschreckend schwachbrüstig und der Gesang zu tragend und dahinplätschernd. Aber mit der Zeit kam auch die ein oder andere Erkenntnis zu der Band und diesem Album. Wenn der Kopf befreit, ist von dem sonstigen Black Metal den man kennengelernt hat, kann dieses Album ein Türöffner für etwas sein, dass die Sicht auf den Black Metal an sich erweitert. Die Naturverbundenheit ist nicht nur auf dem Artwork zu erkennen. Er spiegelt sich im auditiven hörbaren Erlebnissen dieses Albums. Nicht selten setzt die Band auf Folk Elementen, lässt die akustische Gitarre ihren Raum, bettet die Flöte wunderbar in den Sound ein. Und trotzdem kommen die harschen Black Metal Töne nicht zu kurz. Aber irgendwie anders. Geschichtenerzählender. Es steckt ein spürbares Konzept hinter dieser Art von Musik. Das ist gekonnt und durchdacht, ohne diejenigen zu verschrecken, die den „Auf-die-Mütze-Black-Metal“ so sehr schätzen. Und nein, es klingt alles andere als verkopft, wenn man das da rauslesen mag. Im Gegenteil. Diese Romantik und Sehnsucht, die dieses Album ausstrahlt, ergreift mich zutiefst. Hörbeispiele:Capitel II: Soelen Gaaer Bag Aase NeedCapitel V: Bergtatt – Ind I Fjeldkamrene
-

Pillamyd
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 14149
- Registriert: Freitag 19. Februar 2010, 22:44
von Rüdiger Stehle » Dienstag 19. März 2024, 13:15
"Bergtatt" ist so etwas wie der generelle Auftakt des folkloristisch und naturmystisch angehauchten Black Metals in Norwegen. In dieser Konsequenz hat das vorher niemand gemacht, und so vollendet inszeniert auch später kaum jemand. An diesem Werk ist meines Erachtens auch besonders spannend, dass es als Auftakt der Trilogie quasi die Verbindung der beiden Einfluss-Pole (Black Metal und norwegische Folklore) vorwegnimmt, und diese Mélange dann nachfolgend in ihre beiden Grundzutaten zerlegt, einmal auf dem zweiten Teil "Kveldssanger" als Inkarnation puren akustischen Nordic Folks mit betörendem Klargesang, und einmal auf dem dritten Teil "Nattens Madrigal" durch rasenden, klirrenden, verheerenden Black Metal.
Weiter ist natürlich faszinierend - einerseits konsequent, andererseits schade -, dass die Band im Rahmen der Trilogie zwei extreme Pole zu einem eigenen Klangkosmos vereint, dann aber im unmittelbaren Anschluss diese Klangwelten völlig radikal und konsequent verlässt und stilistisch gänzlich andere Wege beschreitet, offenbar weil sie meinte, dass damit alles gesagt ist.
Das ist sicher mit einer der Gründe, warum ULVER auch mit den postmetallischen Werken innerhalb der Metal-Szene auf Interesse und Respekt stößt, weil der künstlerischen Entscheidung Garms und seiner Mitstreiter so viel Integrität innewohnt. Man hat nicht mit dem Black Metal gebrochen, weil man der Szene den Rücken gekehrt hätte (man war ja immer wieder mit Gastauftritten u.a. in der Szene weiter aktiv), oder weil man sich kommerzieller orientieren wollte (die neueren Stilistika haben eine weit geringere Zielgruppe als die BM-Roots), sondern man suchte einfach glaubhaft neue Ausdrucksformen und Experimentierfelder, ohne dabei die originären Triebfedern der Melancholie, Mystik und Melodie verloren zu haben.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
-

Rüdiger Stehle
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 35285
- Registriert: Samstag 6. Februar 2010, 22:52
- Wohnort: Schwabenland
-
Zurück zu Die Rockbar
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 11 Gäste
Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.deTime : 0.120s | 11 Queries | GZIP : Off
|
|