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von Pillamyd » Montag 22. April 2024, 11:10
Holger Andrae hat geschrieben:Pille #3: Dissimulator – Lower From Resistance Da hatte ich tatsächlich kürzlich erst rein gehört und mir das auch notiert. Ich glaube, es lag an Björns Review mit einem Voivod-Querverweis. Auch wenn es nicht genau so einschlägt wie eben jene, verstehe ich den Vergleich. Es ist anspruchsvoll, es ist modern, es ist fordernd. Die Nadelstich-Gitarren am Anfang haben mich sofort am Haken. Dann dauert es eine Weile bis endlich Gesang folgt. Wäre es instrumental geblieben, was ich zunächst vermutet hatte, hätte ich es gleich wieder vergessen. Nicht wegen des Fehlens, auch wegen der Blastbeats. So finde ich das aber hochgradig spannend und diese gurgelnden Gitarren, die alle paar Takte etwas Neues zaubern, regeln mal gewaltig. Dann noch dieser völlig ungewöhnliche Songaufbau. Sehr schick.
Und es ist aus Kanada. Für viele ja auch schon ein Qualitätsmerkmal. Ich hab das Album schon eine Weile, komme aber jetzt erst richtig zum entdecken. Und das ist wirklich, richtig geiles Zeugs. Ich hätte jetzt eher vermutet, dass das gesanglich nicht so ganz deines ist. Aber freut mich tierisch, wenn es dir gefällt.
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von Pillamyd » Montag 22. April 2024, 11:13
Holger Andrae hat geschrieben:Pille #4: Commitments – Mustang Sally In der Sammlung meiner Frau. Den Film habe ich bestimmt 10 Mal gesehen. Ganz,ganz toll. Andrew Strong hat eine unfassbare Stimme und der Song kann natürlich auch alles. Beim Anschauen des Video sind mir gerade so viele Szenen eingefallen. Mal wieder anschauen. Geiles Teil!
Habe ich letztens erst was zu geschrieben, weil Eike gefragt hatte. Ich hab das Teil endlich in die Sammlung aufgenommen, weil ich ihn auf einem Flohmarkt für einen Euro gefunden habe. Wunderbare musikalische Umsetzung. Und seitdem der Film im Musikunterricht gelaufen ist, habe ich ihn auch schon des öfteren gesehen. Eines der besten Musikfilme, wie ich ebenfalls finde.
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von Pillamyd » Montag 22. April 2024, 11:15
Holger Andrae hat geschrieben:Pille #5: Satan's Host –Before The Flame Das ist ziemlich geil! Beinahe episch-proggy, aber sehr klar US Metal der alten Schule. Klingt dabei aber sehr frisch und wütend. Ich habe nichts von Satans Host, weil ich den Kult um das Debüt immer völlig gaga fand und mich Harry eine Weile lang etwas genervt hat. Mehr darf ich hier ja nicht mehr zu solchen Dingen schreiben Völlig großartig ist die Nummer, wenn sie auf halber Strecke nochmal umschwenkt und beinahe Death Metal wird. Hier stört mich dann auch das Geballere auf den Bolliden nicht, da Gitarren und Gesang das wunderbar abfedern. Sollte ich vielleicht doch mal kaufen?
Unbedingt, die Alben mit Harry könnten dir alle ziemlich gut zusagen. Aber ich bleibe immer entweder an diesem Album kleben oder am Nachfolger "Virgin Sails" kleben, das nicht minder schlecht ist. Die Mischung der von dir genannten Attribute, haben die echt drauf.
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von Pillamyd » Montag 22. April 2024, 11:17
Holger Andrae hat geschrieben:Pille #6 Toxik – 47 Seconds Of Sanity/ Count Your Blessing
Salz in meinen Wunden. Habe ich nicht als Original, nur als Tapekopie. Damals im Auto rauf und runter gespielt bis ich sie mir nochmal aufnehmen musste. Was muss ich zu Toxik groß schreiben? Das ist erstklassiger Techno-Thrash, der mich jedes Mal begeistern kann. Dieses Album ist sogar noch eine Spur mitreißender als das etwas kühlere "Think This", welches ich natürlich auch liebe. Hier stimmt für mich tatsächlich alles!
Ich hatte das Album ja vor einigen Jahren. Habe die dann aber abgegeben und erst vor ein paar Jahren wieder zurückerobert. Das erste was ich gemacht habe, war, diesen Song zu hören. Absolut geniales Stück Musik. Und einer der wenigen Bands die mit ihrem aktuellen Album wirklich richtig dicke überzeugen konnten.
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von Pillamyd » Montag 22. April 2024, 11:22
Holger Andrae hat geschrieben:Pille #8: Ossuary – Eternal Pyre Okay, die Herrschaften am gleichen Baum geschnüffelt wie Iommi. Das ist ja grundsätzlich erstmal eine feine Sache. Mein Problem, ist fehlt der Groove, der Punch, der bei so einer Lässigkeit auch meinen verkrusteten Hintern zum Wackeln bringt. Beim Soloteil, welches auch sehr Iommi-ig klingt, kommt dann auch mal der Bass aus seinem Versteck. Das ist hübsch. Der Sänger bleibt mir zu blass für solche Musik. Insgesamt bin ich für diesen staubigen Tüten-Rock wohl zu unentspannt. Die Originale natürlich jederzeit gern.
Hier war es ähnlich bei der Auswahl, wie bei "Stone Sour". Lange nicht mehr gehört das Album und schlimmer noch, ich hatte kaum noch was im Ohr. Das habe ich zur Veröffentlichung ziemlich gemocht. Aber jetzt fand ich das auch erschreckend schwach. Stimme dir da also auch irgendwo zu. Den Song finde ich musikalisch aber doch auch schon herausstechend aus dem Album und mag den Song auch immer noch.
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von Pillamyd » Montag 22. April 2024, 11:25
Holger Andrae hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:Keine Meinung zur Nummer 7?
Oh, sorry. Durch das Verhaspeln bei den Links, hatte ich wohl nicht auf "Absenden" geklickt. Pille #7: The Flower Kings – White Tuxedos Ich lese den Bandnamen und bekomme es mit der Angst zu tun. Weshalb? Weil ich die Band einstmals toll fand und sie mir dann zu elegisch wurde. Aber hier sind es nur etwas über sechs Minuten. Da bin ich hoffnungsvoll, denn die Zutaten stimmten in der Vergangenheit meist. Und auch das hier schmiegt sich beinahe basis und bluesig ans Ohr. Dazu der immer noch coole Gesang. Die mehrstimmigen Passagen sind natürlich ear candy vom Allerfeinsten. Leider kommt das nicht oft genug. Dafür aber einen feinen Temposhift und das obligatorische Solo von Roine. Bräuchte ich in der Länge zwar nicht, ist hier aber noch okay für mich.
Mein einziges Album der Band. Ich habe mich davor, während und danach nie mehr um die Band so richtig gekümmert, deswegen kann ich nicht von obligatorisch sprechen. Das Album hat mir damals auch wegen dem Konzept sehr gut gefallen. In den Song hatte ich vor der Entscheidung auch nochmal angehört und ich war überrascht, wie viel von dem Song hängengeblieben ist. Ich wüsste auch gar nicht, wo ich bei der Band weitermachen sollte? Haste nen Tipp?
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von Pillamyd » Montag 22. April 2024, 11:26
Holger Andrae hat geschrieben:Pille #9: Janes Addiction – Mountains Mag ich sehr. Damals nach der "Ritual" einmal live gesehen, was ziemlich intensiv war. Das kam genau zum richtigen Zeitpunkt für mich raus. Mind Funk, Tribe After Tribe, Primus etcpipapo, alles genau mein Ding gewesen.Der Gesang ist natürlich unverkennbar, das hatte ich schon erkannt bevor ich auf den Link geschaut habe. Die Nummer an sich ist ja recht gradlinig für JA, was mich aber überhaupt nicht stört. Mag aber auch die schrägen Sachen sehr gern. Das fühlte sich alles sehr künstlerisch und authentisch an, auch wenn das Attribute sind, die man eigentlich nicht gern liest. Top!
Cool, dass du die ganzen anderen Bands in einer Reihe nennst. "Mind Funk" habe ich letztens erst erworben. Ich freue mich schon drauf. Da möchte ich auch unbedingt weitermachen. Finde die Band ziemlich spannend. Den Song höre ich immer wieder mal. Das sollte ich auch mit dem Album wieder tun.
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von Pillamyd » Montag 22. April 2024, 11:28
Holger Andrae hat geschrieben:Pille #10:
Running Wild – Prisoner Of Our Time
Da gibt es nichts zu "oh-oh"-en. Dieses Album liebe ich bis zum heutigen Tag. Ist ja auch ohne Augenklappe und Holzbein … obwohl das Schlagzeug schon sehr einbeinig klingt. Anyway, die Band habe ich als Hamburger noch vor diesem Album in JUZs gesehen und die gehörten damals auch noch zu der HH-Szene, was ja sehr schnell nicht mehr der Fall war. Während man die Helloweenies Weiki und Markus bis heute noch auf Konzerten trifft, ist Rolfi seit Jahrzehnten nicht mehr gesichtet worden. Vielleicht ist er ja bei Santiano. Wir waren damals stolz wie Bolle, dass da eine Band aus unseren Kreisen plötzlich mit einer rattenscharfen Scheibe am Start war. Dieser okkulte Kram war natürlich dem Zeitgeist geschuldet und wir fuhren alle total darauf ab. Dass man sich dann nach "Branded & Exiled" in Mordor aufgelöst hat, war natürlich schade.
Ja, mir geht es ähnlich. Die ersten beiden Alben ragen da schon heraus. Danach wird es immer mehr wie schon einmal gehört. Bei "Santiano" habe ich aber dann doch laut lachen müssen. Herrlich trocken 
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von Pillamyd » Montag 22. April 2024, 11:35
Kenneth Thiessen hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:Kenneth Thiessen hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:Kenneth Thiessen hat geschrieben:Pillamyd #7 BETWEEN THE BURIED AND ME - Voice Of Trespass
Das klingt ja nach Musik aus einem Musical, das mit ein paar Schreihälsen garniert wurde, was insgesamt gar nicht negativ gemeint ist. Auf seine witzige Art kann mir das schon gefallen, ich denke aber mal, dass die Band nicht durchgehend so agiert, falls schon, wäre es natürlich spannend, sich das mal auf Albumlänge anzuhören. Das hat Spielwitz, Ideenreichtum und einen coolen Duktus.
Na ja, ist schon ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Album. Aber genau deswegen mein Liebling. Man rechnet einfach nicht mit so einer Swing Nummer. Das sind tolle Alben, also "Automata I" und "Automata II". Habe ich mir jetzt auch mal wieder rausgelegt. Schon sehr lange nicht mehr gehört.
Ich habe mir die "Automata II" heute dann mal angehört, weil ich herausfinden wollte, wie sehr der Swing-Einfluss auf dem Rest vertreten war. Überrascht hat mich zunächst, dass das Album nur 33 Minuten lang war. Recht unüblich für Prog, soweit ich das beurteilen kann. Im Opener 'The Proverbial Bellow' gab's im Riffing einige richtig coole Momente, so richtig fassen kann man die dreizehn Minuten vom ersten Durchlauf an, aber nicht. 'Glide' ist ein cooles Vorspiel für 'The Voice Of Trespass', das ich ja gestern auch schon spannend fand, während von 'The Grid' in meinem Kopf nichts mehr übrig ist. Wenn ich da noch einmal reinhöre, kann ich da vielleicht mehr sagen. Schlecht fand ich das Album aber auf jeden Fall nicht!
Um da kurz drauf einzugehen. "Automata I" und "Automata II" erschienen damals in Abständen von wenigen Monaten. Die beiden Teile werden gerne als eines gesehen. Und das auch völlig zu Recht. 33 Minuten scheinen natürlich recht kurz.Ich weiß gar nicht mehr was die Band dazu bewegt hat, diese Alben mit zeitlichem Abstand zu veröffentlichen. Vielleicht kann da Jakob weiterhelfen. Wie gesagt, der Swing Anteil ist schon sehr einzigartig. Aber dafür glänzen beide Teil mit richtig coolen Einfällen. Das hast du schon beim Opener erkannt.
Okay, dann macht es Sinn, dass das nur 33 Minuten für ein Prog-Album sind. Dann würde es wohl Sinn ergeben, sich auch mal den ersten Teil anzuschauen. Auf dem swingt es aber nicht, wenn ich dich richtig verstanden habe, oder?
Davon ghe ich aus. Wie gesagt, der Song ist schon ein Alleinstellungsmerkmal. Aber wenn du den Opener gemocht hast, wirst du vielleicht auch an dem ersten Teil, etwas für dich finden.
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von Holger Andrae » Montag 22. April 2024, 12:28
Pillamyd hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:Keine Meinung zur Nummer 7?
Oh, sorry. Durch das Verhaspeln bei den Links, hatte ich wohl nicht auf "Absenden" geklickt. Pille #7: The Flower Kings – White Tuxedos Ich lese den Bandnamen und bekomme es mit der Angst zu tun. Weshalb? Weil ich die Band einstmals toll fand und sie mir dann zu elegisch wurde. Aber hier sind es nur etwas über sechs Minuten. Da bin ich hoffnungsvoll, denn die Zutaten stimmten in der Vergangenheit meist. Und auch das hier schmiegt sich beinahe basis und bluesig ans Ohr. Dazu der immer noch coole Gesang. Die mehrstimmigen Passagen sind natürlich ear candy vom Allerfeinsten. Leider kommt das nicht oft genug. Dafür aber einen feinen Temposhift und das obligatorische Solo von Roine. Bräuchte ich in der Länge zwar nicht, ist hier aber noch okay für mich.
Mein einziges Album der Band. Ich habe mich davor, während und danach nie mehr um die Band so richtig gekümmert, deswegen kann ich nicht von obligatorisch sprechen. Das Album hat mir damals auch wegen dem Konzept sehr gut gefallen. In den Song hatte ich vor der Entscheidung auch nochmal angehört und ich war überrascht, wie viel von dem Song hängengeblieben ist. Ich wüsste auch gar nicht, wo ich bei der Band weitermachen sollte? Haste nen Tipp?
Als Tipp würde ich unbedingt "Stardust We Are" empfehlen.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Holger Andrae
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