PMDECS - NINETIES - Diskussionsthread

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Re: PMDECS - NINETIES - Diskussionsthread

Beitragvon frankjaeger » Montag 27. Mai 2024, 16:39

Ich werde mich im Juni etwas rar machen und weiß nicht, ob ich die Abstimmungen schaffen werde. Gute Lösung mit dem Einsetzen des Countdowns zum Sonntag, allerdings würde ich vorschlagen, dass jede Gruppe dennoch mindestens zwei Wochen online bleibt. Man kann ja mal eine Woche wirklich weg sein. Wenn dann drei Gruppen online sein würden, wäre es keine Katastrophe, oder?
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Re: PMDECS - NINETIES - Diskussionsthread

Beitragvon Holger Andrae » Montag 27. Mai 2024, 18:14

frankjaeger hat geschrieben:Ich werde mich im Juni etwas rar machen und weiß nicht, ob ich die Abstimmungen schaffen werde. Gute Lösung mit dem Einsetzen des Countdowns zum Sonntag, allerdings würde ich vorschlagen, dass jede Gruppe dennoch mindestens zwei Wochen online bleibt. Man kann ja mal eine Woche wirklich weg sein. Wenn dann drei Gruppen online sein würden, wäre es keine Katastrophe, oder?

Wie gesagt, wenn ich das weiß, ist ja alles gut. Das soll nicht in Stress ausarten.
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Re: PMDECS - NINETIES - Diskussionsthread

Beitragvon frankjaeger » Montag 27. Mai 2024, 18:34

Ja, aber ich finde einen solchen Rhythmus auch super. Stress wird es nur, wenn man weiß, dass alle auf einen warten. Wenn ich mal eine Gruppe nicht schaffe, muss ich mir eben keinen machen. Ich finde das sehr atraktiv.
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Re: PMDECS - NINETIES - Diskussionsthread

Beitragvon Holger Andrae » Montag 27. Mai 2024, 19:16

frankjaeger hat geschrieben:Ja, aber ich finde einen solchen Rhythmus auch super. Stress wird es nur, wenn man weiß, dass alle auf einen warten. Wenn ich mal eine Gruppe nicht schaffe, muss ich mir eben keinen machen. Ich finde das sehr atraktiv.

Genau das ist der Plan. Lediglich beim Rundenenden muss ich etwas drängeln, weil ich sonst nicht weiter gruppieren kann.
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Re: PMDECS - NINETIES - Diskussionsthread

Beitragvon Metalomaniac » Dienstag 28. Mai 2024, 14:52

Aaaah, wieder neue Musik. Ich freu mich echt auf die 90er Listen.
zB Änglagard ist seit Jahren auf meiner ToDo-Liste. Und gerade frage ich mich warum ich nicht schon lang in die Band reingefuchst habe.... ah jetzt fällts mir wieder ein - die physikalischen Tonträger sind gar nicht so einfach zu vernünftigen Preisen zu bekommen :-(
Tolles Lied auf jeden Fall!
Und auch schön mal wieder daran erinnert zu werden, dass Slipknot und ich ich keine Freunde mehr werden :-)
Meine Vinyl-Sammlung:
https://www.discogs.com/user/Metalomaniac_d/collection
Projekt 2023/24 - CD-Sammlung eintragen: (Status 8.1.24 - FERTIG!)
https://www.musik-sammler.de/collection/metalomaniac_d/
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Re: PMDECS - NINETIES - Diskussionsthread

Beitragvon Kenneth Thiessen » Dienstag 28. Mai 2024, 21:46

So, ich mache hier mal den Anfang, da ich gerade die Zeit habe, die ich wann anders vielleicht nicht habe. Weil ich nicht in Verzug geraten will, dann gleich mal vorneweg. Übrigens, zu meiner Vorgehensweise: Ich höre mir die Sachen alle nur einmal an, weil es mir um den Ersteindruck geht. Wenn man mehr Zeit und Muße hat, kann man das auch anders handhaben. Ich hab' das jetzt mal so für mich entschieden.

Änglagard - Ifran Klarhet Till Klarhet
Der Name sagt mir erstmal gar nichts und Metal-Archives verweigert mir auch weitere Informationen. Muss also Non-Metallisch sein. An anderer Stelle lese ich Progressive Rock, was aber natürlich viel bedeuten kann. Ich höre rein und das Gespielte gefällt mir sogar recht gut. Besonders cool finde ich den typisch direkten, harten Klang des Schlagzeugs, bei dem man dadurch auch das facettenreiche Spiel gut heraushören kann. Die Komposition kann was und bietet gelungene Spannungsbögen, der Bass knarzt grandios. Schöner Start in die Dekade!

Ayreon - Cosmic Fusion
Dieser Name sagt mir was, Musik von der Band habe ich bis dato aber nicht gehört. Diese Art der Covergestaltung verbinde ich eher mit den 90ern, aber hier geht's ja um die Musik. Ruhige Klänge zu Frauengesang bis irgendwann eher zurückgenommene Gitarren und Männerstimmen anfangen. Das braucht etwas länger, um sich aufzubauen. Dann kommen noch Bläser und sogar harscher Gesang dazu. Das ist schon episch, spielt sich hinten raus auch in einen kleinen Solo-Rausch, der aber immer schön anzuhören ist.

Diamanda Galas - This Is The Law Of The Plague
Vielen Dank, an den oder die, die das hier nominiert hat. Ich hätte vielleicht auch etwas mutiger sein können, beim ein oder anderen Jahr, dann hätten wir ähnlich spannende Titel hier im Rennen. Für so manche verstörende Black Metal-Band, die heute so ihr Unwesen treibt, dürfte das Werk von Frau Galas sicherlich von Bedeutung sein. Das ist im höchsten Maße verstörend, eindringlich, intensiv und doch irgendwie erhaben und beinahe majestätisch, was möglicherweise durch das Zitat der Bibelstellen herrührt. Unglaublich spannend, wie diese biblischen Zitate durch die Vortragsweise neu kontextualisiert werden.
Eine Beschäftigung mit der Diskographie dieses Projektes wäre sicherlich spannend!

In Slaughter Natives - Sacrosancts Bleed
Klänge eines Cembalos und dann viel Beat, Samples und Industrial. So langsam glaube ich, dass der ein oder andere Noise-Track in dieser 90er-Runde gar nicht so verkehrt gewesen wäre. Mir gefällt das sehr gut. Das ist durch die Chöre bombastisch, aber durch den stampfenden, durchgehenden Beat und diese ständige Wiederholung auch recht penetrant, was mir im Kontext des Genres aber sehr gut gefällt. Bisher sehr experimentell, das ganze hier!

Primus - DMV
Das groovt natürlich direkt und hat einen ähnlichen Sound wie der erste Track, wobei das stilistisch ja hier etwas anders ist. Hier ist Funk, Jazz, Metal und Prog drin und die Mischung macht Spaß, auch wenn ich beim ersten Hören nicht so einen richtigen Hook ausmachen konnte. Trotzdem gefällt mir insgesamt die Stimmung, die der Song vermittelt. Hat etwas Lockeres!

Red Hot Chili Peppers - Californication
Kennt man aus dem Radio natürlich. Ich kenne die Band bisher nur aus dem Radio und habe mich abgesehen davon, nicht wirklich mit den Alben beschäftigt. Ich finde den Song toll, die Bassarbeit gefällt mir vor allem. Viel löst der Song nicht bei aus, da der für mich auch zu jenen gehört, die durch die Heavy-Rotation im Radio langsam ausgenudelt sind.

Shadow Gallery - Crystalline Dream
Wieder begegnet einem dieser sehr direkte und harte Drumsound, finde ich super! Die Band sagt mir nichts und das ist wohl irgendeine Mischung von Power Metal und Prog - hört sich zumindest für mich so an. Die Gesangslinien können was und der Refrain ist auch stimmig, auch wenn das insgesamt vielleicht etwas schwachbrünstig rüberkommt. Hier fehlt mir irgendwie das Kraftvolle. Das Keyboardgedudel zwischendurch kann schön was und lässt das nach Filmmusik aus dem Disney-Kinderfilm-Universum klingen.

Slipknot - Purity
Gewisse Fanschichten dieser Band und auch die allgemeine Popularität haben mich bisher davon abgehalten, bei der Band mal genauer reinzuhören. Hier begegnet einem Groove Metal mit recht blechernem Schlagzeug-Klang und dann gibt's ruhige Passagen, die mich in diesem Song ziemlich nerven, weil ich den Klargesang vom Sänger nicht so prickelnd finde. In den sonst ruhigen Passagen spielt das Schlagzeug schon ein paar coole Figuren, die den Eindruck etwas aufwerten. Ganz abrupt gibt es dann einen Ausflug in einen semi-melodischen Refrain, der bei mir nicht ankommt. Fazit: Die aggressiven Groove-Parts können was, mit dem Rest komm' ich nicht wirklich klar.

System Of A Down - Spiders
Die nächste Band, die wie wenig andere für den Metal am Ende der 90er und Anfang der 00er steht. Hier kann ich schon deutlich mehr mit dem Klargesang anfangen, der eine melancholische Note in sich hat und in meinen Ohren einfach stimmiger klingt. Das groovt in ähnlicher Weise wie 'Purity' ist aber im Ansatz schon im klassischerem Metal verwurzelt, weswegen mir das insgesamt ziemlich gut gefällt.

The Presidents Of The United Status - Boll Weevil
Zum Abschluss gibt es wieder einen richtig funkigen Rock-Song, der einfach Bock macht. Hat Ähnlichkeiten zu Primus, nur, dass das hier noch deutlich lockerer und spaßiger ist. Ein wirklich gelungener Abschluss der Gruppe, der mir wirklich zusagt.

Fazit zur Gruppe: Die wilde Mischung macht's! Ich hoffe, dass die nächsten Gruppen auch so bunt werden, weil das so schon ziemlich Spaß macht!
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Re: PMDECS - NINETIES - Diskussionsthread

Beitragvon kingdiamond » Mittwoch 29. Mai 2024, 00:39

Kenneth Thiessen hat geschrieben:Fazit zur Gruppe: Die wilde Mischung macht's! Ich hoffe, dass die nächsten Gruppen auch so bunt werden, weil das so schon ziemlich Spaß macht!


Yeah! Genau das dachte ich nach meinem ersten Durchlauf der Gruppe auch. Coole Mischung, macht echt Spaß!

Ich hab auch ehrlich gesagt gedacht, dass dieser eine Song (oder was auch immer es ist) genau bei dir recht weit oben landen wird… auf der 1? Chapeau! oO
Kannst dir sicherlich denken, wo er bei mir landen wird… ich kann da auch ehrlich gesagt nicht was besonders musikalisches heraushören - sorry, der Nominator möge es mir verzeihen - ich fand das echt beklemmend/unangenehm. Für sowas fehlen mir scheinbar die „richtigen Ohren“. Das Konzept mag ggf. künstlerisch wertvoll sein, erschließt sich mir aber nicht.
Die Belohnung für Geduld ist Geduld!
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Re: PMDECS - NINETIES - Diskussionsthread

Beitragvon Metalomaniac » Mittwoch 29. Mai 2024, 10:09

Änglagård - Dafür liebe ich dieses Spiel. Endlich mal gezwungen worden mir einen Song dieser Band konzentriert anzuhören. Für mich faszinierend wie eingängig diese komplexe Musik ist. Praktisch alle Instrumente sind Lead-Instrumente und trotzdem ergibt sich ein spannendes koherentes Ganzes.

Ayreon - Mein Lieblings Ayreon Album. Toll wie das Gegrunze hier als Teil der Geschichte/des Spannungsbogens eingesetzt ist und nicht wie so oft in der 90ern als Standard-die-Schöne-und-das-Biest-Duett. Super instrumentiert auch das Lied und besonders mag ich auf dem ganzen Album Ed Warbys Schlagzeug. Der macht an jeder Stelle genau das richtige für den Song!

Diamanda Galas / In Slaughter Natives - Beide Songs wahnsinnig intensiv und sehr erfolgreich eine Stimmung zu erzeugen. Landen trotzdem ganz unten bei mir, da für meine Hörgewohnheiten harmonisch zu wenig passiert. Gerade das unterstützt ja die bedrückende Stimmung ist aber nichts was ich mir wieder auflegen werde.

Primus / The Presidents of the United States of America - Wenn ich diese beiden Bands höre habe ich sofort eine typische visuelle Ästhetik der 90er vor Augen. Gehts nur mir so? Ich seh da vor meinem geistigen Auge Knetmasse-Trickfilm oder "frech" gezeichneten Zeichentrick. Primus hat irgendwie was bgesonderes, ist mir aber zu reduziert und auf den "nicht-bassigen" Bass fokussiert um mich wirklich zu packen.

Red Hot Chilli Peppers - Schöner melancholischer Pop-Song. Die Chilli Peppers sind nichts für mich auf Albumlänge, aber immer wieder so ein schöner Song freut mich.

Shadow Gallery - Schön. Nahe am Kitsch aber schön. Die Produktion ist ziemlich dünn. Ich erinner mich, dass mich das damals schon gestört hat. Sollte ich mal wieder auflegen, ist schlißlich meine Lieblings Shadow Gallery.

Slipknot - Gesang, Sound, Songaufbau, alles nicht meine Welt.

System of a down - schon eher meine Welt :-) Nicht mein Lieblings Album, und auch nicht mein Lieblingssong dieses Albums, aber sehr unterhaltsam!

Auch mein FAZIT: Gerade wenn nicht den Hörgewohnheiten entsprechende Songs (wie Diamanda Galas / In Slaughter Natives) dabei sind, freue ich mich. Schlimmstenfalls hat man sich mit "fremden" interessanten Sachen auseinandergesetzt, bestenfalls lern man neues kennen von dem was hängen bleibt!
Meine Vinyl-Sammlung:
https://www.discogs.com/user/Metalomaniac_d/collection
Projekt 2023/24 - CD-Sammlung eintragen: (Status 8.1.24 - FERTIG!)
https://www.musik-sammler.de/collection/metalomaniac_d/
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Re: PMDECS - NINETIES - Diskussionsthread

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 29. Mai 2024, 12:02

Gruppe 1 –

Änglagård - Ifrån Klarhet Till Klårhet (1992):
Ist ja immer mal wieder ein heißer Tipp, diese Musik. Hatte ich gar nicht auf dem Schirm, dass das ja auch nominiert werden könnte. Ich muss ehrlich sagen, so richtig bin ich damit nie warm geworden. Wenn ich danach gehe, hat das heutzutage wahrscheinlich sogar noch schwerere Chancen bei mir zu landen. Ich habe das Album auch gar nicht. Ich bleib bei der Flöte zwar hängen. Aber wenn dann wieder weirde Noten gespielt werden, schreckt mich das eher ab. Dazwischen finde ich die musikalische Landschaft sehr träumerisch. Ich bin gespannt, wo der Song am Ende bei mir landen wird.

Ayreon – Cosmic Fusion (1998):
Da mache ich mich gleich mal unbeliebt. Mit „Ayreon“ bin ich ebenfalls nie so recht warm geworden. Ich war dahingehend immer verwirrt, weil das eigentlich schon auch meine Baustelle seine müsste. Aber irgendwann habe ich es aufgegeben. Bei Konzeptalben ein Lied herauszuheben, finde ich immer ganz schwierig. So klingt „Cosmic Fusion“ zwar durchaus spannend. Ich habe aber immer irgendwie das Gefühl, dass das total aus dem Zusammenhang gerissen wird. Hinzukommt, dass mir die harscheren Vocals einfach nicht gefallen. Das klingt in meinen Ohren sehr tröge. Da kann ich nicht hineintuchen. Als wenn ich ein Buch erst anfange aber der Mitte zu lesen.

Diamanda Galas – This Is The Law Of The Plague (1991):
Was mich hier erwartet, hatte ich trotz der Ankündigung der Mitmacher, nicht zu träumen gewagt. Die gesprochenen Passagen gleich zu Anfang, lassen an eine Einleitung zu einem wirklich schrägen Theaterstück denken. Aber es wird ja noch etwas verrückter mit dem darauffolgenden Schrei. Ich bin gespannt, wie der Song sich entwickelt. Avantgardistische Musik ist keine leichte Kost. Und wenn das ohne weitere Einflüsse von statten geht, dann bin ich da meistens wie ein Goldfisch. Da reicht meine Aufmerksamkeitsspanne nicht aus. Auch hier fühle ich mich in etwas reingeschupst, mit dem ich nicht klarkomme. Bei dem ich nicht nachvollziehen kann, worum es hier geht. Zudem fehlt mir hier einfach ein musikalischer Leitfaden.

In Slaughter Natives – Sacrosancts Bleed (1992):
In welchen Dungeon bin ich hier geraten?
Das fängt ziemlich vielversprechend an. Ziemlich Gothic lastig. Leichter Industrial Touch. Sehr düster. Das kratzt, das bürstet. Der Song scheint bis auf ein paar unverständlichen Worten rein instrumental zu sein. Das ist mir zunächst gar nicht aufgefallen. Doch das hat was. Wird in dieser Band überhaupt gesungen?
Aber auf jeden Fall schon einmal der erste Song, der mein Interesse weckt. Sehr gut.

Primus – DMV (1993):
Jawoll. Auf sowas habe ich gehofft. Nicht weil ich das absolut verehre. Sondern weil ich es halt als Chance sehe, die Stolpersteine mal aus dem Weg zu räumen. Hoffentlich. Ich habe da so meine Probleme mit der Band. Dass der Typ hinter dem Bass eine absolute Maschine ist, ist ja nichts neues. Auf Songlänge finde ich das aber dann doch ab und an schwer zugänglich. Das liegt nicht mal am Gesang. Es ist diese unkonventionelle Art, wie die Songs wirken. Der Song macht es mir auch nicht leicht, aber der Bass funktioniert hier für mich doch schon auch. Aber auf eine unbekannte Art und Weise. Schwer zu erklären im Moment. Ein Song, bei dem ich das Gefühl habe, dass er wachsen wird. Egal ob er weiterkommt.

Red Hot Chili Peppers – Californication (1999):
Ja, dazu muss ich nichts mehr sagen. Der Neuanfang der Band, hat ungemein eingeschlagen. Aus dem Album hätte ich wahrscheinlich einen anderen Song genommen. Aber das tut diesem Song natürlich keinen Abbruch. Großartig, punkt.

Shadow Gallery – Crystalline Dream (1995):
Oh, großartig! Hatte ich zunächst auch auf dem Schirm. Eine Band mit der ich, zu Anfang, als ich von der Band Wind bekam, nichts anfangen konnte. Gesang und so…mit den Jahren lernte ich das aber sehr zu schätzen. Was mir wieder bewusst wird: Die 90er werden unfassbar abwechslungsreich. Allein was ich bis jetzt schon hören durfte, gibt einen wahnsinnigen Kontrast ab. Spannende Sache. Aber zurück zum Sahnesong: Sahnesong!

Slipknot – Purify (1999):
Haha, jetzt wirds schwierig. Ich war letztens verwundert bzw. hatte gar nicht auf dem Schirm, dass ausgerechnet ich den Band-Thread hier im Forum eröffnet habe. Ja, ein Sänger den ich vor allem bei „Stone Sour“ sehr gerne mag. Und bei vereinzelten Songs bei „Slipknot“. Dieser Song gehört da nicht dazu. Ich finde nahezu alle Bands, die in die Kerbe schlagen allein schon vom Sound so dermaßen unangenehm, dass es für mich nur schwer rauszufiltern ist, was daran so großartig sein soll. Allein diese scratches am Anfang, nerven big time. Hinzukommt, dass ich die Songs kaum auseinanderhalten kann und das auch Bandübergreifend. Hier wird viel mit der Stimme laut und leise hervorgehoben. Dann dieser übelste groove. Na, das ist nichts für mich. Tschuldigung.

System Of A Down – Spider (1998):
Viele würden die Band in den gleichen Topf werfen. Ich finde allerdings, dass die Band aber einiges besser und richtiger macht. So ganz passt es auch nicht. Die Band hat unzählbar viele Einflüsse. Für mich gibt es aber auch hier bessere Songs. Aber das ist ja auch das einzige Album aus den 90ern.

The Presidents Of The United States Of America – Boll Weevil (1995):
Noch nie von gehört. Aber das klingt interessant. Das hat einige interessante Ansätze, abseits vom herkömmlichen Alternative Rock der 90er. Ich höre da ein wenig Funk raus der den Song fast schon tänzelnd nach vorne treibt. Das gefällt mir ziemlich gut. Sehr sogar. Ich habe den Song jetzt auch schon öfters gehört, weil er tatsächlich ziemlich cool ist. Tolle Überraschung. Kommt mal auf die Liste!
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Re: PMDECS - NINETIES - Diskussionsthread

Beitragvon Chavo89 » Mittwoch 29. Mai 2024, 12:49

Ich wollte auch mal schnell sein. Also Gruppe 1, die sich ja schon recht interessant liest:

Der Name ÄNGLAGÅRD lief mir hier schon einige Male über den Weg, er fällt ja auch auf, gehört habe ich von der Band bisher aber vermutlich noch keinen Ton. Ich wusste aber vor Genuss des Stücks schon grob, wo das in meinem schubladisierenden Kopf einzuordnen ist. Und ja, das lässt sich schon sehr fein an. Ich fühle mich an die tollen TUSMØRKE erinnert. Da der Song an sich aber zurückhaltender und weniger überdreht tönt, ist das auch weit genug weg davon. Mir gefällt das Geflöte ausgesprochen gut und auch die spannenden Wendungen und die sehr abwechslungsreiche Instrumentierung lassen aufhorchen.

Auch AYREON habe ich mir noch nie angehört, dieses "Oper"-Konzept reizt mich einfach so gar nicht. Das Gesäusele am Anfang finde ich jetzt zunächst langweilig, aber ich warte geduldig ab. Die bösen Stimmen mögen mich leider ebenfalls nicht vom Hocker reißen. Noch dazu frage ich mich nach fünf Minuten, wann denn das Lied anfängt. Das ist für meine Rezeptoren leider recht zusammenhangslos. Die schnellere Passage zum Ende hin finde ich unterhaltsam. Und dann hört es einfach auf. Ist wohl nicht meins.

DIAMANDA GALÁS kenne ich dagegen bisher gar nicht. Das ist schon krass. Mehr Performance als Lied. Packend.

IN SLAUGHTER NATIVES schließt da recht gut an. Die verströmte Atmosphäre und das Cembalo sind ziemlich cool. Mir bleibt das Stück vom Songwriting etwas zu flach, da habe ich öfter meine Probleme bei so Industrial- und Gothic-Musik.

Mit PRIMUS muss ich mich irgendwann nochmal gezielt auseinander setzen. Hat bisher leider noch nicht stattgefunden. Dieser Bass ist so dermaßen geil. So geht kreative Musik.

Die CHILI PEPPERS mochte ich in meiner Jugend recht gerne. Heute berührt mich die Musik nicht mehr. Ich habe aber wohl auch zu viel über Kiedis mitbekommen, als dass ich das noch unbefangen hören könnte. Ich weiß noch, wie ich das 'Californication'-Video damals im Musikfernsehen tierisch cool fand.

Das dürfte dann mein Erstkontakt mit SHADOW GALLERY sein. Schöner leicht-progressiver und positiver Ansatz. Wie so oft bei dieser Art von Musik stört mich das Permanentkeyboard im Hintergrund. Der Refrain ist aber schön.

SLIPKNOT war ja nie meine Band. In meiner Jugend war mir das zu böse. Da war meine Grenze bei KORN und SOAD. Später kam dann richtiger Metal. 'Purity' finde ich jetzt ganz cool. Das Schlagzeug macht mir Spaß und auch der variable Gesang (außerhalb des Refrains, der völlig im Nichts landet) ist stark.

'Spiders' von SYSTEM OF A DOWN ist richtig, richtig toll. Einer von ganz vielen Höhepunkten des Debüts. Hätte ich auch nominieren können, hab ich aber nicht.

Die Ami-Präsidenten kenne ich nicht. Wenn's allzu funkig wird, schalte ich gerne aus. Das hier ist aber noch angenehm. Den Sänger finde ich etwas sehr unspektakulär, da hätte etwas mehr Ausdruck sicher nicht geschadet. Joa, ist okay.
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