|
|
Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Jhonny » Montag 10. Juni 2024, 11:51
Nils Macher hat geschrieben:Schon seltsam: Obwohl ich THRESHOLD sehr mag und öfters live gesehen habe, bin ich Albentechnisch in den 90ern völlig blank. Gute Erinnerung, das zu ändern!
Ich habe auch kein THRESHOLD-Album vor 2007 - danach bin ich aber komplett. Aber das war dann halt auch die Nukl-Blast-Phase, da war alles immer recht gut verfügbar.
-

Jhonny
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 36886
- Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 16:48
- Wohnort: Landshut
von Pillamyd » Montag 10. Juni 2024, 11:59
2012 gab es aber doch über Nuclear Blast massiv Re-releases.
-

Pillamyd
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 14149
- Registriert: Freitag 19. Februar 2010, 22:44
von Jhonny » Montag 10. Juni 2024, 12:50
Pillamyd hat geschrieben:2012 gab es aber doch über Nuclear Blast massiv Re-releases. Aber die habe ich mir leider nie zugelegt.
-

Jhonny
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 36886
- Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 16:48
- Wohnort: Landshut
von Pillamyd » Dienstag 11. Juni 2024, 22:47
Platz 55 Tormentor | Recipe Ferrum! 777Genre: Ja, was denn eigentlich?VÖ: 2000Mit den ersten Klängen des Albums, lässt man sich selbstverständlich durch die hörbaren Wellen ans Ufer schwämmen. Man erwacht, klopft sich den klebenden, nassen Sand vom Körper und begibt sich torkelnd auf eine Reise. Eine Reise die von avantgardistischen, schwarzmalerischen/gothischen, Proto-Punk beeinflusste Landschaft. Wie auch immer euer Vorstellungskraft aussieht. Sie kann nur richtig sein. Denn wenn eins dieses Album beweist. Dann das es kein richtig oder falsch gibt. Es ist verdammt schwierig dieses Album, die die Band rund um Attila zusammengebraut hat in irgendeiner Weise mit Erklärungen gerecht zu werden. Ich frage mich immer wieder beim Hören des Albums, ob der Band so wirklich bewusst war, was sie da zu komponieren gewagt haben. Umso beeindruckender ist, wie zugänglich das komplette Album trotz allem ist. „Recipe! Ferrum 777“ hat dich über 72 Minuten so dermaßen im Schwitzkasten, dass ein sich rauswinden nicht vorstellbar ist. Danach ist man schweißgebadet von dieser halsbrecherischen Achterbahnfahrt, die aber irgendwie materialtechnischen gesehen auf Wattebausch-ähnlichen Schienen verläuft. Hui, das Album färbt ab! Nun, steckt da ein Konzept dahinter, so können dies andere in diesem Forum wahrscheinlich besser erklären. Ich kann nur sagen, dass dieser Wust an Kompositionen nicht spurlos an einem vorbeigeht. Auch nicht an diejenigen, die so gar nichts mit der Musik anfangen können. Irgendwas fällt einem immer ein. Man stelle sich einen pompösen, majestätischen Theatersaal vor. Hell beleuchtet, wunderschön anzusehen. Dieser Saal hat aber zwei Gesichter und plötzlich sitzt man anstatt auf roten Pompösen Sesseln, auf modrigen von Baumwurzeln angehobenen Untergrund, der Wind segelt dir nicht nur so um die Ohren, und vor lauter Dunkelheit und verstaubten Silhouetten sieht man fast nichts. Es liegt Paprikageruch in der Luft. Im Zuge der schönen Gitarrensoli, wehen zunächst unkontrolliert frische Blumen in diesen abstrusen Raum, die sich choreografisch zu einem Strudel treffen, empor steigen und sich in Luft auflösen. Im Hintergrund hallt aus irgendeiner fießen Ecke, demonisch/boshaftes Gelächter. Halt, Stop! Pille? Was zur Hölle? Ja, was zur Hölle, liebe Forianer! Genau das ist es. Wirrungen und Irrungen, Wendungen und Endungen, sind die Zutaten. Und wer jetzt noch nicht angefixt ist, der ist selbst schuld. Ich bleib natürlich extra so wage. So gemein bin ich jetzt einfach. Viel Spaß! Hörbeispiel:The Little Match GirlCara Mia
-

Pillamyd
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 14149
- Registriert: Freitag 19. Februar 2010, 22:44
von Pillamyd » Mittwoch 12. Juni 2024, 12:01
Platz 54 Overkill | W.F.O.Genre: Thrash MetalVÖ: 1994Was? Kein Album aus den 80ern? Ja, richtig gesehen. Ich finde die Phase ab den 90ern um einiges spannender. Das Album reiht sich vom Spannungsfaktor in Alben wie “World Demise“, „Architects Of Fear“, „Orgasmatron“, „Strawberries“ ein. Da habe ich einfach eine Schwäche für. Meiner Meinung nach zeigt die Band mit diesem Album, dass nach der recht zwiespältigen „I Hear Black“, sie es immer noch drauf haben ohne komischen Anbiederungen an alte Tage. Man bleibt seinem Standpunkt treu und im späteren Verlauf der Diskographie ohne auf der Stelle zu treten. Diesen Mut belohne ich. Ich bin etwas verwundert, wenn ich lesen muss, dass ein Song wie „Bastard Nation“ ein Highlight eines sehr durchwachsenen Albums sei. Ich höre da wohl ein komplett anderes Album. Allein das Double mit „When It Hurts“ und „Fast Junkie“ fegt einem doch die Mütze vom Kopf. Wer dann den letzten Beweis möchte, hört sich dann das „Wrecking Your Neck“ Livealbum an. Was eine Energie. Meiner Meinung nach fetzt die Produktion typisch 90er mit einer Hingabe durch die Felder, dass es ein Fest ist. Der Bass lässt das Trommelfell bis zum Anschlag vibrieren, wirkt aber nie störend. Die Gangshouts in vielen Song haben in den 90ern kaum eine Band besser eingebettet als "Overkill". Eine dreckige Produktion, bei der sie das maximale rausholen ohne zu matschig zu klingen. „The Wait/New High In Lows“ zeigt, dass sie aus „I Hear Black“ gelernt haben. So einen schnellen Doomsong bekommt man selten zu hören. „Black Sabbath“ lässt dann auch noch kompositorisch grüßen. Wie an anderer Stelle erwähnt, ist mit „Bastard Nation“ eines der Top 5 Songs der Band enthalten. Die unverschleierte Liebe zu „Manowar“ kommt zu Tage. Und mit „Gasoline Dream“ hat man dann auch noch den perfekten Abschluss gefunden. Für mich stellt „W.F.O.“ das Beste Album der Band in den 90ern dar. Hörbeispiele:Fast JunkieBastard Nation
-

Pillamyd
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 14149
- Registriert: Freitag 19. Februar 2010, 22:44
von Pillamyd » Mittwoch 12. Juni 2024, 12:11
Platz 53 Crown Lands | FearlessGenre: Progressive RockVÖ: 2023Ich kann hier eigentlich nur nochmal zitieren, was ich in meinen Jahresrückblick Thread hineingeschrieben habe. Denn von der Meinung kann und will ich keinen Deut abrücken.
Kinners, war klar, oder? Was war ich doch geflasht, als ich die Band zum ersten Mal hören durfte. Ich konnte es gar nicht richtig fassen, was ich da zu hören bekam. Wie zum Geier kann man zu zweit einen solchen Sound erzeugen? Ist das eine Ente? Muss es doch, oder? Offensichtlich nicht, wie die Live Videos dann beweisen sollten. Es hat jedoch seine Zeit gebraucht, bis ich das Album in seiner Gänze zu hören bekommen sollte. Ein wirklich standhaftes Thema in diesem Jahr. Alben auftreiben…aber seis drum! Einen guten Moment verwischt und dann kam das Album Ende Juli bei mir an. Das „Fearless“ aber ein Dauerrotationskandidat in meinem Player ist, hätte ich so nicht vermutet. Fast 50 Durchläufe dürfte schon auch ein Ausrufezeichen sein. So oft habe ich kein Album in den letzten Jahren in so kurzer Zeit gehört. Was dieses Duo hier mit mir angestellt hat, dürfte vielleicht keine Seltenheit sein, schließlich war die Band schon in aller Munde. Aber für mich, ganz für mich allein, war das Durchlauf für Durchlauf ein solch hoher Genuss, dass ich nicht anders konnte, als diesem Album den ersten Platz einzuräumen. Die Verbeugung vor „Rush“ ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Irrwitzig ist an der ganzen Sache doch aber einfach, wie sie diesen Sound zu Eigen gemacht haben. Niemals habe ich nur einen Moment an eine Kopie des kanadischen Wundertrios gedacht. Ich nehme das tatsächlich als „Erbe“ wahr, die weitergeführt und weitergedacht wurde. Und das liegt vor allem auch daran, dass ich nicht finde, dass das ausschließlich nach „Rush“ klingt. Ich höre hier zum Beispiel sehr viel 80s Popeinschläge heraus. Hier und da findet man in geringen Dosen „Led Zeppelin“. Manchmal hört man eine kleine Brise jungen Ozzy (im Gesang) heraus oder wie ich schon einmal erwähnt habe, Michael Jackson. Ja, richtig gehört! „The Shadow“ ist für mich dieser 80s Pop Song, der im Gesang so eine geile Phrasierung hat, die mich stark an seine musikalischen Glanzzeiten erinnert lässt. Mein Song des Jahres im Übrigen! Wie mutig die Band agiert, beweist allein schon der Opener „Starlifter: Fearless Pt. II“. Dieser Einsatz der Keys und der Gitarren zu Anfang, das Überleiten zum Galopp. Gänsepelle im Sekundentakt! Mit so viel Feinfühligkeit, mit so viel Gefühl für Übergänge, mit so viel Liebe zum Detail, mit so einem unfassbar geilen Sound! Hier entdeckt man auch nach dem 30. Durchlauf Schattierungen die dem Ganzen eine sondergleiche Tiefe verleihen. Im Bass, in der Gitarre, im Gesang, in den Synths. Alles, wirklich alles daran, lässt mich ehrfürchtig werden. Es ist der Wahnsinn in Tonform! Um einen weiteren Song zu erwähnen: „Lady Of The Lake". Für mich dann auch einfach mit der erste Song, den ich hören durfte. Dieser makellose Gesang haut mich jedes Mal vom Hocker. Die Jungs wissen auch einfach, wie man bestimmte Dinge in Szene setzt. Und so ist der Höhepunkt mit Sicherheit dieses ebenfalls schweinegeile Gitarrensolo am Ende des Songs, das so hochgeschraubt wird, dass ich mir den Hut festhalten muss. Auf eine ganz spezielle Art ist das so dermaßen intensiv, dass ich mich frage, wie man so selbstbewusst in Erscheinung treten kann. Ein in allen Belangen grandioses Album. Das Hoffnung macht! Hoffnung, dass die Band weiterhin Erfolge feiern kann. Hoffnung darüber, dass die Band es bald schafft für einige Auftritte nach Europa zu kommen. Das würde ich echt gerne einmal live erleben. Und ich bin wahnsinnig gespannt, wie die Band sich weiterhin entwickelt. Hier jedenfalls haben sie die Messlatte auf dem Mond befestigt. So viel ist sicher! Zusatz: Ich weiß gar nicht ob es dieses Jahr war. Aber der Sänger der Band hat (war es dieses oder Ende letzten Jahres?) viel über seine Herkunft herausgefunden und das Ganze las sich so, als sei er sehr schockiert und traurig über das, was er da rausgefunden hat. Da ich in den sozialen Medien nicht aktiv bin, finde ich das Geschriebene nicht mehr. Da solche Themen als Texte in den Songs der Band aber verarbeitet werden, wird es sehr spannend wie und ob es mit der Band weitergeht. Aber musikalisch und thematisch wird es sehr spannend, welchen Weg sie gehen werden. Hörbeispiele:The ShadowLady Of The Lake
-

Pillamyd
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 14149
- Registriert: Freitag 19. Februar 2010, 22:44
von Pillamyd » Mittwoch 12. Juni 2024, 12:12
Platz 52 Obscura - AkróasisGenre: Technical/Progressive Death MetalVÖ: 2016Im Bereich des technischen Death Metal sind Obscura für mich (ja ok, mit Atheist) wohl die einzige Band, der ich richtig gerne zuhöre und auch zuhören kann. Denn Obscura schaffen es mit ihrer Kunst immer nachvollziehbar zu agieren. Hier gilt nicht das Prinzip des je oller, desto doller. Nein, ganz im Gegenteil. Die Band geht nicht in die Breite, wenn es nicht nötig ist, sondern in die Tiefe, weil es angebracht ist. Sie lassen den Songs zwar den nötigen Spielraum, brauchen dafür aber keine 77 minutenlangen Alben. Dieses Album hier, hat definitiv diese Eigenschaften. Dazu kommt, die Abwechslung, die auf diesem Album gegeben ist. Es wird nicht stumpf nach vorne geballert. Hier wechselt man sehr oft von heftigen Parts in eher ruhigere Parts. Diese haben für mich eine entschleunigende Wirkung und lassen mich auch mal von der Hand, um einen Song vollumfänglich entdecken zu können, für was die Songs und Kompositionen gedacht hat. Zumindest denke ich mir das. „The Monist“ ist so ein Song. Erwähnen muss ich aber auch die Arbeit von auf dem Album hörenden Bassisten Klausenitzer. Immer, wirklich immer ist sein Bass zu hören und bereichert vor allem mit seinem Fretless Bass die Songs ungemein. So ein Fretless Bass kann auch gern mal zu viel des Guten sein. Aber diese Dosierung und die hörbare Fingerakrobatik ist unwiderstehlich. Eines meiner Lieblingssongs ist dann auch zum Beispiel „Ode To The Sun“. Diesen Song würde ich immer wieder empfehlen, wenn es um die Band gehen würde. Für mich eines der songdienlichsten Songs, der das beachtet, was ich im zweiten Absatz angemerkt habe. Er ist in der Bridge trotz oder sogar gerade wegen des Vocoders ein Meisterwerk. Die Chöre darf man dann auch nicht außenvorlassen. Vor allem wenn sie die Bridge dann im cleanen Song wiedergeben. Ein Meisterwerk. Unumgänglich! Das größte Magnum Opas…ähm quatsch Opus Magnum ist aber „Weltseele“. 15 Minuten sind für diese Art des Death Metal natürlich eine riesengroße Ansage und dürfte, was ich ganz oben beschrieben habe, viele verwirren. Pustekuchen. Tut es halt eben nicht. Noch nie habe ich einen emotionaleren, herzzerreißenderen, vom Death Metal geprägten Song hören dürfen, wie diesen hier. 15 Minuten pures Können mit waghalsigen Wendungen und sich überlappenden Umschlägen, dass das Fieber von allein verschwindet. Verrückt ist jetzt nur noch, dass ich dieses Album auf einem so hohen Level sehe, dass ich (obwohl ich noch die "Cosmogenesis" habe) mich noch nicht so wirklich an die anderen Alben rantraue. Ich weiß, dass der eigentliche Kern der Band aus Steffen und den zurückgekehrten Jeroen Paul Thesseling und Christian Münzner besteht. Die haben aber alle bis auf Steffen auf diesem Album nicht mitgewirkt. Für mich ist „Akróasis“ so ein fantastisches Album, dass ich mich einfach nicht traue an die anderen Alben ranzugehen. Das Album, so scheint es, ist in meinem Kopf vom exklusiven Line Up geprägt und ragt auch mit diesem Zusatz einfach stark heraus, dass es mir schwer fällt, diesen Gedanken wegzuschieben und auf weitere Erkundungstour zu gehen. Hörbeispiele:Ode To The SunWeltseele
-

Pillamyd
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 14149
- Registriert: Freitag 19. Februar 2010, 22:44
von Pillamyd » Mittwoch 12. Juni 2024, 12:15
Platz 51Anthrax | Fistful Of MetalGenre: Speed MetalVÖ: 1984Noch vor Jahren hätte es eines der nächsten beiden Alben in meine Liste geschafft. Aber als ich endlich die Gelegenheit hatte, dass Album in Gänze zu hören, war es um mich geschehen. Klar! Was man hier zu hören bekommt, unterscheidet sich massiv von dem wie sich „Anthrax“ schon auf dem nächsten Album geben. Aber hier reiht sich „Fistful Of Metal“ in die Riege von „Kill `Em All“ und wie ich finde „Show No Mercy“ ein. Ich meine damit nicht, dass man die Musik großartig vergleichen könnte. Aber der Spirit, diese jugendliche Art, die hörbaren Einflüsse auf den Debütalben. Das trägt die gleiche Luft. Hier hört man noch Turbin am Gesang. Eine ganz andere Klangfarbe. Hat für mich wohl den größten Resonanzkörper, wenn man das mit Belladonna und Bush vergleicht. Er ist halt der klassischste Metal Sänger dieser dreien. Aber auch der melodiöseste der dreien. Er hätte auch zu vielen hardrockenden AOR-Bands gepasst. Witzig, dass ausgerechnet Belladonna bei einer „Journey“-Coverband singt. Die Band zeigt mit ihrem Debüt schon eine deutliche Flügelspanne. Hier treffen Double Bass, hartes Riffing auf harmonisch, fast seicht rockende Nummern. Noch keine Spur vom hardcoreigen New York. Und wer hätte damals gedacht, dass die Band für sowas zuständig ist wie „I Am The Man“? Diese Entwicklung ist höchst spannend. Vielleicht trägt auch die Lächerlichkeit mancher Aktionen der Band dazu bei, dass dieses Album so einen hohen Stellenwert bei mir hat. Seis drum. Ein sehr wildes, spritziges Album. Und auch in der Hierarchie der berühmten Big Four, spiegelt sich die Platzierung wieder. Das klingt jetzt aber kritischer als gemeint. Hörbeispiele: DeathriderSubjugator
-

Pillamyd
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 14149
- Registriert: Freitag 19. Februar 2010, 22:44
von Rüdiger Stehle » Mittwoch 12. Juni 2024, 12:20
55 + 54
Beides sehr schöne Beschreibungen, zwei verdammt cooler Alben.
Ich finde die W.F.O. schon auch insgesamt gut, aber "Bastard Nation" ragt für mich so sehr heraus, auch und gerade wegen der völlig ungenierten Huldigung der Kings of Metal, aus der ganzen Diskographie, dass ich manchmal Verständnis dafür bekunde, wenn die Leute diese Wahrnehmung haben. Das Anfangsdoppel ist in der Tat sehr stark, und auch die Songs um den Hit herum sind nicht zu verachten. Muss ich mal wieder herauslegen, das Ding. Was auf jeden Fall stimmt, das ist, dass die Band auf dieser Tour bärenstark war und das zugehörige Livealbum eines der besten Livealben in meiner Sammlung ist.
Und jo, was "Recipe Ferrum!" angeht, bin ich ja einer der eifrigststen "promoters of war", seit das Ding erschienen ist. Habe ich auf unzähligen Wichtelsamplern, in unzähligen Forenspielen usw... herausgekramt, und ich stehe da nach wie vor 100% dazu. Für mich ist das Ding eines der besten Alben ever, unerreicht kaputt, unerreicht vielseitig, unerreicht grotesk, und doch auf so makaber-morbide Weise eingängig, dass man davor nur den Hut ziehen kann. Aus den besagten Gründen mag es nicht jeder, weil halt nicht true, weil halt nicht immer ernst, weil halt nur selten Black Metal usw..., aber das ist mir völlig gleich. Nichts zuvor und nichts danach war wie "Recipe Ferrum!".
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
-

Rüdiger Stehle
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 35285
- Registriert: Samstag 6. Februar 2010, 22:52
- Wohnort: Schwabenland
-
von Pillamyd » Mittwoch 12. Juni 2024, 12:42
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Ich finde die W.F.O. schon auch insgesamt gut, aber "Bastard Nation" ragt für mich so sehr heraus, auch und gerade wegen der völlig ungenierten Huldigung der Kings of Metal, aus der ganzen Diskographie, dass ich manchmal Verständnis dafür bekunde, wenn die Leute diese Wahrnehmung haben. Das Anfangsdoppel ist in der Tat sehr stark, und auch die Songs um den Hit herum sind nicht zu verachten. Muss ich mal wieder herauslegen, das Ding. Was auf jeden Fall stimmt, das ist, dass die Band auf dieser Tour bärenstark war und das zugehörige Livealbum eines der besten Livealben in meiner Sammlung ist.
Ja, da könntest du recht haben. So bin ich da jedenfalls noch nicht rangegangen. Eröffnet mir eine neue Sichtweise auf die Dinge. Danke dafür! Rüdiger Stehle hat geschrieben:Und jo, was "Recipe Ferrum!" angeht, bin ich ja einer der eifrigststen "promoters of war", seit das Ding erschienen ist. Habe ich auf unzähligen Wichtelsamplern, in unzähligen Forenspielen usw... herausgekramt, und ich stehe da nach wie vor 100% dazu. Für mich ist das Ding eines der besten Alben ever, unerreicht kaputt, unerreicht vielseitig, unerreicht grotesk, und doch auf so makaber-morbide Weise eingängig, dass man davor nur den Hut ziehen kann. Aus den besagten Gründen mag es nicht jeder, weil halt nicht true, weil halt nicht immer ernst, weil halt nur selten Black Metal usw..., aber das ist mir völlig gleich. Nichts zuvor und nichts danach war wie "Recipe Ferrum!".
Dank euch, kenne ich das überhaupt 
-

Pillamyd
- Metaller mit zu viel Zeit
-
- Beiträge: 14149
- Registriert: Freitag 19. Februar 2010, 22:44
Zurück zu Die Rockbar
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 66 Gäste
Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.deTime : 0.079s | 11 Queries | GZIP : Off
|
|