Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Eike » Donnerstag 23. Dezember 2010, 15:57

So, habe erneut in Running Wild hinein gehört. Kurz schipperte ein Schiff auf meinem Kaffee. Ich hab umgerührt und weg war es.
:grins:

Zu, nächsten Powertrio muss man nicht viel sagen. Findet man wohl nur richtig toll, wenn man das damals erlebt hat. Würde ich das heute zum ersten Mal anhören, müsste ich wohl noch mehr schmunzeln. So klicke ich die Links an, esse ein paar weiße Domninosteine und fühle mich besten unterhalten. Conrad rockt.
Nee, das kann man auch nachträglich genießen. Natürlich schmunzelnd, ebensonatürlich gut unterhalten. Knuspermetal.
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 24. Dezember 2010, 01:12

So. Langsam wird es ernst: Die Top-15 beginnen mit einem Album, das auch viel höher hätte sein können.

14.
Bild
BATHORY "Hammerheart"
(c)1991 - Black Mark
Schweden

Zum zweiten Mal in seiner Karriere hat der schwedische Meister Quorthon im Alleingang ein Genre begründet. Mit seinem Konzeptalbum über Geburt, Leben und Sterben eines nordischen Mannes hat er im Gewande epischen Dooms den Grundstein für das gelegt, was zum Viking- und Pagan Metal werden sollte, ohne dabei in Crossover-Bereiche gen Folk zu schweifen. Von der Taufe in Feuer und Eis bis hin zur Einkehr nach Walhalla ist dieses Album ein ergreifendes Meisterwerk ohnegleichen. Besonders nahe geht mir schon immer, aber noch mehr seit Quorthons viel zu frühem Tod, die kurze Ballade "Song To Hall Up High". Wenn man das heute hört, dann meint man zu spüren, dass Quorthon wusste, dass er nicht alt werden würde. Ach ja, im Übrigen eines der besten Artworks aller Zeiten: "The Funeral of a Viking" von Sir Frank Bernard Dicksee (1853-1928).

Zunächst das allerbeste Musikvideo aller Zeiten, das übrigens extra hierfür gedreht wurde, und nicht aus einem Historienfilm zusammen geschnitten worden ist:
http://www.youtube.com/watch?v=hDpc-831GPs
'One Rode To Asa Bay'

http://www.youtube.com/watch?v=8PKmR0yjcKQ
Für mich heute einer der ergreifendsten Songs überhaupt. 'Song To Hall Up High'.

http://www.youtube.com/watch?v=OGDPPa6Tri8
Das Erbe wird weiter gegeben: 'From Father To Son'

http://www.youtube.com/watch?v=W2ET8ghJaBE
Die Heimkehr: 'Valhalla'

'Baptized In Fire & Ice'
http://www.youtube.com/watch?v=CjpAgWLyqkI&NR=1

Als Bonus noch einmal 'Song To Hall Up High' gesungen als Tribut von Quorthons Schwester:
http://www.youtube.com/watch?v=4BqHfTarA2o


Bild
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon NorthernGuy » Freitag 24. Dezember 2010, 10:24

Die 'Hammerheart' ist eine tolle Scheibe. Bathory haben ja einige geniale Scheiben in diese Richtung gemacht.

:dafuer: :dafuer: :dafuer:
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon firestarter » Freitag 24. Dezember 2010, 12:23

Das gefällt sogar mir.
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 24. Dezember 2010, 12:33

firestarter hat geschrieben:Das gefällt sogar mir.


:D
Ich habe mich in der Tat gefragt, was du wohl dazu sagen würdest. Zum einen ist der Epic/Doom-Anstrich, und tatsächlich auch der ganz konkrete Manowar-Einfluss ja kaum zu überhören, aber zum anderen steht Quorthon ja auch für den frühen Extrem-Metal wie kaum ein Zweiter. Da hatte ich mit einem Statement der Marke "zwei Herzen in meiner Brust" gerechnet und vielleicht auch erwartet, dass du die Frühphase noch mehr schätzst. Freut mich zu hören, dass die das Hammerherz gefält.
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Jhonny » Freitag 24. Dezember 2010, 12:35

Hammerheart ist geil, ein Highlight des Epic Metal. Ich kann mich aber z.B. auch gut mit Blood Fire Death anfreunden, die ich selbst besitze.
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Jhonny » Freitag 24. Dezember 2010, 12:48

PS: Das Video ist in der Tat klasse gemacht!
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon firestarter » Freitag 24. Dezember 2010, 12:54

Rüdiger Stehle hat geschrieben:der ganz konkrete Manowar-Einfluss


Den Quorthon aber ja vehement bestritten hat. Das Epische wirkt bei BATHORY aber tatsächlich auch ganz anders auf mich, als z.B. bei MANILLA ROAD, MANOWAR oder AKX. Irgendwie erdiger, oder so. Vielleicht spielt dabei ja Quorthons musikalische Entwicklung (die ja ganz anders als z.B. bei MoW war) die entscheidende Rolle. Insgesamt habe ich mich aber bislang viel zu wenig mit BATHORY befasst und besitze auch nur die beiden blutigen Alben.
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Jhonny » Freitag 24. Dezember 2010, 12:57

Hmm, ich finde, zwischen Manowar, Manilla Road und Bathory ist kaum ein Graben zu erkennen - wenn, dann am ehesten dort, dass alle 3 Bands absolut eigenständige und grandiose Sänger haben.
Ansonsten ist das aber (bei jeder Band in den epischen Phasen) eine sehr ähnlich Schublade.
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Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid

Beitragvon Jesus » Freitag 24. Dezember 2010, 13:00

Rüdiger Stehle hat geschrieben:der ganz konkrete Manowar-Einfluss ja kaum zu überhören


Argh, mein armes Herz! Warum beleidigst Du Quorthon so? :jaja:
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