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von Pillamyd » Donnerstag 2. Januar 2025, 19:41
Havoc hat geschrieben:Um nun doch noch mal auf Ted und Co. zurück zu kommen... Pillamyd hat geschrieben:Platz 10: Sarke | Endo Feight Hier gilt das gleiche wie bei „Khold“. Die Beschäftigung blieb bisher aus. Somit ist „Endo Feight“ mein erstes Album der Band. Und ich bin begeistert, denn was ist „Endo Feight“ bitte für ein Wechselbalg von einem Album?
Ich finde die "Endo Feight" auch wirklich sehr stark. Mit der Zeit wurde sie aber von anderen Alben überholt. Es hat aber wirklich rein gar nix Negatives zu bedeuten, dass es das Teil nicht in meine Top Ten geschafft hat. Auch ich finde, dass diese Band mit den letzten Alben echt Spannenderes abgeliefert hat als Darkthrone. Der Ansatz mag aber auch ein gänzlich anderer sein.
Oh, das habe ich überlesen. Sorry... Ja, solche Alben gab es auch definitiv bei mir. Ich habe aber auch immer den Ansatz, dass ich zum Beispiel Erstkontakte mit Bands und aber auch Newcomern gerne den Vorrang gebe. Wobei es dieses Jahr auch echt brutal hart war, weil viele alte Helden richtig starke Scheiben rausgebracht haben. Ich sag ja. So schwer hatte ich es noch nie 
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von Holger Andrae » Donnerstag 2. Januar 2025, 22:47
Dann fange ich hier auch mal an. Die Sarke hatte ich im SC gehört und damlas 8,5 Punkte verteilt. Irgendwie ist sie mir dann aber aus dem Fokus gerutscht. Da ist sie jetzt wieder, denn beim Anhören der beiden Tipps, ist mir gleich wieder der sensationelle Kalng aufgefallen. Dazu ein ebensolcher Gesang, der Gänse häutet, gruselt und gleichzeitig verständig ist. BM für den fröhlichen Nebel am Morgen. Zwei Füße im Schlamm, dazu ein schwarzer Kaffe und auf der Schulter einen Raben, der neckis am Ohrläppchen knabbert. In der Ferne sieht man ein Baby am Spieß. Medium.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Holger Andrae » Donnerstag 2. Januar 2025, 22:53
DEEP PURPLE
Wie ich bereits häufiger geschrieben habe, bin ich da kein wirklicher Fan. Das hier gefällt mir aber ziemlich gut, gerade der zweite Song. Das klingt überhaupt nicht nach einer Altherren-Band, sondern nach einer energischen, gut gelaunten Band, die einfach weiß, wie man tollen Hard Rock spielt. Mag ich.
THE CURE
Da hatte ich mir tatsächlich den Konzertmitschnitt der Release-Show im Netz angesehen. Die 150 Minuten waren schon ziemlich atemberaubend, nicht nur aufgrund der Länge. Smith natürlich nach 10 Minuten optisch komplett entgleist, aber genau so liebt man das ja auch. Die Musik selbst. Hm, zwiespältig nach einem Spin. Der erste Song ist beinahe harsch, während ich im zweiten zuerst befürchtet hatte, es käme gar kein Gesang mehr ... natürlich unwahrscheinlich. Wenn dieser dann in seiner typisch leidend-weinerlichen Art einsetzt hat er mich am emotionalen Haken. Spannend.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Jakob » Samstag 4. Januar 2025, 01:14
Habe mal in die DISSIMULATOR gehört und wie erwartet, mundet die mir gut! Das Schlagzeugspiel hat mich schnell an Flo Mounier von CRYPTOPSY erinnert, da sie aus der gleichen Stadt kommen würde es mich nicht wundern, wenn Mounier ein Einfluss gewesen ist  Ich werde weiterhören! Tatsächlich kennt man Philippe Boucher auch von BEYOND CREATION, ebenfalls ne interessante Band.
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von Pillamyd » Samstag 4. Januar 2025, 11:04
Holger Andrae hat geschrieben:Da hatte ich mir tatsächlich den Konzertmitschnitt der Release-Show im Netz angesehen.
Da kam ja schon eine neue Version mit dem Livemitschnitt raus, wenn ich das richtig verstanden habe. Muss ich mir aber auch noch anschauen. Holger Andrae hat geschrieben:während ich im zweiten zuerst befürchtet hatte, es käme gar kein Gesang mehr ... natürlich unwahrscheinlich. Wenn dieser dann in seiner typisch leidend-weinerlichen Art einsetzt hat er mich am emotionalen Haken. Spannend.
Ja, das verstehe ich. Aber lange Intros sind ja jetzt auch nicht so richtig unbekannt. Wie gesagt, mich hat es an alte Tage der Band erinnert. Jakob hat geschrieben:Habe mal in die DISSIMULATOR gehört und wie erwartet, mundet die mir gut! Das Schlagzeugspiel hat mich schnell an Flo Mounier von CRYPTOPSY erinnert, da sie aus der gleichen Stadt kommen würde es mich nicht wundern, wenn Mounier ein Einfluss gewesen ist Ich werde weiterhören! Tatsächlich kennt man Philippe Boucher auch von BEYOND CREATION, ebenfalls ne interessante Band.
Ach ja. "Beyond Creation". Da wollte ich mich auch mal drum kümmern. Die Verknüpfung war mir gar nicht bewusst. Ich finde das Schlagzeug aber auch absolut verrückt.
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von Pillamyd » Samstag 4. Januar 2025, 11:17
Platz 4: Kamasi Washington | Fearless Movement Wer hätte Anfang des Jahres gedacht, dass ich ein Jazz Album in meine Top 10 landen wird? Glaubt mir, ich am wenigsten. Ich mag das Genre, bin jetzt aber nicht so stark bewandert wie so manch anderer, auch hier im Forum. Hier war mal wieder die Vinylhöhle schuld, die mir das Ding in der Vorschau schmackhaft gemacht hat. Ich habe dann im Anschluss reingehört und habe „Fearless Movement“ mal vorsichtshalber auf die Liste geschrieben. In der CD-Abteilung bei uns im Müller bin ich dann an der Jazzabteilung vorbeigelaufen und erinnerte mich an dieses Album. Geschaut. Tatsächlich schon erschienen. Top Preis. Nehme ich mit. Und WOW! Dass ich mehr als 25 Durchläufe in dieses monströse Doppelalbum gesteckt habe, hätte ich nicht für möglich gehalten. Es ist aber auch verdammt kurzweilig, für 90 Minuten Musik. Seitdem bin ich auf der Suche nach der Erklärung für dieses Ausmaß gewesen und dafür gibt es gleich mehrere Anhaltspunkte. Dieses Album ist eine Schmiede, wenn es um die Verschmelzung verschiedener Genres geht. Da spielt Rap eine kleine Rolle, aber vor allem auch der RnB und Soul eine große Rolle. Die Chöre sind vom Gospel geprägt, aber auch innerhalb des Jazz Spektrum wandelt man nicht nur auf einem Pfad. Ich kann das nicht so ganz beschreiben, aber irgendwie fühlt es sich so an, als wäre ich in die Zeit zurückgereist in der diese Einflüsse, bei mir noch eine große Rolle gespielt haben und die mir hier den Zugang zu diesem grandiosen Album um ein Vielfaches vereinfacht hat. Ein Song möchte ich aber hervorheben. Eines der schönsten Lieder in diesem Jahr, stammt nämlich aus diesem Album. „Prologue“ bildet den Abschluss dieses Albums. Ich habe es glaube ich schon einmal irgendwo festgeschrieben. Ein Song der mich Mitten ins Herz trifft. Ein Song der mich emotional aufwühlt. Das wirkt wie ein Abschiedssong, der in sich so eine großartige Zufriedenheit mit sich bringt. Wie wenn man im Reinen mit sich selbst ist, Dinge annimmt, wie sie kommen und nichts zu befürchten oder auch zu bereuen hat. Ich finde das so bewundernswert. Mir fehlt ja öfters mal bei reinen instrumentalen Alben der Gesang. Hier ist es eine gute Mischung aus beiden. Aber mit diesem Album habe ich wieder eine etwas andere Sicht bekommen. Gerade der oben genannte Song singt da auf eine ganz andere Art und Weise irgendwie. Das finde ich faszinierend. Für mich, auf so vielen Ebenen, die größte Überraschung in diesem Jahr und deswegen auch auf Platz 4. PrologueThe Garden Path
Zuletzt geändert von Pillamyd am Montag 6. Januar 2025, 14:59, insgesamt 1-mal geändert.
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von frankjaeger » Samstag 4. Januar 2025, 11:35
Ich habe es versucht, aber das ist nichts für mich. Wenn es läuft, ist es okay, aber sonst durchaus anstregend.
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von Kenneth Thiessen » Samstag 4. Januar 2025, 14:27
Deine Beschreibung klingt spannend, weshalb ich gerade mal in 'Prologue' reingehört habe. Klingt sehr gut und ich kann deine Worte dazu irgendwie nachvollziehen. Ich weiß nur nicht, ob ich die Zeit und Muße habe, mir die kompletten 90 Minuten für das Album zu nehmen. Vielleicht kommt ja mal die Gelegenheit. Trotzdem danke für die Horizonterweiterung!
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von Pillamyd » Samstag 4. Januar 2025, 19:33
Very Special Erwähnung 1.0Unto Others | Never, Neverland Ich war voller Vorfreude auf ein neues Album und hatte da echt auch drauf gewartet. Das die Band wandelbar ist, hat „Strength“ beeindruckend gezeigt. Und somit war ich gespannt, in welche Richtung „Unto Others“ gehen. Mit der Albumankündigung und dem ersten Song konnte ich nicht vermuten, was da auf mich zukommen sollte. Die vielen Songs wirken natürlich erst einmal sehr mächtig. Und wenn ich ehrlich bin, machte mich das ein bisschen stutzig. Bis ich das Album hatte, dauerte es dann doch noch ein bisschen. Aber ich habe wohl irgendwie auf den richtigen Moment gewartet. Aber das ist nur ein kleiner Grund. Die ersten Durchläufe waren dann tatsächlich ziemlich ernüchternd. Die vielen Songs wirkten in ihrer kurzen Spieldauer, wie, als wären sie nicht zu Ende gedacht. Ist das etwa eine Art Schnellschuss? Zusätzlich verwirrte mich der Aspekt, dass mich viele Songs an Pop-Punk erinnerten und nur in wenigen Momenten eine Grundhärte in sich hat. Ja, in die Richtung hatte ich das Album nicht vermutet. Vom Sound her also eher „Mana“ als „Strength“. Aber halt auch wieder völlig anders. Ich bin aber durch den ein oder anderen catchy Song wie „Butterfly“, „Momma Likes The Door Closed“ dann aber halt doch auch hängengeblieben. Und mit jedem Durchlauf fand ich immer mehr Gefallen daran. So eine Effektivität im Songwriting hätte ich nicht erwartet. Das bei kurzweiligen Songs, so eine Entwicklung stattfinden kann. Und so finde ich die 16 Songs in einer Gesamtspiellänge von 50 Minuten wieder völlig famos. „Cold World“, einer meiner liebsten Songs, wegen diesem wunderschönen Gitarrensolo. „Time Goes On“ vor allem wegen dem kleinen Zelda Sample, bei dem ich schmunzeln musste, weil ich das erst dämlich fand und dann doch ziemlich passend zu diesem Pop/Punkigen Sound der Scheibe. Dass die mich immer wieder kriegen, ist schon cool. Als würden sie die Songs nur für mich schreiben. Ganz für die Top 10 hat es dann nicht gereicht, aber das „Never, Neverland“ lässt mich weiterspinnen, wo das mit der Band noch hinführen mag. Sie schaffen es auf diese Art ein Interesse bei mir zu wecken und das muss schon was heißen. Ich würde die Band wieder mal unheimlich gerne live sehen. Momma Likes The Door ClosedCold World
Zuletzt geändert von Pillamyd am Montag 6. Januar 2025, 15:00, insgesamt 2-mal geändert.
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von Pillamyd » Samstag 4. Januar 2025, 19:42
Very Special Erwähnung 2.0Blaze Bayley | Circle Of Stone Jahrelang habe ich Blaze außerhalb von „Iron Maiden“ ziemlich wenig Beachtung geschenkt. Und das war ein verdammter Fehler. Denn wenn der Herr eines verdient hat, dann viel mehr Aufmerksamkeit. Purer, straighter und grundehrlichen Heavy Metal sind nämlich die Essenz, sowohl der Vorgänger als auch dieses aktuelle Album aus 2024. Blaze Bayley gelingt hier ein Album, das voller positiver Musik und nachdenklichen Texten ist. Das wird nicht minder etwas mit seiner angeschlagenen Gesundheit zu tun gehabt haben aus der er aber wie der berühmtberüchtigte Phoenix aus der Asche hervorgekommen ist. Es wirkt zumindest so. Blaze macht im Grunde genommen da weiter, wo er mit „War Within Me“ aufgehört hat. Das Album lässt vielleicht noch etwas mehr die sanfteren Töne und rockigere Einflüsse miteinfließen als zuvor. Man kriegt einfach das zu hören, worauf er bock hat. „Circle Of Stone“ ist weder nach Top-Notch Produktionen noch nach ausgefallenen Songwriting bestrebt. Aber es kommt von einem super sympathischen Menschen, dessen Texte das Gefühl vermitteln, einen absolut dankbaren Menschen hören zu dürfen. Von „They can knock meh down, but I won’t stay down“ bis zu „The year before this year. I close my eyes and see the possibilities I planned for you and me“ lässt tief blicken. Blaze aber überzeugt auch aber zusätzlich mit seinem Gesang. Ich mag diese Phrasierung total, weil sie den Songs noch mehr Gewicht aufladen. Das hat eine wunderschöne Wirkung. Ein wirklich sehr gelungenes Album, dass öfters erwähnt werden sollte. Ich werde es tun, sobald der Herr von sich hören lässt. The Year Beyond This YearA Day Of Reckoning
Zuletzt geändert von Pillamyd am Samstag 11. Januar 2025, 13:59, insgesamt 3-mal geändert.
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