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Brot und Spiele für den Powermetal.de-User: große Projekte der Community und umfassende Forenspiele finden hier ihren Platz
von Pillamyd » Sonntag 19. Januar 2025, 21:16
Vorrunde Gruppe 1
Amenra – Razoreater (2008): Mir komplett unbekannt. Die ersten Töne ergeben die Erkenntnis, dass es sich hier wohl um Post-Metal handeln könnte, mit einem guten Pfund Hardcore und Sludge. Ich finde den Song bis auf ein, zwei Kritikpunkten eigentlich ganz in Ordnung. Ich empfinde zum Beispiel die Aufnahme des Gesangs als störend. Das müsste nach meinem Geschmack nicht sein. Zugegeben, passt er aber zur Musik. Nur mir nicht so recht. Ich werde ein bisschen an „Neurosis“ erinnert. Aber ich bin da zu wenig in der musikalischen Thematik drin.
Arctic Monkeys – Fluorescent Adolescent (2007): Mit dieser Art des Garage Rock (ist es das überhaupt?) hätte man mich damals vertreiben können. Ich finde den Song im Gesamten etwas harmlos. Aber diese Rhythmik und Zusammenspiel mit den Gesangsarrangements hat was sehr Kurzweiliges.
Kaiser Chiefs – Ruby (2007): Das Ding lief überall im Fernsehen. Ich verbinde das unweigerlich mit den 00ern. Hat mich damals auch ziemlich genervt. Ich muss aber auch sagen, dass das ziemlich gut gealtert ist. Ich mag das Tastengeklimpere im Hintergrund.
Kino – Loser’s Day Parade (2005): Oh, hier habe ich nur die Scheibe von 2018. Um die Scheibe, auf der der Song ist, wollte ich mich immer kümmern, ist aber jetzt auch mit der Zeit untergegangen. Wunderbare Power die hier überspringt. Dieser Piano Part der kurz rüberkommt, als komme er direkt aus einem Grammophon, gefällt mir ziemlich gut. Ich hatte die Band auch gar nicht so hart in den Gitarren in Erinnerung. Wirklich sehr toller Song! Da geht dann mein erstes Dankeschön fürs Nominieren raus. Da sind einige wunderbare Parts dabei. Sehr schön!
Petra – Jekyll & Hide (2003): Haha, da wurde ich jetzt mal gedanklich schön in die Irre geführt. Ich habe da jetzt gerade tatsächlich irgendein AOR, Soloprojekt, veröffentlicht über Frontiers Records, befürchtet. Ich habe tatsächlich noch nie etwas von der Band gehört und dabei gibt es die schon Jahrzehnte. Der Song ist gut. Der Gesang kickt. Man packt ein bisschen Muskelmasse in den Gitarrensound. Doch, dass ist wirklich gar nicht schlecht.
Rose Kemp – Wholeness Sounds (2008): Hui, was ist das denn für eine spannende Atmosphäre? Sehr düster. Dieser markante Gesang hat mich gleich am Wickel. Der Song wirkt zum Zerreißen angespannt. Und dann bin ich gespannt, ob der Song nochmal ausbricht. Joa, das tut er sogar. Die tieferen Gesangspassagen gefallen mir etwas besser.
Styx – These Are The Times (2003): Na, das passt ja. Ich stehe ja kurz davor mich mit der Band zu befassen. Diese Gitarren sind zum Niederknien. Schöne Melodien auch im Gesang. Ich kenne die Band ja nur punktuell. Aber gerade im Refrain erkennt doch auch der letzte, um wen es sich hier handelt? In dem Song steckt eine wunderbare, Dramatik, die zum Ende hin sogar noch richtig abdreht. Wow!
Turbostaat – Harm Rochel (2007): Deutschen Punk finde ich immer etwas schwierig. Aber abgesehen davon, gefällt mir hier einfach der Gesang nicht. Und auch das Storytelling finde ich eher holprig. Das darf Punk gerne sein, aber hier wirkt es, als hätte man da unbedingt Struktur drin haben wollen. Geht für mich nicht ganz auf.
Warrior – Kill The Machine (2001): Ui, komme ich hier in den Genuss endlich mal mehr von der Band zu hören? Bis jetzt habe ich nur die „Fighting For The Earth“. Das ist erwartbar ziemlich cool, auch wenn ich zugeben muss, dass ich hier einen zweiten und dritten Durchlauf benötigt habe. Ich weiß noch nicht ob mir das Schlagzeug vom Sound gefällt. Aber das ist eh ein Thema für die 00er und da bin ich gespannt ob es noch Beispiele dahingehend geben wird.
Wolf – Curse You Salem (2009): Es ist schade, dass ich bis heute nichts von dieser Band daheim stehen habe. Der Song beweist mal wieder, wie angebracht das eigentlich wäre. Großartige Gitarrenarbeit. Mir ist Niklas vor allem als Gast auf dem aktuellen „Blaze Bayley“ Album aufgefallen und mit diesem Song wird mir die Vielfältigkeit des Gesangs bewusst. Wirklich sehr schöner Song!
Fazit: Spannende Gruppe, die erst auf den zweiten Blick wirkt. Hier gefällt mir ziemlich viel und mich es gibt Überraschungen zweierlei Art. Auf so eine Retrospektive, wie zu „Kaiser Chiefs“ und „Arctic Monkeys“ habe ich ehrlich gesagt auch gehofft. Schön, dass das Spiel endlich seinen Start gefunden hat. Ich freue mich.
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Pillamyd
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von Jhonny » Montag 20. Januar 2025, 12:18
Gruppe 1: AMENRANoch nie von gehört, aber wie Enis entdecke ich auch Parallelen zu Bands wie NEUROSIS. Wird es schwer haben bei mir. ARCTIC MONKEYSSo was fand ich damals ja ganz schlimm Heute macht mir so was schon Spaß, doch. KAISER CHIEFSDen KAISER CHIEFS und speziell diesem Song konnte man damals nicht entkommen. Hat mich damals wie der ganze aktuelle Alt Rock genervt. Aber heute mag ichs ganz gerne. Werde wohl alt. KINOKINO kenne ich bisher nur namentlich. Aufs erste Hören ist das aber schon cool. In einer Gruppe, in der ich bisher kaum etwas kenne könnte es für die obere Hälfte reichen. Angenehmer Alternative Prog. Wobei ich den Song für so ein Spiel zu lang finde. Das mag bei Megahits wie 'Metropolis Pt. 1' oder 'Child In Time' funktionieren, aber für so unbekannte Titel sind mir eher 6 Minuten schon zu lang, wenn ich das dann ranken soll. PETRAKlar, den hab ich selbst nominiert. Für mich ein super prägendes Album. Nebenbei: Während die Jungs in den Achtzigern eher Richtung AOR schielten und Ende der 90er / 00er ganz langweiligen Pop machten, ist das hier knallharter Hard Rock, trocken produziert, null modern für damalige Verhältnisse. Ein einmaliges Album der Band, auch wenn ich natürlich die Werke bis Mitte der 90er auch schätze. John Schlitt als Sänger ist hier mega. ROSE KEMPKannte ich bisher auch weitestgehend vom Namen her. Typische Musik, wie sie mein zweitjüngster Bruder feiern würde. Sehr stark von der Stimme. Vom Song her vielleicht etwas zu repetitiv für mich, aber grundsätzlich schon überzeugend. STYXMag das alte Material, das ich kenne sehr gerne. Dieser Song ist auch stark, wenn auch nicht auf Spätsiebziger-Niveau. TURBOSTAATDeutsch Punk ist mir oft nicht hart genug. Das klappt hier aber ganz gut. Aber ich mag in der Regel einfach keinen deutschen Gesang... ich mag die instrumentalen Post Punk Einflüsse WARRIORKannte die Band tatsächlich zuerst, weil auf diesem Album Rob Rock singt. So ist es, wenn man vom White Metal her kommt... das ist schon hochklassiger US Metal. Würde ohne den PETRA-Song wohl die Gruppe bei mir gewinnen. WOLFWobei ein WOLF-Song auch Chancen haben könnte. Aber unterliegt knapp den US Metalern.
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von Holger Andrae » Montag 20. Januar 2025, 12:32
Vorrunde, Gruppe 1
Amenra : Interessant, aber realtiv weit entfernt von meinen Hörgewohnheiten. Zu wenig "Song" im Lava-Gedröhne. Was mich aber komplett abschreckt ist dieser Gesang. Dieses heisere, völlig unverständliche Geschreie mag in einer Livesituation intensiv wirken, hier kommt es bei mir nicht an.
Arctic Monkeys : Hm, nie wirklich mit beschäftigt. Ein bisschen wie Talking Heads und Konsorten. Experimentierfreudig, aber nicht so ganz mein Stil.
Kaiser Chiefs : Kenne ich natürlich. Ziemlicher Ohrwurm, leider in den Versen aber nicht zwingend und zu sehr in Richtung Oasis instrumentiert. Diese Art Brit-Pop ist für mich immer das Pendant zur Hamburger Schule gewesen. Musiker, die gelangweilt aussehen und die aus ihren Gitarren keine Riffs heraus bekommen (wollen).
Kino : Vielen Dank fürs Erinnern! Lief seit Ewigkeiten nicht mehr, gefällt aber sofort wieder.
Petra : Mit der Band habe ich mich nach einem sehr seltsamen Konzerterlebnis, auf welchem ich von mehreren Besuchern wegen meines "Filth Hounds Of Hades"-Shirt dumm angemacht wurde, nie mehr beschäftigt. Konzert war auch eher mau. Der Song hier beginnt ungewöhnlich groovy. Ich hatte die Band traditioneller abgespeichert. Ah, das wird ja dann im weiteren Verlauf noch besser. Ganz nett.
Styx : Einer der beiden Highlight-Songs auf der sehr guten "Cyclorama". Ein bisschen Pathos, die gewohnt große Schaufel Emotionen im Chorus. Reicht mir.
Turbostaat : Annenmaykantereit in rockig. Mag ich.
Warrior : Eine Band, die zu Unrecht auf ihr Debüt reduziert wird. Das restliche Material ist auch immer mindestens gut. Kraftvoller US Metal, hier eine Spur zu zeitgemäß in Szene gesetzt. War bestimmt wieder Roy Z an den Reglern. Gewohnt toller Gesang. Gefällt.
Wolf : Da war ich mit Wolf schon ein bisschen durch, was natürlich nicht heißt, dass ich das nicht gut finden würde. In dieser eher durchwachsenen Gruppe reicht es locker für einen höheren Platz.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Jhonny » Montag 20. Januar 2025, 12:37
Holger Andrae hat geschrieben:Turbostaat : Annenmaykantereit in rockig. Mag ich. 
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von Chavo89 » Montag 20. Januar 2025, 13:18
Jhonny hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Turbostaat : Annenmaykantereit in rockig. Mag ich. 
Ich weiß noch nicht, wie ich das finde.
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von Nils Macher » Montag 20. Januar 2025, 13:57
Jhonny hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Turbostaat : Annenmaykantereit in rockig. Mag ich. 
Gesundheit! Bittewas?
Zuletzt geändert von Nils Macher am Montag 20. Januar 2025, 14:12, insgesamt 1-mal geändert.
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von Jhonny » Montag 20. Januar 2025, 13:58
Chavo89 hat geschrieben:Jhonny hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Turbostaat : Annenmaykantereit in rockig. Mag ich. 
Ich weiß noch nicht, wie ich das finde.
Ich fand die Formulierung amüsant. Qualitativ ist ANNENMAYKANTEREIT für mich da aber schon etliche Level drüber.
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von Holger Andrae » Montag 20. Januar 2025, 14:37
Chavo89 hat geschrieben:Jhonny hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Turbostaat : Annenmaykantereit in rockig. Mag ich. 
Ich weiß noch nicht, wie ich das finde. 
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Chavo89 » Montag 20. Januar 2025, 15:32
Jhonny hat geschrieben:Chavo89 hat geschrieben:Jhonny hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Turbostaat : Annenmaykantereit in rockig. Mag ich. 
Ich weiß noch nicht, wie ich das finde.
Ich fand die Formulierung amüsant. Qualitativ ist ANNENMAYKANTEREIT für mich da aber schon etliche Level drüber.
Das wird ja immer besser. Unfassbar.
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von Martin van der Laan » Montag 20. Januar 2025, 19:09
Ohne TURBOSTAAT jemals gehört zu haben, bin ich jetzt schon Fraktion Jhonny. 
668 - Neighbor of the Beast
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