Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Loomis » Sonntag 13. April 2025, 11:33

Die Spielfilmbiographie über Sir Elton John fand ich auch richtig gut! Ist zu empfehlen.
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 13. April 2025, 11:49

Ja, die Einflüsse sind zu hören. Aufklärung unnötig, weil du es selbst recherchiert hast :dafuer: :grins:
Ich finde es so schade, dass ich ihn nicht mehr live sehen konnte. Aber die Ticketpreise waren halt jenseits von gut und böse.

Der Film war richtig klasse. Darf man wirklich gesehen haben.
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Jhonny » Sonntag 13. April 2025, 21:02

Auch, wenn ich ihn auf Albenlänge nicht so gut kenne: Die Hits, die ich von ELTON JOHN kenne, finde ich fast durchweg klasse. 'Tiny Dancer' z.B. ist schon echt großartig.
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Pillamyd » Freitag 18. April 2025, 09:12

Platz 29

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Flotsam And Jetsam | No Place For Disgrace
Genre: Thrash Metal
VÖ: 1988


Auch hier hatte ich vor einiger Zeit schon etwas zu dem Album geschrieben. Das werde ich größtenteils übernehmen.

Es gibt wenig, was die Fangemeinde über dieses Album nicht weiß. Für diejenigen, die Flotsam And Jetsam aus dieser Ära nicht kennen (kaum vorstellbar), sei gesagt, sie haben etwas verpasst.

Die Band hat mit ihrem Debüt Album ordentlich vorgelegt und uns schönen schnörkellosen aber mit ordentlich wumms behaftete Leckerbissen präsentiert. Längere Kompositionen wie „Metalshock“ oder dem Titelstück lassen erahnen, in welche Richtung sie gehen möchten und hört man einige Stücke auf diesem Album so erkennt man Ansätze des ersten Albums auch hier. Erfahrener. Weiterentwickelt. Stärker. Mächtiger. Größer.

Das Namengebende Titelstück fängt da schon schmackofatzmäßig an. Ja, was ein Stück von Musik. 3 Minuten ungebremste Power, die dann in einen ruhigen Mittelteil münden, um dann beim letzten Part die Schlagzahl nochmals zu erhöhen. Abwechslungsreich von vorne bis hinten. Eigentlich gibt es da ja schon fast nichts mehr zu sagen, denn das trifft nämlich durchgehend auf das Album zu.

Sogar „Saturday Night’s Alright For Fighting“, ein Cover das ursprünglich von Sir Elton John stammt fügt sich wunderbar ins Album ein. Es ist erstaunlich wie gut Erics Stimme zu dem Song passt, auch wenn er im flotzistischen Sound eingemauert wurde.

Ein Song wie „Escape From Within“ führt den Weg den man mit dem Song „No Place For Disgrace“ gegangen konsequent fort. Ganz großartiger Song, der in den ruhigen Momenten auch gern mal Queensrych’sche Züge annimmt.

Newsted ist auf diesem Album schon nicht mehr zu hören, trotzdem war er an dreien der zehn Songs beteiligt, die für mich auch zu den Highlights des Albums zählen. Egal ob „N.E Terror“, „I Live You Die“ oder eben dem Titelstück. Bestätigt eigentlich nur die stärke im Songwriting Newsteds. Die Erwartungshaltung an die Band wurde mit diesem Album immer höher. Das diese im Verlauf des Bandbestehens für viele Fans nicht mehr erfüllt werden konnte ist schade, aber auch ein anderes Thema, das früh genug noch zum Thema wird.

Mein einziges Unverständnis: warum dieses Album im Jahre 2014 nochmals eingespielt worden ist. So ist der Sound auf dem Originalwerk doch so erdig, knackig und rasend, dass mir nicht einfallen würde, warum das passieren musste. Ich kenne aber auch die Argumentation der Band nicht. Aber, dass sowas meist in die Hose geht, kann man in diversen Foren ja auch lesen.

Für mich ist „No Place For Disgrace“ das Nonplusultra der Band. Jede Bekehrung zu dieser Band muss mit diesem Album seinen Anfang finden. Nie wieder klang die Band danach so wie auf diesem Album. Damit möchte ich folgende Releases nicht runtermachen. Aber für das was Flotsam And Jetsam größtenteils bekannt ist, welchen Stellenwert die Band intus hat. Das hier! Bitte schön! Hören und nicht vergessen.

Hörbeispiele:
No Place For Disgrace
Escape From Within
Zuletzt geändert von Pillamyd am Sonntag 20. April 2025, 11:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon frankjaeger » Freitag 18. April 2025, 09:24

Oh ja, was haben wir die abgefeiert, als sie rauskam! Die Neuaufnahme ist in keiner Weise besser, aber ich habe sie damals auch gekauft, über Kickstarter, mit T-Shirt. Höre ich nie, aber zugegebenerweise läuft das Album eigentlich nicht mehr, so wie fast alle Klassiker. Keine Zeit. Ist ein bisschen blöd.
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Pillamyd » Freitag 18. April 2025, 09:39

frankjaeger hat geschrieben:Höre ich nie, aber zugegebenerweise läuft das Album eigentlich nicht mehr, so wie fast alle Klassiker. Keine Zeit. Ist ein bisschen blöd.


Wenn sie dann aber mal laufen, dann ist aber halt so grandios wie beim ersten Mal. Und Klassiker leben auch davon, wenn man sie erwähnt und in Erinnerungen schwelgt.
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Jhonny » Freitag 18. April 2025, 14:59

Da habe ich noch nie die Nicht-Neueinspielung auf CD gesehen. Daher kenne ich das Album auch nicht. Irgendwie bitter.
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Jens Wilkens » Freitag 18. April 2025, 15:13

Ganz großartiges Album! 'Escape From Within' ist der Übersong. Die Produktion ist auch sehr eigenständig, vor allem die Rhythmusgitarren sind etwas ganz Besonderes.
Ich hatte auch das T-Shirt und kann mich immer noch ärgern, dass ich das irgendwann aussortiert habe.
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 20. April 2025, 11:24

Platz 28

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Cirith Ungol | Frost And Fire
Genre: Heavy Metal
VÖ: 1981


Bei manchen Alben (dieses gehört dazu), frage ich mich ja schon, was ich eigentlich noch großartig schreiben soll, was sowieso eigentlich jedem bekannt sein sollte. Mit ein bisschen Mühe, dürfte jeder vielerorts Begeisterungsstürme in Massen lesen können.

Während ich diese Zeilen geschrieben habe, lief (wie es üblich ist bei diesem Thema), das Album natürlich noch einmal. Es ist eine Wucht, wie elektrisierend ich diese Musik immer noch finde. Wie muss es da den Musikfans gehen, die die Band noch länger verfolgen? Ich weiß gar nicht richtig, wo ich da anfangen soll.

CIRITH UNGOL waren mit einer der ersten Bands aus dem Underground, die ich kennengelernt habe. Das allein haftet natürlich. Dieses Album hier hat mich aber aus dem Stand heraus aus jeder Fassung gebracht. Diese pure Natürlichkeit, diese pure Energie, diese schiere Nachhaltigkeit. Das war eine wirklich spannende Zeit, als ich diese Musik kennenlernen durfte. Und daran hat sich bis heute nichts geändert.

„What Does It Take“, war für mich der Song, der als erstes so richtig hängengeblieben ist und mich quer durch das Moorcock’sche Land geführt hat, um mir zu zeigen, wie wohlig es sich anfühlt in diesen modrigen, tropfenden, heiß/kalten Gebieten aufzuhalten. Die Stilelemente in dem Song machten mir den Zugang schnell, ziemlich einfach. Daraus etwas vollständig Eigenständiges zu entwickeln und das auf einem Debüt Album. Sowas habe ich bis dato nicht oft wahrgenommen. Diese Faszination ist bis heute nicht verflogen und wenn ich das Album auflege, freue ich mich über jede Sekunde, in der die Gitarren ausbrechen, in denen der Gesang zu Spitzen hochfährt. In Momenten, in denen der Bass aufblitzt und man das Gefühl einfach nicht los wird, dass da noch viel mehr als Heavy Metal stattfindet. Da steckt einfach noch so viel mehr drin, als man annehmen mag. Rückblickend würde ich sagen, die Band hatte eine deutliche Vision, wohin der Weg führen sollte. Und trotzdem klingt das so frisch, so energiegeladen, so basisch, so eigenständig, so musikbegeistert. Ein Muss!

Hörbeispiele:
Frost And Fire
What Does It Take
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Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 20. April 2025, 12:06

Elton John

Da besitze ich tatsächlich auch nur eine Doppel-Best-Of, wohlwissend, wie gut das Material ist. Die Vielseitigkeit ist teils schon atemberaubend und auch textlich setzt er sich immer wieder positiv vom Pop-Alltag ab.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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