Feuchtbiotop mit 100 Arten

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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Azmodes » Donnerstag 30. Dezember 2010, 14:01

firestarter hat geschrieben:Ich mag charakteristische "love it or hat it"-Stimmen auch.... wenn sie gut sind!

Ich mag hauptsächlich auch eher die Sachen, die ich mag. :grins: :P
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Eike » Donnerstag 30. Dezember 2010, 14:20

Okay, wir haben die Essenz gefunden, das Forum kann geschlossen werden.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon firestarter » Donnerstag 30. Dezember 2010, 14:34

Azmodes hat geschrieben:
firestarter hat geschrieben:Ich mag charakteristische "love it or hat it"-Stimmen auch.... wenn sie gut sind!

Ich mag hauptsächlich auch eher die Sachen, die ich mag. :grins: :P


Hm, da wurde wohl nicht deutlich, dass man sich hinter dem "... wenn sie gut sind!" ein " ;-) " denken muss.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Donnerstag 30. Dezember 2010, 21:07

Platz XLVII


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Sólstafir - Köld (2009)


Was habe ich dieses Album anfangs unterschätzt. Anfangs bin ich überhaupt nicht reingekommen, was wohl an dem sehr eigenständigen Gesang liegt, der zwischen leidend und wuterfüllt pendelt. Mitlerweile weiß ich das Werk aber sehr zu schätzen, und von den Veröffentlichungen 2009 nimmt es mit Leichtigkeit einen der Spitzenplätze für mich ein. Irgendwo dort, wo Genregrenzen keine Bedeutung haben, haben es sich SÓLSTAFIR aus Island mit ihrem Dark Metal gemütlich gemacht und spielen einzigartige und ausladene Stücke voll tragischer Schönheit und voll dunkler Verzweiflung. Wenn SIGUR ROS die anmutige und leichte Seite Islands repräsentieren, dann spiegeln SÓLSTAFIR musikalisch den wilden und urwüchsigen Teil des Landes wieder. Der Vergleich mit SIGUR ROS kommt für mich nicht nur wegen der gemeinsamen Herkunft zustande, auch andere Attribute teilen beide Bands, wie beispielsweise die absolute Eigenständigkeit des Klangs (denn nichts, aber auch garnichts klingt wie SÓLSTAFIR oder SIGUR ROS), das traumwandlerisch sichere Gefühl für wunderschöne, tragische Melodien und das sphärische Gefühl, welche beide Bands auf ihre Weise beim Hörer hervorzurufen wissen. Wie bei SIGUR ROS kann ich auch hier keine wirklich faire Platzierung vergeben, in Anbetracht der Tatsache, dass ich mich hier an einer Momentaufnahme versuche und das Album in letzter Zeit eher selten gehört habe, ist dieser Platz schon irgendwo fair, auch wenn ein Platz weiter oben ebenso gerechtfertigt wäre. Auch wenn es schmerzt beide Bands mit so niedrigen Platzierungen abzustrafen, andere Sachen höre ich zur Zeit intensiver.


She Destroys Again

Köld
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Freitag 31. Dezember 2010, 16:02

Platz XLVI


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Coheed and Cambria - Good Apollo, I'm Burning Star IV, Volume One: From Fear Through The Eyes of Madness (2005)


Der Albumname deutet es schon an, hier wird geprogt. Wie schon in einem anderen Thread sehr schön erörtert wurde pendelt die Band dabei zwischen sehr verspielten und detailreichen Progrock Songs, welche von der markanten Stimme des Sängers Claudio Sanchez getragen werden, und eher einfachen Stadionrocksongs mit prägnanten Hooklines und einer gehörigen Portion Kitsch. Wer nur eine Seite mag wird mit dem Gesamtpacket nicht zufrieden sein, glücklicherweise weiß ich beide Seiten der Band sehr zu schätzen und somit jedesmal sehr zufrieden ob des Dargebotenen. Das vorliegende Album war meine Einstiegsdroge in die Welt der Band und ihrer Musik, welche die tragische und phantastische Geschichte des Ehepaars Coheed und Cambria erzählt, die irgendwo in einer fernen Zukunft stattfindet. Somit ist jedes Album ein weiterer Teil der Geschichte und gleichzeitig logischerweise ein Konzeptalbum. Jeder Song erzählt verschiedene Episoden, und wer sich besonders für die Geschichte interessiert der kann sich zusätzlich noch zahlreiche und eindrucksvolle Comics besorgen, welche die Erzählung grafisch aufarbeiten und erzählerisch weiterbringen. COHEED AND CAMBRIA sind somit mehr als eine einfache Rockband, sie sind (leicht verrückte) Geschichtenerzähler und Darsteller in einem epischen Drama für Erwachsene. Wer sich mit den Lyrics auseinandersetzt und sich in die Geschichte einarbeitet hat sicher noch viel mehr von der Band, aber auch rein musikalisch können die Jungs aus New York absolut überzeugen. Ein Fest für Fans von Konzeptalben und progressiver, aber dennoch eingängier Rockmusik.

Dank der tollen GEMA gibts nur Liveversionen, scha.de ~

Welcome Home - Liveversion und leider etwas leise, trotzdem ein richtig superber Track. Muss hier einfach stehen weil er der Song war, mit dem ich mir die Band erarbeitet habe. Man achte auf die imposante Haarpracht der Sängers, echt bärig!

The Suffering - ein Beispiel für den kitischigen Stadionrock zu dem die Band ebenfalls fähig ist. Leider, leider gibts nicht den unfassbar beknackten Musicclip zu dem Lied, in seiner platten Süßlichkeit war der durchaus sehr witzig. Im groben gings dabei darum dass ein Zentaure (halb Mensch, halb Pferd) in eine Meerjungfrau verliebt war und ihr Herz gewinnt indem er sie vor einem Seeungeheuer rettet... Kitschiger gehts garnicht mehr, aber ich fands total unterhaltsam ;)
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Loenz » Freitag 31. Dezember 2010, 16:06

Wirklich feine Platte.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon salisbury » Freitag 31. Dezember 2010, 18:38

irgendwie find ich C&C immer "gut", kann aber die euphorie um die Band nur schwer nachvollziehen. Ich glaub, solstafir ist eher mein gebiet...
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon 123_7 » Freitag 31. Dezember 2010, 18:51

salisbury hat geschrieben:irgendwie find ich C&C immer "gut", kann aber die euphorie um die Band nur schwer nachvollziehen. Ich glaub, solstafir ist eher mein gebiet...

Das kann ich so unterschreiben. Wobei ich "Masterpiece of Bitterness" für noch epochaler als "Köld" erachte.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Regina Löwenstein » Freitag 31. Dezember 2010, 19:02

Beide Alben sind Klasse.
Hm, C&C muss ich antesten...
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Freitag 31. Dezember 2010, 19:51

COHEED AND CAMBRIA pendeln für mich immer zwischen "total nervig" und "kolossal begeisternd". Ich höre die Band mit schöner Regelmäßigkeit, aber nicht durchgehend und auch nicht allzu oft, aber dafür dann sehr intensiv. Seit ich "dunklere" Stile für mich entdeckt habe werden die Phasen, in denen ich C&C höre, immer seltener, aber allein schon wegen der für mich großen Bedeutung hinsichtlich meiner musikalischen Entwicklung (ja, das sage ich oft und gerne, ist aber allzu oft auch sehr wahr :grins: ) mussten sie hier einfach unterkommen. Insofern ist das Attribut "Momentaufnahme" sicher nicht einhundertprozent richtig, denn dann hätte diese Liste zu 95% aus "dunklen" Stilen bestanden, vielleicht sollte man eher sagen "Momentaufnahme, und wie ich dorthin gekommen bin". Das trifft es besser x)

Richtig toll ist die Band auch erst dann, wenn man sich mit der Geschichte auseinandersetzt. Erst darüber hat sich die Band für mich voll erschlossen und wirklich nachhaltig begeistert.

123_7 hat geschrieben:Das kann ich so unterschreiben. Wobei ich "Masterpiece of Bitterness" für noch epochaler als "Köld" erachte.


Das mag ja sein, aber wie so oft ist "Köld" meine einzige Platte der Band. Und da ich ohnehin kaum weiß wo ich anfangen soll mit den Alben, die ich noch hören muss, muss ich auch hinsichtlich SOLSTAFIR Abstriche machen, schließlich steht die Musiklandschaft nicht still sondern es erscheinen laufend tolle neue Alben. Ein oder zwei Jahre Zeitstop um mich wirklich mal eingehend mit allem beschäftigen zu können wären 'ne feine Sache, aber die Zeit rast und nimmt dabei auf niemanden Rücksicht, am allerwenigsten auf mich (=
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