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Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100Platz 26: Nachdem ich "Hail To England" und insgesamt fast das ganze MANOWAR-Frühwerk nicht verstanden hatte, als ich zum ersten Mal in Kontakt mit der Band gekommen bin, gehört "Hail To England" mittlerweile zu meinen Lieblingsscheiben im gesamten klassischen Heavy Metal. Absolut großartig und eigenständig, was da geboten wird. "Bridge Of Death" mit der vielleicht besten Gesangsleistung von Eric Adams ist musikalische Vollendung!
Meine kleine Sammlung
https://www.musik-sammler.de/collection/kenni/
Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100Platz 23
![]() The Cure | Pornography Genre: Post-Punk/Gothic Rock VÖ: 1982 Dank diesem Forum hier bin ich intensiver in die Band eingestiegen. Und auch ziemlich schnell. Ich war massiv überrascht, als ich den Opener hörte. Den kenn ich doch. Und tatsächlich war mir das Cover von TRIBULATION bekannt. Für mich stellt „Pornography“ das dritte Album in Folge dar, der mindestens eine 10 von 10 verdient hat. Über Nuancen lässt sich streiten. Aber dieses Album stellt für mich den Pik der Band dar. Nie wieder kam die Band so dermaßen auf den Punkt wie zu dieser Zeit. Und das, ohne die Trademarks abzustoßen. Dazu gehört es, sich so in Trance zu spielen, dass man in dem unermüdlichen Morast aus Melancholie und Traurigkeit, sich fast schon kuschelig warm eindecken kann Und doch strotzt das Album von einer Kraft, die mir manchmal unerklärlich erscheint. Dafür scheint man die richtige Balance aus instrumentaer Länge, musikalischer Tiefe gefunden zu haben, die in eine unglaubliche Kurzweiligkeit mündet. Hinzu kommt das Gefühl, dass das Mitteilungsbedürfnis von Robert nie größer war als auf diesem Album. Ich kann das nicht beweisen, aber gefühlt findet hier mehr Text als je zuvor statt. Und trotzdem fällt es mir nicht leicht, Dieses Album in Worten zu beschreiben. Das gilt aber für jedes Album. Auch zum aktuellen Album hatte ich dieses Problem. THE CURE muss man erlebt haben und das Quäntchen Glück haben, dass es einem zusagt. Hörbeispiele: One Hundred Years The Hanging Garden
Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100Platz 22
![]() Enslaved | Frost Genre: Black Metal VÖ: 1994 Gar nicht so lange her, dass ich was zu diesem Album geschrieben habe. Deswegen kopiere ich den Text, wie schon ein paar Mal, einfach hier rein. Es gibt wohl kein Album auf dieser Erde bei dem der Albumname passender gewählt wurde als bei diesem. Das präsentiert die Band schon alleine mit der Vertonung des Intros dar. Der Synthesizer, der zum Schluss einen kleinen Auftritt haben, ist übrigens jener, den Ivar in der Doku kurz anspricht und auch vorführt. Ich könnte jetzt hier den gesamten ersten Absatz von mir zu „Vikingligr Veldi“ nehmen und die Wörter „nebliges Grün“ und „Helm“, durch „nebliges Blau“ und „Landschaft“ ersetzen und es würde einfach wieder passen. Es hat den gleichen Effekt wie das Debüt allein von der Optik her für mich. Und auch wenn es musikalisch vielleicht unterschiede geben mag, gehören die beiden Alben für mich einfach auch zusammen. So, was gibt es nun zu Frost zu sagen, außer dass es bei mir die größte Durchschlagskraft hat? Es ist für mich das beste Werk der Band. Aber warum? Auf „Frost“ erkennt man die logische Fortsetzung des Debüts. Das war mir natürlich erst bewusst, nachdem „Vikingligr Veldi“ hier eine Weile gelaufen ist. Die Ausrichtung von „Frost“ ist noch roher, noch ungezügelter. In Teilen auch um einiges härter und derber als noch der Vorgänger. „Fenris“ ist hier mein absolutes Highlight. Der Song kann einfach alles. Er klingt auf seine eigene Art und Weise so verdammt eindrucksvoll. Auch hier erkennt man schon Fragmente in Songs, die später auf Alben konkretisiert ausgearbeitet und verfeinert wurden. Man nimmt diesen psychedelisch anmutenden Gesang in „Svarte Vidder“. Ein nicht zu unterschätzender Titel, dessen man sich bewusst werden sollte. Darauf gehe ich aber an einem anderen Punkt noch einmal genauer ein. Wo mir auch jedes Mal einer abgeht ist „Yggdrasil“. Mir wurde erst viel später bewusst, dass man zu Anfang tatsächlich eine Maultrommel hört. Das war wohl mein erstes Musikinstrument, mit dem ich damals dem ein oder anderen ziemlich auf die Nerven gegangen bin. Diese Töne nach so langer Zeit wieder in einem Musikstück zu hören fand ich seltsam und zugleich auch ziemlich abgefahren. Aber es passt halt auch einfach so gut zur Band und der Musik. Wer also die spätere Phase der Band vergöttert und für das Nonplusultra hält, dem muss ich aber sagen, dass es unheimlich wichtig ist, die alten Alben zu kennen, um die Entwicklung der Band nachvollziehen zu können. Denn da liegt meiner Meinung der Ursprung des Ganzen. Ich bin mir sicher, ein Song wie „793 (Slaget Om Lindisfarne)“ wäre ohne einen Song wie „Yggdrasil“ nie so entstanden. Ein Song wie das vorher erwähnte „Svarte Vidder“ hat solch wunderbare Gesangspassagen, die man später in der Diskographie noch ausgereifter, noch ausgefeilter zu hören bekommt. Die Referenz ist einfach da und hörbar. Und trotzdem oder gerade deswegen, favorisiere ich dieses ungezügelte, vielleicht noch nicht so durchdachte Werk gegenüber allen anderen Alben danach. Ein sehr fröstelndes Album. Ein sehr lautes Album. Ein sehr garstiges Album, ein in vielerlei Hinsicht sehr typisches Black Metal Album. Direkt, atmosphärisch und einfach erhaben. Mein absolutes Lieblingsalbum der Band. Hörbeispiele: Yggdrasil Fenris
Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100Platz 21
![]() Sodom | Tapping The Vein Genre: Thrash Metal VÖ: 1994 Ich würde nicht behaupten, dass „Tapping The Vain“ das kompromissloseste Album der Band ist. Wobei mir der Gedanke doch bei jedem Durchlauf durchaus in den Sinn kommt. Es ist eine Qual, mich für diese Top 100 auf ein Album zu festzulegen. Aber es muss so sein. „Tapping The Vain“ erfreut sich nicht nur bei mir von großer Beliebtheit. Und das kommt nicht von ungefähr. Dieser von Death Metal beeinflusste Sound, Songwriting und Gesang ist eine Unwiderstehlichkeit, die so knusprig aus den Boxen stürmt, dass es eine wahre Freude ist. Die Jungs um Tom Angelripper beweisen ein starkes Händchen und schmettern hier einen Brecher nachdem raus. Nach der „Better Off Dead“, werden SODOM wieder härter, böser…schneller als Metallica und härter als Venom… Nein, quatsch, ganz so ist es vielleicht nicht. Aber eine gewisse Rückkehr zur Ruppigkeit ist nicht von der Hand zu weisen. Aufgefrischt, etwas knochentrockener, etwas deathiger. Der Brings bringt etwas frischen Wind in die Bude und das hat der Band deutlich gutgetan. „Body Parts“ ist für mich eines der besten Opener eines Sodom Albums. „One Step Over The Line“ besticht mit einem ungeheuren bösen Groove. „Bullet In The Head“ will nach einmaligen Hören, nie wieder aus der Birne. „Wachturm“ zeigt wo die Richtung hingehen könnte, wenn man dem Punk mehr Freiheit lässt. „Tapping The Vain“ ist in sich ein schlüssiges, geschmeidiges und angepisstes Album. Der Gitarrensound poltert so fett aus den Boxen, wie nie zuvor und Witchhunter zerlegt seine Felle in einer nie dagewesenen Konsequenz, ohne seinen Signature-Sound unter den Tisch zu kehren. Dem Album wurde sich im letzten Jahr zu Recht angenommen und erneute Aufmerksamkeit geschenkt. Man kann es nur lieben! Hörbeispiele: Body Parts One Step Over The Line
Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100Ich hab das Cover gesehen, hatte sofort ein wohliges Gefühl in Bauch und Ohr... "Never regain - Tapping the vein"...
...und hatte tatsächlich sofort die selben Vokabeln im Kopf, die ich dann in deinem Text gelesen habe! ![]() "Sodoms Death Metal Album", war für mich total wichtig und ist bis heute einer meiner Lieblinge der Band, auch wenn ich sie deutlich seltener Auflege als andere (keine Ahnung warum). Ich muss bei dem Cover-Art gerade nochmal über Farben nachdenken... "Sodoms blaues Album", was irgendwie auch wieder zu dem Sound passt (oder meine Wahrnehmung beeinflusst hat?), empfand das Album immer als "kühler" als andere Werke der Band (während bswp., naja "Agent Orange ... burn" halt auch zum Cover passt) ![]()
Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100Kühler?
Interessanter Gedankengang. Dieses Attribut kam mir nie in den Sinn. Aber ich meine zu verstehen, was du damit meinst und würde dir sogar zustimmen. Es kommt den frühen Werken schon sehr nahe. Ich meine das Stimmungstechnisch, natürlich. Danke für deine Wortmeldung. Darüber freue ich mich sehr ![]()
Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100Cirith Ungol
Die Band hatte ich in den 80ern ja tatsächlich nicht weiter beachtet und erst mit "Paradise Lost" so richtig für mich entdeckt. Danach dann aber rückwärts abgefeiert. Von daher erfreut und überrascht mich die Aussage, dies sei eine der ersten Underground-Bands, die Du für Dich entdeckt hast. Coole Sache! Das dieses Album natürlich erstklassig ist, muss nicht extra erwähnt werden. Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100The Police
Eine Band, die ich immer interessant, aber nie super fand. Die Reggae-Parts machen die Begeisterung schwer. Ich besitze auch tatsächlich nur eine "Best Of". Ich weiß noch, wie ich im Proberaum von Megace war als die Damen und Herren den Koffer von 'Synchronicity' probten und Schrörg irgendwann meinte, ihm würde die Hand abfallen. Ist ja dann auch später auf dem sehr guten Album gelandet. https://www.youtube.com/watch?v=spgwxyMV1Qs Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100Manowar
Da war ich tatsächlich nie wirklich Fan. Als das Debüt erschien, mochte ich nur die Songs der B-Seite, währedn ich mit dem Rock'n'Roll der A-Seite weniger anfangen konnte. "Into Glory Ride" lief dann eine Weile, obwohl ich mich immer durch den schlimmen Opener quälen musste. Aber: Man hört immer das ganze Album. Schon damals! Danach war ich dann schon raus und habe nur die "Sign Of the Hammer" nochmal käuflich angestet. Danach war mir das dann zu viel Wikinger-Auf-Dem-Oktoberfest-Metal. Später dann gemerkt, dass "Hail To England" doch ganz cool ist udn mit 'Bridge Of Death' sogar vielleicht meinen liebsten Manowar-Song beinhaltet. Ich finde es bis heute schade, dass Eric nicht woanders singt, aber es ist wie es ist. Ändert ja eigentlich nichts an der Klasse der Frühwerke, die aber trotzdem nie hier laufen. Das ist auch keine Band, die ich immer mal wieder probiere, so wie ich es mit anderen Truppen oder Scheiben mache, die ich vormals nicht mochte. Hier stößt mich tatsächlich zu viel ab, um diesen zeitlichen Aufwand zu betreiben. Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100Voivod
Yess! Da muss ich wohl wenig zu schreiben, oder? Mit diesem Album begann meine komplette Abhuldigung der Band. Bis heute. Progressive Metal nach der Wortbedeutung. Eigenständig und originell bis in den letzten Stachel. Hier ist mein sonst gern negativ konnotierter Balu-Der-Bät-Metal passt hier wudnerbar auf die schlagsig-tolpatschigen Bewegungen des Lallbolzen am Mikro. Man möchte ihn jedes Mal in den Arm nehmen, wenn er seine Fishermens-Friends vor dem Singen vergessen hat. Dazu eine musikalische Inszenierung, die bis heute niemand kopiert bekommen hat. Hat auch keiner versucht, wohl wissend, dass dies nur mit Eigentoren verbunden sein kann. Michel verkloppt sein Mini-Schlagzeug als hätte würde er bei ELP spielen, Piggy entlockt seiner Klampfe Geräusche, die der Koch der Muppetshow mit seinen Küchengeräten nicht melodischer erzeuegn könnte und der Bass von Blacky entspricht dem Namen seines Spielers: Black as black, knarzig as hell. Wie kann man das nicht lieben? Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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