Feuchtbiotop mit 100 Arten

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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Freitag 31. Dezember 2010, 19:52

Achja, frohes Neues an die ganze Mannschaft!


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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 1. Januar 2011, 15:17

salisbury hat geschrieben:irgendwie find ich C&C immer "gut", kann aber die euphorie um die Band nur schwer nachvollziehen. Ich glaub, solstafir ist eher mein gebiet...


100% dein Gebiet sind die.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Havoc » Samstag 1. Januar 2011, 15:46

Die SOLSTAFIR habe ich schon seit längerem auf dem Schirm. Bisher hat mich der Gesang aber immer abgeschreckt. Ich denke der wird mir aber nach einer Eingewöhnungszeit sicher auch gefallen können.

COHEED AND CAMBRIA sind absolut nicht überbewertet. Kenne kaum eine zweite Band die zuletzt vier Albem am Stück mit solch einer Qualität abgeliefert haben. Mit der neuen tat ich mich anfangs schwer, aber auch die ist spitze wie sich nun spät noch herausgestellt hat.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Samstag 1. Januar 2011, 18:12

Havoc hat geschrieben:Die SOLSTAFIR habe ich schon seit längerem auf dem Schirm. Bisher hat mich der Gesang aber immer abgeschreckt. Ich denke der wird mir aber nach einer Eingewöhnungszeit sicher auch gefallen können.


Exakt das war eben auch mein Problem. Irgendwann entdeckt man dann, dass der Gesang zu der Musik passt wie Faust auf Auge, und dann gehts richtig ab und man ist begeistert.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Samstag 1. Januar 2011, 18:47

Platz XLV


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Immortal - Sons of Northern Darkness (2002)


Pandarenzeit! Von IMMORTAL mag ich sowieso jedes Album (naja, das letzte ist nicht soooo toll aber auch nicht so schlecht wie es dargestellt wurde... obwohl... naja, bei der restlichen Diskographie...), daher war die Entscheidung für ein bestimmtes nicht unbedingt einfach, aber dieses hier habe ich in den letzten paar Monaten wirklich exzessiv und dauernd gesuchtet. Bevorzugt beim Fahrradfahren, denn dank des massiven Faustfaktors auf dem Album kriegt man so die nötige Energie um im Kölner Verkehr flott vorran zu kommen. Den Anfang machen die zwei Nackenbrecher "One by One" und "Sons of Northern Darkness", innerhalb dieser zwei Tracks schaffe ich es immer ganz gut von mir bis zur Uni ;) Tjo, was soll man sonst noch schreiben... ein wirklich tolles Album, besonders weil nicht nur getrümmert und gebolzt wird, sondern ein differenziertes Songwriting die Songs strukturiert und ihnen enorm viel Dynamik und Abwechslung verleiht. Die Lyrics sind eher "naja", aber die gehören halt zu IMMORTAL.


Sons Of Northern Darkness - Schon das Drumsolo am Anfang ist mordsgeil, dann wird erstmal getrümmert, und dann gehts in einen herrlichen Moschpart über... dazu der einzigartige Gesang von Abbath... Faustfaktor: 10.

Beyond The North Waves - ein fulminanter, epischer Track, er lässt das Album toll ausklingen. Wer von IMMORTAL sonst nur das Getrümmert kennt und epische Klänge mag sollte sich den Track dringend zu Gemüte führen, großes Tennis und ganz ohne Blastbeats. Im YouTube Video gibts noch eine nette Slideshow mit Bildern der Pandas, witzig (=

Demonium - kürzester Track, beinhaltet aber all das, was das Album auszeichnet: Geknüppel geht in dynamische, treibende Teile über. Die zusätzliche Dynamik steht der Band ausgezeichnet.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Martin van der Laan » Samstag 1. Januar 2011, 19:06

Jaaa, DAS ist Black Metal wie ich ihn dann doch mag. Eben wegen des differenzierten Songwritings, das Kermit angesprochen hat. Macht Spaß.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon trent » Samstag 1. Januar 2011, 19:10

Jaaa, das Album mag ich auch total gerne, insbesondere den Rausschmeißer.
Nun auch auf Musiksammler: Trents Musiksammlung
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Feamorn » Samstag 1. Januar 2011, 19:10

Ja, die Platte höre ich auch gerne, allerdings oft auch nur die beiden letzten Tracks (Antarctica und Beyond The North Waves). Immortal gehören zu den Guten. ;)
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Sonntag 2. Januar 2011, 17:15

Wusste ich doch dass ich mit IMMORTAL nichts falsch mache x) Mal schauen, ob die Meinungen zu dem jetzt folgenden Album ebenfalls so einhellig Begeisterung hervorrufen...


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Anaal Nathrakh - In The Constellation Of The Black Widow (2009)


Hab ich mal irgendwo geschrieben dass ich mich konsequent bei den Stilen abwechsel? Vergesst das :grins: Das hier zwar keinesfalls das gleiche wie IMMORTAL, aber auch nicht so weit weg. ANAAL NATHRAKH aus England spielen die extremste Musik welche ich kenne und gleichzeitig gut finde, ein Bastard aus Grindcore, Blackmetal, Deathmetal und Krach. Als ich das Album das erste Mal gehört habe sind mir derartig die Ohren weggeflogen dass ich dachte: "Wow, das erträgst du niemals ohne Gehörschaden". Glücklicherweise ist aber nur der erste Track so richtig brutal und abgedreht, die Band versucht sich im Laufe des Albums auch an differenzierteren und weniger extremen Stücken und meistert dieses Vorhaben großartig. Man sollte aber dabei nicht denken dass es somit zum "Easy Listening" wird, grade für Ersthörer ohne viel Erfahrung im Extreme Metal ist die Band nahezu unerträglich brutal und krank. Nicht wenige Gesangsparts erinnern an Großtaten von EMPEROR, und auch die vielschichtigen Kompositionen erinnern nicht selten an diese, aber ANAAL NATHRAK wüten grundsätzlich viel schneller und weniger verspielt. Hier wird wirklich konsequent auf die Kacke gehauen. Bei meinem Erstkontakt hat sich unverzüglich das "Reign in Blood"-Gefühl eingestellt, welches ich nur bei wirklich konsequent schnellen und brutalen Alben verspüre. Die Drums rasen unerbittlich vorwärts, ein dissonanter Riff jagt den anderen und dazu brüllt sich der Sänger die Eingeweide aus dem Leib. . War vor gut einem Jahr vielleicht sogar meine liebste Scheibe des Jahres 2009, aber das wechselt ohnehin ständig... ;) Man sollte die Band jedenfalls nicht auf extremes Geknüppel und Gekreische reduzieren, es gibt hier reihenweise phantastische Melodien und Ideen. Trotzdem, wer den Soundtrack zur Apokalypse sucht, der findet ihn hier


In The Constellation Of The Black Widow - Opener, anfangs psychopathisch und verstörend bevor es so richtig brutal und wahnwitzig wird. Wer die Atmosphäre fühlen möchte welche in den 35 Minuten des Albums aufgebaut wird, der sollte sich diesen Track anhören.

More Of Fire Than Of Blood - deutlich differenzierter, aber auch hier kranke Gesangseinlagen die im Refrain unvermittelt in EMPEROR-eske Parts übergehen.

So Be It - kürzester Track und für Bandverhältnisse schon eher im Midtempo angesiedelt.

Satanarchist - mein Favorit, auch wenn die Platte randvoll mit tollen Tracks ist. Tolle, ergreifende Atmosphäre und fesselnde Riffs.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Regina Löwenstein » Sonntag 2. Januar 2011, 17:25

Woah, Frosch, vergiss Jesus (der hat eh Mundgeruch), lass dich von mir zum Prinzen küssen! Anaal Nathrakh sind ja mal megageiles Ballerzeugs! Erinnert mich vom Sick-Faktor an Strapping Young Lad, nur noch viel urwüchsiger, wilder und animalischer. Musikalisch ist das herrlich fett, und zwar schön brutal, aber nicht ungenießbar. Die Band hat das Zauberrezept verstanden, das so vielen eintönig prügelnden Extreme-Metal-Bands entgangen zu sein scheint: Tempowechsel, Tempowechsel, Tempowechsel. Saugeile Instrumentalführung, ungewöhnliche Vocals, ein cooles Video - doch, das taugt, und wie!
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