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Soundcheck bei PM.deRe: Soundcheck bei PM.deDann versuch ich es nochmal so sachlich: das mit der St. Anger hätte ich nachschauen müssen, mein Fehler, seh ich ein. Dagegen lässt mich die Manowar Rezi eher verwirrt zurück, bei so vielen negativen Aspekten versteh ich nicht wie die Benotung nur um einen Punkt am Ende gedrückt sein kann, außerdem impliziert eine Neun das dieses Album qualitativ nur einen Punkt von einer Battle Hymns entfernt ist. Das hat nichts mit vermeintlicher Objektivität zu tun sondern damit das man den Bewertungsmaßstab denn man nutzt auch in seiner Gesamtheit nutzen sollte und Benotungen in Relation zueinander stehen, Und ich hab mit keiner Silbe gesagt das Newcomer zu schlecht bewertet werden, sondern das genaue Gegenteil, das gestandene Bands zu gut, das man halt ein Auge zudrückt bzw. man durch ein längeres Fansein dahingehen wohlwollender ist wo man bei anderen Bands diesen emotionales Aspekt nicht hat und man nüchterner, rationaler bewertet, aber am Ende alles nur Mutmaßungen und Küchenpsychologie mit keiner Anspruch auf Recht. Ich persönlich fände es spannend wenn man Promos blank bekommen würde, nur das (Sub-)Genre damit man weiß ob es grundsätzlich was für einen ist und mehr nicht, wäre interessant ob sich dadurch die Benotungen ändern würden.
Re: Soundcheck bei PM.de
Merci vielmals.
Wie ich dargelegt habe: Das liegt einzig und allein an unserer Notendefinition, und warum die erfüllt ist, habe ich erklärt. Das Album hat trotz seiner zahlreichen erkennbaren und in meiner Rezi auch komplett unverschwiegenen Schwächen eben exakt die Notendefinition für die 9 Punkte erfüllt. Wäre unsere Notendefition eine andere, die für dieses Album 6 Punkte treffend erschienen ließe, hätte ich auch keinerlei Problem damit, der Platte 6 Punkte zu geben. Aber ich halte mich an die Definition. Unsere Noten messen nicht eine vermeintlich objektive Qualität eines Albums, sondern die subjektive Kongruenz eines Albums mit dem Geschmack und dem Hörverhalten des Rezensenten. Man darf unsere Notendefintion gerne doof finden, wenn man mag. Aber so lang sie so ist, wende ich sie so an, wie sie ist. Die Diskrepanz von "nur einem Punkt" zwischen "The Lord of Steel" und "Battle Hymns" ist halt auch abhängig vom Bewertungssystem.
In erster Linie hat man ein Notensystem entsprechend der Notendefintionen anzuwenden, würde ich sagen. Wäre unsere Notendefinition eine Prozentangabe dessen, wozu Manowar in der Bandgeschichte fähig war, würde "The Lord of Steel" wohl bei 7 Punkten landen (also 70%), am schwächsten die "Gods Of War". Aber das ist, wie gesagt, halt nicht unsere Notendefinition. In unserer Notendefinition finden gewisse Unterschiede im Zweifel jenseits der 10 Punkte statt, sag ich mal. Ich sehe die 10 Punkte recht entspannt. Sie kommen im Schnitt ein- bis zweimal pro Jahr vor, was Neuerscheinungen angeht. Das bedeutet für mich nicht, dass die Scheibe so gut sein muss, wie Klassiker XY, sondern einfach, dass es ein Album sein muss, das für mich das Optimum dessen ausschöpft, das ich von einer Band zum jetzigen Zeitpunkt erwarte, und dass ich zudem davon ausgehe, dass es ein gewichtiges Wort um mein "Album des Jahres" mitreden kann.
Das kann ich ein Stück weit nachvollziehen, wobei es halt auch das genau gegenteilige Phänomen gibt, dass man an eine Band, der man prägende Klassiker verdankt, besonders hohe Erwartungen hat, die kaum eine alte Band noch erfüllen kann. Je nachdem, wie die Leute selbst zu einer frisch rezensierten neuen Scheibe einer alten Truppe stehen, wird einem als Rezensent dann wahlweise vorgeworfen, ein unkritischer Fanboy zu sein (weil der Leser die Band viel kritischer sieht), oder die Band nur zu dissen, weil sie einen großen Namen hat (weil der Leser noch krasserer Fan ist). Bei mir ist es nach meiner Empfindung nicht so, dass ich Augen zudrücke, aber auch nicht so, dass ich extra kritisch wäre. Ich versuche halt, meine Eindrücke so ehrlich und offen und umfassend zu schildern wie möglich. Wenn ich Manowar trotz Schwächen eine gute Note gebe, dann einfach deshalb, weil die Band und ihre Songs mich halt auch in ihren schwächeren Momenten erreichen kann, berühren kann, was dann - nach unserer Notendefinition (!) - zu einer höheren Note führt, als eine Band, die objektiv gesehen nichts falsch macht, mich aber emotional nicht erreicht. Das auch unabhängig von Alter und Bekanntheit. Wenn LINKIN' PARK das beste Album der Karriere raushaut, wird mich das im Zweifel nicht so berühren können wie eine durchschnittliche SARKE. Es ist halt am Ende auch eine Frage, was Ursache und Wirkung ist, bei der Küchenpsychologie. Findet man ein neues Album seiner Lieblingsband toller, weil es eine Lieblingsband ist, oder ist die Band eine Lieblingsband geworden, weil sie eine Formensprache spricht, die dich in besonderer Weise erreichen kann.
Jo. Ist natürlich ein spannendes Konzept. Und auch ein beliebtes, wenn ich die Blind Tastings von Getränken und Speisen denke. Mag ich den Aldi-Schokoriegel lieber, oder den Marken-Schokoriegel. Den Discounter-Whisky oder die Nobeldestille. Niemand kann sich ganz von solchen Einflüssen und Erwartungen freimachen, nicht zum Guten und nicht zum Bösen. Was mir wichtig ist zu transportieren: 1) Ich werte immer so ehrlich, wie ich kann, nach unserer Notendefinition, und nicht, weil ich mich einer Band, einem Namen verpflichtet fühle. Die Nibelungentreue betrifft das Sammeln, nicht das Rezensieren. 2) Die Tendenz, "Mängel" zu benennen und doch nachsichtig zu behandeln, wenn es genug zum Genießen gibt, habe ich generell, nicht nur bei alten Faves. 3) Noten sind komplett überbewertet und haben nur im Kombination mit deren Definition und einem stabilen Eindruck vom Geschmack des Rezensenten überhaupt Aussagekraft. alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Soundcheck bei PM.deIch würde auch empfehlen, diese Noten nicht zu ernst zu nehmen. Und klar ist doch auch, dass man schauen muss von wem die Note kommt.
Ich wusste nicht, Dead Guy, dass Du eh schon (für ein anderes Magazin?) schreibst, aber vor diesem Hintergrund wundert mich dann doch die mangelnde Gelassenheit in der Frage. Wir lieben die Musik genau so wie Du. Rüdiger begeistern oft die alten Bands, Hanne liebt Symponic Power Metal, ich bin oft am Start, wenn eine Dame singt, Holg feiert den rauen Sound und wenn man sich eine Weile mit den Leuten hier beschäftigt weiß man das. Ich hab wirklich keine Ahnung, aber vielleicht lesen andere ja deine Texte, die werden auch nach zehn/zwölf Rezis wissen wie Du tickst. Ich horche z.B, auf, wenn Du ne Retro-Band featurst, diese extremen und komplexen Sachen interessieren mich aber eher wenig. Ich denke, bei einer Beurteilung von etablierten Bands würde ich mir dann auch noch eine Zweitmeinung einholen, haha... Realer Name: Thomas Becker
Re: Soundcheck bei PM.deEy, so anstregenden Kram höre ich gar nicht, sonst wäre ich ja Prog Konosseur, lol.
Re: Soundcheck bei PM.deAber ja ich bin in Sachen Musik wahrscheinlich zu idealistischh/fanatisch und ich versuche seit Jahren und mehreren Foren das zumindest weniger werden zu lassen, gelingt mir ehér so semi-gut.
Re: Soundcheck bei PM.de
Ich glaub es ehrlich gesagt nicht, zumindest bei mir. Als ich damals noch gesoundcheckt habe, hab ich das oft so gemacht, und das gar nicht mal bewusst. Es lief hat Mucke. Fiel was besonders positiv auf, hab ich geschaut was das ist. Und die etalblierten Bands erkennt man dann eh sofort. Kritisch für die großen Alten wirds nur dann, wenn man sie nicht mehr wiedererkennt. .Realer Name: Thomas Becker
Re: Soundcheck bei PM.de
Ohne jetzt hier zu tief in die Diskussion einsteigen zu wollen… mit dem Format „Gruppentherapie“ macht ihr doch genau das. Da können auch nochmal Redakteure außerhalb des SC-Teams zu Wort kommen. Natürlich geht das nicht bei jedem Album. Ansonsten steht es doch jedem Redakteur frei, auch ein 2. Review zu einem Album zu verfassen oder sehe ich das falsch? Im RH gibt es ja öfter solche Plus/Minus-Kritiken. Klar wird die Notenvergabe unterschiedlich gelebt, aber genau bei Formaten wie dem SC bekommt man doch eine gewisse Glättung rein. Und wie schon geschrieben wurde, man kennt mit der Zeit die Vorlieben und Bewertungsmaßstäbe der Redakteure. Außerdem braucht es „Abweichungen“, sonst hätten wir hier nichts zum Diskutieren. ![]() Die Belohnung für Geduld ist Geduld!
Was man anfängt, muss man auch zu En
Re: Soundcheck bei PM.deAlso ich muss zugeben, ich finde das Thema der Diskussion schon spannend und ich denke gerne darüber nach.
Ich glaube, Dead Guy hat schon recht in der Feststellung, dass ältere/etablierte Bands tendentiell wohlwollender wahrgenommen werden. Nur meine emotionale Reaktion darauf ist ganz anders. Ich finde das völlig nachvollziehbar und erklärbar, warum das so ist. Ich bin sicher nicht der einzige Fan, der sich freut, wenn er bei neuer Musik trotzdem etwas Vetrautes hört. Etwas von dem er im Prinzip schon weiß, dass es ihm gefällt. Die Stimme von John Bush, die Gitarre von Dave Mustaine. Es gibt eine Reihe von Bands, die können einfach machen was sie wollen, letztens dachte ich mir, sobald Thomas Scarione und Milena Eva anfangen, zusammen zu musizieren, bin ich dabei, sobald Jennifer Haben eine Zeile singt bin ich dabei, bei allem was die Stimme von Bruce Dickinson trägt, Blautier dabei. Es ist nicht immer und bei allem so aber ich hoffe ihr versteht was ich meine. Man hört etwas Vertrautes und man erinnert sich, man verbindet sich, auch wenn die Musik neu ist. Sie muss nichtmal so gut sein wie damals, aber trotzdem gibt es schon auf den ersten Hör etwas, das man sich bei einer neuen, unbekannten - unvertrauten - Band noch hart erarbeiten muss. Und - ich hoffe ich trete niemandem hier zu nahe - aber bei einigen von uns alten Säcken ist mittlerweile das wieder entdecken lieber als das neu entdecken. Aber ich bin sehr glücklich damit und offenbar geht es einigen Kollegen hier ähnlich. Deswegen haben wir ARMORED SAINT, MEGADETH, AT THE GATES, KREATOR etc auf unserem Treppchen des Soundchecks, und ja, ich finde die haben das auch verdient, auch wenn andere das sicher anders sehen und anders sehen dürfen. ![]() Realer Name: Thomas Becker
Re: Soundcheck bei PM.deIch bin auch ehrlich gesagt froh das ich für kein Heft/Site schreibe wo es einen Soundcheck gibt, keine Lust mich durch beispielsweise eine neue Dream Theater zu hören um dann bei der Bewertung zwischen ich das nicht unfair bewerten und ich will das ehrlich bewerten zu hadern. Bei uns kann ich mir die Promos selber auswählen, was ein großer Vorteil für mich ist, heißt nicht das ich die unbedingt bekomme aber ich kriege nur was von den Sachen die ich auch angekreuzt habe.
Re: Soundcheck bei PM.deDas ist bei uns in Sachen Einzelrezensionen auch so, dass wir ein Bewerbungssystem haben. Deshalb sind die Noten im Schnitt auch eher freundlich, sage ich mal, weil die Leute halt vornehmlich Sachen besprechen, die sie interessieren und die sie potentiell mögen. Da es natürlich Monat für Monat weit mehr Promos gibt als Bewerbungen, ist der Effekt bei unseren besonders fleißigen Kollegen etwas abgemildert, weil die halt auch mal die Katze im Sack haben.
Der Soundcheck birgt natürlich Licht und Schatten. Immer. 25 Scheiben der buntesten Zusammensetzung pro Monat muss man halt auch erst einmal hören wollen, hören können und bewerten. Aber er ist ein nettes Gimmick, dass immer wieder für Diskussionen und Feedback sorgt, wie man ja auch an diesem Thread sieht. Daher macht es schon Spaß, ihn zu haben, und an ihm teilzunehmen, auch wenn es in der Tat manchmal eine Herausforderung ist, das geregelt zu kriegen, als Teilnehmer. alias Hugin der Rabe.
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