Feuchtbiotop mit 100 Arten

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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 13. Januar 2011, 23:36

Von Katatonia brauch ich definitiv langsam auch mal ne Scheibe.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Havoc » Donnerstag 13. Januar 2011, 23:40

Martin van der Laan hat geschrieben:Offenbar ist dieser emotionale Kanal bei mir verschlossen. :(


Da frag ich mich gerade wie man den öffnet oder säubert?! Schwierige Sache! :P
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon frankjaeger » Donnerstag 13. Januar 2011, 23:48

Und ich Trottel habe die "Sinn machen" Diskussion verpasst :doh:

Und dann musste ich mich durch so etwas Langweiliges wie Katatonia quälen. Das macht mich auch katatonisch.

Sin machen macht übrigens Sinn. Auch im Froschteich. Quak.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Donnerstag 13. Januar 2011, 23:57

Eike hat geschrieben:Dass "Sinn machen" keine Analogbildung zu "sich Sorgen machen", sondern eine zum englischen "makes sense" sei, ist eine interessante Hypothese, meines Erachtens aber eine hochspekulative. Gibt es dazu etwa empirische Studien, die die eine Erklärung näher legen als die andere?


Kein Plan, es liegt zwar irgendwie nah das zu glauben (wir denglischen ja gerne mal herum heutzutage), persönlich denke ich aber nicht dass "makes sense" die eigentliche Ursache des Übels ist. Der Mensch ist einfach ein faules Wesen, allgemeine Vereinfachung und Vereinheitlichung ist ja nun nicht unbedingt eine neue Erscheinung. Ich denke eher, dass es darin begründet liegt (hab ich soweit ich weiß hier auch nicht gesagt). Dass es im Englischen quasi analog formuliert wird kommt den Verteidigern der deutschen Sprache grade recht, denn da lässt sich dann schön drauf herumhacken.

Havoc hat geschrieben:Dreimal over the top!!!


Allerdings... 3 Superalben.

Martin van der Laan hat geschrieben:Wenn ihr alle Recht habt und KATATONIA wirklich so toll sind, warum schlafe ich dann immer fast ein bei diesem Depri-Geschrammel...??


*Aufzeig* Weil Geschmäcker verschieden sind? Schade für dich, dass du dem Ganzen nichts abgewinnen kannst, das ist nämlich wirklich dolle Musik.

Jhonny hat geschrieben:Von Katatonia brauch ich definitiv langsam auch mal ne Scheibe.


Na das hät ich irgendwie nicht gedacht, hätte eigentlich erwartet dass es dir hier wie Martin geht. Jhonny ist eine echte Wundertüte!

frankjaeger hat geschrieben:Und ich Trottel habe die "Sinn machen" Diskussion verpasst


Naja, ganz vorbei ist sie noch nicht: siehe oben! Allerdings bewegen wir uns ganz zaghaft mehr in Richtung "Sprachkonservative vs. Sprachprogressive", oder so. Ich persönlich finde es nunmal schade dass so mordsgeile Wörter wie "manigfaltig" aus dem aktiven Wortschatz verschwinden, und solche Gleichmacherei wie "Sinn machen", egal ob es richtig oder falsch ist, geht mir auch gegen den Strich. In dem Sinne: lasst die Diskussion weitergehen :grins: Ich streit mich ja gerne mit Worten (und ÜBER Worte).
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Jhonny » Freitag 14. Januar 2011, 00:01

Teichfrosch hat geschrieben:
Jhonny hat geschrieben:Von Katatonia brauch ich definitiv langsam auch mal ne Scheibe.


Na das hät ich irgendwie nicht gedacht, hätte eigentlich erwartet dass es dir hier wie Martin geht. Jhonny ist eine echte Wundertüte!


ich kann auch nicht ganz sagen, warum, aber Katatonia finde ich irgendwo faszinierend.
Hab hier wieder in 2 Songs reingehört, es erinnert mich ein klein wenig an Porcupine Trees Fear Of A Blank Planet, die ich ja absolut grandios finde, aber auch an Anathema.
Das ist sehr edler, trauriger Pop-Rock mit viel Atmosphäre.
(Wenn ich meine eigene Beschreibung les ist das doch alles, wovor ich normal schreiend wegrenne? Egal...)
Also, ich kann mir gut vorstellen, mal ein oder zwei Scheiben zu kaufen.
Die Anspieltipps waren immer interessant.
Und wenns mir dann nix taugt und die Scheiben nich zu teuer waren ist der Verlust klein ;-)
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Freitag 14. Januar 2011, 00:10

Och, wenn du die Anspieltips magst wirst du auch auf Albumlänge mit der Musik zufrieden sein...
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Jhonny » Freitag 14. Januar 2011, 00:15

Teichfrosch hat geschrieben:Och, wenn du die Anspieltips magst wirst du auch auf Albumlänge mit der Musik zufrieden sein...


nun denn, wenn ich bei plattenladen mal nen Portokiller brauch kann ich ja ne Katatonia nehmen :)
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Freitag 14. Januar 2011, 20:04

Platz XXXII


Bild


Ansur - Warring Factions (2008)


Irgendwo weiter vorne im Thread hab ich das Album schonmal kurz angerissen und mich darüber aufgeregt, dass ich es in dieser Top100 vergessen hätte. Nun, jetzt ist es wieder drin :grins: Dafür musste ich die Liste etwas umbauen und CASPIAN mit "The Four Trees" streichen, aber hinsichtlich der Abwechslung ist das sicher gut so. ANSUR aus Norwegen spielen Progressive/Avantgarde Metal mit Jazzeinschüben und garstigen Vocals, also eine durchaus spannende Mischung. Lange instrumentelle Passagen sind häufig und dort hinein verirrt sich dann gerne mal ein Saxophon oder eine Hammond-Orgel, wer also auf Abwechslung und jazzige Klänge steht und mit den echt seltsamen Vocals zurecht kommt dem sei das Album sehr ans Herz gelegt. Vielen wird warscheinlich der rote Faden innerhalb der Songs fehlen da man diesen bei den langen Kompositionen leicht aus dem Auge verlieren kann, ANSUR schaffen es aber immer, ihre Themen geschickt aufzugreifen und die Songs zu einem sinnvollen Ende zu bringen - sie verlieren sich nicht in der durchaus vorhandenen Improvisation/Frickelei. Bezüglich des Albums hab ich bisher schon sehr gemischte Reaktionen erfahren, von "durchweg Großartig" über "in den melodischen Parts gut" über "unhörbares Mischmasch das krampfhaft anders sein will" reichen die Meinungen. Und irgendwie sind alle diese Meinungen auch berechtigt, denn ANSUR wollen eindeutig anders sein und die Möglichkeiten ausloten. Meiner bescheidenen Meinung nach sind alle Songs trotz ihrer Komplexität nachvollziehbar komponiert und enthalten tolle Melodien, wer aber eher leicht nachvollziehbares Songwriting gewohnt ist wird aber wohl seine Probleme haben, und auch die sehr gepressten wirkenden Vocals dürften viel Probleme bereiten. Trotzdem, für mich vielleicht das beste Avantgarde-Metal Album der letzten Jahre, von Artwork über Songwriting bis hin zur Produktion ein komplettes Meisterwerk. Wäre ich ein Redakteur, alles unter 10/10 wäre für mich glatter Selbstbetrug.


Sierrar Day - der vielleicht am leichtesten verdauliche Song der Platte, hier wird kaum rumgezockt sondern vergleichsweise kompakt auf den Punkt gekommen. Der Song geht nur bis 5:47, das danach ist einfach nur Stille und gehört nicht dazu.

An Exercise In Depth Of Field - Hier hört man Blackmetaleinflüsse raus, grade anfangs erinnert das stellenweise an ENSLAVED. Später wird fröhlich rumgezockt, geile Riffs, geile Solos, geil Alles. Ab 5:30 ca. wirds dann richtig verrückt, super :grins:. der zweitlängste Song der Platte. Geht übrigens nur bis 12:19.


Mehr Hörbeispiele gibts leider nicht, aber wem das gefällt dem gefällt auch das ganze Album, versprochen.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon salisbury » Freitag 14. Januar 2011, 20:17

Teichfrosch hat geschrieben:CASPIAN mit "The Four Trees" streichen


Mich trifft der Schlag. Höllen-Qual. Nein, reine amphibische Bosheit. Allein, um mir persönlich eins auszuwischen. Evil Frogsatanman.

Uups, aber dieses Ansur is gut. Muß ich mal an WE mehr hören, wär aber was für den berühmten Zettel.
Aber hättest Du nich das Analdingens dafür killen können. Heuulll....
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Freitag 14. Januar 2011, 21:07

Ich wollt erst schreiben "eine nicht näher zu erwähnende Band streichen", aber dann hab ich mir gedacht wie du wohl darauf reagieren würdest und habs doch so geschrieben :grins: Ganz ehrlich, das war gezieltes salisbury-necken =)

Naja, ich hoffe du wirst mir verzeihen (irgendwann). Hör dir auf jedenfall mal ANSUR an und sag mir, ob das was für dich ist.
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