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von Havoc » Sonntag 14. März 2010, 13:54
Rüdiger Stehle hat geschrieben:...so hört man da von Venom über Brocas Helm bis hin zu Celtic Frost ("Into The Pandemonium"-Ära) Deep Switch alles raus, nur keinen Black Metal.
Das verwundert nicht, wenn man sich mal so Fenriz´Hörgewohnheiten anguckt. Ich finde das aber nicht schlimm. Das Album rückt so eigentlich sogar eher in meinen "Kaufbereich" als wenn es jetzt gehießen hätte, dass das neue Album wieder zurück zu den Wurzeln ala "Transilvanian Hunger" gehen würde. Mal gucken.
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 14. März 2010, 14:08
Jo. "Transilvanian Hunger Part II" wäre irgendwie schwer mit der Attitüde der Band zusammen zu kriegen. Wobei ich mir sogar vorstellen könnte, dass die Band irgendwann wieder eine komplette Kehrtwende reinhaut, wenn sie mit dem aktuellen Stil zu populär werden sollten. Erwartungen zu enttäuschen war immer eines ihrer liebsten Hobbys.
Kaufbereich ist das für mich eh, ganz egal, wohin die Reise geht. Darkthrone ist eine der Bands, bei der ich ohne zu Zögern ein unkündbares Zehnjahresabo für neue Releases abschließen würde.
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von Havoc » Sonntag 14. März 2010, 14:18
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Darkthrone ist eine der Bands, bei der ich ohne zu Zögern ein unkündbares Zehnjahresabo für neue Releases abschließen würde.
Warum so geizig....mach lieber gleich 20 Jahre draus..dann musst du dich nicht mit der lästigen Abo-Verlängerung rumschlagen. 
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von Eike » Sonntag 14. März 2010, 20:48
Ich habe nur mal die Snippets auf der Website gehört, aber das könnte diesmal auch in meinen Kaufbereich fallen.
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von Rüdiger Stehle » Montag 15. März 2010, 01:25
Eike, das freut mich. 
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von Julian Rohrer » Sonntag 28. März 2010, 19:12
Schon spannend diese Band... Rüdiger, magst du mal eine kleine Zusammenfassung von dem, was du im internen SC-Forum gepostet hast, hierher kopieren? Obwohl ich mich immer wieder mit der Band beschäftigt habe, haben mir die Zeilen doch einfach weitere Dimensionen der Band aufgezeigt. Und das könnte dem ein oder anderen, der sich noch nicht eingehend mit DARKTHRONE beschäftigt, Aufschluss geben über den Status der Band.
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von Rüdiger Stehle » Dienstag 30. März 2010, 00:08
Julian Rohrer hat geschrieben:Schon spannend diese Band... Rüdiger, magst du mal eine kleine Zusammenfassung von dem, was du im internen SC-Forum gepostet hast, hierher kopieren? Obwohl ich mich immer wieder mit der Band beschäftigt habe, haben mir die Zeilen doch einfach weitere Dimensionen der Band aufgezeigt. Und das könnte dem ein oder anderen, der sich noch nicht eingehend mit DARKTHRONE beschäftigt, Aufschluss geben über den Status der Band.
Okay, dann mache ich das mal kurz. Zur Einleitung: Grob gesagt haben wir intern im Rahmen des April-Soundchecks recht kontrovers darüber diskutiert, ob die neue Darkthrone denn nun gut und originell ist, oder einfach nur rumpelig und charmant, ohne große Akzente zu setzen. Und darüber, ob der vermeintliche oder tatsächliche Kultstatus der Band denn nun für Qualität bürgt oder nicht. Ich hab dazu meine Sicht der Dinge recht ausführlich gepostet, weil ich den Eindruck hatte, dass der eine oder andere Kollege - deren Geschmack mal völlig außen vor - etwas zu flapsig über diese Institution hinweg gegangen ist. Natürlich nicht im Bösen, aber doch ein bisschen provokant. Von daher keine Sorge, wir haben uns immer noch alle lieb. Da Julian gerne hätte, dass ich euch mal aus meiner Sicht sage, was Darkthrone wirklich für eine Bedeutung hat, will ich mal damit loslegen, ob Darkthrone dem aktuellen Kult (oder Hype?) um sie noch gerecht werden: Das Ding ist, dass es Leuten wie mir - und wohl auch Leuten wie Ted und Fenriz selber - ziemlich egal ist, ob sie inzwischen überall als Kult gehandelt werden oder nicht. Man muss die Band nicht gut finden. Das ist kein Mainstream und nicht massenkompatibel, und das soll es auch gar nicht sein. Die Band hat in ihrer Karriere ein einziges Album gemacht, das nach dem Mainstream schielte, und das war das Debüt, das 1990 leicht technischen und sehr atmosphärischen Death Metal der Peaceville-Schule enthielt und prima mit den ersten Alben von Paradise Lost, Anathema und My Dying Bride ins Roaster passte. Danach hat die Band fast immer das Gegenteil von dem gemacht, was man (als Fan und als Label) von ihr erwartet hat. Als sie "A Blaze In The Northern Sky" als fertige Scheibe beim Peaceville-Boss eingereicht haben, hat der gesagt, dass das glatter kommerzieller Selbstmord sei und geraten im Stil des Debüts weiter zu machen. Die Band hat auf die Kurskorrektur bestanden, und der Rest ist Geschichte. "A Blaze In The Northern Sky" hat die seinerzeit mausetoten alten Bathory und Hellhammer aus der Gruft gewuchtet, mit einigen Rudimenten des Debütalbums gekreuzt und so die Supernova des Heavy Metals der 90er geschaffen. Gegen den Widerstand des Labels, gegen die Erwartungen der Fans, gegen jede Vernunft, zum Spott der Presse und ansonsten nur aus Trotz und Eigensinn ist das eine, ewige, unsterbliche und wichtigste Metalalbum der Neunziger entstanden. Und damit war nicht Schluss in Sachen "Darkthrone und der Stinkefinger" - die Geschichte dieser Band ist gepflastert von mal leichten und mal gravierenden Kurskorrekturen, die immer und immer wieder alle möglichen Leute gnadenlos vor den Kopf stießen. Und dabei ist die Band immer sie selbst geblieben. Dafür und für das, was sie damals in mir an bis heute währender Faszination ausgelöst haben, haben Fenriz und Ted auf ewig meinen Respekt. Allein daraus entstehen selbstverfreilich keine guten Alben, aber für mich ist Darkthrone eine der ganz raren Bands, die scheinbar um meinen Geschmack herum komponiert. Was immer dieses Duo anfasst: Es geht mir sofort ins Blut und in die Seele. Darkthrone ist eine der Bands, die für mich das definieren und ausmachen, was Metal ist. Wenn heute eines der bekanntesten deutschen Printmagazine den Darkthrone-Kult pflegt, dann ist das nicht nur unwichtig, sondern es ärgert mich sogar, weil es genau diese Leute waren, die diese Band über Jahre gebrandmarkt, verspottet und boykottiert haben, bis sie aus reinem Opportunismus gemerkt haben, an wem man in Sachen extremem Metal der Neunziger mit Sicherheit nicht vorbei kommt. Wenn man dann heute einen auf Busenkumpel von Fenriz macht, dann ist das aus meiner Sicht schon ziemlich fragwürdig. Fenriz grinst sich drüber bestimmt eins. Whatever: Worum ging es? Ach ja, ob Darkthrone Kult sind oder nicht. Ist mir völlig egal! Sie sind schlicht und ergreifend die wichtigste und beste Metalband der Neunziger, die bis heute nicht ein Album abgeliefert hat, das mir weniger als 9 Punkte wert wäre. Und das ist bei 15 Studioalben durchaus eine wackere Leistung. Wenn Darkthrone Kult sind, dann mit Sicherheit nicht neuerdings, sondern seit dicken, fetten 19 Jahren. Dass manche Gestalten seit vier oder fünf Jahren damit anfangen aus dem Kult einen Trend machen zu wollen, weil sie ihre Komplexe auswetzen müssen, dass sie die musikhistorisch essentielle Phase dieser Überband aus Engstirnigkeit, Ignoranz und Dummheit verpennt haben, dann ist das kein Grund einen Hype zu wittern und über Darkthrone zu spotten, sondern eher über die Wendehälse und ihren Aktionismus.
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von Oliver » Freitag 21. Mai 2010, 18:29
"Dark thrones & black flags" hatte mich seinerzeit ja nicht so wirklich begeistert, die Scheibe war gut aber mehr nicht. Von Darkthrone erwarte ich einfach mehr. Hinzu kam noch der unglaublich primitive fast schon stümperhafte Sound, der mir auch nicht gepasst hat. Ich weiß auch nicht, aber "circle the wagons" gefällt mir einfach von vorne bis hinten. Und das, obwohl diese Scheibe vom Vorgänger gar nicht so weit entfernt ist. Jedoch....Die Klampfen sind dreckiger, die Ideen besser, der Gesang primitiver (und witziger) und insgesamt ist die Produktion eindfach gefälliger. Klasse! Allein Song Numero 1 "Those treasures..." ist eine geniale und wunderbar primitive Verneigung vor dem Metal der frühen 80er m it einem ordentlichen Schuss Hellhammer. Schee... Höre ich zur Zeit den ganzen lieben, langen Tag! Auch wieder lässig: Fenriz´must-haves im Booklet  Von mir gäb´s 9/10
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von Jhonny » Freitag 11. Juni 2010, 06:03
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Wie hast du denn Darkthrone für dich entdeckt?
Ich antworte mal hier... Mein Bruder hatte sich die Panzerfaust zugelegt. Die fand ich damals zwar sehr rüde (mochte mehr so neuere Immortal  ), aber absolut nicht schlecht. Dann gabs diesen Fenriz-Hype im RockHard... den ich nie negativ fand, weil der Typ einfach sehr echt rüberkam, in jedem Interview. Und dann F.O.A.D. und Dark Thrones & Black Flags für je 5 Euro gefunden. Beide Scheiben haben mich total begeistert! Super, dieses räudige, wilde! Wobei mir F.O.A.D. besser gefällt, was aber einfach an den Songs liegt. Nach dem RH-BM-Special wollte ich mich dann mal an die Vor-Panzerfaust-Darkthrone wagen. Under A Funeral Moon lachte mich da mit nur knapp über 10 Euro Preis an, und ich schlug zu. Und war entzückt! Klasse Sound, klasse Cover, tolle Songs! So mag ich Black Metal, mit Melodie, aber auch Härte, traditionell, aber mehr 90er Norwegen als 80er... kann damit mehr anfangen als mit alten Celtic Frost oder Hellhammer (die aber auch durchaus viel Reiz ausüben, ich höre mir gerne mal Hellhammer an!) Weitere Alben werden sicher folgen, die Frage ist nur wann.
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von Teichfrosch » Donnerstag 21. Oktober 2010, 16:40
Grundgütiger, "Circle the Wagons" is ja mal abgefahren geil  Dieser Gesang! Göttlich.
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