Feuchtbiotop mit 100 Arten

Brot und Spiele für den Powermetal.de-User: große Projekte der Community und umfassende Forenspiele finden hier ihren Platz

Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Havoc » Freitag 21. Januar 2011, 17:40

Callisto...Callisto.....ach ja. Davon habe ich einige Songs auf Samplern. Konnte mich da aber nie so sehr begeistern, dass ich einen Kauf jemals erwägt hätte. Auch wenn ich ab und zu mal ganz gerne Isis auflege, so muss ich aber doch zugeben, dass dies wohl nicht so wirklich meine Musikrichtung ist.
Benutzeravatar
Havoc
Metaller mit zu viel Zeit
 
Beiträge: 23753
Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 12:10

Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon salisbury » Freitag 21. Januar 2011, 19:18

Der Frosch! Gnadenlos schlägt er zu. Die Schläge werden immer härter. Schade, daß ich auf Arbeit keine Musi hörn kann :(. Ich kenn von Callisto leider nur 'Providence' und das ist eines der besten Alben ever. Selten hat mich ein Album so fasziniert. Aber ich denke, auf Providence ist ein anderer Sänger, oder?
Realer Name: Thomas Becker
Benutzeravatar
salisbury
Musikredaktion
 
Beiträge: 22805
Registriert: Samstag 10. April 2010, 15:52
Wohnort: München

Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Freitag 21. Januar 2011, 19:24

salisbury hat geschrieben:Aber ich denke, auf Providence ist ein anderer Sänger, oder?


Keine Ahnung, hab nur das 04er und das 06er.
Benutzeravatar
Teichfrosch
Metalhead
 
Beiträge: 3170
Registriert: Montag 17. Mai 2010, 00:18

Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon salisbury » Samstag 22. Januar 2011, 10:53

Kannst Dir Providence blind kaufen. Du wirst garantiert nicht enttäuscht sein :)
Realer Name: Thomas Becker
Benutzeravatar
salisbury
Musikredaktion
 
Beiträge: 22805
Registriert: Samstag 10. April 2010, 15:52
Wohnort: München

Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Martin van der Laan » Samstag 22. Januar 2011, 14:30

Sorry, Jungs, aber dieses CALLISTO-Zeugx finde ich gigantisch langweilig. Das plätschert die ganze Zeit ohne erkennbares Ziel vor sich hin und plötzlich grunzt dann mal einer für ein paar Takte da rein... also, neeeee... nix für mich.
668 - Neighbor of the Beast
Benutzeravatar
Martin van der Laan
Musikredaktion
 
Beiträge: 7662
Registriert: Sonntag 21. Februar 2010, 21:41

Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Samstag 22. Januar 2011, 14:58

Havoc hat geschrieben:Auch wenn ich ab und zu mal ganz gerne Isis auflege, so muss ich aber doch zugeben, dass dies wohl nicht so wirklich meine Musikrichtung ist.


Tjo, wenn ich mich recht erinner hast du auch keinen Sludge oder viel Doom in deiner Liste. Da die Musik von ISIS oder CALLISTO nunmal in gewisser Weise einen Querschnitt aus beiden Stilen darstellt wäre es schon überraschend, wenn dir das dann dennoch gefällt.

salisbury hat geschrieben:Kannst Dir Providence blind kaufen. Du wirst garantiert nicht enttäuscht sein


Alles klar, hatte ohnehin vor mir früher oder später das Album mal genauer anzuschauen, die beiden bisherigen sind ja auch absolut toll (wenn auch wenig innovativ).

Martin van der Laan hat geschrieben:Das plätschert die ganze Zeit ohne erkennbares Ziel vor sich hin


Hier ist auch der Weg das Ziel :) Und ja, man muss warten bis das Ziel erreicht wird.
Benutzeravatar
Teichfrosch
Metalhead
 
Beiträge: 3170
Registriert: Montag 17. Mai 2010, 00:18

Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Samstag 22. Januar 2011, 15:35

Platz XXVI


Bild


Between The Buried And Me - The Great Misdirect (2009)


Eines meiner liebsten Alben 2009, ein progressives Meisterstück. Wo andere Bands krampfhaft versuchen den Spagat zwischen "innovativ, anders klingen" und "fesselnde Songs schreiben" nur unzureichend hinbekommen, gelingt er BTBAM derart spielerisch dass es den geneigten Hörer nur staunen lässt. Allein schon der Opener ist atmosphärisch derart dicht und melodisch derart fesselnd, dass er mich jedesmal schwer ergriffen werden lässt. Brutalster Metalcore/Techdeath wechselt sich ab mit rein instrumentellen Passagen die wiederum in fast schon Psychedelic Rock ähnliche Strukturen übergehen, Cleanvocals stehen gleichberechtigt neben Growls/Shouts, Breakdowns leiten tolle Melodiebögen ein, alles wirkt wie aus einem Guss und so natürlich dass man sich schon fragt, wie die Band das bei den verschiedenartigen Einflüssen so mühelos hinbekommt. Auch hier gilt: das ganze ist anfangs anstrengend, sogar sehr anstrengend, denn es dauert bis sich die unzähligen Details erschließen, das differenzierte Drumming, der wummernde Bass, die ganz dezenten Samples, die unzähligen Melodien, die Funktion der Breakdowns, der permanente Wechsel zwischen brutal und melodisch - es überfordert den Hörer mit seiner Vielfalt. Dazu kommt die teilweise enorme Überlänge der Songs, der finale Track ist gleich über 17 Minuten lang und stellt ein progressives Jahrhundertfeuerwerk dar. Dabei bleiben aber alle Tracks fesselnd, abwechslungsreich und bis zur letzten Sekunde spannend, und das stellt in meinen Augen alleine schon eine kompositorische Meisterleistung dar. Große Musik für anspruchsvolle Hörer.


Hörproben: ich hab einfach mal die ersten 3 Songs chronologisch gelistet reingestellt. Die beinhalten schon so ziemlich alles, was das Album ausmacht.

Mirrors - Der sehr melodische Beginn.

Obfuscation - Einer der eingängigeren Songs, relativ schnell nachvollziehbare Strukturen.

Disease, Injury, Madness - Wechselt permanent zwischen laut und leise, brutal und melodisch - die Übergänge sind fließend und gelingen großartig.
Benutzeravatar
Teichfrosch
Metalhead
 
Beiträge: 3170
Registriert: Montag 17. Mai 2010, 00:18

Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Martin van der Laan » Samstag 22. Januar 2011, 16:06

Hey, hey, DAS (B.T.B.A.M.) gefällt mir jetzt wieder!! Sehr dynamisch, tiefgründig und intensiv. Hatte bisher immer ängstlich die Finger von dieser Band gelassen. War definitiv ein Fehler. Sehr stark!! :dafuer:
668 - Neighbor of the Beast
Benutzeravatar
Martin van der Laan
Musikredaktion
 
Beiträge: 7662
Registriert: Sonntag 21. Februar 2010, 21:41

Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 23. Januar 2011, 21:20

The Ocean: Bis zum Einsatz des Gesangs war das sehr viel versprechend. Wie man das nennt, ist mir jetzt mal ziemlich wumpe. Kann ich mir anhören, kaufe ich aber nicht.

Taake: Schönes Übereinanderlegen von knarzenden Rhythmusgitarren und beinahe sanften Melodien. Dazu ein gut in Szene gestellter Bass. Mal auf den Gesang warten. Die lustigen Bilderchen helfen die Zeit zu überbrücken. Aha, ein Instrumental. Schöne Falle. Nu abba. Jupp, das holpert amtlich im Gebälk. Komisch, aber mit dieser charmanten Art keifenden Hustens komme ich bestens klar. Dazu eine räudige Produktion, die einer Nähmaschine mit Turbolader gleich kommt und sogar Melodien im Gestrüpp sind zu hören. Muss ich jetzt nicht kaufen, unterhält mich aber bestens.

Redemption: Total toll. Aber zu plüschig produziert für deine Liste. Nee, mal im Ernst, sludgiger Lockenplüsch mit dem Zerstörer der Fates-Warning-Magie am Mikro und dem UFO-Klampfer mit der modischen Gesichtsbehaarung als Sidekick. Moderner Hype.

Jesu: Entspannt? Jo, so kann man das auch nennen … Der Vergleich mit Sigurd Pferd macht klar, wie ich dazu stehen muss. Vorurteile galore. Wobei der Gesang mal fein ist.


August Burns Red: Mit anderem Gesang wäre das meine Baustelle. Thrash mit coolen Gitarren. Schön abwechslungsreich.

Morgion: Hatte ich schon anderswo kommentiert. Gut, aber ich mag "Solinari" viel lieber.

Solstafir: Nope. Gar nicht meine Welt.

C & C : Kubi hat mich sanft an die Band heran geführt, ich hatte mich kurze Zeit in das Album davor verliebt, bin aber schnell wieder entliebt worden. Das ist gut, berührt mich aber wenig. Persönliches Dilemma.

Immortal: Ich muss schon vorher schmunzeln. Ein gutes Zeichen. Das ist BM, den ich mit geballter Faust mitsinge. Vor allem der epische Song ist echt sehr gut. Fett.

Anal Gebratze: Musikalisch höchst ansprechend, aber der Kreischer zehrt an meinen Nerven. Mit tiefem Gesang wäre das wahrscheinlich toll.


The Mars Volta: Ich mag es hektisch, aber irgendwie komme ich mit den Jungs nicht klar. Ich glaube, es ist auch hier der Gesang. Frosch-ig. Quäkend. Ich mags lieber näselnd. Claypool-ig.

Meshuggah: Technisch superb, ist der Soundwall und der Gesangsstil, die es mir unmöglich machen mehr als zwei Songs am Stück anzuhören. Schade, denn die Klampfisten geben mir einiges.


Maybeshewill: Das pendelt zwischen "toll" ("Not For Want of trying") und "etwas belanglos" durch meine Lauscher. Vielleicht noch mal anhören. Sollte man ja wegen des Artworks schon besitzen.

Watain: Die haben mich im SC schon sehr positiv überrascht. Das extrem traditionell gehaltener Metal mit BM-Ecken. Das Brimmbrammborium um die Band mag man finden, wie man möchte. Ist mir schnuppe. Das gehörte Material hat das Album auf meiner Kaufliste noch einmal steigen lassen. Feines Dingens.

Isis: Erneuter Versuch fehl geschlagen. Geht gar nicht.

Threshold: Geht immer. Mein Highlight heißt – für einige unverständlich – 'Pressure'.

Ghost Brigade: Die hatte ich glatt vergessen. Superbes Teil. Da stimmt ja wirklich alles: Atmosphäre, Gesang, Instrumentierung, Klangbild. Herrlisch.

LDC: Mag ich sogar.

Negura Bunget: das könnte ich spannend finden, wenn der Gesang anders wäre.

Alter Bridge: Nett, in den ruhigen Momenten sogar mehr als nett.

Katatonia: Mag "Last Fair Deal" am liebsten. Aber auch dies hier ist ein feines Album.

Ansur: Das beste Cover seit langer Zeit. Super. Der erste Song sagt mir jetzt auch sehr zu. Abwechslungsreich und spannend (wie vieles hier im Fred) und sogar mit feinem Gesang. Von der Phrasierung her erinnert mich der Sänger manchmal an Martin W. von Sabbat. Der zweite Song ist aber okay.

Antimatter: die liegt in der Firma in meinem Kauffach. Unglaublich schön.

Satyricon: Jupp. Mag ich. Aber da gefallen mir auch die früheren Sachen. "Nemesis Divina" oder "Rebel Gedöns". Muss man nicht verstehen.

Bolt Thrower: Vor allem eine Livegranate. Das ist immer wieder beeindruckend, wie die einfach alles platt walzen. Ohne dabei psychedelisch zu klingen. Quasi der Kontrast zu Psychotic Waltz. Trotzdem toll.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Benutzeravatar
Holger Andrae
Musikredaktion
 
Beiträge: 26381
Registriert: Dienstag 5. Januar 2010, 02:44

Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Sonntag 23. Januar 2011, 23:35

Martin van der Laan hat geschrieben:Hey, hey, DAS (B.T.B.A.M.) gefällt mir jetzt wieder!! Sehr dynamisch, tiefgründig und intensiv. Hatte bisher immer ängstlich die Finger von dieser Band gelassen. War definitiv ein Fehler. Sehr stark!


Na sowas. Freut mich, auch wenns unerwartet kommt (=

@Holger: Danke für die Meinungen. Vielleicht kommentiere ich die morgen nochmal ausführlicher, momentan reicht die Zeit dafür nicht.
Benutzeravatar
Teichfrosch
Metalhead
 
Beiträge: 3170
Registriert: Montag 17. Mai 2010, 00:18

VorherigeNächste

Zurück zu Musica et Circenses

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste