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Musikalische Erkenntnis des TagesRe: Musikalische Erkenntnis des TagesIch glaub, Du bringst es ganz gut auf den Punkt, kann da nur zustimmen.
Re: Musikalische Erkenntnis des TagesJau. Das passt schon, was er da sagt, der Eike. Das ist ja auch der Grund, warum so manches ins Beinkleid geht, wenn alte Helden versuchen, mit einer zeitgemäßen Produktion hip zu bleiben.
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Musikalische Erkenntnis des Tages
Da bin ich natürlich voll auf deiner Seite. Es soll doch irgendwie noch "menschlich" klingen. Da spielt bei mir auch ein ganz banaler Identifikationsfaktor eine maßgebliche Rolle. Eine "perfekte" Produktion, die vielleicht auf einem Equalizer-Diagramm die perfekte Soundkurve abzeichnen würde, ist für mich roboterhaft und steril. Dann kann ich auch Elektrosounds, Techno oder die Flippers hören. Obwohl, bei denen klingt ja sogar das elektronische "Schlagzeug" schief. Fast sympathisch. Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Musikalische Erkenntnis des TagesMal Holg aufgegriffen und weg vom Thema:
Gerade in der "elektronischen Musik" (der ich ja auch nicht abgeneigt bin) finden sich in manchen Sparten ja auch einige "analoge" Elemente wieder, seien es einfach Samples oder sogar Gastspiele "richtiger" Instrumente. Ich hör ja recht viel Ugress (Trip Hop/Electronika Projekt aus Norwegen), der Bursche nimmt sich live auch Schlagzeug, Bass und teils auch Streicher oder Bläser dazu.
Re: Musikalische Erkenntnis des TagesWobei ich schon finde, dass es moderne, durckvolle Produktionen gibt, die einfach super zum Feeling des Albums passen...
Wenn ich da an "This Godless Endeavor" von Nevermore denke... das ist schon fein, obwohls wirklich ein Sound ist, wie er auf jeder zweiten Metalcore-Scheibe sein könnte. Einfach weils passt. Auch bei der neuen Helloween fand ich den Sound total passend, und das, obwohl ich die Keeper-Alben mit ihrem Sound so liebe... Das Problem an den modernen Sounds ist oft doch nicht der Sound als solcher, sondern viel eher die Tatsache, das es etwa 376 Bands gibt, die exakt den gleichen Sound haben.
Re: Musikalische Erkenntnis des TagesGrad Nevermore als Beispiel... ähm. Na gut, ich bin still.
![]() Bzw. halt, kurzes gegenprüfen sagt mir, dass mir der Sound von "Matricide" (der einzige Nevermore Song, der mir bisher zusagt) besser gefällt als diese Wand bei TGE...
Re: Musikalische Erkenntnis des Tages
Off topic, aber kennst du "The Sanity Assassin"? http://www.youtube.com/watch?v=FouICZ_oQTw alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Musikalische Erkenntnis des Tages
Genau dann kann ich das auch anhören, allerdings ist mir da oft die Grundstimmung zu "technisch". Das ist aber eher eine Kopfsache bei mir. Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Musikalische Erkenntnis des Tages
Nein, kannte ich nicht. Geht auch besser, als die moderneren Sachen die ich kenne, kommt für mich aber nicht an Matricide ran. Da kommt dann aber auch noch dazu, dass ich Warrel Dane immernoch für bestenfalls mittelmäßig und gewöhnlich halte. Fühle mich da jedenfalls nicht so erschlagen, wie von den späteren Sachen, das ist ja auch schon was.
Um mal bei meinem Beispiel zu bleiben. Ich finde es recht bezeichnend, dass ausgerechnet dieses Stück in den Last.fm-Dauercharts der Band ständig einen der Top-Plätze einnimmt. Kann das mit der Grundstimmung aber nachvollziehen, man muss halt schon was für die "Elektronik" übrig haben, Samples und Instrumente hin oder her. Ich kann bei sowas halt perfekt ausspannen.
Re: Musikalische Erkenntnis des TagesDas, und dass es dafür dann oft nichtmal einen vernünftigen Grund, wie etwa ähnlichen Stil, ähnliche Stimmungen der Alben etc., gibt. Wahrscheinlich liegt sowas gar nicht mal selten auch daran, dass sich viele Bands nicht wirklich selbst damit auseinandersetzen, was zum Teufel ihr mal eben angeheuerter Starproduzent eigentlich macht und welche Einstellung zur Musik er hat, jedenfalls nicht in dem Maße, wie sie es tun würden, wenn sie - sagen wir mal - einen Gastgitarristen, Saxofon-Sessionisten oder DJ einbauen wollten. Dabei kann eine komplette Albenproduktion viel mehr versauen als ein kurzes aber unpassendes Solo, und folglich sollten diesbezügliche Entscheidungen mindestens genausogut überlegt sein, wenn ein Album ein Werk für die Ewigkeit und nicht nur ein kurzfristig angelegter Werbe-Artikel für die nächste Tour sein soll. Ich gehe allerdings davon aus, dass sich in ein paar Jahren auch bei den alten Hasen herumgesprochen haben wird, dass es in der modernen Welt auch jenseits des eigenen Instruments in der Hand und der Tantiemenregelung durchaus Dinge im Musikgeschäft gibt, die man besser nicht völlig unkontrolliert abgibt, jedenfalls nicht wahllos irgendwem; auch wenn es sicher nervig sein kann, sich als Musiker im fortgeschrittenen Alter neben der Pflege des eigenen Spiels auch noch in Sachen aktueller und sich immer rasanter entwickelnder Studiotechnik mehr oder weniger auf dem Laufenden zu halten oder sich zumindest vor dem Anheuern mal die ein oder andere Scheibe, die so ein Produzent verbrochen hat, vorher anzuhören, statt nur auf deren Verkaufszahlen zu schauen. Die sollen ja dieses Jahr mit Vollplayback auf ihre Abschiedstournee ziehen, habe ich gehört. Ich jetzt schon. Aber kennst Du 'Sanity Assassin'? Schön abgehalfterter Sound dort, übrigens. Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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