Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon frankjaeger » Mittwoch 16. März 2011, 22:59

Das hatten wir schon oft, daher keine Meinung. Manowar sind für den Metal wichtig, momentan schütteln alle den Kopf, und nun warten wir auf die nächste Nennung unseres Eismeisters.
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Frozen » Donnerstag 17. März 2011, 21:10

Zu Befehl!

Platz 26

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SABATON - Primo Victoria
Jahr: 2004
Genre: Power Metal

Mein unangefochtener Sabaton Favorit. Auch darauf zurückzuführen, was viele so an ihren neuen Alben kritisieren: Die Keyboards sind noch weniger Dominant, die Riffs dafür umso offensiver. Daneben sollte der Stil bekannt sein: Harter, oft schneller Euro-Power Metal mit rauen Vocals und auch hier schon mächtig Bombast.

Die mehr Riffbasierten Songs sind es aber, die mir am besten gefallen. So auch auf der neuen, mit "Aces in Exile" und "White Death". Daher logisch, dass ich bei ihrem Debüt Kracher hinter Kracher sehe.

Da wäre sicher "Panzer Battalion", das nach einem kurzen, östlichen Intro mit einem genialen Riff aufwartet und sich zu einer uptempo mitsing hymne aufbaut. Die Keyboards sind angenehm im Hintergrund, Joakim brüllt wie wir ihn seither kennen.

Da wäre auch "Into The Fire", DAS Sabaton Riff schlechthin. Und ich glaube das wird das Riff sein, an dem sich Sabaton ewig messen lassen werden, hier ist die Gitarrenarbeit so überragend, dass sie sich mit den ganz grossen vergleichen lässt. Simpel, direkt, schnell, starke Melodie. Ein Kracher!

Wir haben auch das etwas langsamere "Wolfpack", das die Geschichte einer von U-Booten angegriffenen Flotte erzählt. Für jeden ein Pflichttrack, der klassische Mitgröl-Hymnen mag. "To their own shore came the world war..." - Fäuste in die Luft.

Wir haben einen ihrer kontroversen songs mit einem weiteren Speed Riffmonster mit "Counterstrike", handelnd vom 6-Tägigen Israel Krieg. Logisch, dass man sich damit nicht bei allen beliebt macht, aber das hat Sabaton noch nie gekümmert. Was rauskam ist ein weiteres Highlight.

Und wir haben "Metal Machine", ein Tribut an den Metal das inzwischen selbst zum Klassiker und zum Live-Hammer geworden ist, speziell in Kombination mit dem Tribut des Folgealbums "Metal Crüe". Songtitel in dieser Anzahl einzubauen und doch noch einen Sinn in den Lyrics zu behalten - Respekt. Und das mit diesen genialen Melodien und Chören, kein Wunder höre ich von vielen Sabaton Fans dass dies ihr Lieblingssong ist.

Diese fünf Tracks sind die absoluten Höhepunkte. Lediglich "40:1" und "Slopes of St. Benedict" haben seither diese Klasse erreicht. Auch weil leider der so Gitarrenfokussierte Charakter verloren ging. Viele der Riffs auf der Primo Victoria brauchen sich selbst vor den ganz grossen nicht zu verstecken. Und wären nicht mit "Stalingrad" und dem thrashigen "Reign of Terror" zwei Songs drauf, die ich gar nicht abkann - es wär ein Top 10 Kandidat.

PANZER BATTALION

INTO THE FIRE (Live)

COUNTERSTRIKE

METAL MACHINE & Metal Crüe (live)
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 17. März 2011, 21:48

Für mich auch klar die beste Sabaton-Scheibe - danach hab ich sie als Vorband von Edguy und Dragonforce auf Tour gesehen!


Auf Sabaton bin ich damals übrigens über das Sacred-Metal-Forum gekommen - heute sind sie dort wahrscheinlich voll die Hass-Band :D
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Martin Schneider » Freitag 18. März 2011, 00:53

Tolle Scheibe, war auch in meiner Top 100. Lustigerweise ist meine Freundin der größere SABATON Fan bei uns. Frauen sind halt viel brutaler als Männer :grins:

Warum die aber bei vielen so ne Haßband sind, kann ich nicht verstehen.
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Eike » Freitag 18. März 2011, 02:01

Hass? Die sind langweilig, weiter nix.
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Chavo89 » Freitag 18. März 2011, 15:57

Geiles Teil! :dafuer:
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Frozen » Samstag 19. März 2011, 20:56

Platz 25

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ACCEPT - Restless And Wild
Jahr: 1982
Genre: Heavy Metal, Speed Metal

Ein Album das keiner Vorstellung bedarf, ein Klassiker, ohne den das Genre "Heavy Metal" heute wohl anders klingen würde, als es dies tut.

Entsprechend kurz fällt mein Review aus. "Fast as a Shark", "Restless and Wild" "Get Ready", "Demon's Night" und "Princess of the Dawn" sind meine Favoriten.

Die ersten beiden muss hier jeder kennen, da gibts keine Entschuldigung. "Fast as a Shark" hat mir sogar ne Wette gewonnen: Dass ich einen Song praktisch ab dem ersten Ton erkenne. Bei Fast as a Shark reicht das typische Platten-Auflege geräusch, um es zu erkennen. Keine Frage, dass dies DER Song des Albums ist, auch wenn ich persönlich wohl den Titeltrack und das Finale auf ein Level setzen würde. "Restless and Wild" hat eins der geilsten Accept Riffs überhaupt.

"Get Ready" und "Demon's Night" bestechen durch ihre unglaubliche eingängigkeit. "Princess of the Dawn" steht vor allem darum, weil ich das Riff seit dem ersten Mal, da ichs gehört habe, nicht mehr aus meinem Gehörgang kriege, und ich das Solo für das beste des ganzen Albums halte.

Für viele ist "Restless and Wild" die Höhe des Accept-Schaffens. Mit vielen Klassikern, ohne die man sich Accept nicht mehr vorstellen kann, ist dies durchaus berechtigt. In Short: Dies ist ein Kracher-Album, ohne das keine Heavy Metal Sammlung sein sollte. Stark auch, dass sies anfangs dieses Jahres vollständig im Z7 dargeboten haben. Scheisse nur dass es im Januar war - in dem Monat habe ich doch keine Kohle zur verfügung ;)

FAST AS A SHARK

RESTLESS AND WILD


DEMON'S NIGHT
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 20. März 2011, 01:50

So, dann mache ich hier mal weiter, wenn ich darf.

Manowar waren zu diesem Zeitpunkt für mich schon uninteressant. Das lag damals aber nicht unbedingt nur am Image der Band, sondern auch daran, dass mein musikalisches Interesse einen anderen Schwerpunkt bekommen hatte. Manowar waren leicht peinlich und prollig geworden, obendrein auch noch ziemlich "groß". Ich wollte neue Bands entdecken, im Underground graben und schräge Sound antesten.

Sabaton kommen in der No-Go-Liste knapp hinter Rhapsody. Da ist alles fürchterlich. Schlagermetal im Tarnanzug. Und live ist das ja sogar noch furchtbarer. Die spielen ja auch noch asynchron ihre doppelläufigen Parts. Nö.

Die Accept hatte ich selber drin. Initialscheibe. Bis heute toll.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Martin van der Laan » Sonntag 20. März 2011, 14:56

Schlager-Metal? Find ich gut! :D

Für mich sind SABATON & Co. mein ganz persönliches Recht auf ein bisschen schlechten Geschmack. Dafür gucke ich keine drittklassigen Fernsehserien... Ich würde nie behaupten, dass die großartige, wichtige Musik machen, aber ich höre mir das zum Abschalten und Mitschunkeln gerne mal an. Wenn mir alles andere zu anstrengend ist. Wer eben keine Affinität zu Stromgitarren hat, hört in solchen Momenten eben simplen Schlager-Pop. Ich bin mir fast sicher, dass jeder seinen kleinen Trash-Faible hat. Leute, die keine geschmackliche Leiche im Keller haben, sind suspekt. Gell, Reggy und Julian? ;-)

Zu den MANOWAR-Debatten fällt mir nur eins ein: Täglich grüßt das Murmeltier. Ich liebe mein "Kings Of Metal"-Vinyl über alles. Und das ist unabhängig davon, ob da nun anspruchsvolle oder sonstwie wichtige Musik drauf ist. Ich kann mich eben mit der dahinter steckenden Philosophie (nicht Motorräder und Titten über alles, sondern "Stand and fight, live by your heart" und "Your kingdom will come") sehr gut identifizieren. Und eine Schwäche für Pathos habe ich ja sowieso. Prollig wiederum finde ich MANOWAR gar nicht. Bekloppt ja, aber nicht prollig. Darunter fallen bei mir HOSEN, ONKELZ und SODOM. Und einen gewissen Unterhaltungswert kann man einem Joey DeMayonnaise nun wirklich nicht absprechen. "Ich bin bereit für den Metal zu sterben! Du auch?? - "Nein?? Dann schreib das auch! Ich bin bereit für den Metal zu sterben und Du nicht!!" (Interview mit Götz Kühnemund, Jahr habe ich vergessen) Das ist großartige Satire. Ich liebe ja auch NANOWAR OF STEEL...

Auch wenn mir die ACCEPT-Songs immer eine Ecke zu gleichförmig und simpel waren, ich mit Udos Stimme nie richtig klar gekommen bin, und der Sound insgesamt allzu starke Assoziationen der Sorte "Schnauzbart, Dauerwelle, Spandexhose und tiefer gelegter Opel" bei mir hervorruft: "Restless & Wild" ist geil!! Auch so ein Early Encounter in Sachen Metal bei mir. "Fast as a shark" habe ich zum ersten Mal gehört, als ich elf Jahre alt war. Die Nummer hat eine amtliche Maulsperre bei mir ausgelöst. Das Heidi-Intro, der schrille Schrei und dann eine High-Speed-Riff-Attacke, wie ich sie mir bis dato nicht mal vorstellen konnte - das hat mich total angefixt. "Princess of the dawn", "Neon Nights" und der Titelsong gehören wegen dieser jugendlichen Prägung für mich zu den größten Metal-Hymnen aller Zeiten. Die Platte hat auf jeden Fall einen Ehrenplatz in meiner Sammlung.
668 - Neighbor of the Beast
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Re: Top 100 Scheiben gefrohrener Stahl

Beitragvon Frozen » Sonntag 20. März 2011, 16:46

Zwei Kommentare zur letzten Nennung und beide positiv? Geht doch nicht, hier muss wieder mehr polarisierung her!

Platz 24:

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IRON FIRE - Revenge
Jahr: 2006
Genre: Heavy Metal, Power Metal

Meine dritte Iron Fire CD, aber bis heute die mit Abstand stärkste. Der Charismatische Sound, der schon auf den vorgängern zu hören war, wurde weiterentwickelt. Wer diese Gitarren hört, weiss sofort, dass er Iron Fire hört. Selbes gilt für Steene's Stimme. Für mich hat er ähnlichen Wiedererkennungswert wie Kai Hansen. Mögen sich andere über das dafür und darwieder dieser Aussage streiten, von meiner Seite her ist das ein riesen Lob.

Der Rachefeldzug beginnt mit einem schnellen und ruppigen Kracher namens "Wings of Rage". Vergleiche mit Hammerfall gestehe ich vor allem bei diesem Song noch zu. Auch wenn die Vocals weit weniger hoch sind und die Klangfarbe eben sehr charakteristisch für Iron Fire steht. Es folgt die melodische Hymne "Ironhead", quasi eine Bandhymne inzwischen. Starke Leads greifen an jeder Ecke, und auch wenn hier für manche schon wieder zu viel Pathos drin ist, so ist der Song doch ungemein eingängig und bleibt auch im Gehörgang hängen.

DAS Meisterwerk schlechthin ist jedoch "Savage Prophecy". Unter Piano Klängen steigt der Hörer in den Song ein, ehe er von Steene in seiner bis dato besten Gesangsleistung empfangen wird. Geniale Melodien reihen sich fast schon aneinander, im hintergrund hört man immer wieder sanfte Key-Untermalung, die eine Epische Atmosphäre schaffen. Ein Mitsing Refrain, wie ihn auch Manowar nicht besser hätten machen können, und ein abwechslungsreiches Solo, das von langsam und atmosphärisch über effektgeladene Zwischenstücke zu schnell mit brillianten Melodien übergeht. Das Outro, in gleicher Manier wie das Intro, bringt erneut Gänsehautfeeling, erneut mit gefühlvollem Gesang - fast schon Balladesk, aber genau passend. "Savage Prophecy" ist ein absoluter Hammer, und für mich einer von einer Handvoll Songs, denen ich das Prädikat "Perfekt" gebe. Ich finde keine Kritikpunkte - Aber ich bin sicher das werdet ihr mir abnehmen xD

Unter den Zahlreichen sehr starken Songs wie "Mind Machine", "Whirlwind of Doom" oder "Ice-Cold Aerion" sticht für mich vor allem noch "Brotherhood of the Brave" heraus. Erneut zu loben ist die hohe Frequenz, mit welcher Iron Fire einfach geile Melodien raushauen.

"Revenge" ist für mich ein sehr wichtiges Album, das in Sachen Wert eher noch gewonnen hat, seit ich diese Liste erstellt habe. Starkes Songwriting gepaar mit enormem Charisma, das die Band für mich weit von der breiten Masse an euro-power metal bands abhebt. Ein Album das sich mit Hammerfalls "Glory to the Brave" messen kann. "Revenge" ist ein mehr als gelungener Rachefeldzug geworden. Respekt!

WINGS OF RAGE

IRONHEAD

SAVAGE PROPHECY

BROTHERHOOD OF THE BRAVE
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